Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-IDN-2025-020 ✅ in KraftRelevanz 2B2 | 31.07.2024 | EU-Kommission startet Sondierung zu DSA-Jugendschutzleitlinien (Vertretung in Deutschland) Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Jugendschutzleitlinien gelten mit Ausnahme von Kleinst- und Kleinunternehmen für alle Online-Plattformen, die für Minderjährige zugänglich sind — auch für Plattformen, die nicht für Minderjährige gedacht sind, aber aufgrund unzureichender Altersverifikation dennoch minderjährige Nutzer haben. | Das erklärt, warum am Ende praktisch fast jede größere Plattform betroffen ist — nicht weil sie sich an Kinder richtet, sondern weil sie nicht sicher ausschließen kann, dass Kinder mitlesen. Das ist der eigentliche Hebel, der Altersverifikation so verbreitet macht. |
| BSDC-J-FIN-2026-033 ✅ in KraftRelevanz 2C3 | 04.07.2026 | "EU-Vermögensregister 2026: Was beschlossen ist — und was nicht" Fachartikel (Finanzberatung), Stand Juli 2026 Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein Gesetzgebungsvorschlag für ein allgemeines Vermögensregister liegt bis heute nicht vor. Aussagen wie "ab 2026 müssen alle Vermögenswerte über 200.000 € gemeldet werden" haben keine Rechtsgrundlage (Stand: Juli 2026). | Ein aktueller Faktencheck (Stand Sommer 2026) widerlegt explizit die konkreten Falschbehauptungen, die online kursieren (bestimmte Eurobeträge, feste Jahreszahlen). Gut geeignet als direkter Gegen-Beleg, wenn Blackstone-Mitglieder solche Zahlen irgendwo aufschnappen. |
| BSDC-B-KOM-2024-038 ✅ in KraftRelevanz 2A2 | 17.02.2024 | Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) — deutsche Umsetzung, Bundesnetzagentur als Digital Services Coordinator BMJ (AT-Quelle zur Einordnung, DE-Umsetzung analog über Bundesnetzagentur) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Bundesnetzagentur fungiert in Deutschland als "Digital Service Coordinator" (DSC) — zentrale Aufsichts-, Beschwerde- und Zertifizierungsstelle für den DSA. Für nächstes Batch: direkte DE-Primärquelle (dsc.bund.de) statt AT-Spiegel nachreichen. | Für Deutschland ist nicht ein neues Amt zuständig, sondern die schon bestehende Bundesnetzagentur hat eine neue Zuständigkeit dazubekommen. |
| BSDC-B-KOM-2025-039 ✅ in KraftRelevanz 2A2 | 2025 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2025 (genaues Datum bei Volltext-Erfassung prüfen) | Bundesnetzagentur DSC — Studie "Auswirkungen Systemischer Risiken" Bundesnetzagentur (Digital Services Coordinator) Recherche: DC Quelle öffnen → | Offizielle deutsche Aufsichtsbehörde veröffentlicht eigene Analysen zu systemischen Risiken nach Art. 34/35 — zeigt, dass die Umsetzung in Deutschland aktiv und mit eigener Forschung begleitet wird, nicht nur auf Kommissionsebene passiert. | Die deutsche Behörde forscht selbst dazu, wie die "Risiko"-Regeln in der Praxis wirken — nützliche Primärquelle, um zu prüfen, ob Overblocking real auftritt oder nur befürchtet wird. |
| BSDC-B-FIN-2023-051 ✅ in KraftRelevanz 2C4 | Juli 2025 laufend aktualisiert, Stand 16.07.2025 | MiCA Level 2/3-Maßnahmen — ESMA-Übersichtstabelle (Leitlinien, technische Standards) European Securities and Markets Authority (ESMA) Recherche: DC Quelle öffnen → | Zeigt den vollständigen, granularen Umsetzungsstand von MiCA — von Q&As bis zu finalen Leitlinien. Gut geeignet, um bei künftigen Recherchen den aktuellsten Stand einzelner MiCA-Detailfragen schnell zu finden. | Diese Tabelle ist ein Nachschlagewerk für Detailfragen zu MiCA — nicht direkt zitierfähig für einen Blackstone-Artikel, aber nützlich als Rechercheausgangspunkt für Redakteure. |
| BSDC-B-GER-2024-055 ✅ in KraftRelevanz 2D1 | 19.09.2024 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen | Kommission leitet erste Spezifizierungsverfahren zu Apples Interoperabilitätspflichten ein Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Kommission eröffnete zwei Spezifizierungsverfahren, um Apple bei der Einhaltung seiner Interoperabilitätspflichten nach dem DMA zu unterstützen. Zeigt den konkreten behördlichen Prozess, wie abstrakte Gesetzespflichten in technische Einzelvorgaben übersetzt werden. | Das zeigt, wie das Gesetz in der Praxis durchgesetzt wird: nicht durch pauschale Anordnung, sondern durch ein förmliches Verfahren mit Fristen, in dem auch Dritte (z. B. Hersteller von Smartwatches) mitreden können. |
| BSDC-J-KOM-2023-062 ✅ in KraftRelevanz 2A4 | 01.12.2023 | "Europäisches Medienfreiheitsgesetz: Abgeschwächter Sonderstatus für Medien auf großen Plattformen" netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | EFF und andere Organisationen hatten die Kuratierung von Inhalten durch Algorithmen als "deutlich ernstere Bedrohung" beschrieben als eine Moderation durch Facebook und Co.; das neue europäische Gremium soll formal unabhängig sein, allerdings ist das Sekretariat direkt der EU-Kommission unterstellt und wird von dieser finanziert — die vom Parlament geforderte "funktionale Unabhängigkeit" wurde damit nicht erreicht. | Bemerkenswert: Ausgerechnet Digital-Rights-Organisationen wie die EFF sahen die größere Gefahr NICHT im Medienprivileg selbst, sondern in Algorithmen allgemein. Und: Das neue Aufsichtsgremium ist finanziell von der Kommission abhängig — ein berechtigter Kritikpunkt an der Unabhängigkeit, unabhängig von der Priorisierungsfrage. |
| BSDC-B-KOM-2024-063 ✅ in KraftRelevanz 2A4 | 29.03.2026 | EMFA und öffentlich-rechtlicher Rundfunk — Vorgaben zu Unabhängigkeit und Finanzierung "Die Medien" (österreichisches Fachportal), mit direkten Verordnungszitaten Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EMFA verordnet Schutzmechanismen für die Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Medien, mit Vorgaben für Bestellung und Abberufung des Managements — nicht Vorgaben, dass diese Sender von Plattformen bevorzugt angezeigt werden müssten. | Wichtigste Richtigstellung für Davids ursprüngliche Notiz zu diesem Punkt: Das Gesetz macht öffentlich-rechtliche Sender unabhängiger von der Politik (z. B. schwerer für eine Regierung, den Sender-Chef nach Belieben abzusetzen) — es zwingt Plattformen NICHT, diese Sender bevorzugt anzuzeigen. Die "Priorisierung" bezieht sich, wie oben gezeigt, auf ein Lösch-Widerspruchsrecht (Art. 18), nicht auf Sichtbarkeits-Ranking. |
| BSDC-J-IDN-2026-068 ✅ in KraftRelevanz 2B2 | 15.07.2026 | Zweiter Vorfall — Umgehung der App per Chrome-Erweiterung (Folgevorfall) Korben (französisches Tech-Fachportal) Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach der ersten Umgehung durch Paul Moore wurde das System erneut von ihm mit einer einfachen Chrome-Erweiterung umgangen; die App ist aktuell in fünf Ländern (u. a. Frankreich) im Test, hauptsächlich für Erwachseneninhalte/Glücksspiel — von der Leyen kündigte zusätzlich an, dieselbe Infrastruktur künftig für ein Mindestalter von rund 13 Jahren bei sozialen Netzwerken nutzen zu wollen. | Wichtige Aktualisierung: Es blieb nicht bei einem einmaligen Fehler — dieselbe Schwachstellen-Kategorie wurde erneut mit simplen Mitteln umgangen. Zusätzlich zeigt sich hier konkretes Function-Creep-Potenzial: Was für Porno-/Glücksspielseiten gedacht war, soll laut Ankündigung auf soziale Netzwerke ausgeweitet werden. |
| BSDC-J-FND-2026-073 ✅ in KraftRelevanz 2F5 | 20.12.2023 | "40 Jahre Volkszählungsurteil" — Einordnung zur ungebrochenen Aktualität im KI-Zeitalter Dr. Michael Witteler (Fachanwalt Datenschutzrecht) Recherche: DC Quelle öffnen → | Der Schutz ist nicht schrankenlos — das stellte das BVerfG bereits 1983 selbst fest; ungeachtet der technologischen Entwicklung haben die damals aufgestellten Grundsätze nichts an Aktualität verloren. | Wichtige Ehrlichkeits-Note: Selbst das Urteil selbst sagt, dass der Datenschutz nicht absolut ist — es gibt immer eine Abwägung. Das passt zu Blackstones Prinzip, nicht zu behaupten, jede Datenerhebung sei per se verboten. |
| BSDC-J-FND-2026-076 ✅ in KraftRelevanz 2F1, F10 | 27.05.2026 | Tor-Statistiken 2026 im Überblick — Relay-Netzwerk, Snowflake-Bridges, Finanzierung 99firms.com (Statistik-Aggregator, mit Verweis auf Tor-Metrics-Primärdaten) Recherche: DC Quelle öffnen → | Das Tor-Relay-Netzwerk ist auf etwa 8.000–9.000 Relays angewachsen, davon 1.500–2.000 Exit-Relays, mit einer aggregierten Bandbreite von rund 800 Gbit/s; der Snowflake-Bridge-Dienst trägt täglich zehntausende Nutzer, mit dem stärksten Verkehr aus Russland und dem Iran während Zensur-Spitzen. Der Tor-Browser bleibt "essenzielle Privacy-Infrastruktur" mit stabilen Nutzerzahlen über Jahre hinweg. | Interessanter Zusatzfakt für Community-Content: Die stärkste Tor-Nutzung kommt aus Ländern mit Internetzensur (Russland, Iran) — zeigt, wofür das Werkzeug in der Praxis am dringendsten gebraucht wird, nicht nur theoretisch in Europa. |
| BSDC-J-FND-2012-078 ✅ in KraftRelevanz 2F4 | 27.01.2012 | "Wissenschaftliches Gutachten belegt: keine 'Schutzlücke' ohne Vorratsdatenspeicherung" (Zusammenfassung + Kontext der Veröffentlichung) Chaos Computer Club (CCC) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die angebliche Notwendigkeit der Speicherung von 300 bis 500 Millionen Datensätzen pro Tag kann laut der Untersuchung nicht durch kriminologische Statistiken belegt werden. Wichtiger Kontext: Das Gutachten wurde dem CCC zugespielt und veröffentlicht — es war ursprünglich nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt. | Zusatzinfo zur Einordnung: Das Gutachten kam nicht von sich aus an die Öffentlichkeit, sondern wurde vom CCC veröffentlicht, nachdem es zugespielt wurde. Für Blackstone wichtig zu wissen, aber die Kernaussage der Studie selbst bleibt davon unberührt — die Fakten in BSDC-S-FND-2011-077 sind die Originalquelle, hier nur der Veröffentlichungskontext. |
| BSDC-J-FND-2016-080 ✅ in KraftRelevanz 2F4 | 23.05.2016 | Presseeinordnung zur Chilling-Effects-Studie — direktes Penney-Zitat Rezension mit Zitat aus Washington-Post-Berichterstattung Recherche: DC Quelle öffnen → | Penney selbst formulierte es so: "If people are spooked or deterred from learning about important policy matters like terrorism and national security, this is a real threat to proper democratic debate." Auch eine 2015er-Studie zu Google-Suchverhalten fand: Nutzer vermieden nach den Snowden-Enthüllungen Suchbegriffe, von denen sie annahmen, dass sie Ärger mit US-Behörden bringen könnten. | Ein zweiter, unabhängiger Beleg (Google-Suchverhalten-Studie) bestätigt denselben Effekt wie die Wikipedia-Studie — das ist kein Einzelfund, sondern ein wiederholt gemessenes Muster. Gut geeignet als leicht verständliches Zitat für einen Blackstone-Artikel. |
| BSDC-B-FND-2023-084 ✅ in KraftRelevanz 2F2, Masterplan | 01.07.2024 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen | "Zahlungsverhalten in Deutschland 2023" — Privatsphäre als meistgenannter Bargeld-Vorteil Deutsche Bundesbank Recherche: DC Quelle öffnen → | An Bargeld schätzen die Befragten vor allem den Schutz ihrer Privatsphäre bei der Bargeldnutzung, während sie als Vorteile unbarer Zahlungsmittel unter anderem Komfort und Schnelligkeit hervorheben. | Direkter Beleg aus einer offiziellen Umfrage: Wenn Menschen gefragt werden, warum sie Bargeld mögen, ist "Privatsphäre" die meistgenannte Antwort — nicht Nostalgie oder Technikskepsis. Das bestätigt Blackstones Kernthese mit echten Umfragedaten statt Vermutung. |
| BSDC-B-FND-2026-088 ✅ in KraftRelevanz 2F3 | 19.05.2026 | BSI-Einordnung zu APT-Gruppen und internationaler Bedrohungslage für Deutschland Fachportal, mit BSI-Zitat Recherche: DC Quelle öffnen → | Das BSI sieht 25 Prozent aller weltweit relevanten APT-Gruppen (Advanced Persistent Threats, meist staatlich gelenkte Angreifergruppen) aktiv gegen deutsche Ziele gerichtet — Deutschland liegt damit auf Platz 4 der weltweit am stärksten ins Visier genommenen Staaten. | Wichtiger Kontext: Ein Viertel aller bekannten staatlich gesteuerten Hackergruppen weltweit zielt gezielt auf Deutschland. Das ist relevant für die Frage, wie sicher zentrale Register (Vermögensregister-Idee, Vorratsdaten, Wallet-Infrastruktur) vor genau solchen Akteuren überhaupt sein könnten. |
| BSDC-B-FND-2026-090 ✅ in KraftRelevanz 2F6 | 2026 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle aktualisiert 2026 | Meta/Google Werbeumsatz-Vergleich (Prognose 2026) Statista, mit Verweis auf eMarketer-Analysten Recherche: DC Quelle öffnen → | Analysten gehen davon aus, dass Meta 2026 rund 243 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz erlösen wird, während Google bis Jahresende auf 239 Milliarden US-Dollar kommen dürfte — Meta könnte damit Google beim Werbeumsatz erstmals überholen. | Zusatzfakt: Es sind nicht nur ein, sondern zwei Konzerne (Google und Meta) im 200-Milliarden-Dollar-Bereich beim Werbeumsatz — das zusammen ist ein noch größerer Teil der weltweiten Werbewirtschaft, der auf Datenauswertung basiert. |
| BSDC-O-FND-2026-091 ✅ in KraftRelevanz 2F6 | 05.02.2026 | Alphabet-Investitionsausgaben für KI/Cloud-Infrastruktur 2025/2026 Hardwareluxx, mit direktem Alphabet-Zitat (CFO Anat Ashkenazi) Recherche: DC Quelle öffnen → | Für 2026 stellt Alphabet Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar in Aussicht — nahezu doppelt so viel wie 2025 — vor allem für KI- und Cloud-Infrastruktur. | Diese gewaltigen Investitionssummen fließen in noch mehr Rechenkapazität, um noch mehr Daten zu verarbeiten und auszuwerten — ein Hinweis darauf, dass die Datenverarbeitungs-Infrastruktur nicht kleiner, sondern strukturell immer größer wird, unabhängig von Regulierung. |
| BSDC-B-FND-2025-093 ✅ in KraftRelevanz 2F7, FND | 16.06.2025 | "Digital Decade 2025" — Special Eurobarometer zu digitalen Technologien und EU-Digitalpolitik Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Der Bericht untersucht Wahrnehmungen und Erwartungen zur künftigen Nutzung digitaler Technologien im Alltag bis 2030 und bewertet, welche digitalen Maßnahmen die Bürger von Behörden priorisiert sehen wollen, um Europas digitale Zukunft inklusiv, sicher und werteorientiert zu gestalten. | Aktuellere, aber breiter gefasste Umfrage (nicht nur Datenschutz, sondern Digitalisierung allgemein) — nützlich als Ergänzung, wenn ihr zeigen wollt, was Europäer sich generell von der EU-Digitalpolitik wünschen. Für reine Datenschutz-Meinungsbilder bleibt die 2019er-Studie (oben) genauer, aber älter. |
| BSDC-B-FND-2024-094 ✅ in KraftRelevanz 2F7 | 05.11.2024 | Standard-Eurobarometer 102 (Herbst 2024) — Grundvertrauen in EU-Institutionen (Kontextquelle) Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | 51% der Europäer:innen vertrauen der EU — der höchste Wert seit 2007; bei jungen Menschen (15–24 Jahre) liegt das Vertrauen bei 59%. | Wichtiger Kontext-Fakt, der Nuancen in die Debatte bringt: Während bei Digitalthemen (Chatkontrolle, Vorratsdaten) berechtigte Kritik an der EU besteht, ist das allgemeine Grundvertrauen in die EU-Institutionen aktuell so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht. Für Blackstones Glaubwürdigkeit wichtig: nicht "die EU" pauschal als misstrauisch darstellen, sondern konkrete Politikfelder benennen. |
| BSDC-S-FND-2023-107 ✅ in KraftRelevanz 2F10 | März 2026 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen Analyse 2023, hier zitiert Stand März 2026 | Legiscope-Analyse — Cookie-Banner-Interaktionen pro EU-Nutzer und Jahr Legiscope (GDPR-Compliance-Unternehmen), zitiert von EDPB und im EU-Parlament referenziert laut Quelle Recherche: DC Quelle öffnen → | Eine Legiscope-2023-Schätzung berechnet rund 1.020 Cookie-Banner-Interaktionen pro EU-Internetnutzer und Jahr (basierend auf ca. 100 besuchten Websites pro Monat, von denen etwa 85% ein Consent-Banner zeigen) — hochgerechnet auf 404 Millionen EU-Internetnutzer ergibt das rund 412 Milliarden Interaktionen pro Jahr bzw. 575 Millionen Stunden europäischer Lebenszeit. | Einprägsamer Fakt für Community-Content: Der durchschnittliche EU-Bürger klickt über 1.000 Mal im Jahr auf ein Cookie-Banner — zusammengerechnet verbringen alle Europäer jährlich über eine halbe Milliarde Stunden allein mit diesen Klicks. Wichtig als Hinweis auf die eigene Unschärfe: Es handelt sich um eine Hochrechnung/Schätzung, keine Vollerhebung — sollte im Artikel entsprechend gekennzeichnet werden. |
| BSDC-J-FND-2026-109 ✅ in KraftRelevanz 2F10 | 18.07.2026 | "Cookie Consent 2026: Accept Rates, Reject Rates & Trends" — GDPR-Compliance-Realität bei EU-Top-Websites Fachportal, mit Verweis auf CHI-2025-Studie (254.148 untersuchte Websites) Recherche: DC Quelle öffnen → | Nur 15% der 10.000 größten EU-Websites betreiben ein minimal DSGVO-konformes Cookie-Banner, obwohl 67% überhaupt ein Consent-Interface anzeigen (CHI-2025-Studie, 254.148 untersuchte Websites). Websites mit gleichwertigem Annehmen- und Ablehnen-Button stiegen zwar von 2,94% (2018) auf 30,66% (2024) im EWR — bleiben damit aber weiterhin eine Minderheit. | Nüchterner Fakt gegen Selbstzufriedenheit: Acht Jahre nach DSGVO-Einführung erfüllt nur eine kleine Minderheit der großen EU-Websites die eigentlich vorgeschriebenen Mindeststandards für Cookie-Banner. Zeigt, dass Regulierung allein ohne konsequente Durchsetzung nicht automatisch zu echtem Datenschutz in der Praxis führt. |
| BSDC-B-IDN-2026-120 ✅ in KraftRelevanz 2B1 | 08.05.2026 | EUDI-Wallet Gesamtstatus — 31 Durchführungsrechtsakte, Zeitplan Deutschland Wikipedia (mit Quellenverweisen), Stand laut Artikel 08.05.2026 Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Kommission hat inzwischen (Stand 8. Mai 2026) 31 Durchführungsrechtsakte erlassen, um die notwendigen Standards festzulegen. Der deutsche Starttermin ist der 2. Januar 2027, orientiert an der EU-weiten Verpflichtung zur Wallet-Bereitstellung ab spätestens 31. Dezember 2026. | Nützlicher Überblick zum reinen Zeitplan — 31 einzelne Durchführungsrechtsakte zeigen, wie viele technische Detailentscheidungen in diesem Prozess stecken (von denen die Biometrie-Frage nur eine ist). Für ein vollständiges B1-Update wäre eine systematische Sichtung aller 31 Akte ein eigenes größeres Rechercheprojekt. |
| BSDC-J-IDN-2026-122 ✅ in KraftRelevanz 2B2 | 19.07.2026 | "Die EU-Altersverifikations-App: Was sieben Frontrunner-Länder 2026 begonnen haben" Fachjournalistischer Bericht Recherche: DC Quelle öffnen → | Frankreich, Italien, Spanien, Irland, Dänemark, Griechenland und Zypern bilden die erste Welle und haben mit der Integration der App in ihre nationalen Digital-Identity-Wallets begonnen. | Diese sieben Länder sind konkret die ersten mit der App — für den Blackstone-Artikel empfiehlt sich, diese Länderliste über eine zweite, unabhängige Quelle zu verifizieren, bevor sie zitiert wird (Quellenherkunft hier unklar/fragwürdig, Fakt selbst aber plausibel und mit anderer Quelle unten bestätigt). |
| BSDC-J-IDN-2026-124 ✅ in KraftRelevanz 2B2 | 25.02.2026 | Discord verschiebt weltweite Altersverifikation nach Kritik und Datenpanne (Vergleichsfall aus der Praxis) Notebookcheck Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach massiver Kritik aus der Community hat Discord die weltweite Einführung der Altersverifikation auf die zweite Hälfte 2026 verschoben und plant zusätzliche Verifizierungsoptionen statt ausschließlich staatlicher Ausweisdokumente oder Gesichtsscans — nachdem im Oktober zuvor eine Datenpanne die Ausweisdaten von rund 70.000 Nutzern offengelegt hatte. | Wichtiger Praxis-Beleg außerhalb der EU-Gesetzgebung: Sogar eine private Plattform (Discord) mit eigenem Altersverifikations-System hatte eine konkrete Datenpanne mit 70.000 betroffenen Ausweisdaten. Guter zusätzlicher Beleg für das generelle Risiko von Altersverifikations-Systemen, unabhängig davon, ob staatlich oder privat betrieben. |
| BSDC-J-FIN-2026-128 ✅ in KraftRelevanz 2C3 | 15.03.2026 | "Was ist das Vermögensregister der EU? — Machbarkeitsstudie" — aktueller Faktencheck mit Drei-Szenarien-Erklärung Fachportal Recherche: DC Quelle öffnen → | Es gibt 2026 keinen beschlossenen Fahrplan für ein allgemeines EU-Vermögensregister — kein Startjahr, keinen Umsetzungsplan, kein Inkrafttreten. In der öffentlichen Debatte werden oft drei verschiedene Dinge vermischt: die politische Idee eines Vermögensregisters, das tatsächlich beschlossene Geldwäschepaket und die neue Behörde AMLA. | Bestätigt noch einmal unabhängig denselben Stand — und benennt explizit den häufigsten Fehler in der öffentlichen Debatte (Vermischung von drei unterschiedlichen Dingen). Gut geeignet als Vorlage für die "was oft behauptet wird"-Sektion im Dossier. |