Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-P-GER-2024-056
in KraftRelevanz 3D2
10.12.2024
Verordnung (EU) 2024/2847 über horizontale Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen (Cyberresilienz-Verordnung)
Europäisches Parlament und Rat (Primärtext); Einordnung via BSI
Recherche: DC
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Der CRA ist seit dem 10. Dezember 2024 in Kraft; er ist eine EU-Verordnung und damit — anders als die NIS-2-Richtlinie — direkt in allen Mitgliedstaaten anwendbar, ohne dass es einer nationalen Umsetzung bedarf.

Das ist das neue EU-Gesetz für Cybersicherheit bei allen vernetzten Geräten und Software — von der smarten Heizung bis zum Betriebssystem. Es gilt automatisch in ganz Europa, ohne dass Deutschland es extra ins eigene Recht übersetzen muss.

BSDC-B-FND-2025-085
in KraftRelevanz 3F3, B1, B3, C3, D2
11.11.2025
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
"Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025" (Jahreslagebericht)
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Recherche: DC
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Im Berichtszeitraum wurden durchschnittlich täglich 119 neue Schwachstellen in IT-Systemen bekannt — ein Wachstum von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere unzureichend geschützte Angriffsflächen machen Deutschland im digitalen Raum verwundbar.

Das ist der offizielle deutsche Jahresbericht zur IT-Sicherheitslage — direkt von der zuständigen Bundesbehörde. Wichtig für den Masterplan-Punkt "zentrale Datenspeicher sind Honeypots": Fast täglich zwei neue Sicherheitslücken, Tendenz stark steigend. Genau das Risiko, das entsteht, wenn immer mehr Daten (Vorratsdaten, Vermögensregister, Wallet-Daten) zentral gespeichert werden.

BSDC-B-FND-2026-087
in KraftRelevanz 3F3, D2
19.05.2026
BSI-Lagebericht — Ransomware- und Datenleak-Statistik
Fachportal, mit direkten BSI- und Bitkom-Zitaten
Recherche: DC
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950 angezeigte Ransomware-Fälle im Berichtszeitraum, davon 72 Prozent mit zusätzlichem Datenleak; laut Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie 2025 wurden 87 Prozent aller deutschen Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Angriffs, Gesamtschaden 289,2 Milliarden Euro.

Konkrete Größenordnung: Fast 9 von 10 deutschen Unternehmen wurden binnen eines Jahres angegriffen — und bei drei von vier Ransomware-Fällen wurden zusätzlich Daten gestohlen und veröffentlicht. Das untermauert sehr konkret, warum "zentral gespeicherte Daten = Risiko" keine abstrakte Behauptung ist.

BSDC-S-FND-2026-142
in KraftRelevanz 3D2
18.05.2026
"2026 CRA Awareness and Readiness Report" — OpenSSF / Linux Foundation Research
Open Source Security Foundation (OpenSSF) / Linux Foundation Research
Recherche: DC
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66% der befragten Softwarehersteller sind laut dem Report nach wie vor nicht mit der Verordnung vertraut — ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, nicht ein Rückgang.

Bemerkenswert kontraintuitiv: Statt sich der näher rückenden Frist anzupassen, ist die Unkenntnis über den CRA sogar noch gestiegen. Das ist ein starker Beleg für das Masterplan-Argument, dass Meldepflichten zwar auf dem Papier gut klingen, in der Praxis aber riesige Umsetzungslücken haben können.

BSDC-J-FND-2026-143
in KraftRelevanz 2D2
12.07.2026
"Cyber Resilience Act (CRA): Bringschuld der Unternehmen per September 2026" — vier konkrete Umsetzungslücken
datensicherheit.de, mit Stellungnahme von Cycode (IT-Sicherheitsfirma)
Recherche: DC
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Vier zentrale Lücken bei Unternehmen: unklar, wer die Meldung an ENISA/CSIRT tatsächlich einreicht; keine Vertretungsregelung für Krankheits-/Urlaubsfall der zuständigen Person; ungeklärt, wer befugt ist zu entscheiden, ob eine Schwachstelle als "aktiv ausgenutzt" gilt.

Sehr konkrete, fast schon banale Organisationslücken (Urlaubsvertretung!) zeigen, wie unvorbereitet viele Unternehmen auf eine Pflicht mit Millionen-Bußgeld-Risiko sind. Guter, greifbarer Beleg für einen Blackstone-Artikel zum Thema "Meldepflichten klingen gut, aber Umsetzung hinkt hinterher".

BSDC-B-FND-2026-144
in KraftRelevanz 3D2
25.03.2026
Stand notifizierter Konformitätsbewertungsstellen für CRA
BOS (Fachportal für Industrieunternehmen)
Recherche: DC
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Stand März 2026 ist keine einzige CRA-spezifische benannte Stelle (notified body) notifiziert; nur rund 32% der deutschen Industrieunternehmen sind mit den CRA-Anforderungen vertraut, fast 40% haben bislang keine Vorbereitungen getroffen.

Strukturelles Problem, nicht nur mangelndes Unternehmensbewusstsein: Selbst die Behördeninfrastruktur (Prüfstellen, die Konformität offiziell bestätigen können) war zum Erfassungszeitpunkt noch gar nicht vollständig aufgebaut. Das zeigt, dass die Lücke nicht nur bei den Unternehmen liegt.