Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-P-FND-2022-2619 Relevanz 3Cyberangriffe, Ransomware, Osteuropa | 27.08.2022 | Cyberangriff auf montenegrinische Regierung 2022 Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Ab Ende August 2022 wurde die Regierung Montenegros von einer massiven Cyberangriffswelle getroffen, die zahlreiche staatliche Dienste (u.a. Finanzverwaltung, Wasser- und Energieversorger) lahmlegte; die Regierung machte "koordinierte, hybride" Angriffe aus dem Ausland verantwortlich und sprach von Beteiligung russischer Behoerden. Die Ransomware-Gruppe Cuba bekannte sich spaeter zu Teilen der Attacke und behauptete, hunderte Gigabyte an Daten von Ministerien und Behoerden erbeutet zu haben. | Die genaue technische Zuordnung zu staatlichen russischen Akteuren im Gegensatz zu einer rein kriminellen Ransomware-Bande blieb bis heute umstritten und ist nicht abschliessend unabhaengig verifiziert; das Ausmass des tatsaechlich abgeflossenen Datenvolumens beruht groesstenteils auf Angaben der Angreifer selbst. |
| BSDC-P-FND-2021-2622 Relevanz 3Ransomware, Zentralamerika, Regierungsbehoerde | 06.04.2021 | RansomEXX-Angriff auf das panamaische Wirtschafts- und Finanzministerium BleepingComputer (Sergiu Gatlan) Recherche: DC Quelle öffnen → | Im April 2021 wurde das panamaische Wirtschafts- und Finanzministerium (Ministerio de Economía y Finanzas) Ziel eines Ransomware-Angriffs durch die Gruppe RansomEXX. Die Angreifer verschlüsselten Systeme und veröffentlichten auf ihrer Leak-Seite angeblich gestohlene Dateien als Druckmittel zur Lösegelderpressung. | Der genaue Umfang der exfiltrierten Daten sowie die Zahlung oder Nichtzahlung eines Lösegelds sind nicht abschließend belegt; die Quelle stützt sich primär auf Angaben der Angreifergruppe und öffentliche Regierungsmitteilungen. |
| BSDC-P-KOM-2026-2634 Relevanz 3Spyware, Suedamerika, Pressefreiheit | 13.08.2026 | Apple-Warnung: Spyware-Angriff auf Aktivistin Gabriela Panchana in Ecuador Fundamedios / Expreso (Ecuador) Recherche: DC Quelle öffnen → | Apple benachrichtigte die ecuadorianische Politikanalystin und Antikorruptions-Aktivistin Gabriela Panchana am 13.08.2026 direkt darüber, dass ihr iPhone Ziel eines staatlich anmutenden, gezielten Spyware-Angriffs gewesen sei. Ihr Anwalt erstattete daraufhin Strafanzeige und forderte eine Untersuchung staatlicher Geheimdienstverträge. | Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag kein bestätigtes forensisches Ergebnis vor, welcher konkrete Spyware-Hersteller tatsächlich verantwortlich ist; die Einordnung beruht auf der Angriffsmethodik der Apple-Benachrichtigung, nicht auf einer forensischen Bestätigung durch Citizen Lab. |
| BSDC-P-IDN-2023-2641 Relevanz 3Datenleck, Polizei, Grossbritannien-Irland | 09.08.2023 | PSNI-Datenleck: Namen und Dienststellen aller Polizeibediensteten versehentlich veroeffentlicht BBC News Recherche: DC Quelle öffnen → | Am 8. August 2023 veroeffentlichte der Police Service of Northern Ireland (PSNI) versehentlich eine Tabelle mit Nachnamen, Vornamen, Dienstgrad und Dienststelle von etwa 10.000 PSNI-Officers. Wegen der Bedrohung durch dissidente Republikaner stufte die Polizei den Vorfall als schwerwiegenden Sicherheitsvorfall ein; mehrere Betroffene mussten vorsorglich umziehen. | Details zu Taeterschaft, tatsaechlicher missbraeuchlicher Nutzung der Daten oder das endgueltige Strafmass gegen Verantwortliche sind zum Zeitpunkt dieses Berichts nicht abschliessend geklaert. |
| BSDC-P-FND-2022-2643 Relevanz 3DDoS, Baltikum, Staatsnahe-Akteure | 27.06.2022 | Killnet-DDoS-Angriffswelle gegen litauische Regierungsseiten nach Kaliningrad-Transitstreit Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Ende Juni 2022 attackierte die pro-russische Hackergruppe Killnet zahlreiche litauische Regierungs- und Unternehmenswebsites mit DDoS-Angriffen, nachdem Litauen den Bahntransit sanktionierter Güter nach Kaliningrad blockiert hatte. Laut litauischem Zentrum für nationale Cybersicherheit (NKSC) waren rund 70 Webseiten von Behörden und privaten Unternehmen betroffen. | Es handelte sich um DDoS-Angriffe, nicht um einen Datenabfluss; belastbare Beweise für eine direkte russische Staatsführung hinter Killnet fehlen, die Gruppe wird meist als staatsnah, nicht staatlich gesteuert eingeordnet. |
| BSDC-P-FIN-2023-2648 Relevanz 3Geldwaesche, Suedostasien, Bankenaufsicht | 18.08.2023 | Singapurs Milliarden-Geldwaescheskandal: Razzia gegen chinesisches Netzwerk Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Im August 2023 verhaftete die singapurische Polizei zehn Personen mit fujianesisch-chinesischem Hintergrund und beschlagnahmte Vermoegenswerte im Wert von rund 1 Milliarde Singapur-Dollar, darunter Immobilien, Luxusfahrzeuge, Bargeld, Schmuck sowie Kryptowaehrungen. Es handelt sich um einen der groessten Geldwaeschefaelle in der Geschichte Singapurs. | Die genaue Herkunft der gewaschenen Gelder sowie der vollstaendige Umfang des Netzwerks ausserhalb Singapurs sind bis heute nicht abschliessend oeffentlich belegt. |
| BSDC-P-KOM-2022-2664 Relevanz 3Spyware, Spanien, Geheimdienst-Kontrolle | 09.08.2022 | Entlassung der CNI-Chefin Paz Esteban nach Pegasus-Affäre in Spanien Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Die spanische Regierung entließ im August 2022 Paz Esteban, Direktorin des Auslandsgeheimdienstes CNI, als politische Konsequenz aus der Pegasus-Affäre, nachdem auch die Mobiltelefone von Ministerpräsident Pedro Sánchez und Verteidigungsministerin Margarita Robles infiziert worden waren. Die CNI hatte zuvor eingeräumt, in 18 der katalanischen Fälle mit richterlicher Genehmigung selbst überwacht zu haben. | Die genaue Rolle des CNI bei allen 65 dokumentierten Pegasus-Fällen ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt; zur Urheberschaft der Infektionen von Sánchez und Robles gibt es keine offizielle abschließende Zuschreibung. |
| BSDC-P-FND-2022-2667 Relevanz 3DDoS-Angriff, Staatliche-Infrastruktur, Osteuropa | 15.03.2022 | Pro-russische Hackergruppe Killnet attackiert kroatische Regierungswebsites mit DDoS-Angriffen Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Im März 2022 wurden mehrere Websites kroatischer Regierungsbehörden durch eine Serie von DDoS-Angriffen zeitweise lahmgelegt. Kroatische Behörden und Sicherheitsexperten ordneten die Angriffe der pro-russischen Hackergruppe Killnet zu, die im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mehrere NATO- und EU-Staaten mit ähnlichen Attacken ins Visier nahm. | Technische Details zu Angriffsvolumen, betroffener Infrastruktur und etwaigen tieferen Kompromittierungen bleiben unklar; ein Datenleck oder Zugriff auf sensible Systeme wurde nicht nachgewiesen. |
| BSDC-P-FND-2025-2688 Relevanz 3Ransomware, Suedostasien, Kritische-Infrastruktur | 31.03.2025 | Cyberangriff auf Malaysia Airports Holdings Berhad mit Erpressungsversuch The Cyber Express Recherche: DC Quelle öffnen → | Ende März 2025 wurde Malaysia Airports Holdings Berhad (MAHB), der staatlich verbundene Betreiber der malaysischen Flughäfen einschließlich des Kuala Lumpur International Airport, Ziel eines Cyberangriffs. Die Angreifer forderten ein Loesegeld von 10 Millionen US-Dollar. MAHB bestaetigte den Vorfall, betonte jedoch, dass der Flugbetrieb durch manuelle Backup-Verfahren nicht wesentlich beeintraechtigt wurde. | Die genaue Zahl und Art der kompromittierten Datensaetze sowie die Identitaet der Angreifergruppe sind nicht abschliessend belegt; ob ein Loesegeld tatsaechlich gezahlt wurde, blieb offen. |
| BSDC-P-IDN-2023-2690 Relevanz 3Datenleck, E-Government, Baltikum | 12.06.2023 | Diebstahl von ueber 286.000 Ausweisfotos aus estnischer Bevoelkerungsdatenbank ERR / Riigi Infosüsteemi Amet (RIA), Estland Recherche: DC Quelle öffnen → | Im Juni 2023 wurde bekannt, dass eine Sicherheitsluecke in der estnischen Bevoelkerungsregister-Datenbank ausgenutzt wurde, um automatisiert ueber 286.000 Ausweisfotos herunterzuladen. Die estnische IT-Sicherheitsbehoerde RIA und die Polizei leiteten Ermittlungen ein, ein Verdaechtiger wurde festgenommen. | Es handelt sich um ein Datenleck im estnischen E-Government-System, nicht um einen Angriff auf Energie- oder Wassernetz-Infrastruktur; die genaue technische Schwachstelle und der vollstaendige Taeterkreis wurden nicht abschliessend oeffentlich dargelegt. |
| BSDC-P-FND-2019-2700 Relevanz 3Ransomware, Kritische-Infrastruktur, Lateinamerika | 11.11.2019 | Ransomware-Angriff auf Pemex: DoppelPaymer legt IT-Systeme des mexikanischen Staatskonzerns lahm Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Im November 2019 wurde der staatliche mexikanische Oelkonzern Petroleos Mexicanos (Pemex) Ziel eines Ransomware-Angriffs mit der Schadsoftware DoppelPaymer, der landesweit IT-Systeme, Buchhaltungs- und Verwaltungscomputer lahmlegte. Die Angreifer forderten laut Medienberichten rund 4,9 Mio. US-Dollar in Bitcoin. | Die genaue Hoehe des geforderten Loesegelds sowie ob Pemex tatsaechlich zahlte, sind nicht offiziell bestaetigt; das vollstaendige Ausmass des Datenabflusses wurde nie umfassend offengelegt. |
| BSDC-P-FND-2022-2701 Relevanz 3Hacktivismus, Kritische-Infrastruktur, Osteuropa | 24.01.2022 | Cyberpartisans-Angriff auf die belarussische Eisenbahn Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Die belarussische Hacktivisten-Gruppe Cyberpartisans erklärte im Januar 2022, sie habe Teile der IT-Systeme der staatlichen Eisenbahngesellschaft Belarusian Railways mit Ransomware verschlüsselt und Steuerungssysteme sabotiert, um den Truppentransport russischer Streitkräfte durch Belarus zu verlangsamen. Die Gruppe hatte zuvor bereits Datenbanken von Innenministerium, KGB und Polizei kompromittiert. | Die Angaben stammen im Wesentlichen von der Gruppe selbst und wurden von belarussischen Behörden nicht bestätigt; das tatsächliche Ausmaß der Störung des Zugverkehrs lässt sich unabhängig kaum verifizieren. |
| BSDC-P-FND-2021-2717 Relevanz 3Ransomware, Island, Lieferkettenangriff | 08.06.2021 | Ransomware-Angriff auf IT-Dienstleister Advania trifft norwegische Kunden Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Im Juni 2021 wurde der isländisch-nordische IT-Dienstleister Advania Opfer eines Ransomware-Angriffs ueber eine Sicherheitsluecke in einer Kundenmanagement-Software (spaeter als Kaseya-VSA-Zulieferkette bekannt). Betroffen waren rund 850 Kunden von Advania, darunter norwegische Unternehmen und Behoerden. | Der Bericht basiert auf einer kurzen Reuters-Meldung; genaue Zahl und Art der tatsaechlich kompromittierten Daten sowie ein etwaiges Loesegeld sind darin nicht belegt. |
| BSDC-P-FIN-2024-2720 Relevanz 3Korruption, Suedkorea, Chaebol | 05.02.2024 | Samsung-Erbe Lee Jae-yong im Fusionsprozess freigesprochen NPR / Associated Press Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein Gericht in Seoul sprach Samsung-Electronics-Chef Lee Jae-yong am 5. Februar 2024 von Vorwürfen der Bilanzfälschung und Marktmanipulation im Zusammenhang mit der umstrittenen Fusion von Samsung C&T und Cheil Industries 2015 frei. Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, die Fusion sei manipuliert worden, um Lees Kontrolle über den Konzern zu sichern. | Der Artikel dokumentiert den Freispruch, erläutert aber nicht im Detail die volle Beweisführung; die Staatsanwaltschaft konnte Berufung einlegen, der weitere Verfahrensausgang ist aus dieser Quelle allein nicht ersichtlich. |
| BSDC-P-GER-2024-2735 Relevanz 3Suedkorea, Rechtsstaatlichkeit, Putschversuch | 19.02.2026 | Kriegsrecht-Putschversuch von Präsident Yoon Suk Yeol und Verurteilung wegen Aufstands NBC News Recherche: DC Quelle öffnen → | Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol verhängte am 3. Dezember 2024 überraschend für rund sechs Stunden das Kriegsrecht; das Parlament hob die Anordnung noch in derselben Nacht auf. Ein Sonderstaatsanwalt klagte Yoon und 23 weitere Personen wegen Anstiftung zum Aufstand an; das Seoul Central District Court verurteilte Yoon zu lebenslanger Haft. | Die Quelle ist ein tagesaktueller Nachrichtenbericht über das Urteil, kein vollständiges Gerichtsdokument; der Ausgang der Verfahren gegen die weiteren 23 Mitangeklagten bleibt unklar. |
| BSDC-P-FIN-2024-2741 Relevanz 3Staatsschulden, Westafrika, Rechnungshof | 12.02.2025 | Senegal: Rechnungshofbericht deckt verschleierte Staatsschulden der Vorgängerregierung auf Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach Amtsantritt 2024 beauftragten Präsident Faye und Premierminister Sonko den Rechnungshof mit einer Prüfung der öffentlichen Finanzen der Vorgängerregierung unter Macky Sall. Der Bericht zeigte, dass die tatsächliche Staatsverschuldung Ende 2023 bei 99,67 Prozent des BIP lag statt der zuvor gemeldeten rund 74 Prozent; der IWF setzte daraufhin sein Kreditprogramm aus. | Der Bericht wurde von der neuen Regierung selbst in Auftrag gegeben, die ein politisches Interesse hat, die Vorgängerregierung zu belasten; eine vollständig unabhängige externe Verifikation steht aus. |
| BSDC-P-IDN-2025-2745 Relevanz 3KI-Datenschutz, Suedkorea, China-Datentransfer | 15.02.2025 | Suedkorea setzt DeepSeek-App wegen Datenschutzverstoessen aus Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Suedkoreas Datenschutzbehoerde PIPC setzte am 15. Februar 2025 neue Downloads der chinesischen KI-App DeepSeek aus, nachdem festgestellt wurde, dass die App Nutzerdaten ohne ausreichende Einwilligung an Drittanbieter in China uebertrug. Die Aussetzung wurde im April 2025 nach Nachbesserungen wieder aufgehoben. | Der Reuters-Bericht stuetzt sich primär auf Angaben der PIPC und DeepSeek selbst; unklar bleibt, ob und in welchem Umfang bereits vor der Aussetzung gesammelte Daten geloescht oder weiterverwendet wurden. |
| BSDC-P-IDN-2023-2748 Relevanz 3Ransomware, Kanada, Mitarbeiterdaten | 15.03.2023 | Ransomware-Angriff auf Indigo Books & Music: Daten von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern gestohlen CBC News Recherche: DC Quelle öffnen → | Der kanadische Buchhändler Indigo Books & Music wurde am 8. Februar 2023 Opfer eines Ransomware-Angriffs, der den Online-Shop und die Kartenzahlung in den Filialen tagelang lahmlegte. Die Ransomware-Gruppe LockBit reklamierte den Angriff für sich und veröffentlichte gestohlene Daten im Darknet, darunter Sozialversicherungsnummern und Bankverbindungen von Mitarbeitenden. | Der genaue Umfang der veroeffentlichten Daten wurde von Indigo nicht vollstaendig oeffentlich bestaetigt; Angaben stammen teils von der Ransomware-Gruppe selbst. |
| BSDC-P-IDN-2023-2749 Relevanz 3Datenleck, Ostasien, Plattformbetreiber | 27.11.2024 | LINE-Yahoo-Datenleck: Millionen Nutzerdaten durch Angriff auf Verbindungssysteme mit Naver kompromittiert Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Der japanische Internetkonzern LINE Yahoo meldete, dass durch einen unautorisierten Zugriff auf gemeinsam mit Naver genutzte IT-Systeme persoenliche Daten von rund 44 Millionen Nutzern kompromittiert wurden. Der Vorfall wurde erstmals im November 2023 bekannt, als ein Malware-Angriff auf einen Subunternehmer von Naver Cloud genutzt wurde. | Die genaue Zahl der Betroffenen schwankt je nach Quelle und Meldezeitpunkt, da mehrere Nachmeldungen ueber 2023-2024 erfolgten. |
| BSDC-P-FIN-2023-2755 Relevanz 3Ndrangheta, Geldwaesche, Immobilien-Spanien | 01.03.2023 | Europol-Operation gegen 'Ndrangheta-Geldwäsche über Immobilien in Spanien Europol Recherche: DC Quelle öffnen → | Im Rahmen einer gemeinsamen Ermittlung von italienischen und spanischen Behörden, koordiniert über Europol, wurde ein 'Ndrangheta-Clan zerschlagen, der Drogengelder über Investitionen in spanische Immobilien und Unternehmen wusch. Es wurden zahlreiche Festnahmen vorgenommen sowie Vermögenswerte im Millionenwert beschlagnahmt. | Die genaue Zahl der beschlagnahmten Immobilien und der Gesamtwert der Vermögenswerte sind der Pressemitteilung nicht im Detail zu entnehmen. |
| BSDC-P-FIN-2024-2758 Relevanz 3Lobbying-Korruption, EU-Parlament, Qatargate-Nachwirkungen | 13.03.2024 | Huawei-Lobbying-Skandal im EU-Parlament ("Huaweigate") Reuters / Politico Europe Recherche: DC Quelle öffnen → | Im März 2024 hob das Europaparlament die Immunität mehrerer Abgeordneter im Zuge von Ermittlungen belgischer Behörden gegen Huawei auf, dem vorgeworfen wird, EU-Abgeordnete und Mitarbeiter ueber Jahre mit Bargeldumschlaegen und Geschenken bestochen zu haben. Die Ermittlungen gelten als Nachwirkung der verschaerften Lobbyismus-Kontrollen nach dem Qatargate-Skandal. | Zum Zeitpunkt der Berichterstattung handelte es sich um Ermittlungen, nicht um rechtskraeftige Verurteilungen; Huawei bestritt oeffentlich Fehlverhalten. |
| BSDC-P-FIN-2024-2761 Relevanz 3Bilanzbetrug, Immobilienkrise-China, Kapitalmarktaufsicht | 19.03.2024 | Evergrande-Bilanzbetrug: Chinas Wertpapieraufsicht verhängt Rekordstrafe Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Die China Securities Regulatory Commission verhängte im März 2024 eine Rekordstrafe von rund 577 Millionen US-Dollar gegen die Kernfirma des Immobilienkonzerns Evergrande wegen Bilanzfälschung. Evergrande hatte die Umsatzerlöse 2019 und 2020 um insgesamt rund 78 Mrd. USD künstlich aufgebläht. | Unklar bleibt, wie viel der verhängten Geldstrafe tatsächlich eingetrieben werden konnte, da Evergrande bereits in Liquidation war. |
| BSDC-P-GER-2024-2765 Relevanz 3Behoerden-IT, Justizirrtum, Vergabepraxis | 09.01.2024 | Fujitsu erhielt trotz Horizon-Skandal weiter britische Staatsauftraege im Milliardenwert The Guardian Recherche: DC Quelle öffnen → | Trotz des Horizon-Skandals, bei dem fehlerhafte Fujitsu-IT-Software zwischen 1999 und 2015 zur fehlerhaften strafrechtlichen Verfolgung von ueber 900 britischen Postamtsleitern fuehrte, erhielt Fujitsu laut Guardian-Recherche seit 1999 britische Staatsauftraege im Gesamtwert von rund 6,8 Milliarden Pfund, davon signifikante Summen noch nach Bekanntwerden der Softwarefehler. | Die genaue Zahl und der Gesamtwert der nach 2015 neu vergebenen Fujitsu-Vertraege ist nicht praezise rekonstruierbar; die 6,8-Milliarden-Zahl bezieht sich auf den gesamten Zeitraum seit 1999. |
| BSDC-P-FIN-2022-2766 Relevanz 3Energiekrise, Marktregulierung, Staatliche-Rettung | 21.09.2022 | Verstaatlichung von Uniper: Deutschlands groesste Energiekrisen-Rettung BMWK / Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Im September 2022 einigten sich die deutsche Bundesregierung und Fortum auf die Verstaatlichung von Uniper. Der Bund uebernahm rund 99 Prozent der Anteile und stellte bis zu 34 Milliarden Euro an Kapitalspritzen bereit, nachdem Uniper durch reduzierte russische Gaslieferungen in eine existenzbedrohende Schieflage geraten war. | Die Quelle belegt keine gezielte Marktmanipulation durch Uniper oder RWE; Untersuchungen zu konkretem Marktmissbrauch im deutschen Gasmarkt sind unter diesem Titel nicht auffindbar. |
| BSDC-P-FIN-2019-2768 Relevanz 3Kartellrecht, Suedkorea, Werftindustrie | 28.04.2019 | Suedkoreas Kartellbehoerde bestraft Werften wegen Preisabsprachen bei LNG-Tank-Ausschreibungen Korea Fair Trade Commission / Reuters Recherche: DC Quelle öffnen → | Die KFTC verhaengte 2019 Geldbussen in Hoehe von rund 282 Millionen US-Dollar gegen mehrere Grosswerften, darunter Hyundai Heavy Industries, Samsung Heavy Industries und Daewoo Shipbuilding, wegen jahrelanger Preisabsprachen bei Ausschreibungen der staatlichen Gasgesellschaft KOGAS fuer LNG-Speichertanks. | Die genaue Zahl der betroffenen Ausschreibungen und individuelle strafrechtliche Konsequenzen sind nicht vollstaendig ersichtlich. |