Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-B-KOM-2026-338
in KraftRelevanz 3A9, D5
13.03.2026
Tagesspiegel Background — "PimEyes für Behörden": Dobrindt/Hubig-Sicherheitspaket im Detail
Tagesspiegel Background (Fachredaktion für Digitalpolitik)
Recherche: DC
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Bereits unter der Ampelregierung wurde das Vorhaben, biometrische Daten mit Internetdaten abzugleichen, aus der Zivilgesellschaft kritisiert — Innenminister Dobrindt und Justizministerin Hubig legen nun ein entsprechendes Sicherheitspaket vor.

Sehr wichtige Einordnung für Blackstones Präzision: Der Titel "PimEyes für Behörden" ist eine journalistische Zuspitzung, aber inhaltlich treffend — der Vorschlag würde Sicherheitsbehörden genau die Fähigkeit geben, die bei PimEyes (D5) als privatwirtschaftliche Praxis kritisiert wird. Wichtig: Das Grundvorhaben reicht bis in die Vorgängerregierung zurück — es ist keine reine "neue Regierung, neue Überwachung"-Geschichte, sondern eine Kontinuität über Koalitionswechsel hinweg.

BSDC-J-KOM-2026-339
in KraftRelevanz 3A9
Juni 2026
01.06.2026
LabourNet — Detailanalyse des Sicherheitspakets, BKA-Befugnisse zu Kontaktpersonen/Opfern/Zeugen
LabourNet, mit Bezug auf fragdenstaat.de-Dokumentenveröffentlichung (Februar 2026), Zitat Lars Hansen (dju/ver.di)
Recherche: DC
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Das Gesetzespaket soll BKA und Bundespolizei erlauben, Personen anhand biometrischer Daten in "öffentlich zugänglichen Daten aus dem Internet" zu suchen — nicht nur Verdächtige, sondern auch "Kontaktpersonen, Opfer und Zeugen". Auch das BAMF soll Fotos von Asylsuchenden mit Gesichter-Suchmaschinen im Internet abgleichen. dju-Co-Vorsitzender Hansen warnt zudem um das Redaktionsgeheimnis der Medien als Voraussetzung für demokratische Kontrolle.

Sehr wichtiger Fund, direkt vergleichbar mit der D3-Kritik (Palantir-Verfassungsbeschwerde): Auch hier sollen nicht nur Verdächtige, sondern ausdrücklich auch Opfer und Zeugen erfasst werden können — dasselbe Muster wie beim GFF-Vorwurf gegen Palantir in Bayern. Neuer, noch nicht dokumentierter Aspekt: Eine besondere Betroffenengruppe sind Asylsuchende, deren Fotos vom BAMF mit Internet-Gesichtssuchmaschinen abgeglichen werden sollen — eine Bevölkerungsgruppe mit typischerweise eingeschränkteren Möglichkeiten, sich rechtlich zu wehren.

BSDC-J-KOM-2026-340
in KraftRelevanz 3A9, A8, D3, D4, D5
12.07.2026
WSWS — kritische Gesamtanalyse mit Zusammenfassung aller Einzelmaßnahmen
World Socialist Web Site (klar politisch positioniertes Medium — Fakten zum Gesetz selbst unabhängig prüfbar, Einordnung als Meinung kennzeichnen)
Recherche: DC
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Das Sicherheitspaket 2.0 wurde Ende April 2026 vom Bundeskabinett beschlossen und bündelt drei Gesetzentwürfe: automatisierte Datenanalyse, biometrischer Internetabgleich, und "Testen und Trainieren" von KI-Systemen — dafür werden BKA-Gesetz und Bundespolizeigesetz angepasst. Besonders brisant: präventive Quellen-TKÜ (Staatstrojaner) sowie biometrische Videoüberwachung, offiziell unter Ausschluss von Online-Durchsuchungen — was der Artikel als "reine Farce" bezeichnet.

Wichtigster struktureller Fund dieses Batches: Das Sicherheitspaket 2.0 ist der Dachbegriff, unter dem sich mehrere bereits einzeln dokumentierte Blackstone-Themen bündeln — A8 (Staatstrojaner/Quellen-TKÜ), D3 (automatisierte Datenanalyse à la Palantir), D4 (biometrische Videoüberwachung) und D5 (biometrischer Internetabgleich à la PimEyes) sind hier alle Teil EINES zusammenhängenden Gesetzespakets, nicht vier unabhängige Entwicklungen. Wichtig: Die reißerische "reine Farce"-Bewertung zur Ausnahme für Online-Durchsuchungen ist eine Meinung der Quelle und sollte nicht unreflektiert übernommen werden — der Fakt selbst (Ausschluss von Online-Durchsuchungen im Gesetzestext) ist aber verwendbar.

BSDC-B-KOM-2026-341
in KraftRelevanz 3A9, A8, D4
10.07.2026
Bundespolizeigesetz-Reform im Detail — Quellen-TKÜ, Drohnenabwehr, NATO-Kontext
Ad-hoc-News/IT Boltwise
Recherche: DC
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Die im Juli 2026 verabschiedete Bundespolizeigesetz-Novelle erlaubt KI-basierte Videotechnik zur Personensuche, biometrische Erkennungssysteme sowie Quellen-Telekommunikationsüberwachung für die Bundespolizei — ergänzt um mobile Sensoreinheiten und erweiterte Meldeauflagen. Die Reform folgt zeitlich auf sicherheitspolitische Ankündigungen beim NATO-Gipfel in Ankara, wo Bundeskanzler Merz am 9. Juli die Beschaffung von US-Tomahawk-Marschflugkörpern verkündete.

Wichtige Verbindung: Die in D4 bereits dokumentierte Bundespolizeigesetz-Reform (Batch 71) enthält laut dieser Quelle AUCH Quellen-TKÜ-Befugnisse für die Bundespolizei — bisher war A8 (Staatstrojaner) nur auf Landesebene/allgemeine Strafverfolgung bezogen dokumentiert. Das zeigt: Auch der Staatstrojaner-Bereich wird auf eine neue Bundesbehörde ausgeweitet. Der NATO-Kontext (Aufrüstung) verdeutlicht zudem, dass diese innenpolitischen Maßnahmen in eine breitere sicherheitspolitische Zeitenwende eingebettet sind.

BSDC-B-KOM-2026-342
in KraftRelevanz 3A9
05.08.2025
Bundeshaushalt 2026 — konkrete Zahlen zur Finanzierung von Sicherheitsbehörden
Protector (Fachmedium für Sicherheitswirtschaft)
Recherche: DC
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Das Budget des Bundesinnenministeriums soll 2026 auf rund 15,4 Milliarden Euro steigen — über 1 Milliarde Euro mehr als im Vorjahr, mit weiteren rund 2,6 Milliarden Euro jährlich in den Folgejahren. Für Innere Sicherheit sind rund 7,6 Milliarden Euro vorgesehen (plus 778 Mio. Euro), die Bundespolizei erhält 113 Millionen Euro zusätzlich; fast 1.700 neue Stellen sind geplant.

Wichtige finanzielle Größenordnung für A9: Diese Zahlen zeigen, dass die in A8/D3/D4/D5/A9 dokumentierten Befugnis-Erweiterungen mit einer sehr realen, milliardenschweren Haushaltsausweitung einhergehen — nicht nur rechtliche, sondern auch massive finanzielle Verstärkung der Sicherheitsbehörden. Für Blackstones Artikel wichtig als Kontext: Diese Gesetze werden nicht im Vakuum beschlossen, sondern parallel zu einer der größten Sicherheitsbehörden-Haushaltssteigerungen der letzten Jahre.

BSDC-J-KOM-2023-749
Relevanz 5A9
01.06.2023
Amazon to pay $31 million in fines for Alexa and Ring privacy violations
PBS NewsHour / AP
Recherche: DC
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Amazon zahlte 30,8 Mio. USD FTC-Strafe: Alexa speicherte Kinder-Sprachaufnahmen trotz Löschanfragen, Ring-Mitarbeiter griffen unbefugt auf Kamerabilder zu.

Fasst FTC-Pressemitteilung zusammen, keine unabhängige juristische Bewertung.

BSDC-J-KOM-2023-794
Relevanz 5A9
06.09.2023
Moderne Autos sind ein Privatsphäre-Alptraum
netzpolitik.org / Mozilla Foundation
Recherche: DC
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Mozilla-Untersuchung von 25 Autoherstellern: alle fallen beim Datenschutz durch, 84% geben persönliche Daten weiter, über 75% verkaufen sie.

Bezieht sich primär auf US-Datenschutzbedingungen.

BSDC-O-KOM-2023-875
Relevanz 5A9
31.05.2023
Amazon Agrees to Injunctive Relief and $25 Million Civil Penalty for Alleged Violations of Children's Privacy Law Relating to Alexa
US DOJ / FTC
Recherche: DC
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Amazon zahlte 25 Mio. USD Strafe, weil Alexa Sprachaufnahmen von Kindern entgegen COPPA unbegrenzt speicherte und Löschanfragen missachtete.

Bezieht sich nur auf US-Recht (COPPA).

BSDC-P-KOM-2019-876
Relevanz 5A9
24.04.2019
Amazon's Alexa Reviewers Can Access Customers' Home Addresses
Bloomberg
Recherche: DC
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Amazon-Mitarbeitende werten weltweit Alexa-Sprachaufnahmen manuell aus, mit Zugriff auf Standort-/Adressdaten.

Basiert auf anonymen Insider-Aussagen, nicht repräsentativ verallgemeinerbar.

BSDC-O-KOM-2020-924
Relevanz 5A9
17.12.2020
Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Fitbit durch Google unter Auflagen
Europäische Kommission
Recherche: DC
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EU-Kommission genehmigte Fitbit-Übernahme durch Google unter zehnjährigen Auflagen: Gesundheitsdaten dürfen im EWR nicht mit anderen Google-Daten verknüpft werden.

Stellt Sicht der Kommission dar, keine Bewertung der praktischen Wirksamkeit.

BSDC-J-KOM-2025-1004
Relevanz 5A9
16.06.2025
US officials question 23andMe's ability to navigate data protection during bankruptcy
IAPP
Recherche: DC
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Privacy Ombudsman forderte gesonderte Einwilligung vor Übertragung von Gendaten, US-Generalstaatsanwälte warnten vor Missbrauchsrisiken im Insolvenzverkauf.

Stützt sich auf gerichtliche Unterlagen.

BSDC-P-KOM-2026-1005
Relevanz 5A9
14.07.2026
Attorney General James Secures $18 Million From 23andMe for Failing to Protect Customers' Genetic Data
Office of the New York Attorney General
Recherche: DC
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43 US-Generalstaatsanwälte einigten sich auf 18-Mio.-USD-Zahlung von 23andMe wegen unzureichender Sicherheitsmaßnahmen beim Datenleck 2023.

Behördliche Pressemitteilung mit erfolgsorientierter Darstellung.

BSDC-S-KOM-2024-1111
Relevanz 4A9
28.03.2024
Datenschutzvorfall bei Urban Sports Club betrifft 900.000 Mitglieder
Sentiguard
Recherche: DC
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Rund 900.000 Datensätze (Namen, Adressen, Ausweiskopien) lagen in einem öffentlich zugänglichen Google-Cloud-Storage-Verzeichnis offen.

Sekundärbericht eines Sicherheitsdienstleisters, keine offizielle Aufsichtsbehörden-Veröffentlichung.

BSDC-J-KOM-2020-1181
Relevanz 4A9
14.02.2020
Wie Ancestry und MyHeritage die DSGVO und andere Gesetze missachten
heise online (c't Magazin)
Recherche: DC
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MyHeritage und Ancestry verstoßen beim deutschen Marktauftritt gegen DSGVO-Transparenzpflichten, etwa durch unverständliche Datenschutzerklärungen und fehlende deutsche Kontaktadressen.

Mehrere Jahre alt, Praktiken können sich seitdem geändert haben.