Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-O-FIN-2025-1019 Relevanz 5C4 | 05.02.2025 | Crypto Ransomware: 2025 Crypto Crime Report – Ransomware Payments Decline 35% Chainalysis Recherche: DC Quelle öffnen → | Weltweite Ransomware-Lösegeldzahlungen sanken 2024 um 35% auf ~813,55 Mio. USD gegenüber 1,25 Mrd. USD 2023. | Basiert auf sichtbaren Blockchain-Transaktionen, erfasst nicht Off-Chain-Zahlungen. |
| BSDC-O-FIN-2020-1027 Relevanz 5C4 | 2020 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2020 | § 146b AO – Kassen-Nachschau (Abgabenordnung) BMJ / Gesetze im Internet Recherche: DC Quelle öffnen → | § 146b AO erlaubt Finanzbeamten unangemeldetes Betreten von Geschäftsräumen zur Prüfung von Kassenaufzeichnungen und elektronischen Systemen. | Gesetzestext äußert sich nicht zu Datenschutzabwägungen. |
| BSDC-O-FIN-2017-1028 Relevanz 5C4 | 07.10.2017 | Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) Bundesministerium der Finanzen Recherche: DC Quelle öffnen → | KassenSichV verpflichtet Betreiber elektronischer Kassensysteme zum Einbau einer zertifizierten TSE, die jeden Geschäftsvorfall manipulationssicher protokolliert. | Regelt technische Anforderungen, äußert sich nicht zu Datenschutzrisiken der zehnjährigen Speicherung. |
| BSDC-O-FIN-2024-1034 Relevanz 4C4 | 03.05.2024 | Addressing Sybil Activity (LayerZero) LayerZero Labs Recherche: DC Quelle öffnen → | LayerZero identifizierte über 803.000 Adressen als koordinierte Farming-Cluster mittels Wallet-Graph- und Funding-Analyse vor Airdrop. | Beschreibt primär den Prozess, nicht die Algorithmen. |
| BSDC-O-FIN-2024-1125 Relevanz 3F9 | 2024 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2024 | Datenschutz und Datensicherheit bei der Lkw-Mautkontrolle Toll Collect GmbH Recherche: DC Quelle öffnen → | Kontrollbrücken erfassen Kennzeichen und Fahrzeugbilder, löschen nicht mautpflichtige Daten aber sekundenschnell; Ermittlungsbehörden haben laut Gesetz keinen Zugriff auf Mautdaten. | Darstellung vom Mautbetreiber selbst, keine unabhängige Prüfung der Löschpraxis. |
| BSDC-O-FIN-2025-1149 Relevanz 5F6 | 12.12.2025 | Auf den Punkt: PayPal nutzt deine Finanztransaktionsdaten für personalisierte Werbung netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein Rechtsgutachten des Netzwerks Datenschutzexpertise kommt zu dem Ergebnis, dass PayPal Transaktionsdaten seiner Nutzer rechtswidrig für personalisierte Werbung auswertet und an Werbetreibende weitergibt. | Kurzmeldung ohne vollständige Wiedergabe des zugrunde liegenden Gutachtens. |
| BSDC-O-FIN-2025-1150 Relevanz 5F6 | 12.12.2025 | FinTech und Datenschutz: PayPal sammelt die sexuellen Vorlieben von Kunden netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | PayPal erfasst über Zahlungsdaten hinaus Warenkorb-, Geräte- und Verhaltensdaten und leitet daraus sensible Kategorien wie sexuelle Orientierung ab, die über Offsite Ads an Dritte weitergegeben werden. | Stützt sich auf ein einzelnes Rechtsgutachten, keine unabhängige Zweitquelle geprüft. |
| BSDC-O-FIN-2024-1151 Relevanz 4F6 | 05.12.2024 | Kontoauszüge offengelegt: Verbraucherschützer tadeln Klarna Händlerbund (Onlinehändler News) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kritisiert, dass Klarna beim Verknüpfen von Konten Zugriff auf sämtliche Transaktionen der letzten 30 Tage erhält und diese Daten auch an Dritte weitergibt. | Aussage-gegen-Aussage-Fall zwischen Verbraucherzentrale und Klarna, keine gerichtliche Klärung. |
| BSDC-O-FIN-2018-1152 Relevanz 3F6 | 05.09.2018 | Die Zahlungsdiensterichtlinie (PSD II) im Datenschutz WINHELLER Rechtsanwaltsgesellschaft Recherche: DC Quelle öffnen → | PSD II erlaubt Kontoinformationsdienstleistern weitreichenden Zugriff auf sämtliche Kontotransaktionen, was im Konflikt mit den DSGVO-Prinzipien der Zweckbindung und Datensparsamkeit steht. | Fachanwaltlicher Blogbeitrag von 2018, spätere PSD2-Regulierungspraxis nicht berücksichtigt. |
| BSDC-O-FIN-2025-1153 Relevanz 4F6 | 28.03.2025 | Payment Card Fingerprinting: From Anonymous Retail Transactions to Gold Dust Datitude Recherche: DC Quelle öffnen → | Payment Card Fingerprinting verknüpft mehrere Einkäufe eines Kunden anhand kartenbezogener Kennungen aus Payment-Gateways, ohne dass eine Anmeldung nötig ist. | Anbieter-eigener Blogbeitrag eines Datenanalyse-Dienstleisters mit Eigeninteresse. |
| BSDC-O-FIN-2026-1166 Relevanz 4F6 | 09.06.2026 | Geheimes Scoring: Melde dich jetzt zur CRIF-Sammelklage an noyb Recherche: DC Quelle öffnen → | noyb wirft CRIF vor, eine verdeckte Datenbank mit Angaben zu fast allen Erwachsenen in Österreich aufgebaut zu haben; Scores bei 90% der Betroffenen basieren allein auf Alter, Geschlecht und Adresse. | Laufende Klageinitiative, Vorwürfe gerichtlich noch nicht entschieden. |
| BSDC-O-FIN-2020-1186 Relevanz 5D9 | Oktober 2020 10.2020 | H&M – Höchstes deutsches Datenschutz-Bußgeld (35,3 Mio. Euro) wegen umfassender Mitarbeiterüberwachung Dr. Datenschutz (Intersoft Consulting) Recherche: DC Quelle öffnen → | H&M wurde mit 35,3 Mio. Euro Bußgeld belegt, weil Führungskräfte umfangreiche Profile über private Lebensumstände und Krankheiten der Belegschaft anlegten. | Fallbeschreibung eines Fachblogs, inhaltlich mit Behörden-Pressemitteilung deckungsgleich. |
| BSDC-O-FIN-2025-1209 Relevanz 4C4 | 29.12.2025 | Meldepflicht für Kryptowerte bringt Schub für Transparenz bei Deals mit digitalem Geld Finanzverwaltung NRW Recherche: DC Quelle öffnen → | Der Bundesrat billigte das Kryptowertesteuertransparenzgesetz zur Umsetzung von DAC8; bereits verarbeitete Daten führten zu zweistelligen Millionenbeträgen an Steuernachzahlungen. | Offizielle Pressemitteilung betont den Nutzen, geht nicht auf Datenschutzbedenken ein. |
| BSDC-O-FIN-2008-1327 Relevanz 3BANK | 03.10.2008 | Troubled Asset Relief Program Wikipedia (Übersichtsartikel, gestützt auf US-Treasury/SIGTARP-Daten) Recherche: DC Quelle öffnen → | Der US-Kongress ermächtigte 2008 das bis zu 700 Mrd. Dollar schwere Rettungsprogramm TARP, rund 245 Mrd. Dollar davon flossen als direkte Kapitalhilfen an Banken. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Die genaue Aufteilung der Teilprogramme kann in Primärquellen (US-Finanzministerium) abweichend im Detail dargestellt sein. |
| BSDC-O-FIN-2009-1328 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | American International Group (Übersichtsartikel) Wikipedia Recherche: DC Quelle öffnen → | AIG zahlte im März 2009 rund 165 Mio. Dollar Boni an Mitarbeiter der Sparte AIG Financial Products, während der Staat AIG bereits mit über 180 Mrd. Dollar stützte. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Detailzahlen zu einzelnen Bonusempfängern (Cuomo-Brief) sind hier nicht mitbelegt. |
| BSDC-O-FIN-2025-1341 Relevanz 3BANK | 26.05.2025 | Sparda-Bank Berlin: unzulässige Vereinbarungen zum Nachteil der Kundinnen Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Recherche: DC Quelle öffnen → | Das Kammergericht Berlin untersagte der Sparda-Bank Berlin 2025 zwei Kundenformulare zu Verwahrentgelten und Rückforderungsverzicht wegen mangelnder Transparenz. | Belegt das konkrete Urteil (Az. 24 U 43/23) gegen die Sparda-Bank Berlin. Betrifft diese Bank, keine Aussage über andere Institute. |
| BSDC-O-FIN-2017-1358 Relevanz 3BANK | 03.10.2017 | Corporate capture at its most extreme: 98% of ECB advisors represent industry Corporate Europe Observatory Recherche: DC Quelle öffnen → | Laut einer Untersuchung von 2017 waren 508 von 517 Sitzen in den offiziellen Beratungsgremien der EZB mit Vertretern privater Finanzinstitute besetzt, rund 98 Prozent. | Belegt die Besetzung der EZB-Beratungsgremien 2017. Beratungsgremien haben keine formale Entscheidungsmacht über die EZB-Geldpolitik. |
| BSDC-O-FIN-2010-1375 Relevanz 3BANK | 2010 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2010 | FMS Wertmanagement, wer wir sind FMS Wertmanagement Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Bad Bank FMS Wertmanagement übernahm 2010 von der Hypo Real Estate ein Portfolio mit einem Nominalwert von 175,7 Mrd. Euro. | Primärquelle der Bad Bank selbst. Der Nominalwert entspricht nicht dem tatsächlichen Verlust für den Steuerzahler. |
| BSDC-O-FIN-2007-1378 Relevanz 3BANK | 2007 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2007 | SachsenLB Finanzwende Recherche: DC Quelle öffnen → | Die SachsenLB wurde 2007 in einem Notverkauf an die LBBW abgegeben, der Freistaat Sachsen musste am Ende rund 1,73 Mrd. Euro an Garantien zahlen. | Belegt Notverkauf und tatsächlich gezahlte Garantiesumme, unterscheidet zwischen zugesagter und gezogener Garantie. |
| BSDC-O-FIN-2020-1380 Relevanz 3BANK | 2020 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2020 | About the FinCEN Files investigation ICIJ Recherche: DC Quelle öffnen → | In den 2020 veröffentlichten FinCEN Files war die Deutsche Bank mit 982 gemeldeten Verdachtsfällen und rund 1,3 Billionen Dollar Transaktionsvolumen vertreten, 62 Prozent der gesamten im Datenleck erfassten Summe. | Verdachtsmeldungen sind kein Nachweis abgeschlossener Geldwäsche, sondern Meldungen von Banken selbst an US-Behörden. |
| BSDC-O-FIN-2021-1386 Relevanz 3BANK | 27.04.2021 | Folgen des BGH-Urteils: Banken müssen Geld erstatten vzbv Recherche: DC Quelle öffnen → | Der BGH erklärte am 27.04.2021 (Az. XI ZR 26/20) die in Banken-AGB verbreitete Zustimmungsfiktion für unwirksam, Schweigen der Kunden durfte nicht länger als Zustimmung zu Gebührenerhöhungen gelten. | Betrifft alle Banken, die diese Klausel verwendeten, nicht nur die konkret beklagte Bank. |
| BSDC-O-FIN-2017-1391 Relevanz 3BANK | 2017 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2017 | Liste der höchsten Strafen gegen Banken Wikipedia Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank einigte sich 2017 mit dem US-Justizministerium auf 3,1 Mrd. Dollar Strafe plus 4,1 Mrd. Dollar Verbraucherhilfe wegen des Verkaufs fehlerhaft besicherter Hypothekenpapiere vor der Finanzkrise. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Die Kernzahlen dieses Einzelfalls sind aber auch in Primärquellen des DOJ öffentlich dokumentiert. |
| BSDC-O-FIN-1974-1393 Relevanz 3BANK | 26.06.1974 | Herstatt Bank Wikipedia (Übersichtsartikel) Recherche: DC Quelle öffnen → | Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen schloss die Kölner Herstatt Bank am 26.06.1974 wegen riskanter Devisenspekulationen, bei einem Eigenkapital von nur 44 Mio. D-Mark hatte sie Verluste von 470 Mio. D-Mark angehäuft. | Übersichtsquelle zu einem historischen, gut dokumentierten Fall. Der Begriff 'Herstatt-Risiko' und die Basel-Committee-Gründung als Folge sind in der Fachliteratur breit belegt. |
| BSDC-O-FIN-2019-1396 Relevanz 3CYBERCRIME, MEGA-BREACH | 22.07.2019 | Equifax zahlt bis zu 700 Mio. USD Vergleich für Datenleck von 147 Millionen Personen Federal Trade Commission (FTC) Recherche: DC Quelle öffnen → | Equifax gab im September 2017 ein Datenleck bekannt, das personenbezogene Daten von 147 Millionen Menschen offenlegte: mindestens 147 Mio. Namen und Geburtsdaten, 145,5 Mio. Sozialversicherungsnummern sowie 209.000 Zahlungskartennummern samt Ablaufdatum. Die FTC stellte fest, dass Equifax grundlegende Sicherheitsmaßnahmen versäumt hatte, u. a. das Patchen bekannter Schwachstellen, die Netzwerksegmentierung und funktionierende Angriffserkennung auf Altsystemen. Im Vergleich mit FTC, CFPB und 50 US-Bundesstaaten/Territorien zahlte Equifax mindestens 575 Mio. USD, potenziell bis zu 700 Mio. USD, davon bis zu 425 Mio. USD als Entschädigung für Betroffene. | Der Vergleich betrifft US-Recht und US-Betroffene; Aussagen zu europäischen Equifax-Kunden oder einer DSGVO-Sanktion sind aus dieser Quelle nicht belegt. |
| BSDC-O-FIN-2022-1447 Relevanz 3FIN, RECHT-VOLLZUG | 01.03.2022 | Klarna zahlt rund 671.000 Euro Bußgeld in Schweden wegen irreführender Datenschutzinformationen Integritetsskyddsmyndigheten (IMY, schwedische Datenschutzbehörde) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die schwedische Datenschutzbehörde IMY verhängte im März 2022 gegen den Zahlungsdienst Klarna ein Bußgeld von 7,5 Millionen schwedischen Kronen (rund 671.000 Euro). Klarna informierte Nutzer nicht ausreichend über Zweck und Rechtsgrundlage bestimmter Datenverarbeitungen und machte unvollständige beziehungsweise irreführende Angaben darüber, an welche Empfänger, darunter schwedische und ausländische Auskunfteien, personenbezogene Daten weitergegeben wurden. Zudem fehlten Informationen darüber, in welche Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums Klarna Daten übermittelt und wie Betroffene entsprechende Auskünfte erhalten können. Während der laufenden Untersuchung änderte Klarna wiederholt seine Angaben zum Umgang mit personenbezogenen Daten. Ein Berufungsgericht in Stockholm bestätigte das ursprüngliche Bußgeld in vollem Umfang. | Die untersuchten Angaben betreffen den Stand von Frühjahr 2020; ob Klarnas Praxis inzwischen vollständig DSGVO-konform ist, ist aus dieser Quelle nicht belegt. |