Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-B-FND-2026-202
in KraftRelevanz 2F7
15.05.2026
Bitkom-Befragung deutscher Tech-Start-ups — digitale Souveränität als Top-Trendthema
Security-Insider, mit Bezug auf Bitkom-Befragung von 133 Tech-Start-up-Gründern
Recherche: DC
Quelle öffnen →

86% der befragten Tech-Start-up-Gründer sehen KI als bestimmenden Technologietrend 2026 — bemerkenswert folgen aber gleich drei Themen aus dem Bereich digitale Souveränität nahezu gleichauf auf den Plätzen zwei bis vier.

Interessantes Signal aus der Gründerszene: Digitale Souveränität ist längst nicht mehr nur ein Anliegen von Aktivisten oder Behörden, sondern wird auch von jungen deutschen Tech-Unternehmern selbst als eines der wichtigsten Zukunftsthemen gesehen — passt zu Blackstones These, dass hier ein wachsender, auch wirtschaftlich relevanter Markt entsteht.

BSDC-B-FND-2026-206
in KraftRelevanz 2F1
14.04.2026
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
Proton VPN Serverzahlen-Entwicklung — von 5.000 auf 20.000+ Server
Proton VPN
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Stand 14. April 2026 bietet Proton VPN über 20.000 Server in mehr als 130 Ländern — im Juni 2024 waren es noch gut 5.000 Server in über 90 Ländern. Proton verdient laut eigener Aussage kein Geld durch Werbung oder Risikokapital-Investoren, sondern finanziert sich ausschließlich durch Premium-Produkte und -Dienste.

Konkreter Beleg für schnelles Wachstum der Infrastruktur (Vervierfachung der Serverzahl in unter zwei Jahren) plus erneute Bestätigung des werbefreien, investorenfreien Geschäftsmodells — passt zur bereits in früheren Batches dokumentierten Proton-Transparenz.

BSDC-B-FND-2026-209
in KraftRelevanz 2F1
02.07.2026
Firefox regionale Marktanteile — Europa und USA
XtendedView, mit Bezug auf StatCounter-Daten
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Firefoxs US-Desktop-Anteil kletterte im Juni 2026 auf 13,96% — deutlich mehr als der weltweite Anteil vermuten lässt. Der europäische Geräte-übergreifende Anteil erreichte im Juni 2026 4,42%, was eine stärkere regionale Widerstandsfähigkeit zeigt als der globale Durchschnitt.

Wichtige regionale Einordnung: Firefox ist in Europa und speziell auf Desktop-Geräten in den USA deutlich stärker vertreten als der oft zitierte globale Wert (der auch viele Mobilgeräte einschließt, wo Firefox kaum vorkommt) vermuten lässt — relevant für Blackstones europäischen Fokus.

BSDC-B-FND-2026-219
in KraftRelevanz 2F1, Masterplan
20.03.2026
iPhone-Nutzerzahlen nach Ländern — Deutschland-spezifische Zahl
TechRT, mit Bezug auf Apple-Geschäftsberichte, Counterpoint Research, IDC, CIRP
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Deutschlands iPhone-Nutzerbasis übersteigt 25 Millionen Menschen, was stetiges Wachstum bei der Premium-Smartphone-Adoption widerspiegelt. Die USA führen weltweit mit über 155 Millionen iPhone-Nutzern, gefolgt von China mit über 120 Millionen.

Konkrete Deutschland-Zahl: Über 25 Millionen Menschen hierzulande nutzen ein iPhone — direkt relevant für Blackstones Zielgruppen-Einschätzung im Masterplan-Kapitel Geräte, da ein erheblicher Teil der potenziellen Community-Mitglieder mit einem iPhone statt einem für GrapheneOS geeigneten Pixel-Gerät starten dürfte.

BSDC-B-FND-2026-220
in KraftRelevanz 2F1, Masterplan
19.05.2026
iPhone-Loyalitätsrate und Marktanteilsentwicklung
SQ Magazine, mit Bezug auf Apples 10-K-Jahresbericht, Counterpoint Research, Consumer Intelligence Research Partners (CIRP)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Apple erreichte 2025 einen Anteil von 20% an den weltweiten Smartphone-Auslieferungen (2024: 18%), das höchste Wachstum unter den Top-5-Marken. iPhone-Kunden zeigten in den zwölf Monaten bis Juni 2025 eine Loyalitätsrate von 89% — deutlich vor Samsungs rund 77%.

Wichtiger Fakt für die Einordnung, wie schwer ein Umstieg auf datenschutzfreundlichere Alternativen sein dürfte: Fast 9 von 10 iPhone-Nutzern bleiben beim nächsten Gerätekauf wieder bei Apple — ein sehr hoher "Lock-in"-Effekt, der die Hürde für einen Wechsel zu GrapheneOS oder anderen Alternativen zusätzlich erhöht (da GrapheneOS ohnehin nur auf Google-Pixel-Geräten läuft, nicht auf iPhones).

BSDC-B-FND-2026-224
in KraftRelevanz 2F1, F3
01.08.2026
Windows-10-Nachnutzung trotz Support-Ende — Juli-2026-Zahlen
WinFuture (Fachmedium)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Windows 10 verzeichnete im Juli 2026 einen Nutzerzuwachs von knapp zwei Prozent und erreicht 29,88% weltweiten Marktanteil — trotz ausgelaufenem Support (seit Oktober 2025). In Deutschland hat sich Windows 10 bei 21,5% stabilisiert, während Windows 11 auf 76,33% zulegt.

Wichtiger Sicherheitsfakt: Fast 30% der Windows-Nutzer weltweit verwenden noch immer ein Betriebssystem OHNE Sicherheitsupdates (Windows 10, Support-Ende Oktober 2025) — ein enormes, oft übersehenes Sicherheitsrisiko für Millionen Geräte. Relevant für Blackstones Kapitel 3: zeigt konkret, wie viele Menschen faktisch ungeschützte Systeme nutzen, ohne es unbedingt zu wissen.

BSDC-B-KOM-2026-235
in KraftRelevanz 2B1, A6
19.03.2026
EDPB/EDPS Joint Opinion zu Cybersecurity Act 2 (CSA2) und NIS2-Änderungen — inkl. EUDI-Wallet-Bezug
EDPB/EDPS
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Bezüglich der vorgeschlagenen Änderungen an der NIS2-Richtlinie begrüßen EDPB und EDPS die Einstufung von Anbietern europäischer digitaler Identitäts-Wallets und europäischer Unternehmens-Wallets als "wesentliche Einrichtungen" ("essential entities").

Wichtige Querverbindung zu Dossier B1 (EUDI-Wallet): Wallet-Anbieter sollen künftig denselben strengen Cybersicherheits-Standards unterliegen wie andere kritische Infrastruktur — von den Datenschutzbehörden ausdrücklich begrüßt. Das ist ein positiver Fund für B1, der zeigt, dass zumindest an dieser Stelle striktere statt laxere Regeln für die Wallet-Infrastruktur geplant sind.

BSDC-B-FND-2026-247
in KraftRelevanz 2F1, F10
2026
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
Stand 2026, aktuellster Eintrag 39C3 (2025)
Chaos Communication Congress — Teilnehmerzahlen-Historie 2003-2025
Wikipedia
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Teilnehmerzahl des jährlichen Chaos Communication Congress wuchs von 2.500 (2003) über 9.000 (2013) auf 17.000 (2019) — ein fast siebenfacher Anstieg in 16 Jahren. Nach pandemiebedingter Pause fand 2023 der Congress mit 14.500 Teilnehmern wieder in Präsenz statt.

Starke Wachstumszahl für die "Szene": Das größte europäische Hacker-Treffen ist von einer Nischenveranstaltung zu einem Event mit fünfstelliger Teilnehmerzahl gewachsen — zeigt ein deutlich wachsendes öffentliches Interesse an Digitalrechte-/Sicherheitsthemen über zwei Jahrzehnte hinweg.

BSDC-B-KOM-2026-254
in KraftRelevanz 2A7
02.07.2026
Kritik-Zitat des DJV-Bundesvorsitzenden — Interessenkonflikt-Hinweis
ZDF, Zitat Mika Beuster (Bundesvorsitzender Deutscher Journalisten-Verband, DJV)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster: Ohne das Informationsfreiheitsgesetz würden "viele Skandale nicht aufgedeckt". Zusätzlicher Hinweis im Artikel: Kritik am IFG von CDU-Politiker Philipp Amthor rühre möglicherweise daher, dass er "selber davon betroffen" sei (Bezug auf frühere Maskenaffäre-Berichterstattung).

Interessanter, aber heikler Zusatzpunkt: Es wird ein möglicher persönlicher Interessenkonflikt eines beteiligten Politikers angedeutet. Für Blackstone wichtig: Diese Spekulation über Motive sollte, falls überhaupt verwendet, sehr vorsichtig und klar als Meinung/Vermutung gekennzeichnet werden, nicht als belegter Fakt — passt zum Grundsatz, keine unbelegten Motiv-Unterstellungen zu übernehmen.

BSDC-B-FND-2025-261
in KraftRelevanz 2F4
30.06.2026
Vergleichszahl — Straftaten mit extremistischem Hintergrund im Zeitverlauf (2024 vs. 2025)
Bundesregierung
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Dobrindt betonte, dass die linksextremistische Gewalt zunehme — ein "ernstes Warnsignal für unseren Rechtsstaat" — verwies dabei unter anderem auf Brandanschläge auf die Berliner Stromversorgung im Januar. Gleichzeitig hob er hervor, dass die größte Bedrohung für die Demokratie weiterhin von Rechtsextremisten ausgehe.

Wichtige Differenzierung für Blackstones Ausgewogenheit: Der Bericht selbst benennt beide Phänomenbereiche (rechts- und linksextremistische Gewalt) und ordnet sie unterschiedlich stark ein — keine einseitige Fokussierung auf nur eine politische Richtung. Nützlich, um Blackstone-Artikel nicht in den Verdacht einseitiger politischer Schlagseite zu bringen.

BSDC-B-GER-2023-270
in KraftRelevanz 2D3
17.02.2023
Behörden Spiegel — Übergangsfrist und Auflagen nach dem Urteil
Behörden Spiegel (Fachmedium für Verwaltung)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der betreffende Paragraf im Hessischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) musste bis spätestens Ende September 2023 neu geregelt werden. Bis dahin gestattete das BVerfG die Nutzung nur unter Auflagen — die Polizei durfte "hessenDATA" nur bei konkretem Verdacht auf besonders schwere Straftaten einsetzen.

Wichtiger Verfahrensstand: Das Gericht hat nicht sofort gestoppt, sondern eine Übergangsfrist mit verschärften Auflagen gesetzt — die Nutzung wurde in dieser Zeit auf schwere Straftaten beschränkt. Wichtig zu prüfen für ein künftiges Batch: Wie genau wurde die gesetzliche Neuregelung in Hessen und Hamburg umgesetzt, und entspricht die aktuelle Praxis (u.a. die in Batch 64 dokumentierten Bagatelldelikt-Einsätze in Bayern) noch dieser engen Auslegung?

BSDC-B-GER-2023-271
in KraftRelevanz 2D3
16.02.2023
Gewerkschaft der Polizei (GdP) — Reaktion auf das Urteil, Forderung nach schneller Neuregelung
Tagesspiegel, Zitat GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke
Recherche: DC
Quelle öffnen →

GdP-Chef Kopelke: Es sei utopisch zu glauben, die zur Aufklärung schwerer Verbrechen relevanten Informationen könnten aus einem Wust von Daten "händisch" herausgefischt werden. Zusätzlicher Fakt: Bayern hat mit Palantir einen Rahmenvertrag geschlossen, damit andere Bundesländer dessen Programm ohne zusätzliche eigene Vergabeverfahren übernehmen können.

Zweite Polizeigewerkschaft (neben DPolG aus Batch 64) mit ähnlicher pro-Nutzung-Position — zeigt, dass diese Haltung nicht nur eine Einzelmeinung ist, sondern von mehreren Berufsverbänden geteilt wird. Wichtiger Zusatzfakt: Der bayerische Rahmenvertrag erklärt technisch, warum sich die Software so leicht auf weitere Bundesländer ausweiten kann — andere Länder müssen kein eigenes, oft jahrelanges Vergabeverfahren durchlaufen.

BSDC-B-KOM-2026-284
in KraftRelevanz 2A8
ohne Datum
laufend
Deutscher Bundestag (DIP) — Parlamentarische Dokumentation zur Staatstrojaner-Statistik
Deutscher Bundestag (Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentsmaterialien)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Offizielle parlamentarische Dokumentationsseite zur jährlichen Staatstrojaner-Statistik — zentraler Fundort für künftige Aktualisierungen dieses Themas, da die Statistik jährlich neu vorgelegt wird.

Praktisch wichtiger Fundort für die Datenbankpflege: Diese Seite sollte im Rahmen der Phase-5-Radar-Pflege (siehe Arbeitsplan) jährlich neu abgerufen werden, um die aktuellste Staatstrojaner-Statistik zu erfassen, sobald sie veröffentlicht wird.

BSDC-B-FND-2026-287
in KraftRelevanz 2F8
Oktober 2020
laufend aktualisiert, Threema-Eintrag von 10.2020
Cure53-Gesamtübersicht — Bestätigung des 2020er Threema-Audits im Kontext anderer Privacy-Tools
Cure53
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Cure53 hat im Oktober 2020 einen Pentest-Report zu "Threema Mobile Apps" veröffentlicht — im selben Zeitraum (2020) wurden auch Mullvad VPN, TunnelBear VPN, 1Password und Thunderbird geprüft, was zeigt, dass Threema Teil derselben Riege von Tools ist, die sich regelmäßiger externer Prüfung unterziehen.

Bestätigt die Threema-Audit-Historie über die Primärquelle (Cure53 selbst) statt nur über Threemas eigene Darstellung — wichtig für Zitierfähigkeit, auch wenn der Auditzeitpunkt (2020) inzwischen einige Jahre zurückliegt.

BSDC-B-FND-2019-288
in KraftRelevanz 2F8
2019
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
2019 (referenziert), Stand der Seite 2026
Threema — früherer Audit durch Fachhochschule Münster (2019), vor dem Cure53-Audit
Threema GmbH, mit Bezug auf Lab for IT Security der FH Münster
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Bereits 2019 (vor dem Cure53-Audit) führte das Lab for IT Security der Fachhochschule Münster einen Audit durch. Zusätzlich unterhält Threema ein Bug-Bounty-Programm, bei dem ethische Hacker für das Melden relevanter Sicherheitslücken belohnt werden.

Zeigt eine längere Audit-Historie als nur der einzelne 2020er-Cure53-Bericht — zwei unabhängige Prüfungen (2019 und 2020) plus ein laufendes Bug-Bounty-Programm. Relativiert leicht den Eindruck aus Batch 41, Threema habe im Vergleich zu Signal/Bitwarden eine deutlich schwächere Audit-Kultur — sie ist vorhanden, aber seit 2020 nicht mit einem neuen umfassenden Mobile-App-Audit aktualisiert worden (Stand dieser Recherche).

BSDC-B-FND-2026-301
in KraftRelevanz 2F1, F6
22.07.2026
Google-Suchmarktanteil und Suchvolumen 2026 — Stabilität trotz KI-Konkurrenz
AFFiNCO (SEO-/Suchmaschinenmarketing-Agentur, 10 Jahre Markterfahrung laut eigener Angabe)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Über 5 Billionen Suchanfragen jährlich, mehr als 13 Milliarden pro Tag, rund 158.000 pro Sekunde. Google hält weiterhin rund 90% des weltweiten geräteübergreifenden Suchmarktanteils — eine Zahl, die sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert hat, trotz zunehmender KI-Chatbot-Konkurrenz.

Wichtiger Kontrast zu den Kagi/Mojeek-Alternativquellen (F1, Batch 44): Trotz wachsender Alternative-Suchmaschinen-Bewegung bleibt Googles Marktanteil bei rund 90% bemerkenswert stabil — die Größenordnung relativiert, wie viel eine wachsende, aber immer noch kleine Alternativen-Szene an der Gesamtmarktstruktur bislang ändert.

BSDC-B-KOM-2026-305
in KraftRelevanz 2A1
22.07.2026
Rückgang bei Kinderpornografie-Inhalten, Anstieg bei Jugendpornografie — differenzierte Trendanalyse
Schwäbische Zeitung, mit Bezug auf BKA-Bundeslagebild
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Straftaten mit kinderpornografischen Inhalten gingen 2025 leicht auf 41.677 Fälle zurück (-2,7%), während Delikte mit jugendpornografischen Inhalten einen neuen Höchstwert erreichten. Rund jede dritte tatverdächtige Person im Bereich sexueller Gewalt gegen Kinder war selbst unter 18 Jahre alt.

Wichtige Differenzierung für Blackstones Präzisionsanspruch: Nicht alle Deliktbereiche entwickeln sich gleich — ein Rückgang bei einer Kategorie steht einem Anstieg bei einer anderen gegenüber. Der hohe Anteil minderjähriger Tatverdächtiger (jeder dritte Fall) ist zudem ein Aspekt, der in vereinfachten öffentlichen Debatten oft fehlt und für ein differenziertes Blackstone-Dossier wichtig wäre — die Täterstruktur ist komplexer als das Bild "erwachsene Kriminelle vs. unschuldige Kinder".

BSDC-B-KOM-2026-315
in KraftRelevanz 2A1
10.07.2026
Rechtlicher Ausblick — Deckungslücke April-Juli 2026, Auswirkungen für Anbieter (Kanzleianalyse)
LL-Hub (Rechtskanzlei-Fachportal)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Für den Zeitraum zwischen dem Auslaufen der alten Regelung im April 2026 und der Wiederherstellung im Juli 2026 gilt: Anbieter, die weiterhin scannten, taten dies OHNE EU-rechtliche Ausnahmegenehmigung — für diesen Zeitraum bestehen fortbestehende Datenschutzrisiken, die durch die spätere Entscheidung NICHT rückwirkend geheilt werden. Für Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dienste ändert die Entscheidung nichts — die Zwischenregelung schließt verschlüsselte Kommunikation nun sogar ausdrücklich aus.

Wichtiger juristischer Detailpunkt: Es gibt eine rechtliche "Grauzone-Periode" (April-Juli 2026), in der Anbieter, die weiterscannten, dies ohne gültige Rechtsgrundlage taten — mit potenziell fortbestehenden rechtlichen Konsequenzen. Für Blackstone relevant als Beispiel, wie unübersichtlich und rechtlich riskant solche Übergangsphasen für alle Beteiligten sein können — auch für die Anbieter selbst, nicht nur für Nutzer.

BSDC-B-KOM-2024-319
in KraftRelevanz 2A1
30.11.2024
Wikipedia — Johanssons Amtszeit-Ende, Nachfolge durch Magnus Brunner
Wikipedia
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Ylva Johansson war vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2024 EU-Kommissarin für Inneres, ihr folgte Magnus Brunner nach.

Wichtiger Personalwechsel-Fakt für die zeitliche Einordnung: Die zitierten Johansson-Aussagen (75%-Quote) stammen aus ihrer Amtszeit bis Ende 2024 — seit Dezember 2024 ist mit Magnus Brunner (bereits in Batch 27 als aktuell zuständig erwähnt) eine neue Person für das Dossier verantwortlich. Für Blackstone-Artikel wichtig, bei Zitaten das jeweilige Amtsdatum korrekt zuzuordnen, um keine veraltete Personalzuordnung zu verwenden.

BSDC-B-FND-2026-326
in KraftRelevanz 2F1
22.06.2026
Bitcoin-Verteilung — Gini-Koeffizient und methodische Grenzen adressbasierter Analysen
Bitcoin-2Go (Fachportal)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Adressbasierte Analysen führen zu einer verzerrten Darstellung der Besitzverhältnisse, da eine Entität mehrere Adressen besitzen oder eine Adresse von mehreren Personen genutzt werden kann. Der Gini-Koeffizient für Bitcoin liegt je nach Studie zwischen 0,50 und 0,82 — vergleichbar mit Vermögensungleichheit in Industrienationen wie den USA, Deutschland und China.

Wichtiger Fakt für einen differenzierten Blackstone-Artikel: Bitcoin-Besitz ist keineswegs gleichmäßig verteilt, sondern ungefähr so ungleich wie klassische Vermögensverteilung in westlichen Industrieländern — das relativiert eine mögliche Erzählung von Bitcoin als "egalitäres Geld für alle" und sollte in einem ehrlichen Artikel erwähnt werden.

BSDC-B-FND-2021-327
in KraftRelevanz 2F1, F10, Masterplan
Dezember 2021
ursprünglich 2021, weiterhin als Referenz zitiert
Verlorene Bitcoins — Größenordnung und Markteffekt
Blockchain Welt (Fachportal)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Mindestens 13,4% aller geminten Bitcoins — mehr als 3,66 Millionen BTC — gelten als dauerhaft verloren (Adressen ohne Transaktion seit über 7 Jahren).

Interessanter Zusatzfakt für Community-Content: Ein erheblicher Teil aller je geschaffenen Bitcoins ist unwiederbringlich verloren (vergessene Passwörter, verlorene Festplatten) — ein Aspekt, der auch als Mahnung für Blackstones eigene Wallet-Guides dienen sollte: Self-Custody bedeutet auch Eigenverantwortung, bei Verlust hilft keine Bank.

BSDC-B-KOM-2026-332
in KraftRelevanz 2D5
30.04.2026
EDPB-Jahresbericht 2025 — Gesamtbußgeld-Kontext zur Einordnung
European Data Protection Board, Jahresbericht veröffentlicht 09.04.2026
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der EDPB-Jahresbericht 2025 verzeichnete insgesamt 1.145.760.374 Euro an DSGVO-Bußgeldern durch nationale Datenschutzbehörden europaweit in nur einem Jahr; Deutschlands kombinierte Behördenmaßnahmen ergaben 499 Bußgelder mit einer Gesamtsumme von 48.117.083 Euro.

Wichtiger Kontext zur Einordnung: DSGVO-Durchsetzung findet grundsätzlich statt — über eine Milliarde Euro Bußgelder EU-weit in einem Jahr ist keine kleine Zahl. Das relativiert den PimEyes-Fall: Es ist nicht so, dass Datenschutzbehörden generell untätig wären, sondern dass ausgerechnet bei diesem konkreten, besonders eingriffsintensiven Fall eine Lücke besteht — eine wichtige Differenzierung für einen fairen Blackstone-Artikel.

BSDC-B-GER-2026-343
in KraftRelevanz 2D4, A9
03.08.2026
Berlin — separates, aber verwandtes Beispiel: KI-Videoüberwachung Kottbusser Tor OHNE Gesichtserkennung
Ad-hoc-News
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Berlin startet im August 2026 KI-gestützte Videoanalyse am Kottbusser Tor — Innensenatorin Spranger betont explizit, dass KEINE biometrische Gesichtserkennung stattfinde, sondern nur Bewegungsmuster analysiert würden. Investitionen von 2,47 Mio. Euro (2026-2030) plus 2,13 Mio. Euro Betriebskosten; Rechtsgrundlage ist eine im Dezember 2025 verabschiedete ASOG-Reform.

Wichtiger Kontrast-/Differenzierungsfall zu D4: Nicht jede neue Kamera-KI ist automatisch Gesichtserkennung — Berlin grenzt sich hier bewusst von der biometrischen Variante ab (reine Bewegungsmuster-Analyse). Für Blackstones Präzisionsanspruch wichtig, diesen technischen Unterschied klar zu kommunizieren, statt "KI-Kamera" pauschal mit "Gesichtserkennung" gleichzusetzen — auch wenn Kritiker argumentieren könnten, dass die Grenze zwischen beiden technisch fließend sein könnte (dieser Punkt wäre ein guter Rechercheansatz für ein künftiges Batch).

BSDC-B-GER-2025-351
in KraftRelevanz 2C5
2025
nur Jahresangabe in der Quelle
2025
Krankenkassen-Information (hkk) — Praxisperspektive zur Verschlüsselung
hkk Krankenkasse (gesetzliche Krankenkasse — Eigeninteresse an positiver Darstellung beachten)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Innerhalb der Telematik-Infrastruktur liegen die Daten laut Krankenkassen-Darstellung mehrfach verschlüsselt vor; ein Zugriff der Krankenkasse selbst oder anderer nicht berechtigter Personen sei ausgeschlossen. Gründe für einen Widerspruch müssen nicht angegeben werden.

Offizielle Sicherheitsdarstellung der Anbieterseite — wichtig zur Ausgewogenheit, sollte aber im Kontrast zu den CCC-Sicherheitslücken-Funden (siehe oben) gelesen werden. Eine Krankenkasse hat naturgemäß ein Eigeninteresse, ihr System als sicher darzustellen — die tatsächliche technische Bewertung sollte auf unabhängiger Sicherheitsforschung (CCC) basieren, nicht nur auf Anbieterangaben.

BSDC-B-GER-2026-353
in KraftRelevanz 2C5
08.07.2026
Rechtsentwicklung — vom "Alles-oder-Nichts" zur granularen Zugriffssteuerung seit 2022
datenschutz.org
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Erst seit 2022 können Versicherte entscheiden, welcher Arzt welche Daten einsehen darf — davor stand nur die Wahl zwischen "Arzt sieht alles" oder "Arzt sieht nichts". Die ePA speichert Diagnosen, Befunde, Behandlungsmaßnahmen, Untersuchungen und ärztlichen Schriftverkehr.

Interessanter historischer Fakt, der zeigt, dass sich die Datenschutz-Granularität im System tatsächlich über Zeit verbessert hat — vom groben Alles-oder-Nichts-Prinzip (bis 2022) zur heutigen feineren Steuerung. Für ein ausgewogenes C5-Dossier wichtig: Nicht nur Verschlechterungen dokumentieren, sondern auch echte Verbesserungen im Zeitverlauf anerkennen.