Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-IDN-2025-2296 Relevanz 3Meta, Datenschutz, Kuenstliche-Intelligenz | 21.05.2025 | DPC lässt Metas KI-Training mit EU-Nutzerdaten zu Data Protection Commission (Irland) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die irische DPC erklärte am 21.05.2025, sie werde Meta nicht daran hindern, ab dem 27.05.2025 öffentliche Facebook- und Instagram-Beiträge erwachsener EU-Nutzer für das Training seiner KI-Sprachmodelle zu verwenden. Meta hatte diese Pläne im Juni 2024 nach DPC-Intervention ausgesetzt und überarbeitete sein Vorgehen mit klareren Nutzerhinweisen und einem vereinfachten Widerspruchsformular. Private Inhalte und Daten Minderjähriger sind ausgenommen. | Ein Bußgeld wurde nicht verhängt, es handelte sich um eine Nichteinwandstellungnahme. Ob Metas Berufung auf berechtigtes Interesse statt Einwilligung mit der DSGVO vereinbar ist, gilt unter Datenschützern als umstritten. noyb hält das Vorgehen für rechtswidrig und kündigte mögliche EU-weite Sammelklage an. |
| BSDC-B-IDN-2020-2388 Relevanz 3Datenpanne, Fintech, Fehlkonfiguration | 27.05.2020 | Klarna-App-Datenpanne 2020: Fehlkonfiguration zeigt Kontodaten fremder Nutzer Klarna Bank AB Recherche: DC Quelle öffnen → | Am 27.05.2020 wurden wegen einer fehlerhaften Cache-Konfiguration im CDN der Klarna-App für rund 31 Minuten Kontodaten anderer Nutzer angezeigt. Betroffen waren laut Korrektur bis zu 9.500 Nutzer, ursprünglich war von bis zu 90.000 die Rede. Sichtbar waren Name, Postadresse, Kaufhistorie und Teile der Zahlungsmethoden. Klarna bezeichnete den Vorfall als selbst verursachten technischen Fehler, nicht als externen Angriff. | Klarna korrigierte die Zahl von bis zu 90.000 auf bis zu 9.500 Personen, ohne die Diskrepanz im Detail zu erklären. Unklar bleibt, ob tatsächlich vollständige Zahlungskartendaten sichtbar waren, da Klarna dies als nicht sensibel im Sinne der DSGVO einstufte, während Nutzer von sichtbaren Bankverbindungsdaten berichteten. |
| BSDC-B-IDN-2024-2443 Relevanz 3eIDAS-2.0, TLS-Zertifikate, Ueberwachung | 07.11.2024 | eIDAS 2.0 Artikel 45: Mozilla warnt vor Zertifikats-Interception durch QWAC-Pflicht Mozilla (Open Policy & Advocacy Blog) Recherche: DC Quelle öffnen → | Mozilla veröffentlichte am 07.11.2024 einen Bericht über Artikel 45 der eIDAS-2.0-Verordnung, der Browser verpflichtet, staatlich benannte Qualified Website Authentication Certificates anzuerkennen. Mozilla und die EFF warnten in einem offenen Brief, staatlich kontrollierte kryptografische Schlüssel könnten zur Interception verschlüsselten Webverkehrs genutzt werden. Mehr als 500 IT-Sicherheitsexperten unterzeichneten einen Protestbrief. | Nicht belegt ist, dass es bis Ende 2024 zu einem dokumentierten Fall staatlicher Zertifikats-Interception unter eIDAS 2.0 kam. Die Kritik bezieht sich auf ein befürchtetes Risiko, nicht auf einen nachgewiesenen Missbrauchsfall. Wie wirksam vom EU-Parlament eingeführte Schutzmaßnahmen sind, war noch nicht abschließend geklärt. |
| BSDC-B-IDN-2025-2549 Relevanz 3Datenpanne, Bundesdruckerei, Ausweisdokumente | 16.01.2025 | Datenschutzvorfall bei D-Trust, Tochter der Bundesdruckerei D-Trust GmbH (Bundesdruckerei-Gruppe) Recherche: DC Quelle öffnen → | D-Trust, eine Tochtergesellschaft der Bundesdruckerei, entdeckte am 13.01.2025 einen Angriff auf ihr Antragsportal für Signatur- und Siegelkarten. Betroffen waren Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten sowie teils Adress- und Ausweisdaten von Antragstellern, unter anderem elektronischer Heilberufsausweise. Der CCC teilte mit, dass die Daten von einem anonymen Sicherheitsforscher über eine offene API ohne Umgehung von Zugangsschutz abgegriffen wurden. | Die genaue Anzahl betroffener Personen wurde nicht offiziell beziffert. Ob es sich um einen Hackerangriff oder eine fahrlässig offene Schnittstelle handelte, blieb zunächst unklar. |