Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-J-IDN-2026-015
💬 nur DiskussionRelevanz 2B1
12.03.2026
"EU Commission undermines data protection of digital wallet"
heise online
Recherche: DC
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Das eigentlich als Musterbeispiel für Datensparsamkeit gedachte digitale Wallet-System werde durch aktuelle Durchführungsbestimmungen der Kommission genau in diesem Kernprinzip unterlaufen: Firmen könnten mehr Daten anfragen als nötig, warnt epicenter.works.

Ein etabliertes deutsches IT-Fachmedium (kein Aktivisten-Blog) bestätigt unabhängig dieselbe Kritik: Die Wallet sollte sparsam mit Daten umgehen, aber die aktuellen Umsetzungsregeln höhlen genau das aus. Zweitbeleg, wichtig weil aus anderer redaktioneller Quelle als netzpolitik.org.

BSDC-J-IDN-2025-017
in KraftRelevanz 3B2, B1
01.08.2025
"Neue EU-Leitlinien zum Jugendschutz auf Online-Plattformen: Was Betreiber jetzt wissen müssen"
Noerr (internationale Wirtschaftskanzlei, Rechtsanalyse)
Recherche: DC
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Die Kommission empfiehlt technisch robuste und diskriminierungsfreie Methoden zur Altersverifikation; als künftiger Standard wird insbesondere auf die EUid-Wallet und die "Blueprint"-Infrastruktur für gerätebasierte Altersüberprüfung verwiesen. Vor allem bei Glücksspiel oder Pornografie hält die Kommission Altersverifikation für erforderlich und angemessen.

Hier steht schwarz auf weiß die Verbindung, die in vielen Debatten nur behauptet wird: Die EU verweist bei Altersprüfung tatsächlich auf dieselbe digitale Ausweis-App (EUDI-Wallet, Dossier B1) — kein Gerücht, sondern offizielle Empfehlung. Trotzdem bleibt die Nutzung laut Gesetzestext freiwillig (siehe B1).

BSDC-J-FIN-2026-028
in KraftRelevanz 3C2
01.08.2026
"Bargeld-Grenze 2027: Was seit dem 10. Juli wirklich gilt — und was nicht"
Berliner Zeitung
Recherche: DC
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Ein Gebrauchtwagenkauf zwischen zwei Nachbarn bleibt auch nach dem 10. Juli 2027 vollständig legal in bar; beim Autohändler drei Straßen weiter wäre derselbe Betrag verboten. Die Regel wurde bereits 2024 beschlossen, aber erst im Sommer 2026 kursierte die Zahl neu durch Kommentarspalten — es handelt sich um verzögerte öffentliche Rezeption, keinen neuen Beschluss.

Ein Mainstream-Medium erklärt genau den Unterschied, der online oft verschwimmt: privat vs. gewerblich. Wichtig für Blackstone als Modell, WIE man sowas glaubwürdig einordnet — sachlich, mit konkretem Beispiel, ohne Alarmismus, aber auch ohne Verharmlosung.

BSDC-J-FIN-2026-033
in KraftRelevanz 2C3
04.07.2026
"EU-Vermögensregister 2026: Was beschlossen ist — und was nicht"
Fachartikel (Finanzberatung), Stand Juli 2026
Recherche: DC
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Ein Gesetzgebungsvorschlag für ein allgemeines Vermögensregister liegt bis heute nicht vor. Aussagen wie "ab 2026 müssen alle Vermögenswerte über 200.000 € gemeldet werden" haben keine Rechtsgrundlage (Stand: Juli 2026).

Ein aktueller Faktencheck (Stand Sommer 2026) widerlegt explizit die konkreten Falschbehauptungen, die online kursieren (bestimmte Eurobeträge, feste Jahreszahlen). Gut geeignet als direkter Gegen-Beleg, wenn Blackstone-Mitglieder solche Zahlen irgendwo aufschnappen.

BSDC-J-FIN-2025-034
💬 nur DiskussionRelevanz 2C3
14.05.2025
"EU-Vermögensregister: Was wirklich geplant ist – und was nicht" (Kommissions-Sprecherin-Zitat)
money-coaching.de, unter Berufung auf Kommissions-Sprecherin
Recherche: DC
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Eine Kommissionssprecherin betonte Anfang 2025 auf Anfrage, dass die Kommission nicht plane, ein zentrales Vermögensregister einzuführen; konkrete gesetzgeberische Initiativen seien bislang nicht in Sicht — gleichzeitig sei nicht auszuschließen, dass die Thematik später politisch erneut aufgegriffen werde.

Zweiter, unabhängiger Beleg für "aktuell nicht geplant" — plus eine ehrliche Einschränkung der Kommission selbst: "aktuell nicht" heißt nicht "niemals". Genau diese Offenheit sollte Blackstone übernehmen, statt beides zu einer einzigen Behauptung zu verkürzen.

BSDC-J-KOM-2025-047
💬 nur DiskussionRelevanz 2A5
02.06.2025
"The EU's 'Encryption Roadmap' Makes Everyone Less Safe" (EFF)
Electronic Frontier Foundation (internationale Digital-Rights-NGO)
Recherche: DC
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Die EFF stellt klar: Es gibt keinen technischen "rechtmäßigen Zugriff" auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten, der Sicherheit und Privatsphäre gleichzeitig erhält. Jeder Versuch, Verschlüsselung zu umgehen — etwa durch Client-Side-Scanning — schafft neue Schwachstellen und bedroht genau die Menschen, die Regierungen zu schützen behaupten.

Eine international anerkannte technische Organisation erklärt den Kernwiderspruch einfach: Man kann nicht "nur für die Polizei" eine Hintertür in Verschlüsselung einbauen — jede Hintertür ist auch für Kriminelle und fremde Geheimdienste offen. Das ist technisches Fachwissen, keine Meinung.

BSDC-J-KOM-2023-062
in KraftRelevanz 2A4
01.12.2023
"Europäisches Medienfreiheitsgesetz: Abgeschwächter Sonderstatus für Medien auf großen Plattformen"
netzpolitik.org
Recherche: DC
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EFF und andere Organisationen hatten die Kuratierung von Inhalten durch Algorithmen als "deutlich ernstere Bedrohung" beschrieben als eine Moderation durch Facebook und Co.; das neue europäische Gremium soll formal unabhängig sein, allerdings ist das Sekretariat direkt der EU-Kommission unterstellt und wird von dieser finanziert — die vom Parlament geforderte "funktionale Unabhängigkeit" wurde damit nicht erreicht.

Bemerkenswert: Ausgerechnet Digital-Rights-Organisationen wie die EFF sahen die größere Gefahr NICHT im Medienprivileg selbst, sondern in Algorithmen allgemein. Und: Das neue Aufsichtsgremium ist finanziell von der Kommission abhängig — ein berechtigter Kritikpunkt an der Unabhängigkeit, unabhängig von der Priorisierungsfrage.

BSDC-J-IDN-2026-067
in KraftRelevanz 3B2
16.04.2026
Sicherheitsanalyse der EU-Altersverifikations-App durch Paul Moore (Original-Funde, per X/Twitter und Presseberichterstattung dokumentiert)
Paul Moore (unabhängiger Sicherheitsberater), dokumentiert von CyberInsider
Recherche: DC
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Moore fand, dass aus NFC-fähigen Ausweisdokumenten extrahierte Gesichtsbilder als unverschlüsselte PNG-Dateien auf das Gerät geschrieben werden und nur bei erfolgreicher Verifikation gelöscht werden; bei fehlgeschlagenem oder unterbrochenem Prozess können die Bilder auf dem Gerät verbleiben. Zusätzlich werden Selfie-Bilder auf externen Speicher geschrieben und nie gelöscht. Der französische Hacker Baptiste Robert bestätigte Moores Befunde unabhängig; auch PIN-Code oder Touch-ID ließen sich einfach umgehen.

Das ist der Original-Beleg für den "2-Minuten-Umgehung"-Vorfall aus Davids ursprünglichen Notizen — jetzt korrekt zugeordnet: Sicherheitsberater Paul Moore, mehrfach unabhängig von anderen Experten bestätigt. Die App speicherte Gesichtsbilder unverschlüsselt, obwohl die Kommission behauptete, keine persönlichen Daten zu speichern.

BSDC-J-IDN-2026-068
in KraftRelevanz 2B2
15.07.2026
Zweiter Vorfall — Umgehung der App per Chrome-Erweiterung (Folgevorfall)
Korben (französisches Tech-Fachportal)
Recherche: DC
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Nach der ersten Umgehung durch Paul Moore wurde das System erneut von ihm mit einer einfachen Chrome-Erweiterung umgangen; die App ist aktuell in fünf Ländern (u. a. Frankreich) im Test, hauptsächlich für Erwachseneninhalte/Glücksspiel — von der Leyen kündigte zusätzlich an, dieselbe Infrastruktur künftig für ein Mindestalter von rund 13 Jahren bei sozialen Netzwerken nutzen zu wollen.

Wichtige Aktualisierung: Es blieb nicht bei einem einmaligen Fehler — dieselbe Schwachstellen-Kategorie wurde erneut mit simplen Mitteln umgangen. Zusätzlich zeigt sich hier konkretes Function-Creep-Potenzial: Was für Porno-/Glücksspielseiten gedacht war, soll laut Ankündigung auf soziale Netzwerke ausgeweitet werden.

BSDC-J-FND-2026-073
in KraftRelevanz 2F5
20.12.2023
"40 Jahre Volkszählungsurteil" — Einordnung zur ungebrochenen Aktualität im KI-Zeitalter
Dr. Michael Witteler (Fachanwalt Datenschutzrecht)
Recherche: DC
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Der Schutz ist nicht schrankenlos — das stellte das BVerfG bereits 1983 selbst fest; ungeachtet der technologischen Entwicklung haben die damals aufgestellten Grundsätze nichts an Aktualität verloren.

Wichtige Ehrlichkeits-Note: Selbst das Urteil selbst sagt, dass der Datenschutz nicht absolut ist — es gibt immer eine Abwägung. Das passt zu Blackstones Prinzip, nicht zu behaupten, jede Datenerhebung sei per se verboten.

BSDC-J-FND-2026-076
in KraftRelevanz 2F1, F10
27.05.2026
Tor-Statistiken 2026 im Überblick — Relay-Netzwerk, Snowflake-Bridges, Finanzierung
99firms.com (Statistik-Aggregator, mit Verweis auf Tor-Metrics-Primärdaten)
Recherche: DC
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Das Tor-Relay-Netzwerk ist auf etwa 8.000–9.000 Relays angewachsen, davon 1.500–2.000 Exit-Relays, mit einer aggregierten Bandbreite von rund 800 Gbit/s; der Snowflake-Bridge-Dienst trägt täglich zehntausende Nutzer, mit dem stärksten Verkehr aus Russland und dem Iran während Zensur-Spitzen. Der Tor-Browser bleibt "essenzielle Privacy-Infrastruktur" mit stabilen Nutzerzahlen über Jahre hinweg.

Interessanter Zusatzfakt für Community-Content: Die stärkste Tor-Nutzung kommt aus Ländern mit Internetzensur (Russland, Iran) — zeigt, wofür das Werkzeug in der Praxis am dringendsten gebraucht wird, nicht nur theoretisch in Europa.

BSDC-J-FND-2012-078
in KraftRelevanz 2F4
27.01.2012
"Wissenschaftliches Gutachten belegt: keine 'Schutzlücke' ohne Vorratsdatenspeicherung" (Zusammenfassung + Kontext der Veröffentlichung)
Chaos Computer Club (CCC)
Recherche: DC
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Die angebliche Notwendigkeit der Speicherung von 300 bis 500 Millionen Datensätzen pro Tag kann laut der Untersuchung nicht durch kriminologische Statistiken belegt werden. Wichtiger Kontext: Das Gutachten wurde dem CCC zugespielt und veröffentlicht — es war ursprünglich nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt.

Zusatzinfo zur Einordnung: Das Gutachten kam nicht von sich aus an die Öffentlichkeit, sondern wurde vom CCC veröffentlicht, nachdem es zugespielt wurde. Für Blackstone wichtig zu wissen, aber die Kernaussage der Studie selbst bleibt davon unberührt — die Fakten in BSDC-S-FND-2011-077 sind die Originalquelle, hier nur der Veröffentlichungskontext.

BSDC-J-FND-2016-080
in KraftRelevanz 2F4
23.05.2016
Presseeinordnung zur Chilling-Effects-Studie — direktes Penney-Zitat
Rezension mit Zitat aus Washington-Post-Berichterstattung
Recherche: DC
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Penney selbst formulierte es so: "If people are spooked or deterred from learning about important policy matters like terrorism and national security, this is a real threat to proper democratic debate." Auch eine 2015er-Studie zu Google-Suchverhalten fand: Nutzer vermieden nach den Snowden-Enthüllungen Suchbegriffe, von denen sie annahmen, dass sie Ärger mit US-Behörden bringen könnten.

Ein zweiter, unabhängiger Beleg (Google-Suchverhalten-Studie) bestätigt denselben Effekt wie die Wikipedia-Studie — das ist kein Einzelfund, sondern ein wiederholt gemessenes Muster. Gut geeignet als leicht verständliches Zitat für einen Blackstone-Artikel.

BSDC-J-FND-2026-082
in KraftRelevanz 3F2
18.06.2026
"Bundesbank: Erstmals mehr als die Hälfte aller Zahlungen bargeldlos" (Einordnung mit exakten Prozentzahlen)
Alexander Baumgärtner, Fachjournalist
Recherche: DC
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55 Prozent aller Einkäufe liefen 2025 bargeldlos, 45 Prozent mit Schein und Münze — Schein und Münze bleiben trotzdem, vor allem weil die Mehrheit das so will.

Präzise Prozentzahlen zum Wendepunkt, gut zitierfähig für einen Blackstone-Artikel. Der Nachsatz ist wichtig: Der Rückgang ist Verhaltensänderung, keine Verdrängung von oben — die Menschen entscheiden sich zunehmend selbst für bargeldlos.

BSDC-J-FND-2026-083
in KraftRelevanz 3F2, C2
18.06.2026
"Bargeld: Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" — Detailzahlen zu Bevölkerungsgruppen und Bargeld-Präferenz
Internet Weekly (B2B-Fachmedium), mit direkten Bundesbank-Zitaten
Recherche: DC
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Ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, niedrigem Einkommen oder geringer digitaler Erfahrung nutzten häufiger Bargeld. Unabhängig von den persönlichen Vorlieben halten es 80 Prozent der Befragten für wichtig, dass weiterhin bar bezahlt werden kann.

Sehr starker Fakt für den Masterplan-Abschnitt zu Bargeld: 8 von 10 Menschen in Deutschland — nicht nur Bargeld-Nutzer selbst — finden es wichtig, dass die Option grundsätzlich bestehen bleibt. Das ist eine breite gesellschaftliche Mehrheit, kein Nischen-Anliegen von Privacy-Aktivisten.

BSDC-J-FND-2026-086
in KraftRelevanz 3F3, F10
15.06.2026
"BSI Lagebericht 2026: +280.000 Schadprogramme/Tag" — Einordnung mit Vergleichszahlen
Fachportal für IT-Sicherheit
Recherche: DC
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280.000 neue Schadprogrammvarianten pro Tag und im Schnitt 119 neue Sicherheitslücken täglich; parallel beziffert der Digitalverband Bitkom den jährlichen Schaden durch Cyberangriffe für die deutsche Wirtschaft auf 202,4 Milliarden Euro.

Einprägsame Zahl für Community-Content: Fast eine Viertelmillion neuer Schadprogramme — pro Tag, nicht pro Jahr. Zeigt die Größenordnung der Bedrohung, gegen die z. B. auch zentrale Behörden-Datenbanken (etwa aus dem CRA-Meldesystem, Dossier D2) verteidigt werden müssten.

BSDC-J-FND-2026-100
in KraftRelevanz 3F9, B1, B2
14.07.2026
"India's Digital ID Nightmare Is a Warning to the World" — Aktuelle Zusammenfassung der Aadhaar-Probleme
Fachjournalistischer Bericht, mit Bezug auf indisches Parlaments-Untersuchungskomitee (Public Accounts Committee)
Recherche: DC
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Das indische Parlament warnte 2025 vor hohen Fehlerquoten bei der biometrischen Authentifizierung, die legitime Empfänger von Sozialleistungen ausschließen — Fingerabdrücke älterer Menschen, landwirtschaftlicher Arbeiter und durch körperliche Arbeit abgenutzter Haut werden vom System nicht erkannt. Das Parlamentskomitee (PAC) stellte fest: Verifikationsfehler führen zu ungerechtfertigtem Ausschluss von Sozialprogramm-Empfängern — mit teils tödlichen Folgen.

Das ist das konkreteste Warnbeispiel weltweit dafür, was passiert, wenn ein Staat ein zentrales biometrisches Identitätssystem für den Zugang zu Grundversorgung verpflichtend macht: Technische Fehlerquoten treffen die Schwächsten am härtesten — Menschen, deren Fingerabdrücke durch harte körperliche Arbeit verändert sind, verlieren den Zugang zu Nahrungsmittelhilfen. Wichtig für Blackstone: Das ist keine hypothetische Sorge, sondern ein dokumentierter, vom eigenen Parlament untersuchter Fall.

BSDC-J-FND-2021-106
in KraftRelevanz 3F10, F1, Masterplan
11.10.2021
"'Wake up call': Trinity College study shows true extent of data sharing on Android phones" — Folgestudie mit /e/OS-Ausnahme
Irish Examiner, mit Zitaten von Prof. Doug Leith
Recherche: DC
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Selbst ein untätiges Mobiltelefon mit minimaler Nutzereingabe übertrug erhebliche Datenmengen an den OS-Entwickler und an Drittanbieter wie Google, Microsoft, LinkedIn und Facebook, deren System-Apps auf den meisten Geräten vorinstalliert sind. Eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Prozess war das Betriebssystem /e/OS.

Wichtiger Anschluss an den Masterplan: Genau das im Masterplan (Kapitel 3) empfohlene /e/OS wurde in dieser unabhängigen Studie als einzige nennenswerte Ausnahme von der massiven Telemetrie-Sammlung identifiziert — das ist ein starker, wissenschaftlich belegter Grund für die Empfehlung, nicht nur eine Ideologie-Entscheidung.

BSDC-J-FND-2026-109
in KraftRelevanz 2F10
18.07.2026
"Cookie Consent 2026: Accept Rates, Reject Rates & Trends" — GDPR-Compliance-Realität bei EU-Top-Websites
Fachportal, mit Verweis auf CHI-2025-Studie (254.148 untersuchte Websites)
Recherche: DC
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Nur 15% der 10.000 größten EU-Websites betreiben ein minimal DSGVO-konformes Cookie-Banner, obwohl 67% überhaupt ein Consent-Interface anzeigen (CHI-2025-Studie, 254.148 untersuchte Websites). Websites mit gleichwertigem Annehmen- und Ablehnen-Button stiegen zwar von 2,94% (2018) auf 30,66% (2024) im EWR — bleiben damit aber weiterhin eine Minderheit.

Nüchterner Fakt gegen Selbstzufriedenheit: Acht Jahre nach DSGVO-Einführung erfüllt nur eine kleine Minderheit der großen EU-Websites die eigentlich vorgeschriebenen Mindeststandards für Cookie-Banner. Zeigt, dass Regulierung allein ohne konsequente Durchsetzung nicht automatisch zu echtem Datenschutz in der Praxis führt.

BSDC-J-KOM-2026-110
in KraftRelevanz 3A1
15.06.2026
"Chatkontrolle 2026: Stand, 228 zu 311 Votum" — umfassende Chronologie
Fachportal für IT-Sicherheit/Recht
Recherche: DC
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Stand Juni 2026 hat die EU die dauerhafte CSA-Verordnung nicht beschlossen. Der Rat einigte sich am 26. November 2025 auf eine gemeinsame Position ohne verpflichtende Aufdeckungsanordnungen; das Parlament lehnte am 26. März 2026 eine Verlängerung der befristeten Übergangsregelung mit 228 zu 311 Stimmen ab.

Zusammenfassend und aktuell: Es gibt weiterhin kein beschlossenes Gesetz — aber die Lage hat sich verschärft, weil sogar die bisherige freiwillige Zwischenlösung ausgelaufen ist, ohne dass ein Nachfolger steht.

BSDC-J-KOM-2026-111
in KraftRelevanz 3A1
12.06.2026
"Interne Dokumente: Trilog zur Chatkontrolle geht in entscheidende Phase" — vierter Trilog, 11.05.2026
netzpolitik.org, basierend auf Informationsfreiheits-Anfrage (Ratsdokumente WK-6982–2026, ST-9659–2026, ST-9835–2026)
Recherche: DC
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Am 11. Mai 2026 fand der vierte Trilog statt, ohne finale Einigung. Besonders weit liegen die Positionen bei der Aufdeckung auseinander: Der Rat fordert rein freiwillige Maßnahmen, das Parlament befürwortet als letztes Mittel verpflichtende Aufdeckungsanordnungen für Justizbehörden bei begründetem Verdacht.

Wichtige Korrektur eines verbreiteten Missverständnisses: Aktuell ist es das Parlament (nicht der Rat), das für eine — wenn auch eingeschränkte, richterlich kontrollierte — Aufdeckungsmöglichkeit eintritt, während der Rat nur freiwillige Maßnahmen will. Das dreht die öffentliche Wahrnehmung ("Rat will Überwachung, Parlament schützt") teilweise um und zeigt, wie wichtig es ist, bei jedem Update die aktuellen Fraktionspositionen zu prüfen statt alte Zuschreibungen fortzuschreiben.

BSDC-J-KOM-2026-113
in KraftRelevanz 3A1
30.06.2026
"Chatkontrolle vorerst gestoppt: Parlament hält die Linie, Rat plant den Umweg" — Ausgang des fünften Trilogs
Alexander Baumgärtner, Fachjournalist
Recherche: DC
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Der fünfte Trilog zur CSA-Verordnung endete am 29. Juni 2026 ohne Einigung — das EU-Parlament verteidigte seine Linie gegen anlasslose Chat-Scans. Rat und EVP arbeiten bereits an einem formal neuen, inhaltlich identischen Anlauf im Eilverfahren.

Aktuellster Stand zum Erfassungszeitpunkt: Fünf gescheiterte Trilog-Runden. Bemerkenswert und wichtig für Blackstones Function-Creep-Argument: Wenn eine Verhandlungsseite nach einer Niederlage plant, denselben Inhalt über ein anderes Verfahren (Eilverfahren) noch einmal einzubringen, ist das ein sehr konkretes Beispiel für den Function-Creep-Mechanismus, den der Masterplan beschreibt — hier nicht als abstrakte Sorge, sondern als dokumentiertes Verhalten.

BSDC-J-FIN-2026-115
in KraftRelevanz 3C1
15.07.2026
"Digital euro enters trilogues: what the Council–Parliament positions mean for banks and payment providers"
Freshfields (internationale Wirtschaftskanzlei)
Recherche: DC
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Der Rat verabschiedete sein Verhandlungsmandat unter dänischer Präsidentschaft am 19. Dezember 2025, das Parlament seine Position am 9. Juli 2026. Weitere Trilog-Runden sind nach der Sommerpause geplant, mit dem Ziel einer politischen Einigung vor Ende 2026 und einem operativen digitalen Euro bis 2029.

Der Trilog hat gerade erst richtig begonnen — vorher gab es zwar Vorschläge, aber keine formale Verhandlungsposition des Parlaments. Das ist ein deutlich weiter fortgeschrittener, aber immer noch offener Stand als bei der Ersterfassung.

BSDC-J-FIN-2026-116
in KraftRelevanz 3C1
09.07.2026
"Digitaler Euro: Parlament gibt Trilog frei — die offenen Fragen" (416:169-Abstimmung, offene Streitpunkte)
Alexander Baumgärtner, Fachjournalist
Recherche: DC
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Mit 416 zu 169 Stimmen bei 22 Enthaltungen hat das EU-Parlament seine Verhandlungsposition zum digitalen Euro beschlossen. Die Eckpunkte: Der digitale Euro soll Bargeld ergänzen, nicht ersetzen, online wie offline funktionieren; die Grundfunktionen bleiben für Verbraucher kostenlos. Noch offen: Obergrenzen (Holding Limits) und Datenschutz-Ausgestaltung.

Klare Bestätigung der bisherigen Blackstone-Einordnung (Bargeldergänzung, nicht -abschaffung) — jetzt mit einer sehr konkreten, breiten Mehrheit im Parlament untermauert. Die eigentlich spannenden Detailfragen (wie viel Geld darf man im digitalen Euro halten, wie genau funktioniert der Datenschutz) sind aber weiterhin ungeklärt.

BSDC-J-FIN-2026-117
in KraftRelevanz 3C1
24.06.2026
"Digitaler Euro: EU-Parlament findet Position für anstehenden Trilog" — Parlaments-Datenschutzforderungen im Detail
Dr. Windows (Fachportal)
Recherche: DC
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Das EU-Parlament fordert eingebauten Datenschutz durch Privacy-by-Design und Privacy-by-Default; hierfür sollen modernste Technologien wie Zero-Knowledge-Proof für Transaktionen zum Einsatz kommen — auch die EZB soll die Identität der Nutzer nicht rückverfolgen können.

Bemerkenswert positiv für Blackstones Datenschutz-Perspektive: Das Parlament fordert nicht nur allgemein "Datenschutz", sondern eine sehr konkrete, kryptografisch anspruchsvolle Technologie (Zero-Knowledge-Proofs), mit der selbst die Zentralbank nicht nachvollziehen könnte, wer was bezahlt hat. Ob das am Ende auch im finalen Gesetzestext steht, ist die entscheidende Frage für ein späteres Update.