Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-S-FND-2023-107 ✅ in KraftRelevanz 2F10 | März 2026 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen Analyse 2023, hier zitiert Stand März 2026 | Legiscope-Analyse — Cookie-Banner-Interaktionen pro EU-Nutzer und Jahr Legiscope (GDPR-Compliance-Unternehmen), zitiert von EDPB und im EU-Parlament referenziert laut Quelle Recherche: DC Quelle öffnen → | Eine Legiscope-2023-Schätzung berechnet rund 1.020 Cookie-Banner-Interaktionen pro EU-Internetnutzer und Jahr (basierend auf ca. 100 besuchten Websites pro Monat, von denen etwa 85% ein Consent-Banner zeigen) — hochgerechnet auf 404 Millionen EU-Internetnutzer ergibt das rund 412 Milliarden Interaktionen pro Jahr bzw. 575 Millionen Stunden europäischer Lebenszeit. | Einprägsamer Fakt für Community-Content: Der durchschnittliche EU-Bürger klickt über 1.000 Mal im Jahr auf ein Cookie-Banner — zusammengerechnet verbringen alle Europäer jährlich über eine halbe Milliarde Stunden allein mit diesen Klicks. Wichtig als Hinweis auf die eigene Unschärfe: Es handelt sich um eine Hochrechnung/Schätzung, keine Vollerhebung — sollte im Artikel entsprechend gekennzeichnet werden. |
| BSDC-S-GER-2020-337 ✅ in KraftRelevanz 2D6 | August 2018 2020 (Grundlagenstudie, weiterhin als Standardreferenz genutzt) | Bertelsmann Stiftung — umfassende Studie zu allen deutschen Predictive-Policing-Systemen im Überblick Bertelsmann Stiftung Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Systeme nutzen für ihre Prognosen nur wenige Datenpunkte mit Bezug zur Tat selbst — dieser überschaubare Mechanismus bedeutet aber nicht automatisch, dass sie unproblematisch sind, zumal sie stetig weiterentwickelt werden, potenziell mehr Informationsquellen integrieren und auf andere Deliktarten ausgeweitet werden könnten. | Nuancierte akademische Einschätzung, die weder Alarmismus noch Verharmlosung betreibt: Die aktuellen Systeme sind technisch relativ einfach (wenige Datenpunkte), aber die Studie warnt vor der Möglichkeit künftiger Erweiterung — genau die Function-Creep-Sorge, die auch für andere Blackstone-Dossiers relevant ist, hier aber als noch nicht eingetretene Möglichkeit statt als bereits belegtes Faktum formuliert. |
| BSDC-S-GER-2005-384 ✅ in KraftRelevanz 2D7 | 2005 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2005 (älter, aber methodisch wertvolle internationale Metaanalyse) | Deutsches Forum für Kriminalprävention — Verlagerungseffekte und Campbell-Collaboration-Metaanalyse Deutsches Forum für Kriminalprävention, mit Bezug auf internationale Campbell-Collaboration-Metaanalyse Recherche: DC Quelle öffnen → | Bei vier U-Bahn-Studien waren die Befunde widersprüchlich: zwei positive Effekte, ein Effekt null, ein negativer Effekt — die durchschnittliche "Erfolgsquote" war nicht statistisch signifikant. Zur Kriminalitätsverlagerung in angrenzende Gebiete: gemischte Befunde, teilweise deutet sich sogar eine positive Ausstrahlung (Prävention wirkt auch auf Nachbargebiete) an. | Wichtige methodische Ergänzung: Selbst zur Verlagerungsfrage (wandert Kriminalität einfach woanders hin?) gibt es keine eindeutige Antwort — manchmal ja, manchmal sogar das Gegenteil (positive Ausstrahleffekte). Zeigt: Die Wirksamkeitsdebatte bei Videoüberwachung ist wissenschaftlich komplexer als sowohl Befürworter als auch Kritiker oft darstellen. |
| BSDC-S-GER-2016-385 ✅ in KraftRelevanz 2D7 | 06.05.2017 | Leipzig-Fallstudie — konkrete Verdrängung in Wohngebiete, Behinderung sozialer Arbeit Digitalcourage, mit Bezug auf Studie von Peter Ullrich und Marco Tullney (2012) zu einem Leipziger Bahnhof Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein videoüberwachter Leipziger Bahnhof, zuvor von Drogenhandel und Kfz-Einbrüchen geprägt, zeigte eine Verdrängung dieser Delikte in umliegende Wohngebiete. Bereits installierte Angebote der aufsuchenden Sozialarbeit wurden durch diese Verlagerung erheblich blockiert. | Konkreter, sozial bedeutsamer Einzelfall: Videoüberwachung verlagerte hier nicht nur Kriminalität, sondern störte auch bereits bestehende soziale Hilfsangebote (Drogenberatung/Streetwork) — ein Aspekt, der über die reine "wirkt/wirkt nicht"-Debatte hinausgeht und zeigt, dass Überwachungsmaßnahmen auch bestehende soziale Strukturen stören können. |
| BSDC-S-FND-2025-472 Relevanz 2D8 | 2025 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2025 | Umfragen zu Bossware-Verbreitung (ExpressVPN/Vanson Bourne) ExpressVPN / Vanson Bourne Recherche: DC Quelle öffnen → | 78% der US-Arbeitgeber nutzen Überwachungssoftware, 63% französische Unternehmen (500+ MA), ein Drittel UK-Unternehmen im Homeoffice. | Umfrage-Aggregator, keine Primärstudie, keine Deutschland-Zahlen. |