Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-J-IDN-2025-1280 Relevanz 5AUTO, A6 | 28.01.2025 | Intimes Überwachungsinstrument: Das wissen Autohersteller über Dich und Dein Fahrzeug netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | Cariad hatte rund 9,5 Terabyte Daten weitgehend ungeschützt in einem Amazon-Cloudspeicher liegen, darunter Fahrzeug-Identifikationsnummern, Halterinformationen und GPS-Positionen mit bis zu zehn Zentimetern Genauigkeit. Bei Mercedes-Benz fanden die Autoren rund 100 Datenarten inklusive GPS-Fahrtenbuch mit drei Monaten Speicherdauer. | Belegt Telematik- und Sensordaten, jedoch keine Übertragung von Innenraum-Kamerabildern an die Hersteller. |
| BSDC-J-IDN-2024-1282 Relevanz 4AUTO, A6 | 27.12.2024 | Customer data from 800,000 electric cars and owners exposed online BleepingComputer Recherche: DC Quelle öffnen → | Standortgenauigkeit lag bei VW und Seat bei rund 10 Zentimetern, bei Audi und Skoda bei rund 10 Kilometern; betroffen waren u.a. 300.000 Fahrzeuge in Deutschland, 80.000 in Norwegen, 68.000 in Schweden. | Stützt sich vollständig auf die CCC-/Spiegel-Recherche, nennt keine exakte Anfangsdauer des Lecks. |
| BSDC-J-GER-2023-1283 Relevanz 5AUTO, A6 | 13.07.2023 | Delegierte Verordnung (EU) 2023/2590 – Fortschrittliche Ablenkungswarnsysteme (ADDW) Europäische Kommission / EUR-Lex Recherche: DC Quelle öffnen → | Legt Typgenehmigungsanforderungen für Ablenkungswarnsysteme fest und schreibt vor, dass sie ohne biometrische personenbezogene Daten funktionieren müssen; eine Identifizierung der Person ist untersagt. | Regelt nur die Pflichtfunktion ADDW, nicht die freiwillig verbauten Innenraumkameras der Hersteller. |
| BSDC-J-IDN-2015-1305 Relevanz 5AUTO, A6 | 31.03.2018 | Verordnung (EU) 2015/758 über die Typgenehmigung des bordeigenen eCall-Systems Europäisches Parlament und Rat der EU Recherche: DC Quelle öffnen → | Seit dem 31.03.2018 dürfen neue Pkw-Typen nur noch mit 112-basiertem eCall typgenehmigt werden; das System darf das Fahrzeug im Normalbetrieb nicht nachverfolgbar machen, Positionsdaten werden fortlaufend gelöscht und nur die drei letzten Positionen vorgehalten. | Regelt nur das 112-eCall-System, nicht die herstellereigenen Zusatzdienste über dieselbe Hardware. |
| BSDC-J-FIN-2023-1309 Relevanz 3BANK | 2023 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2023 | The Coutts files on Nigel Farage The Spectator Recherche: DC Quelle öffnen → | Coutts (NatWest-Tochter) schloss 2023 Nigel Farages Konto, ein internes Risikoausschuss-Dossier beschrieb ihn abwertend, was die Sperrung zeigt: Kontoentscheidungen können auf politischen/reputationsbezogenen Kriterien statt auf finanziellen Gründen beruhen. | Belegt nur den Coutts/Farage-Einzelfall in Großbritannien 2023. Beweist nicht, dass deutsche oder andere Banken systematisch politisch motiviert Konten schließen. |
| BSDC-J-FIN-2023-1310 Relevanz 3BANK | 26.07.2023 | Alison Rose resigns as NatWest CEO CNN Business Recherche: DC Quelle öffnen → | NatWest-Chefin Alison Rose trat zurück, nachdem sie vertrauliche Kontodetails Farages an einen Journalisten weitergegeben hatte. | Belegt den Rücktritt und dessen Anlass. Beweist nicht, wie verbreitet solche Datenweitergaben bei Banken generell sind. |
| BSDC-J-FIN-2022-1311 Relevanz 3BANK | 2022 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2022 | Emergency bank measures during Freedom Convoy protests CBC News Recherche: DC Quelle öffnen → | Kanada fror 2022 während der Freedom-Convoy-Proteste rund 206 Bankkonten (ca. 7,8 Mio. CAD) ohne Gerichtsbeschluss ein, gestützt auf das Notstandsgesetz Emergencies Act. | Belegt den kanadischen Einzelfall 2022. Beweist nicht, dass Kontosperrungen ohne Gerichtsbeschluss auch in anderen Ländern ohne Notstandsrecht möglich sind. |
| BSDC-J-FIN-2017-1312 Relevanz 3BANK | 16.08.2017 | Justice Department Formally Ends Operation Choke Point ABA Banking Journal Recherche: DC Quelle öffnen → | Das US-Justizministerium beendete 2017 offiziell Operation Choke Point, ein Programm, das Banken zuvor gedrängt hatte, legalen aber unerwünschten Branchen die Kontoführung zu verweigern. | Belegt Existenz und offizielles Ende des Programms 2017. Beweist nichts über spätere, umstrittene Nachfolgevorwürfe im Kryptobereich. |
| BSDC-J-FIN-2023-1313 Relevanz 3BANK | 19.03.2023 | Credit Suisse stimmt der 3-Milliarden-Übernahme durch die UBS zu swissinfo.ch Recherche: DC Quelle öffnen → | Der Schweizer Bundesrat vermittelte am 19.03.2023 die Notfusion UBS/Credit Suisse für rund 3 Mrd. Franken, abgesichert mit bis zu 250 Mrd. Franken an staatlichen Liquiditätshilfen und Garantien. | Belegt Kaufpreis, Datum und Umfang der staatlichen Absicherung. Beweist nicht, dass die Credit Suisse insolvent im rechtlichen Sinne war, nur dass sie ohne Eingriff nicht überlebensfähig war. |
| BSDC-J-FIN-2025-1314 Relevanz 3BANK | 14.10.2025 | Bundesverwaltungsgericht hebt Finma-Verfügung zu AT1-Anleihen auf SRF Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Finma hatte AT1-Anleihen der Credit Suisse im Nennwert von 16,5 Mrd. Franken auf null abgeschrieben, das Bundesverwaltungsgericht erklärte dies 2025 in einem Teilentscheid für rechtswidrig. | Belegt die Abschreibung und den Teilentscheid gegen die Finma. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Finma kann es ans Bundesgericht weiterziehen. |
| BSDC-J-FIN-2009-1315 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | Sollte der Bund bei der Commerzbank aussteigen? Tagesspiegel Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach der 2008 als Fusion dargestellten Übernahme der Dresdner Bank musste der Bund die Commerzbank mit 16,4 Mrd. Euro stiller Einlagen stützen und wurde mit gut 25 Prozent größter Einzelaktionär. | Belegt den deutschen Fall Commerzbank/Dresdner Bank 2008/2009. Beweist nicht, dass jede Bankenfusion eine verdeckte Rettung ist. |
| BSDC-J-FIN-2018-1318 Relevanz 3BANK | 2018 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2018 | Danske Bank: money laundering, Europe's biggest scandal Al Jazeera Recherche: DC Quelle öffnen → | Durch die estnische Filiale der Danske Bank flossen 2007 bis 2015 rund 200 Mrd. Euro, ein Großteil davon von der Bank selbst als verdächtig eingestuft, CEO Thomas Borgen trat 2018 zurück. | Belegt Umfang und Aufdeckung des Danske-Bank-Falls in Estland. Betrifft eine einzelne Filiale, nicht den gesamten Konzern. |
| BSDC-J-FIN-2016-1326 Relevanz 3BANK | 2016 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2016 | Deutsche Bank einigt sich bei Silberpreis-Manipulation Handelsblatt Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Deutsche Bank zahlte 2016 38 Mio. Dollar wegen Silberpreis- und 60 Mio. Dollar wegen Goldpreis-Manipulation, um Sammelklagen von Investoren beizulegen. | Belegt die beiden Vergleichssummen. Es handelt sich um zivilrechtliche Vergleiche, kein Schuldeingeständnis in einem Strafverfahren. |
| BSDC-J-FIN-2009-1329 Relevanz 3BANK | 2009 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2009 | Hypo Real Estate: Bund will Squeeze-out der HRE-Aktionäre beschließen finanzen.net Recherche: DC Quelle öffnen → | Beim Zwangsauskauf der Hypo Real Estate 2009 bekamen private Kleinaktionäre 1,30 Euro je Aktie, während der Investor J.C. Flowers zuvor 22,50 Euro gezahlt hatte. | Belegt die Kernzahlen zum Squeeze-out 2009. Der genaue Kaufmonat von Flowers' Einstieg 2008 ist in Sekundärquellen uneinheitlich überliefert. |
| BSDC-J-FIN-2009-1330 Relevanz 3BANK | Februar 2009 02.2009 | RBS chief's pension deal criticized CNN Recherche: DC Quelle öffnen → | RBS meldete 2009 mit 24,1 Mrd. Pfund den höchsten Jahresverlust der britischen Unternehmensgeschichte, Ex-Chef Fred Goodwin erhielt dennoch zunächst eine Jahrespension von rund 703.000 Pfund. | Belegt Verlustzahl und ursprüngliche Pensionshöhe direkt. Goodwin reduzierte die Pension später nach öffentlichem Druck auf 342.500 Pfund. |
| BSDC-J-FIN-2013-1332 Relevanz 3BANK | 29.07.2013 | Bank of Cyprus depositors lose 47.5 pct of savings Associated Press, via Deseret News Recherche: DC Quelle öffnen → | Einleger der Bank of Cyprus mit mehr als 100.000 Euro Guthaben verloren 2013 endgültig 47,5 Prozent des übersteigenden Betrags, zwangsweise umgewandelt in Bankaktien. | Belegt den finalen Bail-in-Satz für die Bank of Cyprus. Betrifft nur Guthaben oberhalb der 100.000-Euro-Grenze. |
| BSDC-J-FIN-2019-1333 Relevanz 3BANK | 13.08.2019 | Cyprus' Laiki Bank depositors get back only 6 pct of lost deposits Xinhua Recherche: DC Quelle öffnen → | Einleger der abgewickelten Laiki Bank verloren fast 90 Prozent ihrer ungesicherten Einlagen (rund 4 Mrd. Euro), bis 2019 waren erst rund 6 Prozent davon zurückgeholt. | Belegt den Rückholstand 2019. Nicht 'vollständig ausgelöscht', sondern fast 90 Prozent Verlust laut Sonderverwalter. |
| BSDC-J-FIN-2023-1335 Relevanz 3BANK | 08.11.2023 | In legal first, 2013 bank haircut victim awarded thousands Cyprus Mail Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein zyprisches Gericht sprach 2023 erstmals einem Einleger Schadensersatz für Bail-in-Verluste von 2013 zu, rund 780.833 Euro. | Belegt den ersten Präzedenzfall. Die Generalstaatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, das Urteil war zum Zeitpunkt der Meldung nicht rechtskräftig. |
| BSDC-J-FIN-2025-1336 Relevanz 3BANK | 04.09.2025 | Forty-four million in compensation paid to 2013 depositors Cyprus Mail Recherche: DC Quelle öffnen → | Bis September 2025 waren 44,36 Mio. Euro an rund 4.524 vom Zypern-Bail-in 2013 betroffene Einleger ausgezahlt worden. | Belegt den Entschädigungsstand 2025. Betrifft nur einen Teil der ursprünglich betroffenen Einleger und Beträge. |
| BSDC-J-FIN-2021-1337 Relevanz 3BANK | 03.03.2021 | BaFin erstattet Strafanzeige gegen Greensill Bank Der Neue Kämmerer Recherche: DC Quelle öffnen → | Die BaFin stoppte am 03.03.2021 den Kundenverkehr der Bremer Greensill Bank und erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation. | Belegt Moratorium und Strafanzeige. Ein Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft Bremen ist hiermit nicht mitbelegt. |
| BSDC-J-FIN-2021-1339 Relevanz 3BANK | 2021 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2021 | BaFin-Moratorium: Stadt Monheim drohen durch Greensill-Anlage 38 Millionen Euro Verlust Handelsblatt Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Stadt Monheim am Rhein verlor 38 Mio. Euro, weitere deutsche Kommunen wie Eschborn (35 Mio.), Wiesbaden (rund 20 Mio.) und Osnabrück (14 Mio.) verloren ebenfalls Geld bei der Greensill Bank. | Belegt die Einzelbeträge betroffener Kommunen. Kommunen legten dort wegen Negativzinsen auf normale Einlagen an. |
| BSDC-J-FIN-2021-1340 Relevanz 3BANK | 2021 ⚠ nur Jahresangabe in der Quelle 2021 | Für deutsche Länder und Kommunen stehen bei der Greensill-Affäre Millionen auf dem Spiel NZZ (bestätigt via Business Insider / kommunalwiki.boell.de) Recherche: DC Quelle öffnen → | Rund 40 bis 50 deutsche Kommunen hatten Geld bei der Greensill Bank angelegt, der Gesamtschaden für die öffentliche Hand lag im dreistelligen Millionenbereich. | Belegt die Größenordnung des kommunalen Gesamtschadens. Einzelne Quellen nennen zwischen 39 und 50 betroffene Kommunen. |
| BSDC-J-FIN-2017-1344 Relevanz 3BANK | 31.08.2017 | Wells Fargo Admits To Nearly Twice As Many Possible Fake Accounts, 3.5 Million NPR Recherche: DC Quelle öffnen → | Eine interne Prüfung ergab 2017, dass tatsächlich bis zu 3,5 Millionen Wells-Fargo-Konten ohne Kundenzustimmung eröffnet worden sein könnten, fast doppelt so viele wie 2016 eingeräumt. | Belegt die korrigierte Zahl 2017. Rund 190.000 dieser Konten hatten laut Bank tatsächlich Gebühren- oder Zinsfolgen für Kunden. |
| BSDC-J-FIN-2020-1346 Relevanz 3BANK | 23.01.2020 | Former Wells Fargo CEO Stumpf barred from industry, to pay $17.5 million CNBC Recherche: DC Quelle öffnen → | Die OCC belegte Ex-Wells-Fargo-Chef John Stumpf 2020 mit einem lebenslangen Berufsverbot und einer Strafe von 17,5 Mio. Dollar, eine der höchsten Individualstrafen der OCC-Geschichte. | Belegt Berufsverbot und Strafhöhe für Stumpf. Insgesamt verhängte die OCC gegen acht Ex-Führungskräfte zusammen 59 Mio. Dollar. |
| BSDC-J-FIN-2023-1347 Relevanz 3BANK | 15.09.2023 | Wells Fargo's Tolstedt sentenced to probation in phony accounts scandal American Banker Recherche: DC Quelle öffnen → | Die frühere Wells-Fargo-Managerin Carrie Tolstedt wurde 2023 als einzige Führungskraft im Fake-Konten-Skandal strafrechtlich zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt und zahlte über 21 Mio. Dollar Zivilstrafen. | Belegt Urteil und Gesamtsumme (OCC + SEC). Sie ist bislang die einzige strafrechtlich verurteilte Führungskraft in diesem Fall. |