Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-J-IDN-2024-2566
Relevanz 3Datenleck, Gesundheitsdaten, Brasilien
18.09.2024
Mutmaßlicher Megaleak der brasilianischen Gesundheitsdatenbank Datasus
databreach.com
Recherche: DC
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Mitte September 2024 bot ein Akteur im Darknet einen angeblichen Datensatz von 177,9 Millionen Zeilen aus Datasus an, der Datenbank hinter dem brasilianischen Gesundheitssystem SUS. Das 90 Gigabyte große Archiv soll Steuernummern, Namen und Gesundheitskartennummern enthalten. Die Datenschutzbehörde ANPD erhielt Löschanfragen für die hostenden Cloud-Links.

Keine brasilianische Behörde bestätigte den Vorfall offiziell. Die Zahl von 177,9 Millionen Datensätzen stammt allein von der Behauptung des Darknet-Anbieters.

BSDC-J-FND-2024-2567
Relevanz 3Ransomware, Kanada, Datenleck
28.04.2024
London-Drugs-Ransomwareangriff durch LockBit
CBC News
Recherche: DC
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Die kanadische Drogeriekette London Drugs entdeckte am 28.04.2024 einen Cyberangriff und schloss alle 79 Filialen in Westkanada bis zum 07.05.2024. LockBit forderte 25 Millionen US-Dollar Lösegeld. London Drugs zahlte nicht, woraufhin interne Mitarbeiterunterlagen veröffentlicht wurden. Kunden- oder Patientendatenbanken waren nach Unternehmensangaben nicht betroffen.

Der genaue Umfang der gestohlenen Daten ist nicht abschließend geklärt. Ob Kundendaten entgegen der Unternehmensaussage doch betroffen waren, ist nicht unabhängig verifiziert.

BSDC-J-FND-2023-2568
Relevanz 3Ransomware, Datenleck-Behoerde, Lieferkettenangriff-Software
07.04.2023
Tasmanische Regierungsbehörde Opfer von Clop-Ransomware-Angriff über GoAnywhere-Schwachstelle
ABC News (Australian Broadcasting Corporation)
Recherche: DC
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Die Gruppe Clop nutzte im März 2023 die Zero-Day-Schwachstelle CVE-2023-0669 in GoAnywhere MFT, um in Systeme der tasmanischen Regierung einzudringen. Mindestens 16.000 Dokumente mit Namen, Adressen und Bankauszügen von Schülern und Familien waren betroffen, insgesamt rund 150.000 Personen und Unternehmen in Tasmanien. Die Regierung zahlte nach eigenen Angaben kein Lösegeld.

Die genaue Gesamtzahl der geleakten Dokumente schwankt je nach Quelle. Ob tatsächlich kein Lösegeld gezahlt wurde, lässt sich extern nicht verifizieren.

BSDC-P-IDN-2024-2569
Relevanz 3Datenpanne, Oeffentliche-Verwaltung, Finnland
13.05.2024
Cyberangriff auf die Helsinkier Bildungsverwaltung
City of Helsinki
Recherche: DC
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Die Stadt Helsinki entdeckte am 30.04.2024 einen Datenschutzvorfall bei der Bildungsverwaltung. Angreifer nutzten eine ungepatchte Schwachstelle in einem Fernzugriffsserver aus. Betroffen sind potenziell mehr als 80.000 Schüler und Erziehungsberechtigte sowie sämtliche Stadtmitarbeiter. Erbeutet wurden Personenkennzeichen, Adressen, Angaben zur Schülerförderung und ärztliche Bescheinigungen. Die finnische Polizei ermittelt wegen schweren Computereinbruchs.

Warum das verfügbare Sicherheitsupdate nicht installiert wurde, ist nicht geklärt. Die genaue Zahl der betroffenen Personen bleibt vorläufig, ebenso wer hinter dem Angriff steckt.

BSDC-P-FND-2023-2570
Relevanz 3Kritische-Infrastruktur, Cyberangriff, Daenemark
14.11.2023
Koordinierter Cyberangriff auf 22 dänische Energieversorger
SektorCERT (Dänemark)
Recherche: DC
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Im Mai 2023 wurden in zwei Angriffswellen 22 dänische Energie- und Fernwärmeunternehmen kompromittiert, der bis dahin umfangreichste dokumentierte Cyberangriff auf Dänemarks kritische Infrastruktur. Die erste Welle nutzte die Zyxel-Firewall-Schwachstelle CVE-2023-28771, die zweite bis dahin unbekannte Schwachstellen und erreichte bei mehreren Unternehmen industrielle Steuerungssysteme. SektorCERT verwies auf technische Überschneidungen mit Infrastruktur der russischen GRU-Einheit Sandworm.

Eine eindeutige staatliche Urheberschaft ist nicht bewiesen, SektorCERT nennt nur technische Überschneidungen als Hinweis. Es kam letztlich zu keinem großflächigen Versorgungsausfall.

BSDC-J-FND-2023-2571
Relevanz 3Ransomware, Kritische-Infrastruktur, Portugal
29.12.2022
Ransomware-Angriff auf den Hafen von Lissabon durch LockBit
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
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Am 25.12.2022 wurde die Hafenverwaltung von Lissabon, Portugals drittgrößter Hafen, Ziel eines Cyberangriffs. Die Gruppe LockBit behauptete, Finanzberichte, Verträge und Fracht- sowie Besatzungsdaten erbeutet zu haben. Die Website blieb tagelang nicht erreichbar. LockBit setzte eine Frist bis zum 18.01.2023.

Die konkrete Lösegeldforderung von rund 1,5 Millionen US-Dollar wurde nicht offiziell bestätigt. Ob operative Systeme kompromittiert wurden, blieb ungeklärt, da die Hafenbehörde dies bestritt.

BSDC-P-IDN-2024-2572
Relevanz 3Ransomware, Datenschutzverstoss, Griechenland
28.02.2024
Griechische Post ELTA: Bußgeld nach Ransomware-Angriff und Darknet-Veröffentlichung
Hellenic Data Protection Authority
Recherche: DC
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Die griechische Datenschutzbehörde verhängte am 28.02.2024 ein Bußgeld gegen HELLENIC POST SERVICES S.A. (ELTA). Grundlage waren ein Ransomware-Angriff mit Erpressung sowie eine spätere Veröffentlichung personenbezogener Daten im Darknet. Der eigentliche Cyberangriff fand bereits im März 2022 statt und legte über 2500 Computer sowie den Zahlungs- und Postbetrieb landesweit lahm. Das Bußgeld betrug 1 Prozent des Jahresumsatzes von ELTA.

Der genaue Bußgeldbetrag in Euro wird nicht beziffert. Die Anzahl betroffener Personen ist nicht dokumentiert, ebenso welche Datenkategorien im Darknet veröffentlicht wurden.

BSDC-J-KOM-2024-2573
Relevanz 3Desinformation, Staatliche-Cyberangriffe, Polen
31.05.2024
Cyberangriff auf die polnische Nachrichtenagentur PAP mit gefälschter Mobilmachungsmeldung
Polska Agencja Prasowa (PAP)
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Am 31.05.2024 wurde im Nachrichtendienst der staatlichen polnischen Nachrichtenagentur PAP zweimal eine gefälschte Eilmeldung über eine Teilmobilmachung von 200.000 Bürgern veröffentlicht. Der Inlandsgeheimdienst ABW erklärte, es handle sich mutmaßlich um einen russischen Cyberangriff über ein infiziertes Mitarbeitergerät. Premierminister Tusk bezeichnete den Vorfall als Teil einer russischen Destabilisierungsstrategie.

Die konkrete Urheberschaft ist nicht offiziell bestätigt, polnische Behörden sprachen nur von einem wahrscheinlichen russischen Angriff. Der genaue technische Ablauf wurde nicht veröffentlicht.

BSDC-P-FND-2024-2574
Relevanz 3Ransomware, Kritische-Infrastruktur, Osteuropa
12.02.2024
Ransomware-Angriff auf rumänisches Krankenhaus-IT-System Hipocrate
DNSC (Directoratul Național de Securitate Cibernetică), Rumänien
Recherche: DC
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In der Nacht vom 11. auf den 12.02.2024 wurde das rumänische Krankenhausinformationssystem Hipocrate mit Ransomware der Variante Backmydata angegriffen. Nach Angaben des DNSC waren mehr als 100 Krankenhäuser betroffen, deren Datenbanken verschlüsselt wurden, wodurch auf Papierdokumentation umgestellt werden musste.

Die genaue Anzahl tatsächlich kompromittierter Krankenhäuser ist unklar, Angaben schwankten zwischen 21 direkt infizierten und über 100 vorsorglich abgeschalteten Einrichtungen. Ob Lösegeld gezahlt wurde, ist nicht dokumentiert.

BSDC-J-FND-2023-2575
Relevanz 3Ransomware, Bildungseinrichtungen, Irland
14.02.2023
Ransomware-Angriff auf die Munster Technological University
The Irish Times
Recherche: DC
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Am Wochenende des 04./05.02.2023 wurde die Munster Technological University in Cork Ziel eines Ransomware-Angriffs. Die Gruppe ALPHV/BlackCat veröffentlichte nach verweigerter Zahlung mehr als 6 Gigabyte interner Dateien, darunter Gehaltsabrechnungen und irische Sozialversicherungsnummern. Laut Berichten von 2025 beliefen sich die Kosten für die Universität auf rund 4,2 Millionen Euro.

Wie viele Personen konkret betroffen waren, ist nicht dokumentiert. Ob MTU ein Lösegeld zahlte, wird von der Universität verneint, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

BSDC-J-FIN-2024-2576
Relevanz 3Ransomware, Mexiko, Behoerdenhack
28.11.2024
Ransomware-Angriff auf mexikanisches Präsidialamt: RansomHub erbeutet 313 GB
R3D, Red en Defensa de los Derechos Digitales
Recherche: DC
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Am 19.11.2024 drang die Gruppe RansomHub in die Systeme der Consejería Jurídica de la Presidencia, dem juristischen Beratungsbüro der mexikanischen Präsidentschaft, ein und erbeutete 313 Gigabyte an Daten. Rund 206 Gigabyte wurden im Darknet veröffentlicht, darunter Verträge und personenbezogene Daten von Regierungsmitarbeitern. Präsidentin Sheinbaum kündigte eine Bundesuntersuchung an. Drei Tage nach Veröffentlichung entfernte RansomHub die Daten ohne Erklärung wieder.

Die geforderte Lösegeldsumme wurde nicht öffentlich bekannt, ebenso unklar ist, ob gezahlt wurde. Wie die Angreifer Zugang erlangten, ist nicht belegt.

BSDC-J-FND-2023-2577
Relevanz 3Ransomware, Suedamerika, Militaer
16.06.2023
Rhysida-Ransomware-Angriff auf das chilenische Heer
BleepingComputer
Recherche: DC
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Die Gruppe Rhysida drang Ende Mai 2023 mittels Phishing in Netzwerke des chilenischen Heeres ein. Das Heer bestätigte den Vorfall am 29.05.2023 und isolierte betroffene Netzwerke. Rhysida veröffentlichte rund 360.000 Dokumente. Ein Unteroffizier des Heeres wurde wegen Beteiligung am Angriff festgenommen und angeklagt.

Der genaue Inhalt der veröffentlichten Dokumente ist nicht dokumentiert. Die Zahl von 360.000 Dokumenten stammt allein von der Angreifergruppe und ist nicht unabhängig verifiziert.

BSDC-J-FND-2024-2578
Relevanz 3Datenleck, Behoerdenhack, Suedafrika
29.02.2024
Cyberangriff auf südafrikanisches Unternehmensregister CIPC
ITWeb
Recherche: DC
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Die südafrikanische Companies and Intellectual Property Commission (CIPC) veröffentlichte am 29.02.2024 eine Mitteilung über einen Sicherheitsvorfall. Betroffen waren personenbezogene Daten von Kunden und Mitarbeitern, darunter Angaben zu Unternehmensdirektoren und Markeninhabern. Eine sich bekennende Gruppe behauptete, bereits seit rund drei Jahren Zugriff auf die Datenbank gehabt zu haben.

Die genaue Anzahl betroffener Datensätze wurde nicht veröffentlicht. Die Behauptung des dreijährigen unbemerkten Zugriffs stammt allein von den Tätern und wurde nicht bestätigt.

BSDC-J-FND-2023-2579
Relevanz 3Hacktivismus, Supply-Chain-Angriff, Naher-Osten-Konflikt
01.12.2023
Cyber Toufan: Großangriff auf israelische Firmen über Hosting-Anbieter
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
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Die pro-palästinensische Gruppe Cyber Toufan kompromittierte am 16.11.2023 den israelischen Hosting-Dienstleister Signature IT und erlangte Zugriff auf Daten Dutzender israelischer Organisationen. Sicherheitsfirmen identifizierten rund 49 betroffene Unternehmen und Behörden, darunter die Israel Innovation Authority und Toyota Israel.

Die Urheberschaft ist nicht abschließend geklärt, Check Point vermutet iranische Steuerung ohne offizielle Bestätigung. Die Zahl kompromittierter Organisationen schwankt zwischen 40 und über 100 je nach Quelle.

BSDC-J-FND-2024-2580
Relevanz 3Ransomware, Golfstaaten, Regierungsbehoerden
03.05.2024
Ransomware-Gruppe Stormous beansprucht Angriffe auf VAE-Regierungsbehörden
The Cyber Express
Recherche: DC
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Im Mai 2024 beanspruchte die Gruppe Stormous, Teil des Bündnisses Five Families, Cyberangriffe auf mehrere VAE-Institutionen, darunter die Telecommunications and Digital Government Regulatory Authority und die Roads and Transport Authority Dubai. Die Angreifer forderten 150 Bitcoin Lösegeld mit einer Frist bis zum 09.05.2024.

Es handelt sich ausschließlich um Behauptungen der Angreifergruppe, keine der genannten Institutionen bestätigte den Angriff. Die tatsächliche Kompromittierung ist nicht unabhängig verifiziert.

BSDC-P-KOM-2024-2581
Relevanz 3Datenpanne, Gesundheitsdaten, Neuseeland
27.03.2025
Datenpanne bei Health New Zealand Te Whatu Ora Central Region
Health New Zealand Te Whatu Ora
Recherche: DC
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Im Oktober 2024 verschaffte sich ein Angreifer unbefugten Zugriff auf IT-Systeme der Gesundheitsbehörde Health New Zealand Te Whatu Ora in der Central Region. Kompromittiert wurden Personaldaten aktueller und ehemaliger Mitarbeitender von 2020 bis 2024, darunter medizinische Beurteilungen. Die Polizei nahm strafrechtliche Ermittlungen auf.

Die genaue Zahl betroffener Personen ist nicht dokumentiert. Die Identität des Angreifers ist offiziell nicht bestätigt, ein Gerichtsverfahren steht noch aus.

BSDC-J-FND-2023-2582
Relevanz 3Ransomware, Suedostasien, Gesundheitsdaten
26.09.2023
Ransomware-Angriff auf PhilHealth: Medusa-Gruppe erbeutet Millionen Datensätze auf den Philippinen
Reuters
Recherche: DC
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Am 22.09.2023 wurde die staatliche philippinische Krankenversicherung PhilHealth Ziel eines Ransomware-Angriffs durch die Gruppe Medusa. Die Angreifer forderten rund 300.000 US-Dollar Lösegeld. PhilHealth bestätigte den Vorfall und schaltete Teile seiner IT-Systeme ab. Millionen Mitgliederdaten konnten betroffen sein.

Die genaue Zahl kompromittierter Datensätze ist unklar, Schätzungen reichen bis 13,4 Millionen Mitglieder ohne offizielle Bestätigung. Ob Lösegeld gezahlt wurde, wurde dementiert.

BSDC-P-FND-2023-2583
Relevanz 3Ransomware, Kritische-Infrastruktur, Lateinamerika
14.09.2023
Ransomware-Angriff auf IFX Networks legt kolumbianische Justiz lahm
INCIBE CERT (Instituto Nacional de Ciberseguridad, Spanien)
Recherche: DC
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Am 12.09.2023 wurde der Bogotá-ansässige Cloud- und Telekommunikationsanbieter IFX Networks Opfer eines Ransomware-Angriffs. Der Vorfall betraf mehr als 760 öffentliche und private Einrichtungen in 17 lateinamerikanischen Ländern. In Kolumbien waren unter anderem der Oberste Rat der Justiz sowie die Ministerien für Gesundheit und Kultur betroffen. Der Oberste Rat der Justiz setzte landesweit die gesetzlichen Fristen für rund zwei Millionen Gerichtsverfahren aus.

Die genaue Identität der Angreifergruppe ist nicht offiziell bestätigt, mehrere Medien nennen RansomHouse ohne Bestätigung. Ob und in welcher Höhe ein Lösegeld gefordert oder gezahlt wurde, bleibt unklar.

BSDC-J-FND-2024-2584
Relevanz 3Ecuador, DDoS-Angriff, Justizbehoerde
01.05.2024
DDoS-Angriff auf den ecuadorianischen Justizrat aus 15 Ländern
Primicias
Recherche: DC
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Am 30.04.2024 wurde die Webseite des ecuadorianischen Consejo de la Judicatura durch einen DDoS-Angriff lahmgelegt. Der Angriff kam nach ersten Ermittlungen aus rund 15 Ländern. Die Institution erklärte, nur ein externer Sicherheitsfilter sei kompromittiert worden, interne Informationen seien nicht betroffen gewesen.

Wer hinter dem Angriff steckt, ist nicht belegt. Die Behauptung, keine Daten seien kompromittiert worden, stammt allein von der betroffenen Institution selbst.

BSDC-J-FND-2023-2585
Relevanz 3Ransomware, Costa-Rica, Kritische-Infrastruktur
20.01.2023
Ransomware-Angriff auf costa-ricanisches Verkehrsministerium MOPT
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
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Im Januar 2023 wurde das costa-ricanische Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr (MOPT) von einem Ransomware-Angriff getroffen, bei dem 12 Server verschlüsselt wurden. Dienstleistungen wie Fahrprüfungen mussten auf papierbasierte Abwicklung umgestellt werden. Der Vorfall ereignete sich rund neun Monate nach dem großen Conti-Ransomware-Angriff von 2022.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte sich keine Gruppe zum Angriff bekannt. Der finanzielle Schaden wurde nicht beziffert.

BSDC-J-FND-2023-2586
Relevanz 3Cyberangriffe-Afrika, DDoS-Angriffe, Staatliche-Infrastruktur
28.07.2023
Cyberangriff auf Kenias e-Citizen-Portal durch Anonymous Sudan
Semafor
Recherche: DC
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Ab dem 23.07.2023 fiel Kenias zentrales Regierungsportal e-Citizen aus, über das mehr als 5.000 staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden. Die Gruppe Anonymous Sudan bekannte sich zu einer DDoS-Attacke und forderte eine Entschuldigung Kenias oder 200.000 US-Dollar in Bitcoin. Der Generalrechnungsprüfer hatte bereits gewarnt, dass e-Citizen über keinen Notfallplan und keinen Backup-Standort verfüge.

Die Behauptung, keine Nutzerdaten seien kompromittiert worden, ist nicht unabhängig verifiziert. Die Urheberschaft der Gruppe Anonymous Sudan ist umstritten, Sicherheitsforscher vermuten russische statt sudanesische Verbindungen.

BSDC-J-IDN-2025-2587
Relevanz 3Datenleck, Nordafrika, Sozialversicherung
10.04.2025
CNSS-Datenleck: Massive Datenpanne bei Marokkos Sozialversicherung
Biometric Update
Recherche: DC
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Anfang April 2025 veröffentlichte die Gruppe Jabaroot im Darknet vertrauliche Daten der marokkanischen Sozialversicherungskasse CNSS. Betroffen waren rund 2 Millionen Einzelpersonen und 40.000 Unternehmen mit fast 4 Millionen Beschäftigten. Geleakt wurden Namen, Identifikationsnummern und Gehaltsangaben. Als Motiv nannten die Angreifer politische Vergeltung im Kontext marokkanisch-algerischer Spannungen.

Der genaue Zugangsweg der Angreifer ist nicht geklärt. Die CNSS bezeichnete Teile der Dokumente als teilweise falsch, ohne dies zu belegen, sodass die genaue Zahl korrekt betroffener Personen umstritten bleibt.

BSDC-J-IDN-2024-2588
Relevanz 3Datenleck, Identitaetsdiebstahl, Suedasien
27.03.2024
NADRA-Datenleck: 2,7 Millionen Identitätsdatensätze aus Pakistan gestohlen
Dawn.com
Recherche: DC
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Eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der pakistanischen Federal Investigation Agency stellte im März 2024 fest, dass zwischen 2019 und 2023 Daten von rund 2,7 Millionen Bürgern aus der National Database and Registration Authority (NADRA) entwendet wurden. Die Daten wurden über NADRA-Büros in Karachi, Multan und Peshawar nach Dubai weitergeleitet und in Argentinien und Rumänien zum Verkauf angeboten.

Wie viele der 2,7 Millionen Datensätze tatsächlich im Umlauf gelangten, ist nicht geklärt. Die technische Vorgehensweise des Datenabflusses wurde nicht im Detail offengelegt.

BSDC-J-FND-2024-2589
Relevanz 3Cyberkrieg, Kritische-Infrastruktur, Staatliche-Register
20.12.2024
Cyberangriff auf ukrainische Staatsregister
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
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Am 19. und 20.12.2024 wurden die ukrainischen Staatsregister des Justizministeriums, rund 60 Datenbanken mit biometrischen Daten und Grundbucheinträgen, durch einen Cyberangriff lahmgelegt. Die pro-russische Gruppe XakNet bekannte sich dazu und behauptete, Primärdatenbanken und Backups gelöscht zu haben. Der Inlandsgeheimdienst SBU vermutet Angreifer im Umfeld des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Betroffen waren auch die App Diia mit über 21 Millionen Nutzern und die Wehrerfassungs-App Reserve Plus.

Ob tatsächlich Daten entwendet und veröffentlicht wurden, ist nicht belegt. Die ukrainische Regierung bestreitet die Behauptung der vollständigen Datenlöschung. Die Zuordnung zum GRU beruht auf Vermutungen ohne öffentliche technische Beweise.

BSDC-J-KOM-2024-2590
Relevanz 3DDoS-Angriffe, Baltikum-Cybersicherheit, Hacktivismus-Russland
20.08.2024
DDoS-Wellenangriffe auf lettische Regierungswebsites im August 2024
The Record (Recorded Future News)
Recherche: DC
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Ab dem 19./20.08.2024 wurden lettische Regierungswebsites durch DDoS-Angriffe gestört, darunter die zentrale Plattform TVP und die Website des Ministerkabinetts. Die pro-russische Gruppe NoName057(16) sowie eine Gruppe namens Anonymous Guys bekannten sich dazu und begründeten dies mit lettischer Militärhilfe für die Ukraine. CERT.LV bestätigte, dass die Angriffe nach einem neuen Ukraine-Hilfspaket erwartbar gewesen seien.

Konkrete Zahlen zum Datenvolumen oder zur Botnetz-Größe fehlen. Die Urheberschaft stützt sich ausschließlich auf Telegram-Bekenntnisse der Gruppen, keine unabhängige forensische Zuordnung liegt vor.