Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
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| BSDC-O-GER-2025-054 ✅ in KraftRelevanz 3D1 | 24.09.2025 | Apples eigene Position — "The Digital Markets Act's impacts on EU users" Apple Inc. Recherche: DC Quelle öffnen → | Apple erklärt, der DMA verändere viele Teile der Nutzererfahrung in der EU — von App-Downloads und Zahlungen bis zur Zusammenarbeit zwischen Apple-Produkten — und listet "mehr Risiken beim App-Download und bei Zahlungen" als eine der Auswirkungen für EU-Nutzer. | Wichtig für Ausgewogenheit: Apple selbst warnt öffentlich, dass die erzwungene Öffnung (z. B. Sideloading) neue Sicherheitsrisiken für Nutzer schaffen könnte. Das ist die Gegenposition zur reinen "mehr Wettbewerb ist immer gut"-Sicht — beide Seiten gehören ins Dossier. |
| BSDC-O-GER-2026-140 ✅ in KraftRelevanz 3D1 | 20.04.2026 | "How Apple's DMA Malicious Compliance Yields Zero Solutions for 56 Interoperability Requests" — Kritik der Free Software Foundation Europe Bericht mit Bezug auf Analyse der Free Software Foundation Europe (FSFE) Recherche: DC Quelle öffnen → | Eine Analyse der Free Software Foundation Europe zeigt, dass Apple systematisch 56 formelle Interoperabilitäts-Anfragen von Entwicklern blockiert hat — eine Strategie "böswilliger Compliance", die die Interoperabilitäts-Vorgaben des DMA faktisch neutralisiert, trotz der strengen Vorgaben der Kommission. | Gegenposition zum positiven Kommissions-Bericht: Eine Bürgerrechtsorganisation für freie Software dokumentiert konkret 56 Fälle, in denen Apple formale Anfragen zur Zusammenarbeit zwar formal beantwortet, aber praktisch ins Leere laufen lässt — "Dienst nach Vorschrift" statt echter Öffnung. Genau die Art von Beleg, die für Blackstones Function-Creep- bzw. "Gesetz vs. Praxis"-Argumentation wichtig ist. |
| BSDC-O-GER-2026-141 ✅ in KraftRelevanz 3D1 | 05.05.2026 | Apples Gegenposition — Interview mit Kyle Andeer (VP Regulierungsrecht) zu Sicherheitsrisiken der Interoperabilität Macerkopf, Interview mit Apple-Vizepräsident Kyle Andeer Recherche: DC Quelle öffnen → | Apple nennt als konkretes Beispiel den Zugriff auf die WLAN-Historie: Wenn Drittanbieter wie Meta Zugriff auf bestimmte iOS-Daten erhielten, ließen sich daraus Profile ableiten, die deutlich mehr verraten als die Verbindungsdaten selbst. Apple habe diese Bedenken der Kommission mehrfach vorgelegt, sie seien aber ignoriert worden. | Wichtig für echte Ausgewogenheit im Dossier: Apples Kritik ist nicht nur "wir wollen unser Geschäftsmodell schützen", sondern enthält ein konkretes, technisch nachvollziehbares Datenschutz-Argument — mehr Interoperabilität kann in bestimmten Fällen auch neue Datenschutz-Risiken schaffen (hier: Standort-/Bewegungsprofile über WLAN-Zugangsdaten). Das ist ein echter Zielkonflikt zwischen Wettbewerbsrecht und Datenschutz, kein reines Lobbying-Argument. |
| BSDC-O-GER-2025-272 ✅ in KraftRelevanz 3D3 | 23.07.2025 | GFF-Verfassungsbeschwerde gegen Palantir-Einsatz in Bayern — Original-Pressemitteilung Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die GFF erhob am 23. Juli 2025 Verfassungsbeschwerde gegen das Bayerische Polizeiaufgabengesetz (BayPAG), das der Polizei "Data Mining" mittels VeRA/Gotham erlaubt. Kritisiert wird, dass das Programm Verbindungen auch zu Personen herstellt, die in keinem Zusammenhang mit Straftaten stehen — das verletze u.a. das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und das Fernmeldegeheimnis. GFF-Zitat: "Bayern ist nicht Gotham City. Die Polizei darf bei ihren Ermittlungen keine intransparenten Algorithmen ans Steuer lassen." | Das ist der zentrale, aktuell laufende Rechtsstreit für Dossier D3 — eine neue Verfassungsbeschwerde direkt gegen die bayerische Praxis, die (siehe Batch 64) auch bei Fahrraddiebstahl eingesetzt wird. Wichtig: Das ist eine NGO-Position bzw. eine anhängige Klage, noch keine gerichtliche Entscheidung — Status entsprechend als 🔶 (anhängiges Verfahren) kennzeichnen, nicht als bereits entschiedene Sache. |
| BSDC-O-GER-2025-350 ✅ in KraftRelevanz 3C5 | 09.01.2025 | CCC — datenschutzrechtliche Bedenken und aufgedeckte Sicherheitslücken (39C3-Kongress) Dr. Datenschutz, mit Bezug auf CCC-Kongressvortrag (39C3, Hamburg) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Umstellung auf ein Opt-out-Modell ab 2025 bedeutet, dass Patienten aktiv widersprechen müssen, wenn sie keine ePA wünschen — dies könnte laut CCC-Kritik zu unbeabsichtigter Teilnahme führen. Der CCC deckte auf seinem Jahreskongress zusätzlich weitere Sicherheitslücken auf. | Der CCC hat bei diesem Thema nicht nur eine politische Position, sondern auch tatsächlich technische Sicherheitslücken im System selbst gefunden — das ist eine stärkere Kritik-Kategorie als reine Verfahrenskritik (Opt-out vs. Opt-in), da sie auf konkrete technische Mängel verweist. Für ein vollständiges C5-Dossier sollte in einem künftigen Batch der genaue Inhalt der CCC-Sicherheitslücken-Präsentation vom 39C3 nachrecherchiert werden. |
| BSDC-O-GER-2024-354 ✅ in KraftRelevanz 3C5 | 27.12.2024 | netzpolitik.org — "Das Narrativ der sicheren ePA ist nicht mehr zu halten" (38C3, Original-Kongressbericht) netzpolitik.org, mit Zitaten von Bianca Kastl und Martin Tschirsich (Sicherheitsforscher) Recherche: DC Quelle öffnen → | Langfristig sollen sämtliche Gesundheitsinformationen aller rund 74 Millionen gesetzlich Versicherten in der ePA zusammenfließen. Kastl und Tschirsich fordern drei Dinge für vertrauenswürdige digitale Infrastruktur: unabhängige externe Sicherheitsbewertung, offene und transparente Risikokommunikation, und die ePA als offenen Entwicklungsprozess über ihren gesamten Lebenszyklus zu verstehen. Ihr Fazit: "Ein großes Stück dieses Vertrauens ist heute verloren gegangen." | Wichtigste Ergänzung zum offenen Punkt aus Batch 83: Die Kritik ist nicht nur "es gibt Lücken", sondern ein grundsätzlicher Vorwurf am Entwicklungsprozess selbst — zu wenig externe Prüfung, zu wenig Transparenz. Diese drei Forderungen (externe Prüfung, Transparenz, offener Prozess) sind eine gute, konstruktive Handlungsvorlage für Blackstones eigene "Gegenmaßnahmen"-Sektion im Dossier. |
| BSDC-O-GER-2025-356 ✅ in KraftRelevanz 3C5 | 29.12.2025 | 39C3-Vortrag "Schlechte Karten" — Original-Ankündigungstext mit Ein-Jahres-Rückblick Chaos Computer Club (offizieller Kongress-Fahrplan) Recherche: DC Quelle öffnen → | "Ende April 2025 wurde die ePA für alle dann auch wirklich für alle deutschlandweit bereitgestellt — allerdings traten am gleichen Tag die scheinbar sicher gelösten Sicherheitslücken im Zugangsmanagement wieder zu Tage und wurden alsbald wieder nur provisorisch abgedichtet." | Sehr konkreter zeitlicher Beleg: Am Tag des bundesweiten Starts selbst (nicht Wochen später) traten dieselben Sicherheitslücken erneut auf, die bereits ein Jahr zuvor (38C3) demonstriert worden waren — und wurden nur "provisorisch" behoben. Das ist ein außergewöhnlich präziser, terminlich verifizierbarer Beleg für unzureichende Nachbesserung zwischen den beiden Kongressen. |
| BSDC-O-GER-2018-399 ✅ in KraftRelevanz 3C7 | 17.01.2018 | Kuketz-Blog — praktische "Hintertür"-Kritik, Kontrolllücke bei Einwilligungsnachweisen Kuketz IT-Security Blog Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein Unternehmen kann behaupten, ihm liege eine Einwilligung der betroffenen Person zur Meldedaten-Abfrage vor — das reicht bereits aus, um die Auskunft zu erhalten. Meldebehörden sind zwar angehalten, "stichprobenhaft" zu prüfen, ob diese Einwilligung tatsächlich existiert — bei dünner Personaldecke bleibt das laut Autor "ein reines Luftschloss". | Sehr konkrete praktische Schwachstelle: Das Gesetz verlangt zwar formal eine Einwilligung, aber es gibt praktisch keine wirksame Kontrolle, ob diese wirklich vorliegt — ein Unternehmen muss sie nur behaupten. Das ist ein gutes Beispiel für eine "Papier-Regel", die in der Praxis kaum durchsetzbar ist — passt zum bereits mehrfach dokumentierten Muster von Kontrolllücken (D5/PimEyes, C5/ePA). |
| BSDC-O-GER-2025-416 Relevanz 4A8 | ohne Datum | Spyware Litigation Tracker The Citizen Lab Recherche: DC Quelle öffnen → | Laufend aktualisierte Übersicht zu Klagen gegen Söldner-Spyware-Anbieter (NSO, Cytrox, Gamma, Paragon) in mehreren Ländern. | Öffentliche Liste bekannter Spyware-Klagen. Liefert kein abschließendes Urteil über Erfolg der Klagen. |
| BSDC-O-GER-2023-422 Relevanz 4B4 | 02.05.2023 | Update: The Swedish authorities answered our protocol request Mullvad VPN Recherche: DC Quelle öffnen → | Polizeirazzia bei Mullvad im Rahmen deutscher Rechtshilfe verlief ohne Beschlagnahmung, da keine Kundendaten gespeichert waren. | No-Logs-VPN konnte bei Razzia nichts herausgeben. Sagt nichts über andere Anbieter aus. |
| BSDC-O-GER-2026-457 Relevanz 3F9 | 01.06.2026 | Russland weitet SORM-Überwachungspflichten drastisch aus Risky Business News Recherche: DC Quelle öffnen → | Russland verpflichtet Telcos zur Erfassung von Adressen, Passdaten, Bankdaten, Geolokation; 85 Telcos bereits mit Bußgeldern belegt. | Erweiterte staatliche Überwachungspflicht für Provider in Russland. |
| BSDC-O-GER-2025-470 Relevanz 3D8 | 15.12.2025 | Mitbestimmung des Betriebsrats bei Software und KI-Systemen Hammer Rechtsanwälte Recherche: DC Quelle öffnen → | §87 Abs.1 Nr.6 BetrVG: Mitbestimmungspflicht greift schon bei objektiver Überwachungseignung, auch bei Standardtools. | Betriebsrat muss bei potenziell überwachender Software zustimmen. |
| BSDC-O-GER-2023-473 Relevanz 3D8 | 01.09.2023 | Privacy Statement for Nest Products and Services Google LLC (Nest) Recherche: DC Quelle öffnen → | Nest-Geräte erfassen je nach Produkt Umgebungsdaten, Video-/Audioaufnahmen, ggf. Gesichtserkennungsdaten, WLAN-Zugangsdaten, IP-Adresse, optionale Standortdaten. | Herstellereigene Datenschutzerklärung. Belegt NICHT interne Datenverknüpfung mit anderen Google-Diensten. |
| BSDC-O-GER-2025-527 Relevanz 3A6 | 17.04.2025 | Meta nimmt KI-Training mit europäischen Nutzerdaten auf LfD Niedersachsen Recherche: DC Quelle öffnen → | Meta nutzt ab 27.05.2025 öffentliche Inhalte volljähriger EU-Nutzer für KI-Training, Trainingsdaten nach Widerspruch nicht mehr entfernbar. | Behörde rät zu zeitnahem Widerspruch vor Stichtag, hält Rechtsgrundlage für fraglich. |
| BSDC-O-GER-2025-528 Relevanz 3A6 | 14.04.2025 | Achtung! Meta nutzt Daten zum Training seiner KI LDI NRW Recherche: DC Quelle öffnen → | Für WhatsApp/Meta-AI-Chatbot existiert kein Widerspruchsmechanismus, auch Daten von Nicht-Nutzern (fremde Fotos) können betroffen sein. | Widerspruch nur für Facebook/Instagram möglich, nicht für WhatsApp. |
| BSDC-O-GER-2026-583 Relevanz 3D9 | ohne Datum | KFZ-Kennzeichenerfassung auf Parkplätzen LDI NRW Recherche: DC Quelle öffnen → | Kamerabasierte Kennzeichenerfassung auf Parkplätzen datenschutzkonform möglich mit speziellen Piktogrammen und technischen Schutzmaßnahmen. | Kein Veröffentlichungsdatum der Leitlinie auffindbar. |
| BSDC-O-GER-2025-586 Relevanz 4F1 | 21.11.2025 | Bundesrat beschließt Entschließung zu strengeren Regeln für Lootboxen Bundesrat Recherche: DC Quelle öffnen → | Bundesrat fordert Altersverifikation ab 18, Transparenzpflichten zu Gewinnwahrscheinlichkeiten, EU-weiten Digital Fairness Act. | Rechtlich nicht bindende Entschließung. |
| BSDC-O-GER-2025-653 Relevanz 3D9 | 14.02.2025 | BfDI-Kontrollbericht: DNA-Analyse-Datei des BKA (DAD-Z) BfDI Recherche: DC Quelle öffnen → | Über 1,183 Mio. DNA-Datensätze in INPOL-Z gespeichert (Stand 22.05.2024). | Keine Aussage zu Prüm-Abfragen oder Herkunftsanalyse. |
| BSDC-O-GER-2024-655 Relevanz 3D9 | 25.04.2024 | Prüm II Regulation Enters Into Force eucrim / Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Prüm-II erweitert DNA-/Fingerabdruck-/Kfz-Datenabgleich zwischen EU-Staaten um Gesichtsbilder (EPRIS). | Technische Umsetzung in Deutschland nicht belegt. |
| BSDC-O-GER-2026-681 Relevanz 3F2 | 03.08.2026 | EU AI Act: Transparency Obligations Take Effect 2 August 2026 Cooley LLP Recherche: DC Quelle öffnen → | KI-Kennzeichnungspflicht (Deepfakes) ab 02.08.2026, Bußgeld bis 15 Mio. Euro/3% Jahresumsatz. | Technische Durchsetzung/Kontrolle nicht belegt. |
| BSDC-O-GER-2026-735 Relevanz 2A8 | März 2026 03.2026 | WLAN für alle? Abschaffung der Störerhaftung - Registrierungspflicht entfällt ITMR Rechtsanwälte Recherche: DC Quelle öffnen → | Seit TMG-Novelle 2017 (2024 ins DDG überführt) keine Registrierungspflicht für offene WLANs in Deutschland. | Rechtslage in anderen Ländern nicht abgedeckt. |
| BSDC-O-GER-2020-744 Relevanz 5F9 | 11.08.2020 | R (Bridges) v Chief Constable of South Wales Police [2020] EWCA Civ 1058 Court of Appeal of England and Wales Recherche: DC Quelle öffnen → | Berufungsgericht erklärte automatisierte Gesichtserkennung (AFR Locate) durch South Wales Police für rechtswidrig, weltweit erste erfolgreiche Anfechtung. | Bezieht sich auf damalige britische Rechtslage, nicht auf EU-Recht/AI Act. |
| BSDC-O-GER-2024-745 Relevanz 5F9 | 03.09.2024 | Dutch DPA imposes a fine on Clearview Autoriteit Persoonsgegevens Recherche: DC Quelle öffnen → | Niederländische Behörde verhängte 30,5 Mio. Euro Bußgeld gegen Clearview AI wegen illegalem Aufbau einer biometrischen Gesichtsdatenbank. | Rechtsmittel des Unternehmens waren zum Zeitpunkt der Meldung möglich. |
| BSDC-O-GER-2026-751 Relevanz 4A9 | 24.02.2026 | Smart Home - Das intelligente Zuhause Verbraucherzentrale.de Recherche: DC Quelle öffnen → | Warnung vor Cloud-Speicherung sensibler Daten und intransparenter Weitergabe an Drittanbieter durch Smart-Home-Geräte. | Allgemeine Ratgeberseite, keine technische Tiefenanalyse einzelner Geräte. |
| BSDC-O-GER-2024-755 Relevanz 4D9 | 2024 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2024 | Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei technischen Überwachungseinrichtungen im Homeoffice Dr. Kluge Seminare Recherche: DC Quelle öffnen → | Bei Homeoffice-Einführung greifen zwingende Mitbestimmungsrechte nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bei technischer Überwachungssoftware. | Rechtsportal-Beitrag ohne Gerichtsurteil, ersetzt keine anwaltliche Prüfung. |