Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-FIN-2023-1316 Relevanz 3BANK | 26.03.2023 | FDIC Pressemitteilung zum Verkauf der Silicon Valley Bridge Bank FDIC Recherche: DC Quelle öffnen → | Die FDIC verkaufte die Nachfolgebank der am 10.03.2023 geschlossenen Silicon Valley Bank mit einem Abschlag von 16,5 Mrd. Dollar an First Citizens BancShares. | Belegt Ablauf und Zahlen der SVB-Abwicklung 2023. Beweist nichts über die Ursachen des vorangegangenen Bank Run im Detail. |
| BSDC-B-FIN-2008-1317 Relevanz 3BANK | 25.09.2008 | Status: Washington Mutual Bank Receivership FDIC Recherche: DC Quelle öffnen → | Die FDIC übernahm am 25.09.2008 die Washington Mutual Bank, die größte Bankenpleite der US-Geschichte, und verkaufte sie für 1,9 Mrd. Dollar an JPMorgan Chase. | Belegt Ablauf und Größenordnung der WaMu-Abwicklung 2008. Bezieht sich ausschließlich auf diesen historischen Einzelfall. |
| BSDC-J-FIN-2018-1318 Relevanz 3BANK | 2018 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2018 | Danske Bank: money laundering, Europe's biggest scandal Al Jazeera Recherche: DC Quelle öffnen → | Durch die estnische Filiale der Danske Bank flossen 2007 bis 2015 rund 200 Mrd. Euro, ein Großteil davon von der Bank selbst als verdächtig eingestuft, CEO Thomas Borgen trat 2018 zurück. | Belegt Umfang und Aufdeckung des Danske-Bank-Falls in Estland. Betrifft eine einzelne Filiale, nicht den gesamten Konzern. |
| BSDC-B-FIN-2022-1319 Relevanz 3BANK | 13.12.2022 | Danske Bank Pleads Guilty to Fraud on U.S. Banks US-Justizministerium (DOJ) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Danske Bank bekannte sich 2022 vor einem US-Gericht des Bankbetrugs schuldig und zahlte über 2 Mrd. Dollar Einziehung sowie 413 Mio. Dollar an die SEC. | Belegt die strafrechtliche Einigung und die Zahlungen. Betrifft die Folgen der Estland-Affäre, nicht neue Vorwürfe. |
| BSDC-B-FIN-2012-1320 Relevanz 3BANK | 11.12.2012 | HSBC Holdings Plc and HSBC Bank USA Admit Anti-Money Laundering and Sanctions Violations US-Justizministerium (DOJ) Recherche: DC Quelle öffnen → | HSBC zahlte 2012 rund 1,92 Mrd. Dollar an die USA, weil die Bank Gelder mexikanischer Drogenkartelle sowie sanktionierter Länder wie Iran durchgeschleust hatte. | Belegt den HSBC-Vergleich 2012. Bezieht sich auf den Zeitraum vor der Deferred Prosecution Agreement, nicht auf aktuelles Verhalten der Bank. |
| BSDC-B-FIN-2018-1321 Relevanz 3BANK | 04.09.2018 | ING betaalt 775 miljoen vanwege ernstige nalatigheden bij voorkomen witwassen Openbaar Ministerie (NL) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die niederländische Staatsanwaltschaft verhängte 2018 eine Strafe von 775 Mio. Euro gegen die ING Bank wegen struktureller Verstöße gegen das Geldwäschegesetz zwischen 2010 und 2016. | Belegt Betrag und Zeitraum des ING-Vergleichs. Betrifft die niederländische ING-Einheit im genannten Zeitraum. |
| BSDC-B-FIN-2017-1322 Relevanz 3BANK | 30.01.2017 | NYDFS Fines Deutsche Bank $425 Million for Russian Mirror-Trading Scheme New York State Department of Financial Services (NYDFS) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank zahlte 2017 425 Mio. Dollar Strafe, weil über ein Mirror-Trading-System rund 10 Mrd. Dollar aus Russland geschleust wurden. | Belegt die NYDFS-Strafe und den Mechanismus des Mirror-Trading. Zusätzlich verhängte die britische FCA eine eigene Strafe von 163 Mio. Pfund. |
| BSDC-B-FIN-2012-1323 Relevanz 3BANK | 27.06.2012 | CFTC Orders Barclays to Pay $200 Million for Attempted Manipulation of LIBOR and Euribor CFTC Recherche: DC Quelle öffnen → | Barclays akzeptierte 2012 als erste Bank eine Strafe im LIBOR-Skandal wegen versuchter Manipulation und Falschmeldungen bei LIBOR und Euribor zwischen 2005 und 2009. | Belegt die CFTC-Anordnung gegen Barclays 2012. Weitere Banken folgten später mit eigenen, teils höheren Strafen. |
| BSDC-B-FIN-2015-1324 Relevanz 3BANK | 23.04.2015 | CFTC Orders Deutsche Bank to Pay $800 Million for Manipulation of LIBOR and Euribor CFTC Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank zahlte 2015 rund 2,5 Mrd. Dollar an US- und britische Behörden, die bis dahin höchste Einzelstrafe im LIBOR-Komplex, für Manipulationen bei LIBOR, Euribor und Tibor zwischen 2005 und 2011. | Belegt die Gesamtsumme und Aufteilung der Deutsche-Bank-Strafe 2015. Betrifft den Zeitraum bis 2011, nicht aktuelles Verhalten. |
| BSDC-B-FIN-2013-1325 Relevanz 3BANK | 04.12.2013 | Antitrust: Commission fines banks € 1.71 billion for participating in cartels in the interest rate derivatives industry Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Die EU-Kommission verhängte 2013 Kartellbußgelder von 1,71 Mrd. Euro gegen sieben Banken und einen Broker wegen Euribor- und Yen-Zinsderivate-Absprachen, die Deutsche Bank trug den größten Anteil mit rund 725 Mio. Euro. | Belegt Gesamtsumme und größten Einzelanteil. Barclays und UBS erhielten in jeweils unterschiedlichen Teilkartellen volle Kronzeugen-Immunität. |
| BSDC-J-FIN-2016-1326 Relevanz 3BANK | 2016 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2016 | Deutsche Bank einigt sich bei Silberpreis-Manipulation Handelsblatt Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank zahlte 2016 38 Mio. Dollar wegen Silberpreis- und 60 Mio. Dollar wegen Goldpreis-Manipulation, um Sammelklagen von Investoren beizulegen. | Belegt die beiden Vergleichssummen. Es handelt sich um zivilrechtliche Vergleiche, kein Schuldeingeständnis in einem Strafverfahren. |
| BSDC-O-FIN-2008-1327 Relevanz 3BANK | 03.10.2008 | Troubled Asset Relief Program Wikipedia (Übersichtsartikel, gestützt auf US-Treasury/SIGTARP-Daten) Recherche: DC Quelle öffnen → | Der US-Kongress ermächtigte 2008 das bis zu 700 Mrd. Dollar schwere Rettungsprogramm TARP, rund 245 Mrd. Dollar davon flossen als direkte Kapitalhilfen an Banken. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Die genaue Aufteilung der Teilprogramme kann in Primärquellen (US-Finanzministerium) abweichend im Detail dargestellt sein. |
| BSDC-O-FIN-2009-1328 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | American International Group (Übersichtsartikel) Wikipedia Recherche: DC Quelle öffnen → | AIG zahlte im März 2009 rund 165 Mio. Dollar Boni an Mitarbeiter der Sparte AIG Financial Products, während der Staat AIG bereits mit über 180 Mrd. Dollar stützte. | Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Detailzahlen zu einzelnen Bonusempfängern (Cuomo-Brief) sind hier nicht mitbelegt. |
| BSDC-J-FIN-2009-1329 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | Hypo Real Estate: Bund will Squeeze-out der HRE-Aktionäre beschließen finanzen.net Recherche: DC Quelle öffnen → | Beim Zwangsauskauf der Hypo Real Estate 2009 bekamen private Kleinaktionäre 1,30 Euro je Aktie, während der Investor J.C. Flowers zuvor 22,50 Euro gezahlt hatte. | Belegt die Kernzahlen zum Squeeze-out 2009. Der genaue Kaufmonat von Flowers' Einstieg 2008 ist in Sekundärquellen uneinheitlich überliefert. |
| BSDC-J-FIN-2009-1330 Relevanz 3BANK | Februar 2009 02.2009 | RBS chief's pension deal criticized CNN Recherche: DC Quelle öffnen → | RBS meldete 2009 mit 24,1 Mrd. Pfund den höchsten Jahresverlust der britischen Unternehmensgeschichte, Ex-Chef Fred Goodwin erhielt dennoch zunächst eine Jahrespension von rund 703.000 Pfund. | Belegt Verlustzahl und ursprüngliche Pensionshöhe direkt. Goodwin reduzierte die Pension später nach öffentlichem Druck auf 342.500 Pfund. |
| BSDC-B-FIN-2013-1331 Relevanz 3BANK | 25.03.2013 | Eurogroup statement on Cyprus Eurogruppe / Rat der Europäischen Union Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Eurogruppe knüpfte das Zypern-Rettungspaket von bis zu 10 Mrd. Euro im März 2013 an die Zwangsbeteiligung von Einlegern der Bank of Cyprus und der Laiki Bank an den Verlusten. | Primärquelle der Eurogruppe-Erklärung vom 25.03.2013. Regelt die Bedingungen, nicht die spätere praktische Umsetzung im Detail. |
| BSDC-J-FIN-2013-1332 Relevanz 3BANK | 29.07.2013 | Bank of Cyprus depositors lose 47.5 pct of savings Associated Press, via Deseret News Recherche: DC Quelle öffnen → | Einleger der Bank of Cyprus mit mehr als 100.000 Euro Guthaben verloren 2013 endgültig 47,5 Prozent des übersteigenden Betrags, zwangsweise umgewandelt in Bankaktien. | Belegt den finalen Bail-in-Satz für die Bank of Cyprus. Betrifft nur Guthaben oberhalb der 100.000-Euro-Grenze. |
| BSDC-J-FIN-2019-1333 Relevanz 3BANK | 13.08.2019 | Cyprus' Laiki Bank depositors get back only 6 pct of lost deposits Xinhua Recherche: DC Quelle öffnen → | Einleger der abgewickelten Laiki Bank verloren fast 90 Prozent ihrer ungesicherten Einlagen (rund 4 Mrd. Euro), bis 2019 waren erst rund 6 Prozent davon zurückgeholt. | Belegt den Rückholstand 2019. Nicht 'vollständig ausgelöscht', sondern fast 90 Prozent Verlust laut Sonderverwalter. |
| BSDC-P-FIN-2016-1334 Relevanz 3BANK | 20.09.2016 | Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer), verbundene Rechtssachen C-105/15 P bis C-109/15 P Gerichtshof der Europäischen Union Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EuGH wies 2016 Klagen zyprischer Einleger gegen die Eurogruppe-Erklärung von 2013 ab und erklärte Eurogruppe-Erklärungen grundsätzlich für nicht individuell anfechtbar. | Primärquelle, das Urteil selbst. Betrifft die prozessuale Anfechtbarkeit, nicht die inhaltliche Rechtmäßigkeit des Bail-in. |
| BSDC-J-FIN-2023-1335 Relevanz 3BANK | 08.11.2023 | In legal first, 2013 bank haircut victim awarded thousands Cyprus Mail Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein zyprisches Gericht sprach 2023 erstmals einem Einleger Schadensersatz für Bail-in-Verluste von 2013 zu, rund 780.833 Euro. | Belegt den ersten Präzedenzfall. Die Generalstaatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, das Urteil war zum Zeitpunkt der Meldung nicht rechtskräftig. |
| BSDC-J-FIN-2025-1336 Relevanz 3BANK | 04.09.2025 | Forty-four million in compensation paid to 2013 depositors Cyprus Mail Recherche: DC Quelle öffnen → | Bis September 2025 waren 44,36 Mio. Euro an rund 4.524 vom Zypern-Bail-in 2013 betroffene Einleger ausgezahlt worden. | Belegt den Entschädigungsstand 2025. Betrifft nur einen Teil der ursprünglich betroffenen Einleger und Beträge. |
| BSDC-J-FIN-2021-1337 Relevanz 3BANK | 03.03.2021 | BaFin erstattet Strafanzeige gegen Greensill Bank Der Neue Kämmerer Recherche: DC Quelle öffnen → | Die BaFin stoppte am 03.03.2021 den Kundenverkehr der Bremer Greensill Bank und erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation. | Belegt Moratorium und Strafanzeige. Ein Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft Bremen ist hiermit nicht mitbelegt. |
| BSDC-P-FIN-2015-1338 Relevanz 3BANK | 03.07.2015 | Einlagensicherungsgesetz (EinSiG), § 6 Ausnahmen Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach § 6 Abs. 1 Nr. 10 EinSiG sind Einlagen von Bund, Ländern und Kommunen ausdrücklich von der gesetzlichen Einlagensicherung ausgenommen. | Primärquelle, der Gesetzestext selbst. Regelt nur die gesetzliche Einlagensicherung, nicht freiwillige Sicherungssysteme der Bankenverbände. |
| BSDC-J-FIN-2021-1339 Relevanz 3BANK | 2021 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2021 | BaFin-Moratorium: Stadt Monheim drohen durch Greensill-Anlage 38 Millionen Euro Verlust Handelsblatt Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Stadt Monheim am Rhein verlor 38 Mio. Euro, weitere deutsche Kommunen wie Eschborn (35 Mio.), Wiesbaden (rund 20 Mio.) und Osnabrück (14 Mio.) verloren ebenfalls Geld bei der Greensill Bank. | Belegt die Einzelbeträge betroffener Kommunen. Kommunen legten dort wegen Negativzinsen auf normale Einlagen an. |
| BSDC-J-FIN-2021-1340 Relevanz 3BANK | 2021 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2021 | Für deutsche Länder und Kommunen stehen bei der Greensill-Affäre Millionen auf dem Spiel NZZ (bestätigt via Business Insider / kommunalwiki.boell.de) Recherche: DC Quelle öffnen → | Rund 40 bis 50 deutsche Kommunen hatten Geld bei der Greensill Bank angelegt, der Gesamtschaden für die öffentliche Hand lag im dreistelligen Millionenbereich. | Belegt die Größenordnung des kommunalen Gesamtschadens. Einzelne Quellen nennen zwischen 39 und 50 betroffene Kommunen. |