Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-B-FND-2026-074
in KraftRelevanz 3F1
ohne Datum
laufend aktualisiert
Tor Metrics — offizielles Statistikportal des Tor Project
The Tor Project, Inc. (mit National-Science-Foundation-Förderung)
Recherche: DC
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Das Tor-Netzwerk besteht aus über 6.500 freiwillig betriebenen Relays und mehr als 3.000.000 Nutzern; zusätzlich ermöglichen über 1.900 Bridges Zugang in Ländern, in denen Tor zensiert wird, für über 40.000 Nutzer. Daten stehen unter CC0 (gemeinfrei) zur freien Nutzung.

Das ist die offizielle, öffentlich einsehbare Nutzerstatistik von Tor direkt vom Betreiber selbst — nicht geschätzt von Dritten, sondern die Primärquelle. Ideal zum Beleg von Aussagen wie "Millionen Menschen nutzen bereits Anonymisierungs-Netzwerke".

BSDC-B-FND-2026-075
in KraftRelevanz 3F1
ohne Datum
laufend
Tor Metrics — Methodik-Erklärung zur Nutzerzählung (wichtig für korrekte Zitation)
The Tor Project, Inc.
Recherche: DC
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Aufgrund der Anonymitäts-Eigenschaft von Tor werden keine identifizierenden Daten erhoben; stattdessen werden Anfragen an Verzeichnisserver gezählt und Nutzerzahlen indirekt geschätzt. Das Ergebnis ist eine durchschnittliche Zahl gleichzeitiger Nutzer — es kann nicht gesagt werden, wie viele unterschiedliche Einzelpersonen dahinterstehen.

Wichtig für korrekte, ehrliche Zitation: Tor selbst sagt offen, dass "3 Millionen Nutzer" eine Schätzung von gleichzeitigen Verbindungen ist, keine Zählung realer Personen. Blackstone sollte diese Einschränkung immer mitnennen, wenn die Zahl verwendet wird — genau der Ehrlichkeits-Standard aus Prinzip 0.

BSDC-S-FND-2011-077
in KraftRelevanz 3F4, A1, A5, B3
21.03.2012
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
"Schutzlücken durch Wegfall der Vorratsdatenspeicherung?" — Gutachten für das Bundesamt für Justiz
Prof. Dr. Hans-Jörg Albrecht, Kriminologische Abteilung, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht — im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz
Recherche: DC
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Die Vorratsdatenspeicherung hat laut dem Gutachten keinen messbaren Einfluss auf Aufklärungsquoten. Für den Untersuchungszeitraum 1987 bis 2010 kann der Wegfall der Vorratsdatenspeicherung nicht als Ursache für Bewegungen in der Aufklärungsquote herangezogen werden — dieser Befund gilt insbesondere für Computerkriminalität und Internetkriminalität.

Das ist die wohl wichtigste Einzelquelle im gesamten Themenfeld "Wirkt Überwachung überhaupt?": Das eigene Justizministerium hat eine 271-seitige wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben — und das Ergebnis war, dass die ständig behauptete "Schutzlücke" ohne Vorratsdatenspeicherung nicht nachweisbar ist. Das ist kein Aktivisten-Papier, sondern eine im Regierungsauftrag erstellte Studie.

BSDC-S-FND-2016-079
in KraftRelevanz 3F4, A1, B3
27.04.2016
"Chilling Effects: Online Surveillance and Wikipedia Use" (Berkeley Technology Law Journal)
Jonathon W. Penney, Citizen Lab (University of Toronto) / Schulich School of Law
Recherche: DC
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Die Studie untersucht, wie der Traffic zu Wikipedia-Artikeln über privatsphäre-sensible Themen nach der öffentlichen Bekanntwerdung der NSA/PRISM-Überwachung im Juni 2013 zurückging — sie findet nicht nur einen statistisch signifikanten unmittelbaren Rückgang, sondern auch eine dauerhafte Veränderung im langfristigen Trend.

Das ist der wissenschaftliche Beleg für ein Kernargument von Blackstone: Überwachung verändert das Verhalten von Menschen, die nichts Illegales tun — sie lesen einfach weniger über bestimmte Themen aus Angst, verdächtig zu wirken. Das ist keine Vermutung, sondern mit echten Wikipedia-Zugriffszahlen belegt.

BSDC-B-FND-2026-081
in KraftRelevanz 3F2, Masterplan
Juli 2026
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Erhebung 2025, veröffentlicht Juni/Juli 2026
Studienreihe "Zahlungsverhalten in Deutschland 2025"
Deutsche Bundesbank
Recherche: DC
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Erstmals werden über alle betrachteten Alltagszahlungen hinweg mehr Transaktionen bargeldlos als mit Bargeld abgewickelt; zugleich bleibt Bargeld produktbezogen das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel an der Ladenkasse und spielt insbesondere bei Zahlungen zwischen Privatpersonen und bei Spenden eine zentrale Rolle.

Historischer Wendepunkt laut offizieller Bundesbank-Studie: 2025 wurde in Deutschland zum ersten Mal mehrheitlich bargeldlos bezahlt. Trotzdem bleibt Bargeld an der Ladenkasse selbst noch die Nummer eins — die Studie unterscheidet zwischen "alle Zahlungsarten zusammengezählt" und "Zahlungen im Geschäft".

BSDC-J-FND-2026-082
in KraftRelevanz 3F2
18.06.2026
"Bundesbank: Erstmals mehr als die Hälfte aller Zahlungen bargeldlos" (Einordnung mit exakten Prozentzahlen)
Alexander Baumgärtner, Fachjournalist
Recherche: DC
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55 Prozent aller Einkäufe liefen 2025 bargeldlos, 45 Prozent mit Schein und Münze — Schein und Münze bleiben trotzdem, vor allem weil die Mehrheit das so will.

Präzise Prozentzahlen zum Wendepunkt, gut zitierfähig für einen Blackstone-Artikel. Der Nachsatz ist wichtig: Der Rückgang ist Verhaltensänderung, keine Verdrängung von oben — die Menschen entscheiden sich zunehmend selbst für bargeldlos.

BSDC-J-FND-2026-083
in KraftRelevanz 3F2, C2
18.06.2026
"Bargeld: Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" — Detailzahlen zu Bevölkerungsgruppen und Bargeld-Präferenz
Internet Weekly (B2B-Fachmedium), mit direkten Bundesbank-Zitaten
Recherche: DC
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Ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, niedrigem Einkommen oder geringer digitaler Erfahrung nutzten häufiger Bargeld. Unabhängig von den persönlichen Vorlieben halten es 80 Prozent der Befragten für wichtig, dass weiterhin bar bezahlt werden kann.

Sehr starker Fakt für den Masterplan-Abschnitt zu Bargeld: 8 von 10 Menschen in Deutschland — nicht nur Bargeld-Nutzer selbst — finden es wichtig, dass die Option grundsätzlich bestehen bleibt. Das ist eine breite gesellschaftliche Mehrheit, kein Nischen-Anliegen von Privacy-Aktivisten.

BSDC-B-FND-2025-085
in KraftRelevanz 3F3, B1, B3, C3, D2
11.11.2025
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
"Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2025" (Jahreslagebericht)
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Recherche: DC
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Im Berichtszeitraum wurden durchschnittlich täglich 119 neue Schwachstellen in IT-Systemen bekannt — ein Wachstum von rund 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere unzureichend geschützte Angriffsflächen machen Deutschland im digitalen Raum verwundbar.

Das ist der offizielle deutsche Jahresbericht zur IT-Sicherheitslage — direkt von der zuständigen Bundesbehörde. Wichtig für den Masterplan-Punkt "zentrale Datenspeicher sind Honeypots": Fast täglich zwei neue Sicherheitslücken, Tendenz stark steigend. Genau das Risiko, das entsteht, wenn immer mehr Daten (Vorratsdaten, Vermögensregister, Wallet-Daten) zentral gespeichert werden.

BSDC-J-FND-2026-086
in KraftRelevanz 3F3, F10
15.06.2026
"BSI Lagebericht 2026: +280.000 Schadprogramme/Tag" — Einordnung mit Vergleichszahlen
Fachportal für IT-Sicherheit
Recherche: DC
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280.000 neue Schadprogrammvarianten pro Tag und im Schnitt 119 neue Sicherheitslücken täglich; parallel beziffert der Digitalverband Bitkom den jährlichen Schaden durch Cyberangriffe für die deutsche Wirtschaft auf 202,4 Milliarden Euro.

Einprägsame Zahl für Community-Content: Fast eine Viertelmillion neuer Schadprogramme — pro Tag, nicht pro Jahr. Zeigt die Größenordnung der Bedrohung, gegen die z. B. auch zentrale Behörden-Datenbanken (etwa aus dem CRA-Meldesystem, Dossier D2) verteidigt werden müssten.

BSDC-B-FND-2026-087
in KraftRelevanz 3F3, D2
19.05.2026
BSI-Lagebericht — Ransomware- und Datenleak-Statistik
Fachportal, mit direkten BSI- und Bitkom-Zitaten
Recherche: DC
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950 angezeigte Ransomware-Fälle im Berichtszeitraum, davon 72 Prozent mit zusätzlichem Datenleak; laut Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie 2025 wurden 87 Prozent aller deutschen Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Angriffs, Gesamtschaden 289,2 Milliarden Euro.

Konkrete Größenordnung: Fast 9 von 10 deutschen Unternehmen wurden binnen eines Jahres angegriffen — und bei drei von vier Ransomware-Fällen wurden zusätzlich Daten gestohlen und veröffentlicht. Das untermauert sehr konkret, warum "zentral gespeicherte Daten = Risiko" keine abstrakte Behauptung ist.

BSDC-B-FND-2026-089
in KraftRelevanz 3F6
05.02.2026
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Alphabet Inc. — Finanzergebnisse Q4/Gesamtjahr 2025 (Geschäftsbericht)
Alphabet Inc. (Primärzahlen), Berichterstattung via ComputerBase
Recherche: DC
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Im Gesamtjahr 2025 kommt Alphabet auf einen Umsatz von 402,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr; der Nettogewinn stieg um 32 Prozent auf 132,2 Milliarden US-Dollar. Von den 82,28 Milliarden Dollar Werbeumsatz im vierten Quartal wurden 74,4 Milliarden Dollar auf Google-eigenen Seiten generiert.

Größenordnung zum Einordnen: Ein einziger Konzern verdient über 400 Milliarden Dollar im Jahr, der überwiegende Teil davon mit Werbung — also mit dem Verkauf von Aufmerksamkeit, die auf Nutzerdaten basiert. Das ist die wirtschaftliche Grundlage, warum Datensammlung so profitabel und damit auch politisch schwer einzuhegen ist.

BSDC-B-FND-2019-092
in KraftRelevanz 3F7
16.07.2019
Special Eurobarometer 487a — "The General Data Protection Regulation" (Publications Office of the EU)
Europäische Kommission, Generaldirektion Justiz und Verbraucher (Durchführung: Kantar)
Recherche: DC
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Basierend auf den Ansichten von 27.000 Europäern zeigen die Eurobarometer-Ergebnisse, dass 73% der Befragten von mindestens einem der sechs getesteten DSGVO-Rechte gehört haben; am bekanntesten sind das Auskunftsrecht (65%), das Recht auf Berichtigung (61%), das Widerspruchsrecht gegen Direktmarketing (59%) und das Recht auf Löschung (57%). Nur 20% der Befragten gaben an, dass sie die Nutzungsbedingungen zur Erhebung und Nutzung ihrer Daten online tatsächlich lesen, nur 13% lesen Datenschutzerklärungen vollständig.

Wichtiger, ehrlicher Fund für Blackstone: Die meisten Europäer kennen ihre Datenschutzrechte zumindest teilweise — aber fast niemand liest tatsächlich die Datenschutzerklärungen, die sie ständig akzeptieren. Das zeigt eine Lücke zwischen theoretischem Bewusstsein und echtem Schutz im Alltag — genau die Lücke, die Blackstones praktische Guides schließen könnten.

BSDC-S-FND-2017-095
in KraftRelevanz 3F8, Masterplan
27.10.2016
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"A Formal Security Analysis of the Signal Messaging Protocol" (peer-reviewed, IEEE S&P / Journal of Cryptology)
Katriel Cohn-Gordon, Cas Cremers, Benjamin Dowling, Luke Garratt, Douglas Stebila (Universitäten Oxford, CISPA, Queensland)
Recherche: DC
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Das Signal-Protokoll ist ein kryptografisches Messaging-Protokoll, das Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Instant Messaging bereitstellt und in WhatsApp, Wire und Facebook Messenger verwendet wird — mit zusammen deutlich über einer Milliarde aktiver Nutzer.

Das ist der wissenschaftliche Beweis, dass Signals Verschlüsselung tatsächlich hält, was sie verspricht — nicht nur eine Marketing-Behauptung, sondern mathematisch von unabhängigen Kryptografie-Forschern nachgewiesen. Wichtig: Dasselbe Protokoll steckt auch in WhatsApp — der Unterschied liegt woanders (z. B. Metadaten, Backups), nicht in der Kern-Verschlüsselung selbst.

BSDC-B-FND-2024-096
in KraftRelevanz 3F8, Masterplan
14.06.2024
Mullvad VPN — Vierter Cure53-Infrastruktur-Audit
Cure53 (unabhängiges Sicherheitsforschungs-Unternehmen), veröffentlicht von Mullvad
Recherche: DC
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Cure53 versuchte, jede mögliche Methode zu identifizieren, mit der die Anonymität oder Integrität des VPN-Verkehrs eines Nutzers kompromittiert werden könnte — es wurden keine solchen Probleme gefunden und keine Schwachstellen im Kernprodukt entdeckt. Mullvads System verfüge über eine Vielzahl von Härtungsmaßnahmen, was als "extrem positiv" bewertet wurde.

Ein unabhängiges, auf IT-Sicherheit spezialisiertes Unternehmen hat gezielt versucht, Mullvad zu "knacken" — und fand keine Wege, die versprochene Anonymität zu brechen. Das ist der Unterschied zwischen einem VPN-Anbieter, der nur "vertrau uns" sagt, und einem, der es extern überprüfen lässt.

BSDC-B-FND-2026-097
in KraftRelevanz 3F8
15.02.2026
Mullvads 18. Sicherheitsaudit — neue WireGuard-Implementierung "GotaTun"
Assured Security Consultants, Berichterstattung via AOL/CNET-Quellen
Recherche: DC
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Es wurden keine größeren Schwachstellen in Mullvads neuester unabhängiger Sicherheitsprüfung gefunden; dies ist Mullvads 18. Audit insgesamt seit 2017, was die Position als einer der transparentesten Anbieter der Branche weiter festigt. Unter den von CNET empfohlenen VPNs hat nur ExpressVPN mit 23 Audits seit 2018 noch mehr Prüfungen durchführen lassen.

Aktuellster Stand: 18 unabhängige Sicherheitsprüfungen in neun Jahren — das ist eine Größenordnung, die zeigt, dass Transparenz kein einmaliges Marketing-Ereignis ist, sondern fortlaufende Praxis. Gut geeignet, um Mullvad im Masterplan mit einer konkreten, beeindruckenden Zahl zu belegen.

BSDC-B-FND-2025-098
in KraftRelevanz 3F8, Masterplan
Juli 2025
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
Audits 2022–2025, SOC-2-Zertifizierung Juli 2025
ProtonVPN — Vier aufeinanderfolgende Securitum No-Logs-Audits (2022–2025) plus SOC 2 Type II
Securitum (Auditor), Berichterstattung via CriticNest
Recherche: DC
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ProtonVPN absolvierte im Juli 2025 zusätzlich ein SOC 2 Type II-Audit für operative Sicherheit; alle Auditberichte sind auf der ProtonVPN-Transparenzseite öffentlich einsehbar, ohne Anmeldung oder bezahltes Konto. Vier aufeinanderfolgende Jahre mit derselben Schlussfolgerung vom selben Prüfer, mit dem vollständigen Bericht statt einer Marketing-Zusammenfassung, schafft echtes Vertrauen.

Wichtiger Unterschied zu einmaligen Prüfungen: Proton lässt sich vom selben unabhängigen Prüfer über vier Jahre hinweg wiederholt kontrollieren — das zeigt, dass die "keine Logs"-Behauptung nicht nur zum Stichtag stimmt, sondern dauerhaft gelebte Praxis ist.

BSDC-B-FND-2026-099
in KraftRelevanz 3F8
ohne Datum
laufend aktualisiert, Einträge bis Mai 2026 erfasst
Cure53 — vollständige Liste öffentlicher Audit-Reports (u. a. Bitwarden, KeePassium, Obsidian, Nym, ExpressVPN)
Cure53
Recherche: DC
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Cure53 veröffentlicht fortlaufend Audit- und Pentest-Reports zu einer Vielzahl von Privacy- und Security-Tools — darunter u. a. KeePassium (Passwortmanager), Obsidian (Notiz-App mit Sync/Verschlüsselung), Nym (VPN/Mixnet-Infrastruktur), ExpressVPN und verschiedene Krypto-Wallet-Anbieter.

Diese eine Seite ist eine Fundgrube für künftige Batches: Fast jedes im Masterplan empfohlene Tool-Kapitel (Passwortmanager, Notizen/Cloud, VPN, Wallets) hat hier einen öffentlich einsehbaren, unabhängigen Prüfbericht. Für Blackstone empfiehlt sich, diese Seite als laufende Quelle im Workflow zu verankern statt einmalig abzufragen.

BSDC-J-FND-2026-100
in KraftRelevanz 3F9, B1, B2
14.07.2026
"India's Digital ID Nightmare Is a Warning to the World" — Aktuelle Zusammenfassung der Aadhaar-Probleme
Fachjournalistischer Bericht, mit Bezug auf indisches Parlaments-Untersuchungskomitee (Public Accounts Committee)
Recherche: DC
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Das indische Parlament warnte 2025 vor hohen Fehlerquoten bei der biometrischen Authentifizierung, die legitime Empfänger von Sozialleistungen ausschließen — Fingerabdrücke älterer Menschen, landwirtschaftlicher Arbeiter und durch körperliche Arbeit abgenutzter Haut werden vom System nicht erkannt. Das Parlamentskomitee (PAC) stellte fest: Verifikationsfehler führen zu ungerechtfertigtem Ausschluss von Sozialprogramm-Empfängern — mit teils tödlichen Folgen.

Das ist das konkreteste Warnbeispiel weltweit dafür, was passiert, wenn ein Staat ein zentrales biometrisches Identitätssystem für den Zugang zu Grundversorgung verpflichtend macht: Technische Fehlerquoten treffen die Schwächsten am härtesten — Menschen, deren Fingerabdrücke durch harte körperliche Arbeit verändert sind, verlieren den Zugang zu Nahrungsmittelhilfen. Wichtig für Blackstone: Das ist keine hypothetische Sorge, sondern ein dokumentierter, vom eigenen Parlament untersuchter Fall.

BSDC-B-FND-2025-101
in KraftRelevanz 3F9
17.12.2025
UIDAI-Erklärung im indischen Parlament — offizielle Position zu Aadhaar-Datensicherheit
Press Information Bureau, Regierung von Indien (Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie)
Recherche: DC
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Aadhaar ist mit rund 134 Crore (1,34 Milliarden) aktiven Aadhaar-Inhabern das weltweit größte biometrische Identitätssystem und hat mehr als 16.000 Crore (160 Milliarden) Authentifizierungs-Transaktionen abgewickelt. Die Regierung erklärte im Parlament, dass bis heute kein Datenleck aus der zentralen UIDAI-Datenbank selbst erfolgt sei.

Wichtig für Fairness: Die Regierung selbst bestreitet, dass die zentrale Datenbank je gehackt wurde — sie schiebt gemeldete Lecks auf Missbrauch an einzelnen Zugangspunkten. Für Blackstone-Artikel wichtig, beide Seiten zu zeigen: die Regierungsposition UND die zahlreichen dokumentierten Einzelfälle (siehe andere Quellen) — der Streit dreht sich auch darum, was als "Datenbank-Breach" zählt.

BSDC-S-FND-2022-102
in KraftRelevanz 3F9
23.04.2022
"India's 'Aadhaar' Biometric ID: Structure, Security, and Vulnerabilities" (akademische Sicherheitsanalyse)
Akademische Sicherheitsforscher (Cryptology ePrint Archive, peer-reviewed Kontext)
Recherche: DC
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Die häufigste Art von Sicherheitsverletzung bei Aadhaar betrifft die Vertraulichkeit — meist wird eine Teilmenge der Aadhaar-Daten öffentlich gemacht. Verletzungen der Integrität kommen ebenfalls häufig vor und beeinträchtigen die Qualität der zentralen Datenbank, meist durch einzelne unehrliche Insider oder gehackte Einzelkonten.

Eine unabhängige technische Analyse (nicht Aktivisten, nicht Regierung) bestätigt: Die Schwachstellen liegen oft nicht in der zentralen Datenbank selbst, sondern bei einzelnen Zugangspunkten und Mitarbeitern mit Zugriffsrechten — das deckt sich mit der Verteidigung der Regierung, zeigt aber gleichzeitig: Genau solche "Rand"-Schwachstellen sind bei einem derart riesigen System (1,3 Milliarden Menschen) kaum vollständig zu vermeiden.

BSDC-B-FND-2020-103
in KraftRelevanz 3F9, B1
April 2020
April 2020
Estland X-Road — offizielle Systemarchitektur und Datenschutz-Design-Prinzipien
Akademische Fallstudie (Governing ID / Center for Internet and Society)
Recherche: DC
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Estlands System ist auch in mehrfacher Hinsicht privatsphäre-fördernd konzipiert: Die zur Authentifizierung genutzten Merkmale beschränken sich auf Chip-Lesegeräte und Passwörter oder Einmalcodes — der Verzicht auf Biometrie begrenzt die eingriffsintensive Nutzung körperlicher Daten.

Wichtigster Kontrast zu Aadhaar und zur geplanten EUDI-Wallet: Estland verzichtet bewusst auf Biometrie für die alltägliche Authentifizierung — genau das Element, das bei Aadhaar (Fingerabdrücke) und der EU-Altersverifikations-App (Gesichtsbilder, siehe Dossier B2) die größten Probleme verursacht. Das zeigt: Ein datenschutzfreundlicheres Digital-ID-Design ist technisch möglich und wurde bereits erfolgreich umgesetzt.

BSDC-S-FND-2024-104
in KraftRelevanz 3F9
10.01.2024
"Failures of public key infrastructure: 53 year survey" — kritische Analyse des X-Road-Sicherheitsvorfalls 2017
Akademische Publikation (arXiv-Preprint)
Recherche: DC
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X-Road stellt trotz dezentraler Datenspeicherung in über 360 Datenbanken einen "Single Point of Failure" für den gesamten E-Government-Datentransfer dar; die proprietäre, patentierte Blockchain-Komponente ohne Open-Source-Material kann verborgene Schwachstellen aufweisen — wie die Krise von 2017 zeigte, bei der fast alle Karten (800.000) betroffen waren.

Wichtige Differenzierung, auch für Estland als "Vorbild": Selbst das oft gelobte estnische System hatte 2017 einen Sicherheitsvorfall, der praktisch alle ausgegebenen ID-Karten betraf. Kein System ist perfekt — aber wichtig ist, WIE transparent und schnell ein Land mit so einem Vorfall umgeht. Für einen fairen Blackstone-Artikel sollte dieser Vorfall nicht verschwiegen werden, nur weil Estland sonst positiv dasteht.

BSDC-S-FND-2021-105
in KraftRelevanz 3F10, F1, Masterplan
25.03.2021
"Mobile Handset Privacy: Measuring The Data iOS and Android Send to Apple And Google" (Original-Studie)
Prof. Douglas J. Leith, Trinity College Dublin (School of Computer Science and Statistics)
Recherche: DC
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Selbst bei minimaler Konfiguration und im Ruhezustand teilen sowohl iOS als auch Google Android durchschnittlich alle 4,5 Minuten Daten mit Apple/Google; IMEI, Hardware-Seriennummer, SIM-Seriennummer und IMSI sowie die Handynummer werden übermittelt. Beide Systeme senden Telemetriedaten, obwohl der Nutzer dem explizit widersprochen hat. Google sammelt dabei fast zwei Größenordnungen mehr Daten als Apple beim Start (3,6 MB vs. 42 KB) — hochgerechnet auf alle Geräte in den USA entspricht das rund 1,3 TB Google-Datensammlung alle 12 Stunden gegenüber 5,8 GB bei Apple.

Das ist der wissenschaftliche Beleg für einen Satz, der sich hervorragend für Community-Content eignet: Dein Handy "telefoniert" im Schnitt alle 4,5 Minuten nach Hause — auch wenn es nur in der Tasche liegt und du alle Datenschutz-Einstellungen deaktiviert hast. Das gilt für iPhone UND Android gleichermaßen; keines der beiden großen Systeme ist grundsätzlich privater als das andere.

BSDC-J-FND-2021-106
in KraftRelevanz 3F10, F1, Masterplan
11.10.2021
"'Wake up call': Trinity College study shows true extent of data sharing on Android phones" — Folgestudie mit /e/OS-Ausnahme
Irish Examiner, mit Zitaten von Prof. Doug Leith
Recherche: DC
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Selbst ein untätiges Mobiltelefon mit minimaler Nutzereingabe übertrug erhebliche Datenmengen an den OS-Entwickler und an Drittanbieter wie Google, Microsoft, LinkedIn und Facebook, deren System-Apps auf den meisten Geräten vorinstalliert sind. Eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Prozess war das Betriebssystem /e/OS.

Wichtiger Anschluss an den Masterplan: Genau das im Masterplan (Kapitel 3) empfohlene /e/OS wurde in dieser unabhängigen Studie als einzige nennenswerte Ausnahme von der massiven Telemetrie-Sammlung identifiziert — das ist ein starker, wissenschaftlich belegter Grund für die Empfehlung, nicht nur eine Ideologie-Entscheidung.

BSDC-S-FND-2025-108
in KraftRelevanz 3F10, Masterplan
2022
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
aktualisiert 2025/2026
Tracking-Verhalten trotz Cookie-Ablehnung — deutschsprachige Websites
Zusammenfassung von über 20 Studien, inkl. eigener Analyse von 81 deutschen Websites
Recherche: DC
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79% der untersuchten Websites (64 von 81) luden bereits Drittanbieter-Tracker, bevor Nutzer überhaupt mit dem Cookie-Banner interagierten — im Schnitt 3 aktive Tracker zu diesem Zeitpunkt, in Einzelfällen bis zu 13. Selbst wenn Nutzer aktiv "Alle ablehnen" klickten, blieben im Schnitt 4 Tracker weiterhin aktiv; nur 17% der Websites blockierten Tracking konsequent bis zur erteilten Zustimmung.

Das ist ein sehr konkreter, technisch belegter Grund, warum Cookie-Banner oft wirkungslos sind: Bei vier von fünf untersuchten Websites tracken Drittanbieter bereits, BEVOR man überhaupt geklickt hat — und selbst ein "Nein" wird oft nicht vollständig respektiert. Wichtiger Beleg für Blackstones Position, dass Cookie-Banner allein kein ausreichender Datenschutz sind und technische Zusatzmaßnahmen (Tracker-Blocker) nötig bleiben.