Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-B-FIN-2018-1321
Relevanz 3BANK
04.09.2018
ING betaalt 775 miljoen vanwege ernstige nalatigheden bij voorkomen witwassen
Openbaar Ministerie (NL)
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Die niederländische Staatsanwaltschaft verhängte 2018 eine Strafe von 775 Mio. Euro gegen die ING Bank wegen struktureller Verstöße gegen das Geldwäschegesetz zwischen 2010 und 2016.

Belegt Betrag und Zeitraum des ING-Vergleichs. Betrifft die niederländische ING-Einheit im genannten Zeitraum.

BSDC-B-FIN-2017-1322
Relevanz 3BANK
30.01.2017
NYDFS Fines Deutsche Bank $425 Million for Russian Mirror-Trading Scheme
New York State Department of Financial Services (NYDFS)
Recherche: DC
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Die Deutsche Bank zahlte 2017 425 Mio. Dollar Strafe, weil über ein Mirror-Trading-System rund 10 Mrd. Dollar aus Russland geschleust wurden.

Belegt die NYDFS-Strafe und den Mechanismus des Mirror-Trading. Zusätzlich verhängte die britische FCA eine eigene Strafe von 163 Mio. Pfund.

BSDC-B-FIN-2012-1323
Relevanz 3BANK
27.06.2012
CFTC Orders Barclays to Pay $200 Million for Attempted Manipulation of LIBOR and Euribor
CFTC
Recherche: DC
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Barclays akzeptierte 2012 als erste Bank eine Strafe im LIBOR-Skandal wegen versuchter Manipulation und Falschmeldungen bei LIBOR und Euribor zwischen 2005 und 2009.

Belegt die CFTC-Anordnung gegen Barclays 2012. Weitere Banken folgten später mit eigenen, teils höheren Strafen.

BSDC-B-FIN-2015-1324
Relevanz 3BANK
23.04.2015
CFTC Orders Deutsche Bank to Pay $800 Million for Manipulation of LIBOR and Euribor
CFTC
Recherche: DC
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Die Deutsche Bank zahlte 2015 rund 2,5 Mrd. Dollar an US- und britische Behörden, die bis dahin höchste Einzelstrafe im LIBOR-Komplex, für Manipulationen bei LIBOR, Euribor und Tibor zwischen 2005 und 2011.

Belegt die Gesamtsumme und Aufteilung der Deutsche-Bank-Strafe 2015. Betrifft den Zeitraum bis 2011, nicht aktuelles Verhalten.

BSDC-B-FIN-2013-1325
Relevanz 3BANK
04.12.2013
Antitrust: Commission fines banks € 1.71 billion for participating in cartels in the interest rate derivatives industry
Europäische Kommission
Recherche: DC
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Die EU-Kommission verhängte 2013 Kartellbußgelder von 1,71 Mrd. Euro gegen sieben Banken und einen Broker wegen Euribor- und Yen-Zinsderivate-Absprachen, die Deutsche Bank trug den größten Anteil mit rund 725 Mio. Euro.

Belegt Gesamtsumme und größten Einzelanteil. Barclays und UBS erhielten in jeweils unterschiedlichen Teilkartellen volle Kronzeugen-Immunität.

BSDC-B-FIN-2013-1331
Relevanz 3BANK
25.03.2013
Eurogroup statement on Cyprus
Eurogruppe / Rat der Europäischen Union
Recherche: DC
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Die Eurogruppe knüpfte das Zypern-Rettungspaket von bis zu 10 Mrd. Euro im März 2013 an die Zwangsbeteiligung von Einlegern der Bank of Cyprus und der Laiki Bank an den Verlusten.

Primärquelle der Eurogruppe-Erklärung vom 25.03.2013. Regelt die Bedingungen, nicht die spätere praktische Umsetzung im Detail.

BSDC-B-FIN-2020-1342
Relevanz 3BANK
20.08.2020
TD Bank, N.A. Consent Order
Consumer Financial Protection Bureau (CFPB)
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Die CFPB verhängte 2020 122 Mio. Dollar Strafe gegen die TD Bank, weil sie einen kostenpflichtigen Überziehungsdienst irreführend als kostenlos bewarb und Kunden ohne wirksame Zustimmung anmeldete.

Belegt die Consent Order 2020-BCFP-0007 und ihre Beträge. Primärquelle der US-Aufsichtsbehörde.

BSDC-B-FIN-2016-1343
Relevanz 3BANK
08.09.2016
CFPB Fines Wells Fargo $100 Million for Widespread Illegal Practice of Secretly Opening Unauthorized Accounts
Consumer Financial Protection Bureau (CFPB)
Recherche: DC
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Wells-Fargo-Mitarbeiter eröffneten mehr als zwei Millionen Konten ohne Kundenzustimmung, die Bank zahlte 2016 insgesamt 185 Mio. Dollar an CFPB, OCC und die Stadt Los Angeles.

Belegt die 2016 bekannten Zahlen. Eine spätere interne Prüfung 2017 korrigierte die Gesamtzahl betroffener Konten nach oben.

BSDC-B-FIN-2020-1345
Relevanz 3BANK
21.02.2020
Wells Fargo Agrees to Pay $3 Billion to Resolve Criminal and Civil Investigations
US-Justizministerium (DOJ)
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Wells Fargo zahlte 2020 3 Mrd. Dollar an DOJ und SEC, weil die Bank zwischen 2002 und 2016 unrechtmäßig Gebühren erhoben und Kundendaten missbraucht hatte.

Belegt Vergleich und Deferred Prosecution Agreement 2020. 500 Mio. Dollar davon gingen als Zivilstrafe an die SEC.

BSDC-B-FIN-2018-1348
Relevanz 3BANK
20.03.2018
Retail banking sales culture may raise risks for consumers
Financial Consumer Agency of Canada (FCAC)
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Die kanadische Aufsicht FCAC prüfte 2018 die Vertriebspraxis der sechs größten Banken und fand keine Belege für flächendeckende Falschverkäufe, wohl aber ein erhöhtes Risiko durch starke Verkaufsorientierung.

Wichtiger Gegenbeleg: kein Nachweis flächendeckenden Fehlverkaufs in Kanada 2018. Zeigt, dass nicht jede Untersuchung einen Missstand bestätigt.

BSDC-B-FIN-2021-1349
Relevanz 3BANK
22.10.2021
Justice Department Announces New Initiative to Combat Redlining
US-Justizministerium (DOJ)
Recherche: DC
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Das DOJ einigte sich 2021 mit der Trustmark National Bank auf einen Vergleich über 5 Mio. Dollar plus 3,85 Mio. Dollar Darlehenszuschussfonds wegen Redlining in Memphis.

Belegt den Trustmark-Fall und die Auftaktankündigung der Combat-Redlining-Initiative des DOJ 2021.

BSDC-B-FIN-2023-1350
Relevanz 3BANK
12.01.2023
United States v. City National Bank (C.D. Cal.)
US-Justizministerium (DOJ, Civil Rights Division)
Recherche: DC
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Die City National Bank aus Los Angeles zahlte 2023 31 Mio. Dollar, nach DOJ-Angaben der bis dahin größte Redlining-Vergleich der US-Geschichte, wegen gemiedener Hypothekenvergabe in Minderheitenvierteln 2017 bis 2020.

Belegt Betrag und Einordnung als größter Vergleich seiner Art. Die im Fall genannte Aktenzeichen-Nummer war nicht unabhängig verifizierbar.

BSDC-B-FIN-2024-1351
Relevanz 3BANK
10.10.2024
Justice Department Secures Over $6.5M from Citadel Federal Credit Union to Address Redlining
US-Justizministerium (DOJ)
Recherche: DC
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Die Citadel Federal Credit Union aus Pennsylvania zahlte 2024 über 6,5 Mio. Dollar wegen Redlining im Raum Philadelphia, der erste Redlining-Vergleich des DOJ mit einer Kreditgenossenschaft.

Belegt Betrag und den Status als ersten Fall bei einer Kreditgenossenschaft. Untersuchungszeitraum war mindestens 2017 bis 2021.

BSDC-B-FIN-2023-1352
Relevanz 3BANK
28.02.2023
FINMA-Medienmitteilung zu Greensill
FINMA
Recherche: DC
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Die FINMA stellte 2023 fest, die Credit Suisse habe im Greensill-Geschäft über Jahre ihre aufsichtsrechtlichen Pflichten zur Risikobegrenzung schwer verletzt, und eröffnete vier Enforcement-Verfahren.

Primärquelle der Schweizer Bankenaufsicht. Bezieht sich auf das Greensill-Fondsgeschäft der Credit Suisse 2021.

BSDC-B-FIN-2023-1353
Relevanz 3BANK
24.07.2023
FINMA-Medienmitteilung zu Archegos
FINMA
Recherche: DC
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Der Zusammenbruch von Archegos Capital 2021 kostete die Credit Suisse laut FINMA über 5 Mrd. Dollar, die Aufsicht stellte schweres und systematisches Risikoversagen fest.

Primärquelle der Schweizer Bankenaufsicht. Bezieht sich auf das Archegos-Kreditgeschäft der Credit Suisse.

BSDC-B-FIN-2021-1356
Relevanz 3BANK
19.10.2021
SEC Charges Credit Suisse With Disclosure and Accounting Failures Related to Mozambique Loans
SEC
Recherche: DC
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Eine Credit-Suisse-Tochter bekannte sich 2021 des Betrugs schuldig, weil sie Korruption bei einem 850-Mio.-Dollar-Kredit für ein Fischereiprojekt in Mosambik verschleiert hatte, die Bank musste zusätzlich 200 Mio. Dollar Schulden erlassen.

Belegt Schuldeingeständnis der Tochtergesellschaft CSSEL und die Zahlungen. Die Konzernmutter selbst schloss ein Deferred Prosecution Agreement, ohne Schuldeingeständnis.

BSDC-B-FIN-2023-1357
Relevanz 3BANK
28.04.2023
Review of the Federal Reserve's Supervision and Regulation of Silicon Valley Bank
Federal Reserve (Michael Barr, Vice Chair for Supervision)
Recherche: DC
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Der Fed-eigene Untersuchungsbericht 2023 bezeichnete das Missmanagement der 2023 kollabierten Silicon Valley Bank als Lehrbuchbeispiel, räumte aber auch eigene Aufsichtsversäumnisse ein.

Primärquelle der US-Notenbank selbst. Ungewöhnlich offenes Eingeständnis eigener Aufsichtsfehler neben der Kritik am Bankmanagement.

BSDC-B-FIN-2018-1359
Relevanz 3BANK
18.04.2018
Pressemitteilung zur Draghi-G30-Mitgliedschaft
Europäischer Bürgerbeauftragter
Recherche: DC
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Die Europäische Bürgerbeauftragte kritisierte 2018, dass EZB-Präsident Mario Draghi ihrer Empfehlung nicht folgte, seine Mitgliedschaft in der privaten Bankiersgruppe Group of Thirty ruhen zu lassen.

Primärquelle der EU-Bürgerbeauftragten (Fall 1697/2016/ANA). Betrifft die EZB-Präsidentschaft Draghis, nicht seine Nachfolger.

BSDC-B-FIN-2021-1366
Relevanz 3BANK
11.05.2021
BaFin ordnet gegenüber N26 Bank interne Sicherungsmaßnahmen an
BaFin
Recherche: DC
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Die BaFin ordnete am 11.05.2021 gegenüber N26 Maßnahmen zur Geldwäsche-Prävention an und bestellte einen Sonderbeauftragten, weil die technische Überwachung und Kundenidentifizierung mangelhaft war.

Belegt die BaFin-Anordnung vom 11.05.2021. Betrifft die interne Kontrollqualität, nicht automatisch jede einzelne Kontoschließung bei N26.

BSDC-B-FIN-2021-1367
Relevanz 3BANK
25.06.2021
BaFin verhängt Geldbuße gegen N26 Bank GmbH wegen verspäteter Verdachtsmeldungen
BaFin
Recherche: DC
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Die BaFin verhängte am 25.06.2021 eine Geldbuße von 4,25 Mio. Euro gegen N26, weil die Bank Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wiederholt zu spät einreichte.

Belegt Höhe und Grund des Bußgelds. Betrifft Verstöße aus den Jahren 2019/2020, nicht den aktuellen Zustand der Bank.

BSDC-B-FIN-2021-1368
Relevanz 3BANK
05.10.2021
BaFin begrenzt Neukundenwachstum von N26
BaFin
Recherche: DC
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Die BaFin begrenzte im November 2021 das Neukundenwachstum von N26 auf 50.000 Kunden pro Monat, wegen Mängeln im IT- und Auslagerungs-Risikomanagement.

Belegt die Wachstumsbeschränkung und ihren Grund. Eine Aufhebungsmitteilung der BaFin ist hiermit nicht mitbelegt.

BSDC-B-FIN-2009-1374
Relevanz 3BANK
20.03.2009
Bundestag beschließt Zwangsverstaatlichung der Hypo Real Estate
Deutscher Bundestag
Recherche: DC
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Die Hypo Real Estate erhielt bis Februar 2009 Garantien von insgesamt 52 Mrd. Euro, bevor der Bundestag am 20.03.2009 die Zwangsverstaatlichung beschloss.

Belegt Garantiesumme und Verstaatlichungsbeschluss. Der langfristige Gesamtschaden für den Steuerzahler ist hiermit nicht beziffert.

BSDC-B-FIN-2019-1377
Relevanz 3BANK
2019
nur Jahresangabe in der Quelle
2019
Söder: Vorzeitige Beendigung des EU-Beihilfeverfahrens zur BayernLB
Bayerisches Landesportal
Recherche: DC
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Bayern stützte die BayernLB 2008 mit 10 Mrd. Euro, im EU-Beihilfeverfahren musste die Bank davon rund 5,5 Mrd. Euro an den Freistaat zurückzahlen.

Primärquelle der bayerischen Staatsregierung. Bestätigt Rettungssumme 2008 und spätere Rückzahlung.

BSDC-B-FIN-2016-2052
Relevanz 3Offshore-Leaks, Finanzkriminalitaet
03.04.2016
Panama Papers: Enthüllung der Mossack-Fonseca-Dokumente
ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists)
Recherche: DC
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Am 03.04.2016 veröffentlichten das ICIJ und die Süddeutsche Zeitung gemeinsam mit über 100 weiteren Medienpartnern die Panama Papers. Grundlage waren 11,5 Millionen interne Dokumente der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Terabyte. Rund 400 Journalisten aus fast 80 Ländern werteten die Daten über ein Jahr lang aus. Die Unterlagen dokumentieren mehr als 214.000 Offshore-Gesellschaften mit Verbindungen zu Personen in über 200 Ländern und Territorien, darunter amtierende und ehemalige Staats- und Regierungschefs.

Nicht abschließend geklärt ist bis heute die konkrete Identität der Quelle, die die Dokumente an die Süddeutsche Zeitung weitergab, sie trat öffentlich nur unter dem Pseudonym John Doe auf. Offen bleibt, in welchem Umfang die sichtbaren Offshore-Strukturen jeweils legale Steuergestaltung oder illegale Steuerhinterziehung darstellten, da dies für jeden Einzelfall gesondert zu prüfen war. Die technische Vorgehensweise des Datenabflusses (Hack versus Insider-Leak) wurde nicht im Detail forensisch belegt.

BSDC-B-FIN-2020-2247
Relevanz 3Bilanzskandal, Investigativjournalismus, Finanzaufsicht
25.06.2020
Wirecard-Bilanzskandal
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Recherche: DC
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Der FT-Journalist Dan McCrum veröffentlichte ab 2015 wiederholt kritische Berichte über Wirecard, die sich ab 2019 zu konkreten Vorwürfen der Bilanzfälschung in asiatischen Tochtergesellschaften verdichteten. Die BaFin reagierte im Frühjahr 2019 mit einem zweimonatigen Leerverkaufsverbot für Wirecard-Aktien und stellte Strafanzeige gegen die FT-Journalisten wegen Marktmanipulation, statt die Vorwürfe zu prüfen. Am 18.06.2020 verweigerte EY die Testierung des Jahresabschlusses 2019, weil sich 1,9 Milliarden Euro auf angeblichen philippinischen Treuhandkonten nicht nachweisen ließen. Vorstandschef Markus Braun trat am 19.06.2020 zurück, am 25.06.2020 meldete Wirecard Insolvenz an, das erste DAX-Unternehmen mit nachgewiesenem Bilanzbetrug.

Der Verbleib des ehemaligen COO Jan Marsalek ist nicht geklärt, er gilt als nach Russland geflohen und wird per Interpol-Haftbefehl gesucht. Wer bei BaFin und Staatsanwaltschaft München für das Leerverkaufsverbot verantwortlich war, konnte auch der Bundestags-Untersuchungsausschuss nicht abschließend klären. Die Schadenssummen schwanken zwischen rund 3 und über 15 Milliarden Euro. Das Hauptstrafverfahren gegen Ex-CEO Braun war bis Sommer 2026 noch nicht rechtskräftig entschieden.