Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-J-FIN-2019-1333
Relevanz 3BANK
13.08.2019
Cyprus' Laiki Bank depositors get back only 6 pct of lost deposits
Xinhua
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Einleger der abgewickelten Laiki Bank verloren fast 90 Prozent ihrer ungesicherten Einlagen (rund 4 Mrd. Euro), bis 2019 waren erst rund 6 Prozent davon zurückgeholt.

Belegt den Rückholstand 2019. Nicht 'vollständig ausgelöscht', sondern fast 90 Prozent Verlust laut Sonderverwalter.

BSDC-J-FIN-2023-1335
Relevanz 3BANK
08.11.2023
In legal first, 2013 bank haircut victim awarded thousands
Cyprus Mail
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Ein zyprisches Gericht sprach 2023 erstmals einem Einleger Schadensersatz für Bail-in-Verluste von 2013 zu, rund 780.833 Euro.

Belegt den ersten Präzedenzfall. Die Generalstaatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, das Urteil war zum Zeitpunkt der Meldung nicht rechtskräftig.

BSDC-J-FIN-2025-1336
Relevanz 3BANK
04.09.2025
Forty-four million in compensation paid to 2013 depositors
Cyprus Mail
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Bis September 2025 waren 44,36 Mio. Euro an rund 4.524 vom Zypern-Bail-in 2013 betroffene Einleger ausgezahlt worden.

Belegt den Entschädigungsstand 2025. Betrifft nur einen Teil der ursprünglich betroffenen Einleger und Beträge.

BSDC-J-FIN-2021-1337
Relevanz 3BANK
03.03.2021
BaFin erstattet Strafanzeige gegen Greensill Bank
Der Neue Kämmerer
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die BaFin stoppte am 03.03.2021 den Kundenverkehr der Bremer Greensill Bank und erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation.

Belegt Moratorium und Strafanzeige. Ein Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft Bremen ist hiermit nicht mitbelegt.

BSDC-J-FIN-2021-1339
Relevanz 3BANK
2021
nur Jahresangabe in der Quelle
2021
BaFin-Moratorium: Stadt Monheim drohen durch Greensill-Anlage 38 Millionen Euro Verlust
Handelsblatt
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Stadt Monheim am Rhein verlor 38 Mio. Euro, weitere deutsche Kommunen wie Eschborn (35 Mio.), Wiesbaden (rund 20 Mio.) und Osnabrück (14 Mio.) verloren ebenfalls Geld bei der Greensill Bank.

Belegt die Einzelbeträge betroffener Kommunen. Kommunen legten dort wegen Negativzinsen auf normale Einlagen an.

BSDC-J-FIN-2021-1340
Relevanz 3BANK
2021
nur Jahresangabe in der Quelle
2021
Für deutsche Länder und Kommunen stehen bei der Greensill-Affäre Millionen auf dem Spiel
NZZ (bestätigt via Business Insider / kommunalwiki.boell.de)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Rund 40 bis 50 deutsche Kommunen hatten Geld bei der Greensill Bank angelegt, der Gesamtschaden für die öffentliche Hand lag im dreistelligen Millionenbereich.

Belegt die Größenordnung des kommunalen Gesamtschadens. Einzelne Quellen nennen zwischen 39 und 50 betroffene Kommunen.

BSDC-J-FIN-2017-1344
Relevanz 3BANK
31.08.2017
Wells Fargo Admits To Nearly Twice As Many Possible Fake Accounts, 3.5 Million
NPR
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Eine interne Prüfung ergab 2017, dass tatsächlich bis zu 3,5 Millionen Wells-Fargo-Konten ohne Kundenzustimmung eröffnet worden sein könnten, fast doppelt so viele wie 2016 eingeräumt.

Belegt die korrigierte Zahl 2017. Rund 190.000 dieser Konten hatten laut Bank tatsächlich Gebühren- oder Zinsfolgen für Kunden.

BSDC-J-FIN-2020-1346
Relevanz 3BANK
23.01.2020
Former Wells Fargo CEO Stumpf barred from industry, to pay $17.5 million
CNBC
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die OCC belegte Ex-Wells-Fargo-Chef John Stumpf 2020 mit einem lebenslangen Berufsverbot und einer Strafe von 17,5 Mio. Dollar, eine der höchsten Individualstrafen der OCC-Geschichte.

Belegt Berufsverbot und Strafhöhe für Stumpf. Insgesamt verhängte die OCC gegen acht Ex-Führungskräfte zusammen 59 Mio. Dollar.

BSDC-J-FIN-2023-1347
Relevanz 3BANK
15.09.2023
Wells Fargo's Tolstedt sentenced to probation in phony accounts scandal
American Banker
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die frühere Wells-Fargo-Managerin Carrie Tolstedt wurde 2023 als einzige Führungskraft im Fake-Konten-Skandal strafrechtlich zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt und zahlte über 21 Mio. Dollar Zivilstrafen.

Belegt Urteil und Gesamtsumme (OCC + SEC). Sie ist bislang die einzige strafrechtlich verurteilte Führungskraft in diesem Fall.

BSDC-J-FIN-2019-1354
Relevanz 3BANK
2019
nur Jahresangabe in der Quelle
2019
Credit Suisse COO resigns after spying on former colleague
CNN Business
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der damalige COO der Credit Suisse ließ 2019 einen zur UBS gewechselten Ex-Manager observieren, trat deswegen zurück, wenig später auch der Konzernchef.

Belegt den Spionage-Skandal 2019. Laut FINMA-Bericht ordnete der COO die Observation persönlich an, der CEO wusste laut Untersuchung vorher nichts davon.

BSDC-J-FIN-2022-1355
Relevanz 3BANK
27.06.2022
Credit Suisse found guilty in money laundering case
CNBC
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das Bundesstrafgericht Bellinzona verurteilte die Credit Suisse 2022 als erste Schweizer Großbank überhaupt strafrechtlich wegen unzureichender Geldwäsche-Prävention zugunsten einer bulgarischen Drogenhändlerbande.

Belegt das erstinstanzliche Urteil 2022. Die Rechtsnachfolgerin UBS wurde im Berufungsverfahren im März 2026 freigesprochen, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

BSDC-J-FIN-2026-1360
Relevanz 3BANK
2026
nur Jahresangabe in der Quelle
2026
Ex-Finanzminister Jörg Kukies wird Deutschlandchef bei Morgan Stanley
Handelsblatt
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der frühere Goldman-Sachs-Manager und spätere Bundesfinanzminister Jörg Kukies wechselt nach seiner Amtszeit zur US-Investmentbank Morgan Stanley als Deutschland- und Europa-Chef.

Belegt den dokumentierten Wechsel Goldman Sachs, Finanzministerium, Morgan Stanley. Ein einzelner Fall, keine Aussage über die Häufigkeit solcher Wechsel insgesamt.

BSDC-J-FIN-2021-1369
Relevanz 3BANK
2021
nur Jahresangabe in der Quelle
2021
N26: Smartphone-Bank kündigt zahlreiche Konten fristlos
Handelsblatt
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Dem Handelsblatt lagen 2021 rund 40 Fälle vor, in denen N26 deutschen Kunden fristlos kündigte, mit Kündigungsschreiben, die nur pauschal auf AGB-Verstöße verwiesen, ohne den konkreten Vorwurf zu nennen.

Belegt die 40 dem Handelsblatt vorliegenden Einzelfälle. Keine Aussage über die Gesamtzahl aller N26-Kündigungen.

BSDC-J-FIN-2023-1370
Relevanz 3BANK
2023
nur Jahresangabe in der Quelle
2023
Bank kündigt ohne Grund Dein Girokonto, darf sie das?
Finanztip
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Nach ständiger BGH-Rechtsprechung können private Banken in Deutschland Girokonten grundsätzlich ohne Angabe von Gründen kündigen, was Kunden bei plötzlicher Kontosperrung rechtlich weitgehend schutzlos lässt.

Belegt die Rechtslage laut BGH-Rechtsprechung. Kein Fehlverhalten einzelner Banken, sondern eine bestehende gesetzliche Regelungslücke.

BSDC-J-FIN-2008-1371
Relevanz 3BANK
2008
nur Jahresangabe in der Quelle
2008
Commerzbank to acquire Dresdner
Business Standard
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Commerzbank kaufte die Dresdner Bank 2008 für rund 9,8 Mrd. Euro von der Allianz, öffentlich als strategische Fusion zweier Großbanken dargestellt.

Belegt Kaufpreis und Darstellung des Deals 2008. Die spätere Staatshilfe ist separat belegt.

BSDC-J-FIN-2009-1372
Relevanz 3BANK
2009
nur Jahresangabe in der Quelle
2009
18 Milliarden für Commerzbank: Die private Staatsbank
taz
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der Rettungsfonds SoFFin stützte die Commerzbank ab Dezember 2008 mit stillen Einlagen von zusammen 18,2 Mrd. Euro und wurde mit gut 25 Prozent größter Einzelaktionär.

Belegt die SoFFin-Rettungssumme und den Staatsanteil. Bezieht sich auf die Rettung direkt nach der Dresdner-Bank-Übernahme.

BSDC-J-FIN-2017-1373
Relevanz 3BANK
2017
nur Jahresangabe in der Quelle
2017
Zehn Jahre Finanzkrise: Wie die IKB die Krise nach Deutschland brachte
Tagesspiegel
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die IKB Deutsche Industriebank war im Juli 2007 die erste deutsche Bank, die in der Subprime-Krise kollabierte, die KfW musste sie mit rund 10 Mrd. Euro retten, der Bund zusätzlich mit 1,2 Mrd. Euro.

Belegt Kollaps, Rettungssumme und den späteren Verkauf der KfW-Anteile für rund 100 statt 800 Mio. Euro.

BSDC-J-FIN-2012-1376
Relevanz 3BANK
2012
nur Jahresangabe in der Quelle
2012
Zerschlagene Landesbank: Was aus den Resten der WestLB wird
WirtschaftsWoche
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die WestLB wurde nach mehreren Rettungsversuchen zum 30.06.2012 endgültig zerschlagen, Nordrhein-Westfalen stellte allein für Personal- und Pensionskosten rund 1 Mrd. Euro zurück.

Belegt Zerschlagungsdatum und NRW-Rückstellung. Die Gesamtkosten aller Rettungsrunden seit 2008 sind hiermit nicht vollständig beziffert.

BSDC-J-FIN-2019-1379
Relevanz 3BANK
2019
nur Jahresangabe in der Quelle
2019
Rettungspaket: NordLB erhält lang ersehnte Kapitalspritze
Handelsblatt
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Nach faulen Schifffahrtskrediten einigten sich Land Niedersachsen, die Sparkassen-Finanzgruppe und Sachsen-Anhalt 2019 auf ein Rettungspaket von 3,63 Mrd. Euro für die NordLB.

Belegt die Zusammensetzung und Höhe des Rettungspakets 2019.

BSDC-J-FIN-2021-1381
Relevanz 3BANK
21.10.2021
CumEx-Files 2.0, der skandalöse Steuerbetrug geht weiter
CORRECTIV
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte kosteten den deutschen Staat zwischen 2000 und 2020 nach Schätzungen rund 36 Mrd. Euro, europaweit bis zu 150 Mrd. Euro.

Rechercheergebnis eines Journalistennetzwerks, keine amtliche Feststellung. Die Größenordnung deckt sich mit weiteren offiziellen Schätzungen.

BSDC-J-FIN-2024-1382
Relevanz 3BANK
2024
nur Jahresangabe in der Quelle
2024
Cum-Ex/Cum-Cum-Skandal: Versagt der Staat beim Zurückholen der Milliarden?
ZDFheute
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Bis Ende 2023 hatte der deutsche Staat vom Cum-Ex/Cum-Cum-Schaden laut Bundesfinanzministerium erst rund 200 Mio. Euro zurückgeholt, keine 1 Prozent des Gesamtschadens.

Belegt den Rückholstand zum Stichtag 31.12.2023. Weitere Rückholungen nach diesem Datum sind hiermit nicht erfasst.

BSDC-J-FIN-2024-1384
Relevanz 3BANK
2024
nur Jahresangabe in der Quelle
2024
Christian Olearius: Gericht weist Vorwürfe des Ex-Warburg-Chefs klar zurück
Handelsblatt
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das Verfahren gegen den früheren Warburg-Mitinhaber Christian Olearius wegen mutmaßlich 14-facher schwerer Steuerhinterziehung wurde wegen dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit eingestellt.

Eine Verfahrenseinstellung wegen Verhandlungsunfähigkeit ist kein Freispruch und keine Verurteilung.

BSDC-J-FIN-2020-1385
Relevanz 3BANK
2020
nur Jahresangabe in der Quelle
2020
HVB akzeptiert Bußgeldbescheide wegen Steuerdelikten
DAS INVESTMENT
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die HypoVereinsbank akzeptierte Bußgeldbescheide von 9,8 sowie weiteren 19,1 Mio. Euro, weil im Cum-Ex-Komplex mehrfach Kapitalertragsteuer auf dieselben Dividenden erstattet worden war.

Belegt beide Bußgeldbescheide gegen die HypoVereinsbank getrennt voneinander.

BSDC-J-FIN-2021-1387
Relevanz 3BANK
2021
nur Jahresangabe in der Quelle
2021
Kontogebühren zurückholen: Deutsche Bank plant 300 Millionen Euro ein
t-online
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Deutsche Bank plante nach dem BGH-Zustimmungsfiktion-Urteil mit rund 300 Mio. Euro Rückerstattungen an Kunden für unrechtmäßig erhöhte Kontogebühren.

Eine geplante Rückstellung ist keine Aussage darüber, wie viel tatsächlich an Kunden ausgezahlt wurde.

BSDC-J-FIN-2025-1388
Relevanz 3BANK
04.02.2025
BGH: Negativzinsen auf Spareinlagen und Tagesgeld unwirksam
ZDF
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der BGH entschied am 04.02.2025 in vier Verfahren der Verbraucherzentralen, dass Verwahrentgelte auf Giro-, Tagesgeld- und Sparkonten unzulässig waren. Zum Höchststand im Mai 2022 hatten mindestens 455 deutsche Banken solche Negativzinsen verlangt.

Belegt Urteilsdatum und die Zahl betroffener Banken zum Höchststand 2022.