Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-FIN-2015-1324 Relevanz 3BANK | 23.04.2015 | CFTC Orders Deutsche Bank to Pay $800 Million for Manipulation of LIBOR and Euribor CFTC Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank zahlte 2015 rund 2,5 Mrd. Dollar an US- und britische Behörden, die bis dahin höchste Einzelstrafe im LIBOR-Komplex, für Manipulationen bei LIBOR, Euribor und Tibor zwischen 2005 und 2011. | Belegt die Gesamtsumme und Aufteilung der Deutsche-Bank-Strafe 2015. Betrifft den Zeitraum bis 2011, nicht aktuelles Verhalten. |
| BSDC-B-FIN-2013-1325 Relevanz 3BANK | 04.12.2013 | Antitrust: Commission fines banks € 1.71 billion for participating in cartels in the interest rate derivatives industry Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Die EU-Kommission verhängte 2013 Kartellbußgelder von 1,71 Mrd. Euro gegen sieben Banken und einen Broker wegen Euribor- und Yen-Zinsderivate-Absprachen, die Deutsche Bank trug den größten Anteil mit rund 725 Mio. Euro. | Belegt Gesamtsumme und größten Einzelanteil. Barclays und UBS erhielten in jeweils unterschiedlichen Teilkartellen volle Kronzeugen-Immunität. |
| BSDC-J-FIN-2016-1326 Relevanz 3BANK | 2016 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2016 | Deutsche Bank einigt sich bei Silberpreis-Manipulation Handelsblatt Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank zahlte 2016 38 Mio. Dollar wegen Silberpreis- und 60 Mio. Dollar wegen Goldpreis-Manipulation, um Sammelklagen von Investoren beizulegen. | Belegt die beiden Vergleichssummen. Es handelt sich um zivilrechtliche Vergleiche, kein Schuldeingeständnis in einem Strafverfahren. |
| BSDC-O-FIN-2008-1327 Relevanz 3BANK | 03.10.2008 | Troubled Asset Relief Program Wikipedia (Übersichtsartikel, gestützt auf US-Treasury/SIGTARP-Daten) Recherche: DC Quelle öffnen → | Der US-Kongress ermächtigte 2008 das bis zu 700 Mrd. Dollar schwere Rettungsprogramm TARP, rund 245 Mrd. Dollar davon flossen als direkte Kapitalhilfen an Banken. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Die genaue Aufteilung der Teilprogramme kann in Primärquellen (US-Finanzministerium) abweichend im Detail dargestellt sein. |
| BSDC-O-FIN-2009-1328 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | American International Group (Übersichtsartikel) Wikipedia Recherche: DC Quelle öffnen → | AIG zahlte im März 2009 rund 165 Mio. Dollar Boni an Mitarbeiter der Sparte AIG Financial Products, während der Staat AIG bereits mit über 180 Mrd. Dollar stützte. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Detailzahlen zu einzelnen Bonusempfängern (Cuomo-Brief) sind hier nicht mitbelegt. |
| BSDC-J-FIN-2009-1329 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | Hypo Real Estate: Bund will Squeeze-out der HRE-Aktionäre beschließen finanzen.net Recherche: DC Quelle öffnen → | Beim Zwangsauskauf der Hypo Real Estate 2009 bekamen private Kleinaktionäre 1,30 Euro je Aktie, während der Investor J.C. Flowers zuvor 22,50 Euro gezahlt hatte. | Belegt die Kernzahlen zum Squeeze-out 2009. Der genaue Kaufmonat von Flowers' Einstieg 2008 ist in Sekundärquellen uneinheitlich überliefert. |
| BSDC-J-FIN-2009-1330 Relevanz 3BANK | Februar 2009 02.2009 | RBS chief's pension deal criticized CNN Recherche: DC Quelle öffnen → | RBS meldete 2009 mit 24,1 Mrd. Pfund den höchsten Jahresverlust der britischen Unternehmensgeschichte, Ex-Chef Fred Goodwin erhielt dennoch zunächst eine Jahrespension von rund 703.000 Pfund. | Belegt Verlustzahl und ursprüngliche Pensionshöhe direkt. Goodwin reduzierte die Pension später nach öffentlichem Druck auf 342.500 Pfund. |
| BSDC-B-FIN-2013-1331 Relevanz 3BANK | 25.03.2013 | Eurogroup statement on Cyprus Eurogruppe / Rat der Europäischen Union Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Eurogruppe knüpfte das Zypern-Rettungspaket von bis zu 10 Mrd. Euro im März 2013 an die Zwangsbeteiligung von Einlegern der Bank of Cyprus und der Laiki Bank an den Verlusten. | Primärquelle der Eurogruppe-Erklärung vom 25.03.2013. Regelt die Bedingungen, nicht die spätere praktische Umsetzung im Detail. |
| BSDC-J-FIN-2013-1332 Relevanz 3BANK | 29.07.2013 | Bank of Cyprus depositors lose 47.5 pct of savings Associated Press, via Deseret News Recherche: DC Quelle öffnen → | Einleger der Bank of Cyprus mit mehr als 100.000 Euro Guthaben verloren 2013 endgültig 47,5 Prozent des übersteigenden Betrags, zwangsweise umgewandelt in Bankaktien. | Belegt den finalen Bail-in-Satz für die Bank of Cyprus. Betrifft nur Guthaben oberhalb der 100.000-Euro-Grenze. |
| BSDC-J-FIN-2019-1333 Relevanz 3BANK | 13.08.2019 | Cyprus' Laiki Bank depositors get back only 6 pct of lost deposits Xinhua Recherche: DC Quelle öffnen → | Einleger der abgewickelten Laiki Bank verloren fast 90 Prozent ihrer ungesicherten Einlagen (rund 4 Mrd. Euro), bis 2019 waren erst rund 6 Prozent davon zurückgeholt. | Belegt den Rückholstand 2019. Nicht 'vollständig ausgelöscht', sondern fast 90 Prozent Verlust laut Sonderverwalter. |
| BSDC-P-FIN-2016-1334 Relevanz 3BANK | 20.09.2016 | Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer), verbundene Rechtssachen C-105/15 P bis C-109/15 P Gerichtshof der Europäischen Union Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EuGH wies 2016 Klagen zyprischer Einleger gegen die Eurogruppe-Erklärung von 2013 ab und erklärte Eurogruppe-Erklärungen grundsätzlich für nicht individuell anfechtbar. | Primärquelle, das Urteil selbst. Betrifft die prozessuale Anfechtbarkeit, nicht die inhaltliche Rechtmäßigkeit des Bail-in. |
| BSDC-J-FIN-2023-1335 Relevanz 3BANK | 08.11.2023 | In legal first, 2013 bank haircut victim awarded thousands Cyprus Mail Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein zyprisches Gericht sprach 2023 erstmals einem Einleger Schadensersatz für Bail-in-Verluste von 2013 zu, rund 780.833 Euro. | Belegt den ersten Präzedenzfall. Die Generalstaatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, das Urteil war zum Zeitpunkt der Meldung nicht rechtskräftig. |
| BSDC-J-FIN-2025-1336 Relevanz 3BANK | 04.09.2025 | Forty-four million in compensation paid to 2013 depositors Cyprus Mail Recherche: DC Quelle öffnen → | Bis September 2025 waren 44,36 Mio. Euro an rund 4.524 vom Zypern-Bail-in 2013 betroffene Einleger ausgezahlt worden. | Belegt den Entschädigungsstand 2025. Betrifft nur einen Teil der ursprünglich betroffenen Einleger und Beträge. |
| BSDC-J-FIN-2021-1337 Relevanz 3BANK | 03.03.2021 | BaFin erstattet Strafanzeige gegen Greensill Bank Der Neue Kämmerer Recherche: DC Quelle öffnen → | Die BaFin stoppte am 03.03.2021 den Kundenverkehr der Bremer Greensill Bank und erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation. | Belegt Moratorium und Strafanzeige. Ein Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft Bremen ist hiermit nicht mitbelegt. |
| BSDC-P-FIN-2015-1338 Relevanz 3BANK | 03.07.2015 | Einlagensicherungsgesetz (EinSiG), § 6 Ausnahmen Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach § 6 Abs. 1 Nr. 10 EinSiG sind Einlagen von Bund, Ländern und Kommunen ausdrücklich von der gesetzlichen Einlagensicherung ausgenommen. | Primärquelle, der Gesetzestext selbst. Regelt nur die gesetzliche Einlagensicherung, nicht freiwillige Sicherungssysteme der Bankenverbände. |
| BSDC-J-FIN-2021-1339 Relevanz 3BANK | 2021 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2021 | BaFin-Moratorium: Stadt Monheim drohen durch Greensill-Anlage 38 Millionen Euro Verlust Handelsblatt Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Stadt Monheim am Rhein verlor 38 Mio. Euro, weitere deutsche Kommunen wie Eschborn (35 Mio.), Wiesbaden (rund 20 Mio.) und Osnabrück (14 Mio.) verloren ebenfalls Geld bei der Greensill Bank. | Belegt die Einzelbeträge betroffener Kommunen. Kommunen legten dort wegen Negativzinsen auf normale Einlagen an. |
| BSDC-J-FIN-2021-1340 Relevanz 3BANK | 2021 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2021 | Für deutsche Länder und Kommunen stehen bei der Greensill-Affäre Millionen auf dem Spiel NZZ (bestätigt via Business Insider / kommunalwiki.boell.de) Recherche: DC Quelle öffnen → | Rund 40 bis 50 deutsche Kommunen hatten Geld bei der Greensill Bank angelegt, der Gesamtschaden für die öffentliche Hand lag im dreistelligen Millionenbereich. | Belegt die Größenordnung des kommunalen Gesamtschadens. Einzelne Quellen nennen zwischen 39 und 50 betroffene Kommunen. |
| BSDC-O-FIN-2025-1341 Relevanz 3BANK | 26.05.2025 | Sparda-Bank Berlin: unzulässige Vereinbarungen zum Nachteil der Kundinnen Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) Recherche: DC Quelle öffnen → | Das Kammergericht Berlin untersagte der Sparda-Bank Berlin 2025 zwei Kundenformulare zu Verwahrentgelten und Rückforderungsverzicht wegen mangelnder Transparenz. | Belegt das konkrete Urteil (Az. 24 U 43/23) gegen die Sparda-Bank Berlin. Betrifft diese Bank, keine Aussage über andere Institute. |
| BSDC-B-FIN-2020-1342 Relevanz 3BANK | 20.08.2020 | TD Bank, N.A. Consent Order Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die CFPB verhängte 2020 122 Mio. Dollar Strafe gegen die TD Bank, weil sie einen kostenpflichtigen Überziehungsdienst irreführend als kostenlos bewarb und Kunden ohne wirksame Zustimmung anmeldete. | Belegt die Consent Order 2020-BCFP-0007 und ihre Beträge. Primärquelle der US-Aufsichtsbehörde. |
| BSDC-B-FIN-2016-1343 Relevanz 3BANK | 08.09.2016 | CFPB Fines Wells Fargo $100 Million for Widespread Illegal Practice of Secretly Opening Unauthorized Accounts Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) Recherche: DC Quelle öffnen → | Wells-Fargo-Mitarbeiter eröffneten mehr als zwei Millionen Konten ohne Kundenzustimmung, die Bank zahlte 2016 insgesamt 185 Mio. Dollar an CFPB, OCC und die Stadt Los Angeles. | Belegt die 2016 bekannten Zahlen. Eine spätere interne Prüfung 2017 korrigierte die Gesamtzahl betroffener Konten nach oben. |
| BSDC-J-FIN-2017-1344 Relevanz 3BANK | 31.08.2017 | Wells Fargo Admits To Nearly Twice As Many Possible Fake Accounts, 3.5 Million NPR Recherche: DC Quelle öffnen → | Eine interne Prüfung ergab 2017, dass tatsächlich bis zu 3,5 Millionen Wells-Fargo-Konten ohne Kundenzustimmung eröffnet worden sein könnten, fast doppelt so viele wie 2016 eingeräumt. | Belegt die korrigierte Zahl 2017. Rund 190.000 dieser Konten hatten laut Bank tatsächlich Gebühren- oder Zinsfolgen für Kunden. |
| BSDC-B-FIN-2020-1345 Relevanz 3BANK | 21.02.2020 | Wells Fargo Agrees to Pay $3 Billion to Resolve Criminal and Civil Investigations US-Justizministerium (DOJ) Recherche: DC Quelle öffnen → | Wells Fargo zahlte 2020 3 Mrd. Dollar an DOJ und SEC, weil die Bank zwischen 2002 und 2016 unrechtmäßig Gebühren erhoben und Kundendaten missbraucht hatte. | Belegt Vergleich und Deferred Prosecution Agreement 2020. 500 Mio. Dollar davon gingen als Zivilstrafe an die SEC. |
| BSDC-J-FIN-2020-1346 Relevanz 3BANK | 23.01.2020 | Former Wells Fargo CEO Stumpf barred from industry, to pay $17.5 million CNBC Recherche: DC Quelle öffnen → | Die OCC belegte Ex-Wells-Fargo-Chef John Stumpf 2020 mit einem lebenslangen Berufsverbot und einer Strafe von 17,5 Mio. Dollar, eine der höchsten Individualstrafen der OCC-Geschichte. | Belegt Berufsverbot und Strafhöhe für Stumpf. Insgesamt verhängte die OCC gegen acht Ex-Führungskräfte zusammen 59 Mio. Dollar. |
| BSDC-J-FIN-2023-1347 Relevanz 3BANK | 15.09.2023 | Wells Fargo's Tolstedt sentenced to probation in phony accounts scandal American Banker Recherche: DC Quelle öffnen → | Die frühere Wells-Fargo-Managerin Carrie Tolstedt wurde 2023 als einzige Führungskraft im Fake-Konten-Skandal strafrechtlich zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt und zahlte über 21 Mio. Dollar Zivilstrafen. | Belegt Urteil und Gesamtsumme (OCC + SEC). Sie ist bislang die einzige strafrechtlich verurteilte Führungskraft in diesem Fall. |
| BSDC-B-FIN-2018-1348 Relevanz 3BANK | 20.03.2018 | Retail banking sales culture may raise risks for consumers Financial Consumer Agency of Canada (FCAC) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die kanadische Aufsicht FCAC prüfte 2018 die Vertriebspraxis der sechs größten Banken und fand keine Belege für flächendeckende Falschverkäufe, wohl aber ein erhöhtes Risiko durch starke Verkaufsorientierung. | Wichtiger Gegenbeleg: kein Nachweis flächendeckenden Fehlverkaufs in Kanada 2018. Zeigt, dass nicht jede Untersuchung einen Missstand bestätigt. |