Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-P-FIN-2024-031
💬 nur DiskussionRelevanz 3C3
10.07.2024
Feasibility study for a European asset registry in the context of the fight against money laundering and tax evasion (Abschlussbericht)
Europäische Kommission, Directorate-General FISMA (mit CEPS, EY, infeurope)
Recherche: DC
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Die Studie bewertet die Machbarkeit eines einzigen Zugangspunkts zu relevanten Vermögensregistern in den EU-Mitgliedstaaten für zuständige Behörden im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung, und prüft drei Umsetzungsszenarien von der Verknüpfung bestehender nationaler Register bis zu einem zentralisierten EU-Register.

Das ist die Original-Studie, um die sich alle Debatten drehen. Wichtig: Eine "Machbarkeitsstudie" prüft nur, OB und WIE etwas theoretisch ginge — sie beschließt nichts und ist kein Gesetzentwurf.

BSDC-B-FIN-2024-032
in KraftRelevanz 3C3
11.09.2024
Antwort der Kommission auf parlamentarische Anfrage — Vermögensregister nicht Teil des AML-Pakets
Europäische Kommission (offizielle Antwort an das Europäische Parlament)
Recherche: DC
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Die Kommission hat 2024 schriftlich festgehalten, dass die Schaffung eines Registers auf EU-Ebene nicht Teil ihres AML-Pakets war und auch im finalen Kompromiss nicht beibehalten wurde.

Das ist der wichtigste Einzelbeleg für dieses Dossier: Die Kommission selbst hat schriftlich und offiziell an das Parlament bestätigt, dass das Vermögensregister NICHT beschlossen wurde und auch nicht Teil des verabschiedeten Pakets war. Wer "kommt 2027" behauptet, widerspricht einer offiziellen Kommissionsantwort.

BSDC-J-FIN-2026-033
in KraftRelevanz 2C3
04.07.2026
"EU-Vermögensregister 2026: Was beschlossen ist — und was nicht"
Fachartikel (Finanzberatung), Stand Juli 2026
Recherche: DC
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Ein Gesetzgebungsvorschlag für ein allgemeines Vermögensregister liegt bis heute nicht vor. Aussagen wie "ab 2026 müssen alle Vermögenswerte über 200.000 € gemeldet werden" haben keine Rechtsgrundlage (Stand: Juli 2026).

Ein aktueller Faktencheck (Stand Sommer 2026) widerlegt explizit die konkreten Falschbehauptungen, die online kursieren (bestimmte Eurobeträge, feste Jahreszahlen). Gut geeignet als direkter Gegen-Beleg, wenn Blackstone-Mitglieder solche Zahlen irgendwo aufschnappen.

BSDC-J-FIN-2025-034
💬 nur DiskussionRelevanz 2C3
14.05.2025
"EU-Vermögensregister: Was wirklich geplant ist – und was nicht" (Kommissions-Sprecherin-Zitat)
money-coaching.de, unter Berufung auf Kommissions-Sprecherin
Recherche: DC
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Eine Kommissionssprecherin betonte Anfang 2025 auf Anfrage, dass die Kommission nicht plane, ein zentrales Vermögensregister einzuführen; konkrete gesetzgeberische Initiativen seien bislang nicht in Sicht — gleichzeitig sei nicht auszuschließen, dass die Thematik später politisch erneut aufgegriffen werde.

Zweiter, unabhängiger Beleg für "aktuell nicht geplant" — plus eine ehrliche Einschränkung der Kommission selbst: "aktuell nicht" heißt nicht "niemals". Genau diese Offenheit sollte Blackstone übernehmen, statt beides zu einer einzigen Behauptung zu verkürzen.

BSDC-O-FIN-2025-035
Relevanz 1C3
14.10.2021
Einordnung "EU-weites Vermögensregister – es geht nicht um den 'gläsernen Menschen'"
Fachportal für Geldwäschebeauftragte, mit Zitat Prof. Altzinger
Recherche: DC
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Dokumentiert die Gegenposition (Befürworter-Sicht) — wichtig für Dossier-Fairness, da C3 sonst nur kritische/einordnende Quellen enthält. Zeigt, dass es auch eine ökonomisch begründete Pro-Position gibt (Steuergerechtigkeit, Geldwäschebekämpfung).

Es gibt auch Stimmen (hier ein Wirtschaftsprofessor), die ein solches Register grundsätzlich befürworten würden — aus Gründen der Steuergerechtigkeit. Gehört der Vollständigkeit halber ins Dossier, auch wenn es (noch) nicht beschlossen ist.

BSDC-B-FND-2025-085
in KraftRelevanz 3F3, B1, B3, C3, D2
11.11.2025
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
"Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025" (Jahreslagebericht)
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Recherche: DC
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Im Berichtszeitraum wurden durchschnittlich täglich 119 neue Schwachstellen in IT-Systemen bekannt — ein Wachstum von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere unzureichend geschützte Angriffsflächen machen Deutschland im digitalen Raum verwundbar.

Das ist der offizielle deutsche Jahresbericht zur IT-Sicherheitslage — direkt von der zuständigen Bundesbehörde. Wichtig für den Masterplan-Punkt "zentrale Datenspeicher sind Honeypots": Fast täglich zwei neue Sicherheitslücken, Tendenz stark steigend. Genau das Risiko, das entsteht, wenn immer mehr Daten (Vorratsdaten, Vermögensregister, Wallet-Daten) zentral gespeichert werden.

BSDC-O-FIN-2026-127
in KraftRelevanz 3C3
29.01.2026
"AMLA: Worum es bei der neuen EU-Behörde wirklich geht" — inkl. Kernergebnis der Machbarkeitsstudie selbst
CORRECTIV.Faktenforum
Recherche: DC
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Die Studie selbst kommt zu dem Ergebnis, dass ein zentrales EU-Vermögensregister technisch und rechtlich problematisch wäre — unter anderem wegen der Schwere möglicher Grundrechtseingriffe bei Datenschutz, informationeller Selbstbestimmung und Eigentumsrechten der EU-Bürger.

Bisher noch nicht in der Datenbank: Die Machbarkeitsstudie selbst kommt zu einem eher skeptischen Ergebnis gegenüber einem zentralen Register — nicht nur "wurde nicht beschlossen", sondern die Studie warnt sogar selbst vor Grundrechtsproblemen. Das ist ein noch stärkerer Beleg gegen die Übertreibung "das Register kommt sicher" als bisher in der Datenbank vorhanden.

BSDC-J-FIN-2026-128
in KraftRelevanz 2C3
15.03.2026
"Was ist das Vermögensregister der EU? — Machbarkeitsstudie" — aktueller Faktencheck mit Drei-Szenarien-Erklärung
Fachportal
Recherche: DC
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Es gibt 2026 keinen beschlossenen Fahrplan für ein allgemeines EU-Vermögensregister — kein Startjahr, keinen Umsetzungsplan, kein Inkrafttreten. In der öffentlichen Debatte werden oft drei verschiedene Dinge vermischt: die politische Idee eines Vermögensregisters, das tatsächlich beschlossene Geldwäschepaket und die neue Behörde AMLA.

Bestätigt noch einmal unabhängig denselben Stand — und benennt explizit den häufigsten Fehler in der öffentlichen Debatte (Vermischung von drei unterschiedlichen Dingen). Gut geeignet als Vorlage für die "was oft behauptet wird"-Sektion im Dossier.

BSDC-O-FIN-2026-514
Relevanz 3C3
02.04.2026
Ten years after the Panama Papers
ICIJ
Recherche: DC
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10 Jahre nach Panama Papers mind. 1,3 Mrd. USD Steuern weltweit nachträglich eingetrieben, Mossack Fonseca geschlossen.

Reale Konsequenzen, aber viele Fälle bis heute nicht abgeschlossen.

BSDC-O-FIN-2025-515
Relevanz 3C3
18.02.2025
EU-Liste nicht kooperativer Steuerjurisdiktionen (Update Feb. 2025)
Rat der Europäischen Union
Recherche: DC
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EU-Schwarzliste blieb bei 11 Ländern (u.a. Panama, Russland, Fidschi, Vanuatu).

Bekannte Standorte wie Schweiz/Liechtenstein nicht auf der Liste.

BSDC-P-FIN-2026-516
Relevanz 3C3
03.08.2026
Cyberangriff auf Liechtensteins Register wirtschaftlich Berechtigter
ZDFheute
Recherche: DC
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Ende Juli 2026 ca. 31.000 Datensätze zu Stiftungen/Trusts/Firmen gestohlen, Bankkonten laut Bankenverband nicht betroffen.

Angreifer nicht identifiziert, Verbleib der Daten unklar.