Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-B-FND-2026-221
in KraftRelevanz 3F1
10.07.2026
StatCounter-Daten Juni 2026 — Windows erstmals unter 60% weltweiter Marktanteil
it-daily.net, mit Bezug auf StatCounter-Primärdaten
Recherche: DC
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Windows fiel im Juni 2026 weltweit auf 56,55% Desktop-Marktanteil — erstmals seit vielen Jahren unter die 60-Prozent-Marke. Linux erreichte im selben Monat 4,39% und damit laut Fachmedium Linuxiac eine seiner stärksten jüngsten Positionen. Die Methodik erfasst über Webseiten-Tracking-Codes gemessene Internetaktivität, nicht eine direkte Zählung aller weltweit installierten Systeme.

Historischer Meilenstein: Windows ist zum ersten Mal seit Jahren unter die 60%-Marke gefallen — ein überraschend schneller Rückgang. Wichtiger Methodik-Hinweis direkt mitgeliefert: StatCounter misst Web-Traffic, nicht installierte Geräte direkt — die Zahl ist eine gute Annäherung, aber keine exakte Zählung.

BSDC-J-FND-2026-222
in KraftRelevanz 3F1, Masterplan
09.07.2026
"Historisches Tief: Windows rutscht weltweit unter 60 Prozent — und die Deutschen lieben Platz 2 und 3" — Deutschland-Fokus
GameStar (Fachmedium)
Recherche: DC
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In Deutschland hält Windows nur noch rund 56% (Juni 2026), gegenüber rund 69% ein Jahr zuvor — ein sehr schneller Rückgang. macOS liegt bei rund 21%, Linux bei bemerkenswerten 6,24% — ein Wert, der laut Artikel zeigt, dass deutsche Nutzer zunehmend auf Open Source setzen. Der "unbekannt"-Anteil lag in Deutschland bei 13,05%, weltweit sogar bei 21,45%.

Sehr starke Zahl speziell für Deutschland: Windows verlor dort innerhalb eines Jahres rund 13 Prozentpunkte — ein außergewöhnlich schneller Wandel. Linux liegt in Deutschland (6,24%) sogar höher als im weltweiten Durchschnitt (4,39%) — passt zur bereits in früheren Recherchen erkennbaren überdurchschnittlichen Technikaffinität und Open-Source-Offenheit hierzulande.

BSDC-J-FND-2026-223
in KraftRelevanz 2F1
03.06.2026
"Windows 11 verliert in Deutschland Marktanteile – das ist der überraschende Gewinner" — Datenqualitäts-Warnhinweis
PC-WELT
Recherche: DC
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Der Artikel weist selbst auf eine Anomalie hin: "MacOS X" (das veraltete, seit 2016 durch "macOS" ersetzte Namensschema) zeigte einen unplausiblen Anstieg von 11,05% auf 18,19% zwischen Oktober 2025 und Mai 2026 — der Autor selbst räumt ein, dass "MacOS X uralt" ist und der Anstieg nicht einleuchtet, vermutet eine Verwechslung in der Datenerfassung.

Wichtige Selbstkorrektur für Blackstones Quellenkritik: Ein Fachjournalist macht öffentlich auf eine Unstimmigkeit in den StatCounter-Zahlen aufmerksam, statt sie unkritisch zu übernehmen. Zeigt: Selbst etablierte Statistikquellen wie StatCounter können Kategorisierungsfehler enthalten — bei Verwendung von Betriebssystem-Marktanteilszahlen immer auf Plausibilität prüfen, nicht blind übernehmen.

BSDC-B-FND-2026-224
in KraftRelevanz 2F1, F3
01.08.2026
Windows-10-Nachnutzung trotz Support-Ende — Juli-2026-Zahlen
WinFuture (Fachmedium)
Recherche: DC
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Windows 10 verzeichnete im Juli 2026 einen Nutzerzuwachs von knapp zwei Prozent und erreicht 29,88% weltweiten Marktanteil — trotz ausgelaufenem Support (seit Oktober 2025). In Deutschland hat sich Windows 10 bei 21,5% stabilisiert, während Windows 11 auf 76,33% zulegt.

Wichtiger Sicherheitsfakt: Fast 30% der Windows-Nutzer weltweit verwenden noch immer ein Betriebssystem OHNE Sicherheitsupdates (Windows 10, Support-Ende Oktober 2025) — ein enormes, oft übersehenes Sicherheitsrisiko für Millionen Geräte. Relevant für Blackstones Kapitel 3: zeigt konkret, wie viele Menschen faktisch ungeschützte Systeme nutzen, ohne es unbedingt zu wissen.

BSDC-B-FND-2026-246
in KraftRelevanz 3F1
12.09.1981
Chaos Computer Club — Mitgliederzahl (Wikipedia mit CCC-Eigenangabe-Quelle)
Wikipedia, mit Bezug auf CCC-Eigendarstellung
Recherche: DC
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Der Chaos Computer Club (CCC) ist Europas größte Hacker-Vereinigung mit 7.700 registrierten Mitgliedern. Gegründet 1981, ist der Verein als eingetragener Verein in Deutschland organisiert, mit lokalen Untergruppen (Erfa-Kreise) in verschiedenen Städten in Deutschland und den umliegenden deutschsprachigen Ländern.

Konkrete, überschaubare Mitgliederzahl für Europas bekannteste Hacker-/Digitalrechte-Organisation — 7.700 Mitglieder ist eine reale, überprüfbare Größenordnung, wichtig für Blackstones eigene Einordnung als Community-Projekt (Vergleichsgröße für die eigene Zielgröße).

BSDC-B-FND-2026-247
in KraftRelevanz 2F1, F10
2026
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
Stand 2026, aktuellster Eintrag 39C3 (2025)
Chaos Communication Congress — Teilnehmerzahlen-Historie 2003-2025
Wikipedia
Recherche: DC
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Die Teilnehmerzahl des jährlichen Chaos Communication Congress wuchs von 2.500 (2003) über 9.000 (2013) auf 17.000 (2019) — ein fast siebenfacher Anstieg in 16 Jahren. Nach pandemiebedingter Pause fand 2023 der Congress mit 14.500 Teilnehmern wieder in Präsenz statt.

Starke Wachstumszahl für die "Szene": Das größte europäische Hacker-Treffen ist von einer Nischenveranstaltung zu einem Event mit fünfstelliger Teilnehmerzahl gewachsen — zeigt ein deutlich wachsendes öffentliches Interesse an Digitalrechte-/Sicherheitsthemen über zwei Jahrzehnte hinweg.

BSDC-B-FND-2026-249
in KraftRelevanz 1F1, Masterplan
ohne Datum
aktuell
CCC-Beitragsstruktur — Transparenz zu Finanzierungsmodell
Chaos Computer Club
Recherche: DC
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Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 72 Euro; für Studierende, Schüler, Arbeitslose, Umschüler, Rentner und Menschen mit Behinderung nach Nachweis 36 Euro.

Kleiner, aber nützlicher praktischer Fakt: Der CCC finanziert sich über gestaffelte Mitgliedsbeiträge mit Ermäßigung für einkommensschwächere Gruppen — ein mögliches Vorbildmodell für Blackstones eigene, im Masterplan angedachte Mitgliedschaftsstufen.

BSDC-J-FND-2026-255
in KraftRelevanz 3F9, C1
02.06.2026
"Das Sozialkreditsystem – Ein System, um alle (Chinesen) zu knechten?" — Teil 2 mit EU-Vergleich und programmierbarem Geld
seemoz, Autor G. Kretzer
Recherche: DC
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Seit dem 1. Januar 2026 wird das Guthaben der chinesischen digitalen Zentralbankwährung e-CNY verzinst und tiefer ins Bankensystem integriert; über Smart Contracts lassen sich Zahlungen an Bedingungen knüpfen. Der Artikel weist darauf hin, dass die EU eigene Testläufe zu "staatlichem Scoring" durchgeführt hat, und mahnt: "Wer die chinesische Überwachung ernst nehmen will, muss die europäische ebenso ernst nehmen — sonst bleibt die Empörung Identitätspolitik mit außenpolitischer Lackierung."

Sehr wichtiger Fund für Blackstones Function-Creep-Argumentation beim digitalen Euro (C1): Chinas e-CNY zeigt konkret, wie programmierbares Geld in der Praxis funktioniert (Smart Contracts, die Zahlungen an Bedingungen knüpfen) — genau das Szenario, vor dem Kritiker beim digitalen Euro warnen, auch wenn die EZB (siehe Batch 4/28) betont, keine vergleichbare Programmierbarkeit zu planen. Der Hinweis auf EU-eigene Scoring-Testläufe ist ein noch zu verifizierender, aber wichtiger Rechercheansatz für ein künftiges Batch.

BSDC-J-FND-2026-256
in KraftRelevanz 2F9
26.04.2022
"Sozialkredit-System: Chinas digitale Kontrolle könnte weltweit Nachahmer finden" — Wirtschaftsperspektive
Table.Media (China-Fachredaktion)
Recherche: DC
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Das Sozialkreditsystem betrifft nicht nur chinesische Bürger, sondern auch ausländische Unternehmen vor Ort — es liefert Daten zur Vertrauenswürdigkeit von Geschäftspartnern und wirkt damit über die Landesgrenzen hinaus. Auch deutsche Unternehmen sind erfasst.

Wichtige Präzisierung: Das System betrifft nicht nur Privatpersonen, sondern auch (ausländische) Unternehmen — auch deutsche Firmen mit China-Geschäft sind faktisch dem System unterworfen. Zeigt eine globale Dimension, die über reine innenpolitische Betrachtung Chinas hinausgeht.

BSDC-J-FND-2026-257
🔶 im VerfahrenRelevanz 2F9
22.11.2022
Entwurf des neuen chinesischen "Social Credit System Establishment Law" — aktueller Gesetzgebungsstand
Table.Media
Recherche: DC
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Ein neues Gesetz soll die verschiedenen chinesischen Sozialpunkte-Systeme zusammenführen. Der Entwurf zeigt, dass Unternehmer künftig am stärksten vom geplanten Überwachungssystem betroffen sein werden. Bis das Gesetz final ist, dürfte laut Einschätzung noch viel Zeit vergehen — allerdings sind alle im Entwurf genannten Bereiche bereits durch bestehende rechtswirksame Vorschriften abgedeckt.

Wichtige Nuance: Auch in China ist das "einheitliche" Sozialkreditsystem noch nicht final gesetzlich verankert — vieles läuft bereits über verstreute Einzelvorschriften, ein zusammenfassendes Gesetz ist erst in Vorbereitung. Für Blackstones Präzision wichtig: Das oft zitierte "chinesische Sozialkreditsystem" ist selbst noch im Aufbau, kein einheitliches, fertiges System.

BSDC-B-FND-2025-258
in KraftRelevanz 3F9
26.06.2025
Schweizer TA-Swiss-Forschungsprojekt zu "Bonus-Systemen" — europäischer/Schweizer Kontext
Swissinfo, mit Zitat von Johan Rochel (TA-Swiss, Schweizer Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung)
Recherche: DC
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Rochel: "China darf nicht unser Maßstab dafür sein, was wir in westeuropäischen Gesellschaften wollen." Bereits 2020 entwarf eine Zukunftsstudie im Auftrag des deutschen Forschungsministeriums ein Szenario, wie sich in den 2030er-Jahren in Deutschland ein "Bonussystem" etablieren könnte. Die EU sieht in Social Scoring eine Gefahr für Privatsphäre, Gleichheit und ordentliche Verfahren, weil Menschen auf algorithmische Profile reduziert würden.

Sehr wichtiger, differenzierter Fund: Selbst ein Schweizer Forscher, der sich mit dem Thema beschäftigt, warnt davor, China unkritisch als Maßstab für die Debatte in Europa zu nehmen — eine Mahnung zu Präzision, die genau zu Blackstones Stil passt. Gleichzeitig zeigt der Fund, dass sogar ein *deutsches Bundesministerium* bereits 2020 ein Zukunftsszenario für ein eigenes "Bonussystem" durchgespielt hat — nicht als Plan, aber als ernsthafte Denkübung.

BSDC-B-FND-2025-261
in KraftRelevanz 2F4
30.06.2026
Vergleichszahl — Straftaten mit extremistischem Hintergrund im Zeitverlauf (2024 vs. 2025)
Bundesregierung
Recherche: DC
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Dobrindt betonte, dass die linksextremistische Gewalt zunehme — ein "ernstes Warnsignal für unseren Rechtsstaat" — verwies dabei unter anderem auf Brandanschläge auf die Berliner Stromversorgung im Januar. Gleichzeitig hob er hervor, dass die größte Bedrohung für die Demokratie weiterhin von Rechtsextremisten ausgehe.

Wichtige Differenzierung für Blackstones Ausgewogenheit: Der Bericht selbst benennt beide Phänomenbereiche (rechts- und linksextremistische Gewalt) und ordnet sie unterschiedlich stark ein — keine einseitige Fokussierung auf nur eine politische Richtung. Nützlich, um Blackstone-Artikel nicht in den Verdacht einseitiger politischer Schlagseite zu bringen.

BSDC-S-FND-2026-285
in KraftRelevanz 3F8, Masterplan
13.04.2026
"Threema Long-Term Review and Privacy Audit Details" — akademische Kritik am proprietären Protokoll
Factually, mit Bezug auf akademische Kryptografie-Analysen
Recherche: DC
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Eine umfassende kryptografische Analyse fand mehrere Angriffsvektoren gegen Threemas eigens entwickeltes ("bespoke") Protokoll; eine 2023 veröffentlichte öffentliche Kritik argumentierte, die App nutze ein selbst entwickeltes Protokoll entgegen bewährter Standards ("best-practice norms") — Threema entgegnete, der verwundbare Code stamme aus einem alten Protokoll. Eine fokussierte Analyse zeigte zudem praktische Integritätslücken (Timestamp- und Reihenfolge-Angriffe) sowie Backup-bezogene Seitenkanäle, die Schlüssel offenlegen können, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Wichtige Korrektur zur bisherigen Blackstone-Einordnung von Threema: Anders als Signal (dessen Protokoll extern, wissenschaftlich geprüft und offen ist, siehe F8/Batch 40) nutzt Threema ein selbst entwickeltes Protokoll, das von unabhängigen Kryptografie-Forschern kritisiert wurde. Threema selbst bestätigt teilweise die Kritik (verwundbarer Code aus altem Protokoll), weist eine generelle Unsicherheit aber zurück. Für Blackstones Ehrlichkeitsprinzip wichtig: Diese Nuance sollte im Masterplan-Kapitel zu Messengern ergänzt werden — Threema ist nicht per se unsicher, aber die Vertrauensbasis unterscheidet sich grundlegend von Signal (Community-geprüftes offenes Protokoll vs. Eigenentwicklung mit dokumentierten Schwachstellen).

BSDC-B-FND-2026-286
in KraftRelevanz 3F8, D3
2026
nur Jahresangabe in der Quelle
Stand 2026
Threema — offizielle Audit-Historie und Cloud-Act-Immunität
Threema GmbH
Recherche: DC
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Cure53 führte im Oktober 2020 einen Sicherheitsaudit der mobilen Apps durch, im Januar 2024 wurde die neue Desktop-App geprüft. Deutsche Forscher bestätigten im Juli 2023 die Robustheit von Threemas Kommunikationsprotokoll "Ibex" mit einem formalen Sicherheitsbeweis. Threema ist DSGVO-konform und unterliegt dem strengen Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz (FADP). Anders als viele US-Dienste unterliegt Threema NICHT dem CLOUD Act.

Wichtiges Gegengewicht zur akademischen Kritik oben: Es gibt auch einen formalen, positiven Sicherheitsbeweis für ein neueres Threema-Protokoll ("Ibex", 2023) — die Kritik bezog sich vermutlich auf ein älteres Protokoll oder spezifische Implementierungsdetails, nicht auf das gesamte aktuelle System. Der Cloud-Act-Punkt ist zudem ein wichtiges Gegenstück zum in D3 (Palantir) dokumentierten Cloud-Act-Risiko: Threema als Schweizer Unternehmen unterliegt diesem US-Gesetz explizit nicht.

BSDC-B-FND-2026-287
in KraftRelevanz 2F8
Oktober 2020
laufend aktualisiert, Threema-Eintrag von 10.2020
Cure53-Gesamtübersicht — Bestätigung des 2020er Threema-Audits im Kontext anderer Privacy-Tools
Cure53
Recherche: DC
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Cure53 hat im Oktober 2020 einen Pentest-Report zu "Threema Mobile Apps" veröffentlicht — im selben Zeitraum (2020) wurden auch Mullvad VPN, TunnelBear VPN, 1Password und Thunderbird geprüft, was zeigt, dass Threema Teil derselben Riege von Tools ist, die sich regelmäßiger externer Prüfung unterziehen.

Bestätigt die Threema-Audit-Historie über die Primärquelle (Cure53 selbst) statt nur über Threemas eigene Darstellung — wichtig für Zitierfähigkeit, auch wenn der Auditzeitpunkt (2020) inzwischen einige Jahre zurückliegt.

BSDC-B-FND-2019-288
in KraftRelevanz 2F8
2019
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
2019 (referenziert), Stand der Seite 2026
Threema — früherer Audit durch Fachhochschule Münster (2019), vor dem Cure53-Audit
Threema GmbH, mit Bezug auf Lab for IT Security der FH Münster
Recherche: DC
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Bereits 2019 (vor dem Cure53-Audit) führte das Lab for IT Security der Fachhochschule Münster einen Audit durch. Zusätzlich unterhält Threema ein Bug-Bounty-Programm, bei dem ethische Hacker für das Melden relevanter Sicherheitslücken belohnt werden.

Zeigt eine längere Audit-Historie als nur der einzelne 2020er-Cure53-Bericht — zwei unabhängige Prüfungen (2019 und 2020) plus ein laufendes Bug-Bounty-Programm. Relativiert leicht den Eindruck aus Batch 41, Threema habe im Vergleich zu Signal/Bitwarden eine deutlich schwächere Audit-Kultur — sie ist vorhanden, aber seit 2020 nicht mit einem neuen umfassenden Mobile-App-Audit aktualisiert worden (Stand dieser Recherche).

BSDC-J-FND-2026-298
in KraftRelevanz 3F6
15.06.2026
"Web Analytics News Q2 2026: Wenn ad_storage=granted, dann Google takes it all" — Abschaffung der manuellen Kontrolle
Projecter (Web-Analytics-Fachagentur)
Recherche: DC
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Bis zum 15. Juni 2026 konnten Website-Betreiber über GA4-Einstellungen (Google Signals) manuell steuern, ob Google Ads Zugriff auf Daten eingeloggter Google-Nutzer erhält. Diese manuelle Kontrolle ist seit diesem Datum abgeschafft: Steht das Consent-Mode-Signal "ad_storage" auf "granted", zieht sich Google Ads automatisch alle Daten aus der Verknüpfung mit dem Google-Konto des Nutzers — ohne dass Website-Betreiber das noch separat einschränken könnten.

Sehr wichtiger, hochaktueller Fund: Google hat eine technische Kontrollmöglichkeit für Website-Betreiber ersatzlos gestrichen — sobald ein Nutzer allgemein Werbe-Cookies zustimmt ("granted"), verknüpft Google automatisch maximal viele Daten mit dem echten Google-Konto, ohne dass die Website das noch begrenzen kann. Das zeigt konkret, wie sich Datenschutz-Spielräume schleichend verengen können, auch ohne neues Gesetz — allein durch eine technische Produktänderung eines einzelnen Konzerns.

BSDC-B-FND-2026-299
in KraftRelevanz 3F6, F1
Juni 2026
Q1 2026
Statista — Meta-Produktfamilie, täglich aktive Nutzer Q1 2026
Statista, mit Bezug auf Meta-Quartalsbericht
Recherche: DC
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Im ersten Quartal 2026 wurden durchschnittlich rund 3,54 Milliarden täglich aktive Nutzer der Meta-Produktfamilie (Facebook, Instagram, Messenger, WhatsApp) gezählt — Meta selbst nennt diese Kennzahl "Family Daily Active People" (DAP).

Ergänzende Größenordnung zu den bereits erfassten Umsatzzahlen (F6, Batch 22-23): Fast die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt täglich mindestens einen Meta-Dienst — eine der größten je erreichten Nutzerkonzentrationen bei einem einzelnen Unternehmen in der Menschheitsgeschichte.

BSDC-J-FND-2026-300
in KraftRelevanz 3F6
30.06.2026
"Meta überholt Google: Was die Wachablösung im Werbemarkt für dein Budget bedeutet" — historischer Führungswechsel
Collective Brain, mit Bezug auf eMarketer-Prognose Mai 2026
Recherche: DC
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Nach 26 Jahren ununterbrochener Google-Dominanz im globalen Werbemarkt soll Meta 2026 erstmals mehr Werbeeinnahmen erzielen (243,5 Mrd. Dollar gegenüber 239,5 Mrd. bei Google) — Meta wächst mit 24% mehr als doppelt so schnell wie Google (11,9%). Meta investiert 2026 zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur, fast eine Verdoppelung gegenüber 2025.

Historischer Machtwechsel im Datenökonomie-Bereich: Zum ersten Mal seit 26 Jahren wird nicht mehr Google, sondern Meta der größte Werbekonzern der Welt — mit einer noch stärkeren Kernabhängigkeit von personalisierter Werbung als Google (das auch über Cloud und Abonnements verdient). Für Blackstones F6-Argumentation relevant: Die Konzentration der globalen Werbewirtschaft auf ein noch stärker datenabhängiges Geschäftsmodell nimmt eher zu als ab.

BSDC-B-FND-2026-301
in KraftRelevanz 2F1, F6
22.07.2026
Google-Suchmarktanteil und Suchvolumen 2026 — Stabilität trotz KI-Konkurrenz
AFFiNCO (SEO-/Suchmaschinenmarketing-Agentur, 10 Jahre Markterfahrung laut eigener Angabe)
Recherche: DC
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Über 5 Billionen Suchanfragen jährlich, mehr als 13 Milliarden pro Tag, rund 158.000 pro Sekunde. Google hält weiterhin rund 90% des weltweiten geräteübergreifenden Suchmarktanteils — eine Zahl, die sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert hat, trotz zunehmender KI-Chatbot-Konkurrenz.

Wichtiger Kontrast zu den Kagi/Mojeek-Alternativquellen (F1, Batch 44): Trotz wachsender Alternative-Suchmaschinen-Bewegung bleibt Googles Marktanteil bei rund 90% bemerkenswert stabil — die Größenordnung relativiert, wie viel eine wachsende, aber immer noch kleine Alternativen-Szene an der Gesamtmarktstruktur bislang ändert.

BSDC-B-FND-2026-320
in KraftRelevanz 3F1
März 2026
Stand März 2026
Mastodon (Wikipedia) — offizielle Nutzerzahlen mit Methodik-Transparenz
Wikipedia, mit Bezug auf offizielle Mastodon-Statistikseite
Recherche: DC
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Die Gesamtnutzerzahl lässt sich aufgrund der Dezentralität nur ungenau bestimmen und schwankt stark je nach Erfassungsmethode. Laut offizieller Mastodon-Webseite gab es im März 2026 auf rund 8.000 zugänglichen Servern 9,7 Millionen Nutzer, davon 0,8 Millionen monatlich aktiv. Andere Schätzungen gehen deutlich höher, bis zu 15 Millionen Gesamtnutzern auf 16.000 Instanzen.

Wichtigste Zahl mit Einordnung: 9,7 Millionen registrierte Konten, aber nur rund 0,8 Millionen (unter 10%) davon monatlich aktiv — ein sehr großer Unterschied zwischen "hat sich mal angemeldet" und "nutzt es wirklich". Für Blackstone-Artikel unbedingt die aktive statt die Gesamtzahl verwenden, um kein übertrieben positives Bild zu zeichnen.

BSDC-J-FND-2026-321
in KraftRelevanz 3F1
10.03.2026
Fediview — explizite Methodik-Warnung zu Fediverse-Statistiken
Fediview (spezialisiertes Fediverse-Statistikportal)
Recherche: DC
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Es gibt kein zentrales Register — jede Instanz meldet ihre eigenen Metriken, und eine beträchtliche Anzahl meldet gar nichts. Das allein sollte jeden vorsichtig machen, bevor er eine Schlagzeilen-Zahl wiederholt. Auch die Definition von "aktiv" verschiebt sich von Tracker zu Tracker — manche zählen Gesamtregistrierungen, was Zahlen um eine Größenordnung aufblähen kann verglichen mit monatlich aktiven Nutzern.

Diese Quelle liefert selbst die beste Erklärung, warum die Zahlen so stark divergieren — nützlich als methodischer Hinweis für Blackstones eigene Zahlen-Sorgfalt, nicht nur für dieses spezielle Thema. Genau die Art Selbstreflexion über Datenqualität, die zum Blackstone-Standard passt.

BSDC-J-FND-2026-322
in KraftRelevanz 2F1, F10
22.01.2026
Wachstumsgeschichte — von 500.000 (2022) zu aktuellen Zahlen, Twitter/X-Exodus als Auslöser
Elest.io (Fachportal)
Recherche: DC
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Mastodon wuchs von rund 500.000 aktiven Nutzern Anfang 2022 auf über 10 Millionen Ende 2024 — ein Muster, das sich wiederholt: Jedes Mal, wenn eine große Plattform eine unpopuläre Änderung vornimmt, wächst das Fediverse.

Wichtiger qualitativer Fakt unabhängig von der exakten Zahl: Der Auslöser für Mastodon-Wachstumsschübe ist immer wieder derselbe — Unzufriedenheit mit zentralisierten Plattformen (Musk-Übernahme von Twitter 2022 als bekanntestes Beispiel). Das ist ein nützliches Muster für Blackstones Argumentation: Menschen wechseln zu dezentralen Alternativen typischerweise reaktiv, nicht proaktiv.

BSDC-B-FND-2020-323
in KraftRelevanz 3F1, F9
Oktober 2020
seit Oktober 2020
BfDI betreibt eigene Mastodon-Instanz seit 2020 — deutsche Behörden-Nutzung
Wikipedia, mit Bezug auf BfDI
Recherche: DC
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Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) startete im Oktober 2020 eine eigene Mastodon-Instanz, die auch anderen öffentlichen Stellen auf Bundesebene als datenschutzkonforme Alternative zu Twitter zur Verfügung steht.

Sehr nützlicher Fakt für Blackstones Glaubwürdigkeit: Die deutsche Datenschutzbehörde selbst nutzt und betreibt eine Mastodon-Instanz als offizielle Alternative — das ist keine Nischen-Empfehlung von Aktivisten, sondern bereits gelebte Praxis einer Bundesbehörde. Guter Beleg für den Masterplan-Abschnitt zu dezentralen Alternativen.

BSDC-B-FND-2026-324
in KraftRelevanz 3F1
05.07.2026
Bitcoin Active Addresses — aktuellste Kennzahl, Juli 2026
IT Boltwise, mit Bezug auf On-Chain-Daten
Recherche: DC
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Die Zahl aktiver Bitcoin-Adressen stieg um rund 9% auf über 660.000 — nach einem Rückgang von mehr als 30% seit dem Sommerhoch bis Dezember 2025. Die täglichen Transaktionen stiegen bis Juni 2026 wieder auf über 800.000 — der höchste Stand seit 2024. Aktive Adressen sind aber nicht automatisch gleichbedeutend mit "wirtschaftlicher Aktivität".

Das ist die methodisch verlässlichste Zahl, weil sie direkt aus der öffentlichen Bitcoin-Blockchain ablesbar ist, nicht geschätzt — aber sie beantwortet eine andere Frage als "wie viele Menschen besitzen Bitcoin" (nämlich: wie viele Adressen sind gerade aktiv). Für Blackstone-Artikel: Diese Zahl für Aktivitäts-Trends verwenden, nicht für Besitzerzahlen-Schätzungen.