Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-FIN-2025-2531 Relevanz 3Phishing, Online-Banking-Betrug, Sparkasse | 01.07.2025 | Phishing-Betrugswelle gegen Sparkassen-Kunden 2025 Müller Seidel Vos Rechtsanwälte Recherche: DC Quelle öffnen → | Im Juni 2025 nutzten Betrüger eine technische Störung der pushTAN-App der Sparkassen aus, um per gefälschten SMS Kunden zur Preisgabe von Zugangsdaten und TANs zu bewegen. Zudem dokumentierte die Kanzlei Quishing-Angriffe mit gefälschten QR-Codes sowie Phishing-Mails ohne persönliche Kundenansprache. Das Landgericht Köln verurteilte 2023 eine Sparkasse zur Rückzahlung von 9.933,38 Euro, da die per Phishing veranlasste Zahlung nach Paragraf 675u BGB nicht autorisiert war. | Eine bundesweite Gesamtschadenssumme für die Phishing-Welle 2025 gegen Sparkassen-Kunden ist nicht dokumentiert. Ob die Ausnutzung der pushTAN-Störung im Juni 2025 einer koordinierten Tätergruppe zuzurechnen ist, bleibt unklar. |
| BSDC-B-IDN-2025-2549 Relevanz 3Datenpanne, Bundesdruckerei, Ausweisdokumente | 16.01.2025 | Datenschutzvorfall bei D-Trust, Tochter der Bundesdruckerei D-Trust GmbH (Bundesdruckerei-Gruppe) Recherche: DC Quelle öffnen → | D-Trust, eine Tochtergesellschaft der Bundesdruckerei, entdeckte am 13.01.2025 einen Angriff auf ihr Antragsportal für Signatur- und Siegelkarten. Betroffen waren Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten sowie teils Adress- und Ausweisdaten von Antragstellern, unter anderem elektronischer Heilberufsausweise. Der CCC teilte mit, dass die Daten von einem anonymen Sicherheitsforscher über eine offene API ohne Umgehung von Zugangsschutz abgegriffen wurden. | Die genaue Anzahl betroffener Personen wurde nicht offiziell beziffert. Ob es sich um einen Hackerangriff oder eine fahrlässig offene Schnittstelle handelte, blieb zunächst unklar. |
| BSDC-B-FND-2025-2592 Relevanz 3KI-gestuetzte-Cyberangriffe, Chinesische-Staatshacker, Cyberspionage | 13.11.2025 | Chinesische Hackergruppe nutzt Claude Code für weitgehend automatisierte Spionagekampagne Anthropic Recherche: DC Quelle öffnen → | Anthropic identifizierte im September 2025 eine Cyberspionagekampagne einer Gruppe, die mit hoher Zuversicht als chinesischer staatlicher Akteur eingestuft wird (interne Bezeichnung GTG-1002). Die Angreifer manipulierten Claude Code, um damit weitgehend eigenständig Aufklärung, Schwachstellensuche und Datenexfiltration bei rund 30 Zielen durchzuführen. Nach Anthropic-Angaben erledigte die KI etwa 80 bis 90 Prozent der Kampagnenschritte autonom. | Die Attribution an einen chinesischen Staatsakteur ist nicht unabhängig verifiziert, sie beruht allein auf Anthropics eigener Einschätzung. Anthropic räumt ein, dass Claude teilweise Zugangsdaten halluzinierte, was die Zuverlässigkeit relativiert. |