Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-KOM-2024-038 ✅ in KraftRelevanz 2A2 | 17.02.2024 | Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) — deutsche Umsetzung, Bundesnetzagentur als Digital Services Coordinator BMJ (AT-Quelle zur Einordnung, DE-Umsetzung analog über Bundesnetzagentur) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Bundesnetzagentur fungiert in Deutschland als "Digital Service Coordinator" (DSC) — zentrale Aufsichts-, Beschwerde- und Zertifizierungsstelle für den DSA. Für nächstes Batch: direkte DE-Primärquelle (dsc.bund.de) statt AT-Spiegel nachreichen. | Für Deutschland ist nicht ein neues Amt zuständig, sondern die schon bestehende Bundesnetzagentur hat eine neue Zuständigkeit dazubekommen. |
| BSDC-B-KOM-2025-039 ✅ in KraftRelevanz 2A2 | 2025 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2025 (genaues Datum bei Volltext-Erfassung prüfen) | Bundesnetzagentur DSC — Studie "Auswirkungen Systemischer Risiken" Bundesnetzagentur (Digital Services Coordinator) Recherche: DC Quelle öffnen → | Offizielle deutsche Aufsichtsbehörde veröffentlicht eigene Analysen zu systemischen Risiken nach Art. 34/35 — zeigt, dass die Umsetzung in Deutschland aktiv und mit eigener Forschung begleitet wird, nicht nur auf Kommissionsebene passiert. | Die deutsche Behörde forscht selbst dazu, wie die "Risiko"-Regeln in der Praxis wirken — nützliche Primärquelle, um zu prüfen, ob Overblocking real auftritt oder nur befürchtet wird. |
| BSDC-J-KOM-2025-047 💬 nur DiskussionRelevanz 2A5 | 02.06.2025 | "The EU's 'Encryption Roadmap' Makes Everyone Less Safe" (EFF) Electronic Frontier Foundation (internationale Digital-Rights-NGO) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die EFF stellt klar: Es gibt keinen technischen "rechtmäßigen Zugriff" auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten, der Sicherheit und Privatsphäre gleichzeitig erhält. Jeder Versuch, Verschlüsselung zu umgehen — etwa durch Client-Side-Scanning — schafft neue Schwachstellen und bedroht genau die Menschen, die Regierungen zu schützen behaupten. | Eine international anerkannte technische Organisation erklärt den Kernwiderspruch einfach: Man kann nicht "nur für die Polizei" eine Hintertür in Verschlüsselung einbauen — jede Hintertür ist auch für Kriminelle und fremde Geheimdienste offen. Das ist technisches Fachwissen, keine Meinung. |
| BSDC-B-KOM-2025-048 💬 nur DiskussionRelevanz 2A5 | ohne Datum laufend | Einordnung VPN-Erwähnung im Going-Dark-Kontext — Ursprung High-Level Group Empfehlungen (2024/2025) Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | In allen bislang gesichteten offiziellen ProtectEU-/Going-Dark-Dokumenten (Roadmap, Kommissionsseite, HLG-Empfehlungen) taucht ein VPN-*Verbot* nicht als konkreter Programmpunkt auf — der Fokus liegt auf Vorratsdatenspeicherung, Entschlüsselung und rechtmäßigem Zugriff. Bestätigt die bisherige Einordnung aus dem Gefahrenplan: VPN-Diskussion findet in angrenzenden Papieren statt, aber kein Gesetzesvorhaben identifiziert. | Wichtige Ehrlichkeits-Note für Blackstone: Nach dieser Recherche gibt es weiterhin keinen Beleg für ein konkretes VPN-Verbotsvorhaben. Was real ist: ein sehr konkreter Plan, Verschlüsselung generell zu schwächen — das betrifft VPNs indirekt mit, ist aber etwas anderes als ein VPN-Verbot. |
| BSDC-J-KOM-2023-062 ✅ in KraftRelevanz 2A4 | 01.12.2023 | "Europäisches Medienfreiheitsgesetz: Abgeschwächter Sonderstatus für Medien auf großen Plattformen" netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | EFF und andere Organisationen hatten die Kuratierung von Inhalten durch Algorithmen als "deutlich ernstere Bedrohung" beschrieben als eine Moderation durch Facebook und Co.; das neue europäische Gremium soll formal unabhängig sein, allerdings ist das Sekretariat direkt der EU-Kommission unterstellt und wird von dieser finanziert — die vom Parlament geforderte "funktionale Unabhängigkeit" wurde damit nicht erreicht. | Bemerkenswert: Ausgerechnet Digital-Rights-Organisationen wie die EFF sahen die größere Gefahr NICHT im Medienprivileg selbst, sondern in Algorithmen allgemein. Und: Das neue Aufsichtsgremium ist finanziell von der Kommission abhängig — ein berechtigter Kritikpunkt an der Unabhängigkeit, unabhängig von der Priorisierungsfrage. |
| BSDC-B-KOM-2024-063 ✅ in KraftRelevanz 2A4 | 29.03.2026 | EMFA und öffentlich-rechtlicher Rundfunk — Vorgaben zu Unabhängigkeit und Finanzierung "Die Medien" (österreichisches Fachportal), mit direkten Verordnungszitaten Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EMFA verordnet Schutzmechanismen für die Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Medien, mit Vorgaben für Bestellung und Abberufung des Managements — nicht Vorgaben, dass diese Sender von Plattformen bevorzugt angezeigt werden müssten. | Wichtigste Richtigstellung für Davids ursprüngliche Notiz zu diesem Punkt: Das Gesetz macht öffentlich-rechtliche Sender unabhängiger von der Politik (z. B. schwerer für eine Regierung, den Sender-Chef nach Belieben abzusetzen) — es zwingt Plattformen NICHT, diese Sender bevorzugt anzuzeigen. Die "Priorisierung" bezieht sich, wie oben gezeigt, auf ein Lösch-Widerspruchsrecht (Art. 18), nicht auf Sichtbarkeits-Ranking. |
| BSDC-J-KOM-2026-133 🔶 im VerfahrenRelevanz 2A3 | 05.03.2026 | "EU plant neue App für Beweise gegen Online-Mobbing" — geplante Ausweitung der Trusted-Flagger-Tätigkeit Apollo News Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Kommission plant, die Tätigkeit der Trusted Flaggers auf Online-Mobbing auszuweiten. Im Laufe des Jahres 2026 soll ausgearbeitet werden, wie die EU die angekündigten Maßnahmen praktisch umsetzen kann. | Konkretes, aktuelles Beispiel für den im Masterplan beschriebenen Function-Creep-Mechanismus: Ein für einen Zweck geschaffenes Meldesystem (illegale Inhalte) wird schrittweise auf neue Themenfelder (Cybermobbing) ausgeweitet. Nicht spekulativ, sondern von der Kommission selbst angekündigt. |
| BSDC-B-KOM-2025-134 🔶 im VerfahrenRelevanz 2A4 | Juli 2025 Stand Juli 2025, weiterhin gültig | EMFA vor dem EuGH — Nichtigkeitsklage Ungarns CBH Rechtsanwälte Recherche: DC Quelle öffnen → | Einige Mitgliedstaaten haben während des Gesetzgebungsverfahrens die Kompetenz der EU für Teile des EMFA angezweifelt; Ungarn hat sogar eine Nichtigkeitsklage beim EuGH erhoben (Rs. C-486/24). Allgemein wird aufgrund der weiten Kompetenzauslegung des EuGH aber nicht erwartet, dass der EMFA für nichtig erklärt wird. | Bisher nicht in der Datenbank: Es gibt einen offenen Gerichtsstreit um das gesamte EMFA-Gesetz, angestoßen von Ungarn. Wahrscheinlich wird das Gesetz bestehen bleiben, aber das Verfahren ist noch nicht entschieden — relevant für die Statuskennzeichnung. |
| BSDC-J-KOM-2025-149 ✅ in KraftRelevanz 2A1 | 07.10.2025 | "Chatkontrolle in der EU: Kinderschutzbund und Branchenverbände sind ebenfalls dagegen" — Übersicht der Gegner-Koalition Fachjournalistischer Bericht Recherche: DC Quelle öffnen → | Auch der Branchenverband Bitkom hat sich klar gegen die Chatkontrolle gestemmt. Zudem hatten Messenger-Anbieter wie Signal, Threema und WhatsApp bereits scharfe Kritik geübt. Blickt man auf Zivilgesellschaft und Wirtschaft, gibt es viele Gegner. | Zeigt die Breite der Ablehnungs-Koalition über Privacy-Kreise hinaus: Wirtschaftsverbände, Messenger-Anbieter und Kinderschutzorganisationen sind sich in diesem Fall einig — ein seltenes, aber wichtiges Signal, dass es sich nicht um eine reine "Aktivisten vs. Politik"-Frage handelt. |
| BSDC-B-KOM-2026-235 ✅ in KraftRelevanz 2B1, A6 | 19.03.2026 | EDPB/EDPS Joint Opinion zu Cybersecurity Act 2 (CSA2) und NIS2-Änderungen — inkl. EUDI-Wallet-Bezug EDPB/EDPS Recherche: DC Quelle öffnen → | Bezüglich der vorgeschlagenen Änderungen an der NIS2-Richtlinie begrüßen EDPB und EDPS die Einstufung von Anbietern europäischer digitaler Identitäts-Wallets und europäischer Unternehmens-Wallets als "wesentliche Einrichtungen" ("essential entities"). | Wichtige Querverbindung zu Dossier B1 (EUDI-Wallet): Wallet-Anbieter sollen künftig denselben strengen Cybersicherheits-Standards unterliegen wie andere kritische Infrastruktur — von den Datenschutzbehörden ausdrücklich begrüßt. Das ist ein positiver Fund für B1, der zeigt, dass zumindest an dieser Stelle striktere statt laxere Regeln für die Wallet-Infrastruktur geplant sind. |
| BSDC-B-KOM-2026-254 ✅ in KraftRelevanz 2A7 | 02.07.2026 | Kritik-Zitat des DJV-Bundesvorsitzenden — Interessenkonflikt-Hinweis ZDF, Zitat Mika Beuster (Bundesvorsitzender Deutscher Journalisten-Verband, DJV) Recherche: DC Quelle öffnen → | DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster: Ohne das Informationsfreiheitsgesetz würden "viele Skandale nicht aufgedeckt". Zusätzlicher Hinweis im Artikel: Kritik am IFG von CDU-Politiker Philipp Amthor rühre möglicherweise daher, dass er "selber davon betroffen" sei (Bezug auf frühere Maskenaffäre-Berichterstattung). | Interessanter, aber heikler Zusatzpunkt: Es wird ein möglicher persönlicher Interessenkonflikt eines beteiligten Politikers angedeutet. Für Blackstone wichtig: Diese Spekulation über Motive sollte, falls überhaupt verwendet, sehr vorsichtig und klar als Meinung/Vermutung gekennzeichnet werden, nicht als belegter Fakt — passt zum Grundsatz, keine unbelegten Motiv-Unterstellungen zu übernehmen. |
| BSDC-B-KOM-2026-284 ✅ in KraftRelevanz 2A8 | ohne Datum laufend | Deutscher Bundestag (DIP) — Parlamentarische Dokumentation zur Staatstrojaner-Statistik Deutscher Bundestag (Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentsmaterialien) Recherche: DC Quelle öffnen → | Offizielle parlamentarische Dokumentationsseite zur jährlichen Staatstrojaner-Statistik — zentraler Fundort für künftige Aktualisierungen dieses Themas, da die Statistik jährlich neu vorgelegt wird. | Praktisch wichtiger Fundort für die Datenbankpflege: Diese Seite sollte im Rahmen der Phase-5-Radar-Pflege (siehe Arbeitsplan) jährlich neu abgerufen werden, um die aktuellste Staatstrojaner-Statistik zu erfassen, sobald sie veröffentlicht wird. |
| BSDC-J-KOM-2023-292 ✅ in KraftRelevanz 2F6 | 17.08.2023 | Reaktionen europäischer Datenschutzbehörden — Norwegen als Vorreiter mit Werbeverbot Dr. Datenschutz (Fachportal) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die norwegische Datenschutzbehörde Datatilsynet verbot Meta bereits im Juli 2023, auf Facebook und Instagram personalisierte Werbung für norwegische Nutzer auszuspielen — das Verbot griff ab August 2023, zunächst befristet auf drei Monate. Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz äußerte sich gegenüber netzpolitik.org skeptisch zur Meta-Ankündigung. | Wichtiger Fakt zur zeitlichen Einordnung: Norwegen (bereits in F6/Batch 46 als aktive Instanz im Datenschutzbereich dokumentiert) ging Meta gegenüber deutlich früher und direkter vor als die EU-Gesamtebene — ein konkretes Beispiel für nationale Vorreiterrolle vor EU-weiter Regulierung. Auch eine deutsche Landesbehörde (Hamburg) zeigte sich skeptisch gegenüber Metas Ankündigungen — wichtig für Ausgewogenheit, nicht nur die positive Selbstdarstellung von Kommission/Meta zu übernehmen. |
| BSDC-B-KOM-2026-305 ✅ in KraftRelevanz 2A1 | 22.07.2026 | Rückgang bei Kinderpornografie-Inhalten, Anstieg bei Jugendpornografie — differenzierte Trendanalyse Schwäbische Zeitung, mit Bezug auf BKA-Bundeslagebild Recherche: DC Quelle öffnen → | Straftaten mit kinderpornografischen Inhalten gingen 2025 leicht auf 41.677 Fälle zurück (-2,7%), während Delikte mit jugendpornografischen Inhalten einen neuen Höchstwert erreichten. Rund jede dritte tatverdächtige Person im Bereich sexueller Gewalt gegen Kinder war selbst unter 18 Jahre alt. | Wichtige Differenzierung für Blackstones Präzisionsanspruch: Nicht alle Deliktbereiche entwickeln sich gleich — ein Rückgang bei einer Kategorie steht einem Anstieg bei einer anderen gegenüber. Der hohe Anteil minderjähriger Tatverdächtiger (jeder dritte Fall) ist zudem ein Aspekt, der in vereinfachten öffentlichen Debatten oft fehlt und für ein differenziertes Blackstone-Dossier wichtig wäre — die Täterstruktur ist komplexer als das Bild "erwachsene Kriminelle vs. unschuldige Kinder". |
| BSDC-B-KOM-2026-315 ✅ in KraftRelevanz 2A1 | 10.07.2026 | Rechtlicher Ausblick — Deckungslücke April-Juli 2026, Auswirkungen für Anbieter (Kanzleianalyse) LL-Hub (Rechtskanzlei-Fachportal) Recherche: DC Quelle öffnen → | Für den Zeitraum zwischen dem Auslaufen der alten Regelung im April 2026 und der Wiederherstellung im Juli 2026 gilt: Anbieter, die weiterhin scannten, taten dies OHNE EU-rechtliche Ausnahmegenehmigung — für diesen Zeitraum bestehen fortbestehende Datenschutzrisiken, die durch die spätere Entscheidung NICHT rückwirkend geheilt werden. Für Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dienste ändert die Entscheidung nichts — die Zwischenregelung schließt verschlüsselte Kommunikation nun sogar ausdrücklich aus. | Wichtiger juristischer Detailpunkt: Es gibt eine rechtliche "Grauzone-Periode" (April-Juli 2026), in der Anbieter, die weiterscannten, dies ohne gültige Rechtsgrundlage taten — mit potenziell fortbestehenden rechtlichen Konsequenzen. Für Blackstone relevant als Beispiel, wie unübersichtlich und rechtlich riskant solche Übergangsphasen für alle Beteiligten sein können — auch für die Anbieter selbst, nicht nur für Nutzer. |
| BSDC-J-KOM-2023-318 ✅ in KraftRelevanz 2A1 | 10.02.2023 | netzpolitik.org — Faktencheck zu Johansson-Aussagen im SPIEGEL-Interview netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | Der Artikel bezeichnet sich selbst als "Faktencheck" zu einem SPIEGEL-Interview mit Johansson und wirft ihr vor, "drei Mal die Unwahrheit" zu sagen und "mindestens sieben Mal irreführende Aussagen" zu verbreiten. | Wichtig zur Einordnung der Gesamtdebatte: Es gibt eine dokumentierte Geschichte wiederholter Kritik an der Kommunikation der zuständigen Kommissarin durch ein Fachmedium mit Faktencheck-Anspruch. Für Blackstone WICHTIG: Diese Quelle selbst ist erkennbar kritisch positioniert (netzpolitik.org vertritt klar eine Anti-Chatkontrolle-Linie) — der reine Fakt "es gab wiederholte Faktenchecks mit kritischem Ergebnis" ist verwendbar, die reißerische Formulierung "führt in die Irre" sollte aber nicht unreflektiert als Blackstones eigene Einschätzung übernommen werden. |
| BSDC-B-KOM-2024-319 ✅ in KraftRelevanz 2A1 | 30.11.2024 | Wikipedia — Johanssons Amtszeit-Ende, Nachfolge durch Magnus Brunner Wikipedia Recherche: DC Quelle öffnen → | Ylva Johansson war vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2024 EU-Kommissarin für Inneres, ihr folgte Magnus Brunner nach. | Wichtiger Personalwechsel-Fakt für die zeitliche Einordnung: Die zitierten Johansson-Aussagen (75%-Quote) stammen aus ihrer Amtszeit bis Ende 2024 — seit Dezember 2024 ist mit Magnus Brunner (bereits in Batch 27 als aktuell zuständig erwähnt) eine neue Person für das Dossier verantwortlich. Für Blackstone-Artikel wichtig, bei Zitaten das jeweilige Amtsdatum korrekt zuzuordnen, um keine veraltete Personalzuordnung zu verwenden. |
| BSDC-B-KOM-2026-332 ✅ in KraftRelevanz 2D5 | 30.04.2026 | EDPB-Jahresbericht 2025 — Gesamtbußgeld-Kontext zur Einordnung European Data Protection Board, Jahresbericht veröffentlicht 09.04.2026 Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EDPB-Jahresbericht 2025 verzeichnete insgesamt 1.145.760.374 Euro an DSGVO-Bußgeldern durch nationale Datenschutzbehörden europaweit in nur einem Jahr; Deutschlands kombinierte Behördenmaßnahmen ergaben 499 Bußgelder mit einer Gesamtsumme von 48.117.083 Euro. | Wichtiger Kontext zur Einordnung: DSGVO-Durchsetzung findet grundsätzlich statt — über eine Milliarde Euro Bußgelder EU-weit in einem Jahr ist keine kleine Zahl. Das relativiert den PimEyes-Fall: Es ist nicht so, dass Datenschutzbehörden generell untätig wären, sondern dass ausgerechnet bei diesem konkreten, besonders eingriffsintensiven Fall eine Lücke besteht — eine wichtige Differenzierung für einen fairen Blackstone-Artikel. |
| BSDC-J-KOM-2025-348 ✅ in KraftRelevanz 2A6 | 16.11.2025 | taz — Schrems-Zitat zur Deregulierung, Trump-Kontext taz Recherche: DC Quelle öffnen → | US-Präsident Donald Trump versucht seit Monaten, die EU-Regeln zu "knacken" — ein geopolitischer Kontext, den auch Max Schrems in seiner Kritik am Digital Omnibus anspricht. | Wichtiger geopolitischer Zusatzkontext: Die Deregulierungsdebatte findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern auch vor dem Hintergrund transatlantischen politischen Drucks (USA) auf die EU-Digitalregulierung — ein Aspekt, der die Debatte über reine Innen-EU-Politik hinaus einordnet und für ein vertieftes Verständnis der Hintergründe relevant ist. |
| BSDC-B-KOM-2025-376 ✅ in KraftRelevanz 2B5 | November 2025 02.05.2025 | IP-Catching als verwandte, aber gesondert zu betrachtende Überwachungsmethode Rechtsanwalt Jens Ferner (Fachanwalt für Strafrecht und IT-Recht) Recherche: DC Quelle öffnen → | IP-Catching ist eine Überwachungsmaßnahme, bei der ein Telekommunikationsanbieter in Echtzeit erfasst, welche IP-Adressen mit einer bestimmten Ziel-IP kommunizieren — etwa einem verdächtigen Server im Tor-Netzwerk. Anders als klassisches IP-Tracking (bekannte IP wird zu Nutzer aufgelöst) zielt IP-Catching auf die Identifizierung einer bislang unbekannten Person aus einer Vielzahl von Nutzern eines Dienstes. | Wichtige technische Abgrenzung für die Blackstone-Systematik: Diese Methode ist besonders relevant für Tor-Nutzer (F1) — sie zielt speziell darauf ab, Menschen zu identifizieren, die anonymisierende Dienste nutzen. Sollte als eigener kleiner Unterpunkt oder eigenständiges Thema in einem künftigen Batch vertieft werden, da es direkt Blackstones eigene Tor-Empfehlung (Masterplan) berührt. |
| BSDC-B-KOM-2024-502 Relevanz 2B2 | 26.06.2024 | NRW: Schulen dürfen nur vom Schulträger geprüfte Plattformen nutzen Ministerium für Schule und Bildung NRW Recherche: DC Quelle öffnen → | NRW-Schulministerium: nur vom Schulträger geprüfte Lernplattformen zulässig, Beispiel eigenmächtige Google-Workspace-Nutzung untersagt. | Schulen dürfen keine ungeprüften Plattformen einführen. |
| BSDC-O-KOM-2018-697 Relevanz 2A5 | ohne Datum | Secure Messaging Scorecard (archiviert) Electronic Frontier Foundation Recherche: DC Quelle öffnen → | EFF erklärt eigene Scorecard für veraltet, verweist stattdessen auf Surveillance-Self-Defense-Guide. | Kein offizieller Nachfolger mit Punktebewertung. |
| BSDC-P-KOM-2025-732 Relevanz 2F1 | 17.03.2025 | Perion führt Unified ID 2.0 (UID2) als Cookie-Alternative ein Perion Network / Business Wire Recherche: DC Quelle öffnen → | UID2 wandelt First-Party-Daten wie E-Mail in gehashte Identifikatoren für Targeting ohne Third-Party-Cookies. | Keine Reichweitenzahlen genannt. |
| BSDC-B-KOM-2025-733 Relevanz 2F1 | Juni 2025 06.2025 | Google pausiert Chrome-Cookie-Abschaffung, First-Party-Data-Strategien bleiben nötig Porch Group Media Recherche: DC Quelle öffnen → | Google kündigte April 2025 Aufschub der vollständigen Cookie-Abschaffung in Chrome an, Safari/Firefox blockieren bereits seit 2020. | Branche warnt: nur Aufschub, keine dauerhafte Entwarnung. |