Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-J-IDN-2023-2554
Relevanz 3Tracking-ohne-Einwilligung, OePNV-App, TTDSG-DSGVO-Verstoss
08.05.2023
VRR-App überträgt Nutzerdaten an Google und Adjust ohne Einwilligung
Kuketz IT Security Blog
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der Kuketz-Blog analysierte die Android-App des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr mit über 500.000 Installationen. Bereits vor jeder Einwilligung wurden Gerätedaten an Google Firebase Crashlytics und den Tracking-Dienstleister Adjust übertragen. Der Consent-Banner erschien laut Analyse erst nach den Datenübertragungen, ein Verstoß gegen Paragraf 25 Absatz 1 TTDSG und Artikel 6 Absatz 1a DSGVO.

Die Analyse untersuchte nur ein Testgerät, keine flächendeckende Messung. Eine offizielle Stellungnahme des VRR oder ein förmliches Aufsichtsverfahren ist nicht dokumentiert.

BSDC-J-FND-2025-2555
Relevanz 3Ransomware, Kritische-Infrastruktur, Slowakei
13.01.2025
Ransomware-Angriff auf slowakisches Kataster- und Grundbuchamt
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 05.01.2025 wurde das slowakische Amt für Geodäsie, Kartographie und Kataster (UGKK) Ziel eines Ransomware-Angriffs, der zum landesweiten Ausfall aller Dienste des Immobilien- und Grundregisters führte. Alle Katasterämter mussten schließen, laufende Verfahren zu Immobilien wurden ausgesetzt. Landwirtschaftsminister Richard Ťaťar bezeichnete den Angriff als den bislang größten Cyberangriff in der Geschichte der Slowakei und sprach von Hinweisen auf einen Ursprung in der Ukraine.

Die Identität der Angreifer ist nicht belegt, die Angaben zu einem Ursprung in der Ukraine stammen von einem Minister ohne öffentlich vorgelegte technische Beweise. Ob und in welcher Höhe ein Lösegeld gezahlt wurde, bleibt unklar.

BSDC-J-KOM-2024-2557
Relevanz 3Datenleck, Staatliche-Hacker, Polizei-Niederlande
27.09.2024
Hackerangriff auf niederländische Polizei legt Kontaktdaten von 63.000 Beamten offen
NL Times
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 26.09.2024 wurde bekannt, dass Unbekannte in ein System der niederländischen Nationalpolizei eingedrungen waren und dienstliche Kontaktdaten von rund 63.000 Polizeibeschäftigten erbeuteten. Die Polizei stufte es als sehr wahrscheinlich ein, dass ein staatlich unterstützter Akteur hinter dem Angriff stand.

Der genaue technische Angriffsweg ist nicht dokumentiert. Die Zuschreibung an einen staatlichen Akteur wurde nur als sehr wahrscheinlich bezeichnet, nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

BSDC-J-FND-2025-2558
Relevanz 3Staatliche-Cyberspionage, Behoerden-Hack, Belgien
27.02.2025
Mutmaßlicher chinesischer Cyberangriff auf belgischen Geheimdienst VSSE
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der belgische Föderalstaatsanwalt bestätigte im Februar 2025 eine im November 2023 eingeleitete Ermittlung wegen eines mutmaßlichen chinesischen Cyberangriffs auf den Inlandsgeheimdienst VSSE. Die Angreifer nutzten eine Schwachstelle in Barracuda-Networks-Software, um zwischen 2021 und 2023 rund 10 Prozent des E-Mail-Verkehrs der Behörde abzugreifen. Cybersicherheitsforscher ordnen den Angriff der Gruppe UNC4841 zu.

Die Urheberschaft Chinas ist nicht offiziell bestätigt, die Zuordnung stammt von privaten Sicherheitsforschern. Der genaue Umfang der abgeflossenen Daten bleibt unklar.

BSDC-J-FIN-2023-2559
Relevanz 3Ransomware, Datenleck-Einzelhandel, Erpressung
06.01.2024
Cactus-Ransomware-Angriff auf die schwedische Handelskette Coop
Cybernews
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 22.12.2023 wurde die schwedische Handelskette Coop, rund 800 Filialen, Ziel eines Ransomware-Angriffs. Die Gruppe Cactus veröffentlichte im Januar 2024 personenbezogene Daten von rund 167.000 Personen und gab an, 257 Gigabyte aus mehr als 21.000 Verzeichnissen erbeutet zu haben.

Wie die Cactus-Gruppe ursprünglich Zugang erlangte, ist nicht dokumentiert. Die Datenmenge stammt allein von der Angreiferseite und wurde von Coop nicht unabhängig bestätigt.

BSDC-J-FND-2024-2561
Relevanz 3Behoerdenleck, Italien, Ueberwachung
28.10.2024
Equalize-Skandal: Illegaler Zugriff auf italienische Behördendatenbanken
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Mailänder Staatsanwaltschaft deckte im Oktober 2024 auf, dass die private Ermittlungsfirma Equalize über Jahre illegal auf italienische Behördendatenbanken zugriff, darunter das Polizeisystem SDI und die Zentralbank. Vier Personen wurden unter Hausarrest gestellt. Daten zu bis zu 800.000 Personen wurden abgefragt, betroffen waren unter anderem Präsident Sergio Mattarella und Ex-Premier Matteo Renzi.

Die Zahl von 800.000 abgefragten Personen stammt aus Staatsanwaltschaftsaussagen und ist nicht rechtskräftig bestätigt. Wie viele Amtsträger wissentlich kooperierten, ist nicht gerichtlich festgestellt.

BSDC-J-FND-2024-2562
Relevanz 3Ransomware, Behoerden-Hack, Spanien
02.12.2024
Cyberangriff auf spanische Steuerbehörde AEAT durch Gruppe Trinity
Euronews
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 02.12.2024 kündigte die Gruppe Trinity im Darkweb einen Angriff auf die spanische Steuerbehörde AEAT an, mit der Behauptung, über 560 Gigabyte vertrauliche Daten erbeutet zu haben. Spanische Medien berichteten von einer geforderten Lösegeldsumme von 36 Millionen Euro. Die AEAT bestätigte den Vorfall nicht offiziell und erklärte, es gebe keine Hinweise auf verschlüsselte Geräte oder tatsächliche Datenlecks.

Ob der Angriff tatsächlich stattfand, ist unklar, da die AEAT ihn nicht bestätigte. Die genannte Lösegeldsumme und Datenmenge stammen ausschließlich aus der Ankündigung der Tätergruppe und wurden von Sicherheitsexperten angezweifelt.

BSDC-J-FND-2024-2564
Relevanz 3Ransomware, Japan, Datenleck
05.08.2024
Ransomware-Angriff auf Kadokawa und Niconico
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 08.06.2024 griff die vermutlich russisch verbundene Gruppe BlackSuit den japanischen Medienkonzern Kadokawa und die Videoplattform Niconico an. Die Angreifer drohten mit Veröffentlichung von 1,5 Terabyte Daten. Am 12.12.2024 zahlte Kadokawa umgerechnet 2,9 Millionen US-Dollar in Kryptowährung. Daten von 254.241 Personen wurden geleakt, Niconico blieb rund zwei Monate offline.

Der genaue Erstzugangsweg ist nicht offiziell bestätigt, vermutet wird Phishing. Ob die Angreifer trotz Zahlung alle Daten löschten, lässt sich nicht verifizieren.

BSDC-J-IDN-2023-2565
Relevanz 3Datenleck, Indien, Gesundheitsdaten
31.10.2023
ICMR-Datenleck: Aadhaar- und Passdaten von 815 Millionen Indern zum Verkauf
Medianama
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 09.10.2023 bot ein Akteur namens pwn0001 auf BreachForums 815 Millionen Datensätze mit Namen, Adressen und Aadhaar-Nummern indischer Bürger für 80.000 US-Dollar an. Die Daten stammten aus COVID-19-Testdatenbanken des Indian Council of Medical Research. Die Behörde CERT-In bestätigte die Authentizität, das ICMR erstattete Anzeige.

Wie die Angreifer Zugang zu den ICMR-Systemen erlangten, ist nicht geklärt. Die Zahl von 815 Millionen wurde nur stichprobenartig, nicht vollständig verifiziert.

BSDC-J-IDN-2024-2566
Relevanz 3Datenleck, Gesundheitsdaten, Brasilien
18.09.2024
Mutmaßlicher Megaleak der brasilianischen Gesundheitsdatenbank Datasus
databreach.com
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Mitte September 2024 bot ein Akteur im Darknet einen angeblichen Datensatz von 177,9 Millionen Zeilen aus Datasus an, der Datenbank hinter dem brasilianischen Gesundheitssystem SUS. Das 90 Gigabyte große Archiv soll Steuernummern, Namen und Gesundheitskartennummern enthalten. Die Datenschutzbehörde ANPD erhielt Löschanfragen für die hostenden Cloud-Links.

Keine brasilianische Behörde bestätigte den Vorfall offiziell. Die Zahl von 177,9 Millionen Datensätzen stammt allein von der Behauptung des Darknet-Anbieters.

BSDC-J-FND-2024-2567
Relevanz 3Ransomware, Kanada, Datenleck
28.04.2024
London-Drugs-Ransomwareangriff durch LockBit
CBC News
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die kanadische Drogeriekette London Drugs entdeckte am 28.04.2024 einen Cyberangriff und schloss alle 79 Filialen in Westkanada bis zum 07.05.2024. LockBit forderte 25 Millionen US-Dollar Lösegeld. London Drugs zahlte nicht, woraufhin interne Mitarbeiterunterlagen veröffentlicht wurden. Kunden- oder Patientendatenbanken waren nach Unternehmensangaben nicht betroffen.

Der genaue Umfang der gestohlenen Daten ist nicht abschließend geklärt. Ob Kundendaten entgegen der Unternehmensaussage doch betroffen waren, ist nicht unabhängig verifiziert.

BSDC-J-FND-2023-2568
Relevanz 3Ransomware, Datenleck-Behoerde, Lieferkettenangriff-Software
07.04.2023
Tasmanische Regierungsbehörde Opfer von Clop-Ransomware-Angriff über GoAnywhere-Schwachstelle
ABC News (Australian Broadcasting Corporation)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Gruppe Clop nutzte im März 2023 die Zero-Day-Schwachstelle CVE-2023-0669 in GoAnywhere MFT, um in Systeme der tasmanischen Regierung einzudringen. Mindestens 16.000 Dokumente mit Namen, Adressen und Bankauszügen von Schülern und Familien waren betroffen, insgesamt rund 150.000 Personen und Unternehmen in Tasmanien. Die Regierung zahlte nach eigenen Angaben kein Lösegeld.

Die genaue Gesamtzahl der geleakten Dokumente schwankt je nach Quelle. Ob tatsächlich kein Lösegeld gezahlt wurde, lässt sich extern nicht verifizieren.

BSDC-J-FND-2023-2571
Relevanz 3Ransomware, Kritische-Infrastruktur, Portugal
29.12.2022
Ransomware-Angriff auf den Hafen von Lissabon durch LockBit
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 25.12.2022 wurde die Hafenverwaltung von Lissabon, Portugals drittgrößter Hafen, Ziel eines Cyberangriffs. Die Gruppe LockBit behauptete, Finanzberichte, Verträge und Fracht- sowie Besatzungsdaten erbeutet zu haben. Die Website blieb tagelang nicht erreichbar. LockBit setzte eine Frist bis zum 18.01.2023.

Die konkrete Lösegeldforderung von rund 1,5 Millionen US-Dollar wurde nicht offiziell bestätigt. Ob operative Systeme kompromittiert wurden, blieb ungeklärt, da die Hafenbehörde dies bestritt.

BSDC-J-KOM-2024-2573
Relevanz 3Desinformation, Staatliche-Cyberangriffe, Polen
31.05.2024
Cyberangriff auf die polnische Nachrichtenagentur PAP mit gefälschter Mobilmachungsmeldung
Polska Agencja Prasowa (PAP)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 31.05.2024 wurde im Nachrichtendienst der staatlichen polnischen Nachrichtenagentur PAP zweimal eine gefälschte Eilmeldung über eine Teilmobilmachung von 200.000 Bürgern veröffentlicht. Der Inlandsgeheimdienst ABW erklärte, es handle sich mutmaßlich um einen russischen Cyberangriff über ein infiziertes Mitarbeitergerät. Premierminister Tusk bezeichnete den Vorfall als Teil einer russischen Destabilisierungsstrategie.

Die konkrete Urheberschaft ist nicht offiziell bestätigt, polnische Behörden sprachen nur von einem wahrscheinlichen russischen Angriff. Der genaue technische Ablauf wurde nicht veröffentlicht.

BSDC-J-FND-2023-2575
Relevanz 3Ransomware, Bildungseinrichtungen, Irland
14.02.2023
Ransomware-Angriff auf die Munster Technological University
The Irish Times
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am Wochenende des 04./05.02.2023 wurde die Munster Technological University in Cork Ziel eines Ransomware-Angriffs. Die Gruppe ALPHV/BlackCat veröffentlichte nach verweigerter Zahlung mehr als 6 Gigabyte interner Dateien, darunter Gehaltsabrechnungen und irische Sozialversicherungsnummern. Laut Berichten von 2025 beliefen sich die Kosten für die Universität auf rund 4,2 Millionen Euro.

Wie viele Personen konkret betroffen waren, ist nicht dokumentiert. Ob MTU ein Lösegeld zahlte, wird von der Universität verneint, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

BSDC-J-FIN-2024-2576
Relevanz 3Ransomware, Mexiko, Behoerdenhack
28.11.2024
Ransomware-Angriff auf mexikanisches Präsidialamt: RansomHub erbeutet 313 GB
R3D, Red en Defensa de los Derechos Digitales
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 19.11.2024 drang die Gruppe RansomHub in die Systeme der Consejería Jurídica de la Presidencia, dem juristischen Beratungsbüro der mexikanischen Präsidentschaft, ein und erbeutete 313 Gigabyte an Daten. Rund 206 Gigabyte wurden im Darknet veröffentlicht, darunter Verträge und personenbezogene Daten von Regierungsmitarbeitern. Präsidentin Sheinbaum kündigte eine Bundesuntersuchung an. Drei Tage nach Veröffentlichung entfernte RansomHub die Daten ohne Erklärung wieder.

Die geforderte Lösegeldsumme wurde nicht öffentlich bekannt, ebenso unklar ist, ob gezahlt wurde. Wie die Angreifer Zugang erlangten, ist nicht belegt.

BSDC-J-FND-2023-2577
Relevanz 3Ransomware, Suedamerika, Militaer
16.06.2023
Rhysida-Ransomware-Angriff auf das chilenische Heer
BleepingComputer
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die Gruppe Rhysida drang Ende Mai 2023 mittels Phishing in Netzwerke des chilenischen Heeres ein. Das Heer bestätigte den Vorfall am 29.05.2023 und isolierte betroffene Netzwerke. Rhysida veröffentlichte rund 360.000 Dokumente. Ein Unteroffizier des Heeres wurde wegen Beteiligung am Angriff festgenommen und angeklagt.

Der genaue Inhalt der veröffentlichten Dokumente ist nicht dokumentiert. Die Zahl von 360.000 Dokumenten stammt allein von der Angreifergruppe und ist nicht unabhängig verifiziert.

BSDC-J-FND-2024-2578
Relevanz 3Datenleck, Behoerdenhack, Suedafrika
29.02.2024
Cyberangriff auf südafrikanisches Unternehmensregister CIPC
ITWeb
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die südafrikanische Companies and Intellectual Property Commission (CIPC) veröffentlichte am 29.02.2024 eine Mitteilung über einen Sicherheitsvorfall. Betroffen waren personenbezogene Daten von Kunden und Mitarbeitern, darunter Angaben zu Unternehmensdirektoren und Markeninhabern. Eine sich bekennende Gruppe behauptete, bereits seit rund drei Jahren Zugriff auf die Datenbank gehabt zu haben.

Die genaue Anzahl betroffener Datensätze wurde nicht veröffentlicht. Die Behauptung des dreijährigen unbemerkten Zugriffs stammt allein von den Tätern und wurde nicht bestätigt.

BSDC-J-FND-2023-2579
Relevanz 3Hacktivismus, Supply-Chain-Angriff, Naher-Osten-Konflikt
01.12.2023
Cyber Toufan: Großangriff auf israelische Firmen über Hosting-Anbieter
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Die pro-palästinensische Gruppe Cyber Toufan kompromittierte am 16.11.2023 den israelischen Hosting-Dienstleister Signature IT und erlangte Zugriff auf Daten Dutzender israelischer Organisationen. Sicherheitsfirmen identifizierten rund 49 betroffene Unternehmen und Behörden, darunter die Israel Innovation Authority und Toyota Israel.

Die Urheberschaft ist nicht abschließend geklärt, Check Point vermutet iranische Steuerung ohne offizielle Bestätigung. Die Zahl kompromittierter Organisationen schwankt zwischen 40 und über 100 je nach Quelle.

BSDC-J-FND-2024-2580
Relevanz 3Ransomware, Golfstaaten, Regierungsbehoerden
03.05.2024
Ransomware-Gruppe Stormous beansprucht Angriffe auf VAE-Regierungsbehörden
The Cyber Express
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Im Mai 2024 beanspruchte die Gruppe Stormous, Teil des Bündnisses Five Families, Cyberangriffe auf mehrere VAE-Institutionen, darunter die Telecommunications and Digital Government Regulatory Authority und die Roads and Transport Authority Dubai. Die Angreifer forderten 150 Bitcoin Lösegeld mit einer Frist bis zum 09.05.2024.

Es handelt sich ausschließlich um Behauptungen der Angreifergruppe, keine der genannten Institutionen bestätigte den Angriff. Die tatsächliche Kompromittierung ist nicht unabhängig verifiziert.

BSDC-J-FND-2023-2582
Relevanz 3Ransomware, Suedostasien, Gesundheitsdaten
26.09.2023
Ransomware-Angriff auf PhilHealth: Medusa-Gruppe erbeutet Millionen Datensätze auf den Philippinen
Reuters
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 22.09.2023 wurde die staatliche philippinische Krankenversicherung PhilHealth Ziel eines Ransomware-Angriffs durch die Gruppe Medusa. Die Angreifer forderten rund 300.000 US-Dollar Lösegeld. PhilHealth bestätigte den Vorfall und schaltete Teile seiner IT-Systeme ab. Millionen Mitgliederdaten konnten betroffen sein.

Die genaue Zahl kompromittierter Datensätze ist unklar, Schätzungen reichen bis 13,4 Millionen Mitglieder ohne offizielle Bestätigung. Ob Lösegeld gezahlt wurde, wurde dementiert.

BSDC-J-FND-2024-2584
Relevanz 3Ecuador, DDoS-Angriff, Justizbehoerde
01.05.2024
DDoS-Angriff auf den ecuadorianischen Justizrat aus 15 Ländern
Primicias
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Am 30.04.2024 wurde die Webseite des ecuadorianischen Consejo de la Judicatura durch einen DDoS-Angriff lahmgelegt. Der Angriff kam nach ersten Ermittlungen aus rund 15 Ländern. Die Institution erklärte, nur ein externer Sicherheitsfilter sei kompromittiert worden, interne Informationen seien nicht betroffen gewesen.

Wer hinter dem Angriff steckt, ist nicht belegt. Die Behauptung, keine Daten seien kompromittiert worden, stammt allein von der betroffenen Institution selbst.

BSDC-J-FND-2023-2585
Relevanz 3Ransomware, Costa-Rica, Kritische-Infrastruktur
20.01.2023
Ransomware-Angriff auf costa-ricanisches Verkehrsministerium MOPT
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Im Januar 2023 wurde das costa-ricanische Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr (MOPT) von einem Ransomware-Angriff getroffen, bei dem 12 Server verschlüsselt wurden. Dienstleistungen wie Fahrprüfungen mussten auf papierbasierte Abwicklung umgestellt werden. Der Vorfall ereignete sich rund neun Monate nach dem großen Conti-Ransomware-Angriff von 2022.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte sich keine Gruppe zum Angriff bekannt. Der finanzielle Schaden wurde nicht beziffert.

BSDC-J-FND-2023-2586
Relevanz 3Cyberangriffe-Afrika, DDoS-Angriffe, Staatliche-Infrastruktur
28.07.2023
Cyberangriff auf Kenias e-Citizen-Portal durch Anonymous Sudan
Semafor
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Ab dem 23.07.2023 fiel Kenias zentrales Regierungsportal e-Citizen aus, über das mehr als 5.000 staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden. Die Gruppe Anonymous Sudan bekannte sich zu einer DDoS-Attacke und forderte eine Entschuldigung Kenias oder 200.000 US-Dollar in Bitcoin. Der Generalrechnungsprüfer hatte bereits gewarnt, dass e-Citizen über keinen Notfallplan und keinen Backup-Standort verfüge.

Die Behauptung, keine Nutzerdaten seien kompromittiert worden, ist nicht unabhängig verifiziert. Die Urheberschaft der Gruppe Anonymous Sudan ist umstritten, Sicherheitsforscher vermuten russische statt sudanesische Verbindungen.

BSDC-J-IDN-2025-2587
Relevanz 3Datenleck, Nordafrika, Sozialversicherung
10.04.2025
CNSS-Datenleck: Massive Datenpanne bei Marokkos Sozialversicherung
Biometric Update
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Anfang April 2025 veröffentlichte die Gruppe Jabaroot im Darknet vertrauliche Daten der marokkanischen Sozialversicherungskasse CNSS. Betroffen waren rund 2 Millionen Einzelpersonen und 40.000 Unternehmen mit fast 4 Millionen Beschäftigten. Geleakt wurden Namen, Identifikationsnummern und Gehaltsangaben. Als Motiv nannten die Angreifer politische Vergeltung im Kontext marokkanisch-algerischer Spannungen.

Der genaue Zugangsweg der Angreifer ist nicht geklärt. Die CNSS bezeichnete Teile der Dokumente als teilweise falsch, ohne dies zu belegen, sodass die genaue Zahl korrekt betroffener Personen umstritten bleibt.