Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-P-KOM-2025-242 ✅ in KraftRelevanz 3A6 | 05.09.2025 | EuGH-Urteil C-413/23 P ("SRB") — Original-Einordnung durch NRW-Datenschutzbehörde Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EuGH hat sich im Urteil vom 4. September 2025 (Az. C-413/23 P) mit Fragen zu "personenbezogenen Daten" und "Pseudonymisierung" befasst — Anlass war ein Rechtsstreit zwischen dem Europäischen Datenschutzbeauftragten (EDSB) und dem Einheitlichen Abwicklungsausschuss (SRB). Der EuGH stellte klar: Stellungnahmen, die persönliche Meinungen wiedergeben, sind Informationen "über diese Person", da sie als Ausdruck ihrer Gedanken zwangsläufig eng mit ihr verknüpft sind. | Das ist das eigentliche Ursprungsurteil, auf das sich die Kommission im Digital-Omnibus-Vorschlag beruft — jetzt direkt erfasst, nicht nur über Sekundärquellen. Wichtig: Eine deutsche Aufsichtsbehörde selbst bestätigt in Teilen sogar eine BREITE Auslegung von "personenbezogen" (Meinungsäußerungen zählen dazu) — was der Digital-Omnibus-Kritik teilweise widerspricht. |
| BSDC-P-GER-2023-268 ✅ in KraftRelevanz 3D3 | 16.02.2023 | BVerfG-Urteil 1 BvR 1547/19, 1 BvR 2634/20 — Original-Leitsätze Bundesverfassungsgericht, Erster Senat Recherche: DC Quelle öffnen → | Ein Grundrechtseingriff durch automatisierte Datenanalyse oder -auswertung durch Polizeibehörden ist grundsätzlich verfassungsrechtlich rechtfertigbar. Die Regelungen sind zur Steigerung der Wirksamkeit vorbeugender Straftatenbekämpfung geeignet und erforderlich, weil relevante Erkenntnisse auf andere, grundrechtsschonendere Weise nicht gleichermaßen zu gewinnen wären. Trotzdem wurden die konkreten Regelungen in Hessen und Hamburg für verfassungswidrig erklärt, da ihnen klare und eindeutige Voraussetzungen und Grenzen fehlten. | Sehr wichtige Nuance, die viele Sekundärquellen vereinfachen: Das Gericht hat NICHT den Einsatz von Palantir-artiger Software an sich verboten — im Gegenteil, es erkennt deren Nutzen für die Verbrechensbekämpfung ausdrücklich an. Verfassungswidrig waren die *konkreten gesetzlichen Regelungen*, die zu unklar gefasst waren, nicht das Werkzeug selbst. Diese Präzision ist für Blackstones Glaubwürdigkeit entscheidend — "BVerfG verbietet Palantir" wäre eine Übertreibung. |
| BSDC-P-KOM-2023-291 ✅ in KraftRelevanz 3A2, F6 | 07.09.2023 | EuGH-Urteil C-252/21 — Meta darf sich nicht auf "berechtigtes Interesse" für personalisierte Werbung berufen ePrivacy Blog (Fachportal), mit Bezug auf EuGH-Urteil Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EuGH stellte klar: Auch wenn ein soziales Netzwerk wie Facebook kostenlos ist, kann ein Nutzer vernünftigerweise nicht damit rechnen, dass der Betreiber seine personenbezogenen Daten für personalisierte Werbung ohne Einwilligung verarbeitet. Die Interessen des Nutzers überwiegen gegenüber dem Interesse des Betreibers an werbefinanzierter Personalisierung. | Das ist die eigentliche rechtliche Ursache für die gesamte Entwicklung: Ein EuGH-Urteil von 2023 hat Metas bisherige Rechtsgrundlage für personalisierte Werbung ("berechtigtes Interesse" statt Einwilligung) für unzureichend erklärt — die aktuellen Zusagen aus 2025/2026 sind direkte Folgen dieses Urteils, nicht eine freiwillige unternehmerische Entscheidung. Wichtiger Präzedenzfall auch für andere werbefinanzierte Plattformen. |
| BSDC-P-GER-2026-297 🔶 im VerfahrenRelevanz 3D4 | 10.07.2026 | Bundespolizeigesetz-Reform — Bundestagsbeschluss vom 10. Juli 2026 Fachportal, mit Bezug auf Bundestags-Abstimmungsergebnis Recherche: DC Quelle öffnen → | Am 10. Juli 2026 hat der Bundestag eine Reform des Bundespolizeigesetzes beschlossen — Union und SPD stimmten dafür, Grüne und Linke dagegen, die AfD enthielt sich. Nach der Sommerpause muss sich noch der Bundesrat mit dem Gesetzentwurf befassen. Die Bundesregierung begründet die Reform mit neuen Sicherheitslagen; besonders umstritten ist die neue Möglichkeit zur biometrischen Echtzeit-Erkennung durch die Bundespolizei. | Das ist der wichtigste rechtliche Meilenstein für D4: Was bislang nur auf Landesebene (Hessen) lief, soll jetzt auch der Bundespolizei bundesweit an Bahnhöfen, Flughäfen und Grenzen erlaubt werden. Wichtige Statuskennzeichnung: Bundestag hat beschlossen (🔶), aber der Bundesrat muss noch zustimmen — das Gesetz ist damit noch nicht vollständig in Kraft. Interessantes Abstimmungsverhalten: AfD enthielt sich, statt zuzustimmen — Blackstone sollte hier auf reine Faktenwiedergabe achten, ohne diese Enthaltung zu interpretieren. |
| BSDC-P-KOM-2026-306 ✅ in KraftRelevanz 3A1 | 28.07.2026 | Verordnung (EU) 2026/1881 — Verlängerung der freiwilligen Chatkontrolle bis 2028, in Kraft getreten Tichys Einblick, mit Bezug auf Amtsblatt der Europäischen Union (Meinungsmedium — Fakten zur Verordnung selbst unabhängig prüfbar, siehe Einordnung unten) Recherche: DC Quelle öffnen → | Am 28. Juli 2026 ist im Amtsblatt der EU die Verordnung (EU) 2026/1881 erschienen, drei Tage später in Kraft getreten und bis zum 3. April 2028 befristet. Anbieter wie Google, Microsoft oder Meta dürfen damit weiterhin freiwillig unverschlüsselte private Nachrichten und E-Mails automatisiert nach Hinweisen auf sexuellen Kindesmissbrauch durchsuchen. Dies ist die dritte Auflage eines Textes, der ursprünglich 2021 als befristete Ausnahme gedacht war. | Wichtigste Status-Änderung: Die in Batch 27 dokumentierte Regelungslücke ist jetzt geschlossen — durch eine erneute Verlängerung der freiwilligen (nicht verpflichtenden) Regelung bis April 2028. Wichtig für Statuskennzeichnung: A1 sollte jetzt als ✅ (freiwillige Zwischenregelung in Kraft) UND 🔶 (dauerhafte CSA-Verordnung weiter im Trilog) gleichzeitig geführt werden — beide Ebenen existieren parallel. |
| BSDC-P-KOM-2012-364 ✅ in KraftRelevanz 3A10 | 23.08.2012 | Korea Herald — Original-Berichterstattung zum Verfassungsgerichtsurteil, wörtliche Urteilsbegründung The Korea Herald (südkoreanische Tageszeitung), mit direktem Gerichtszitat Recherche: DC Quelle öffnen → | Das Verfassungsgericht entschied einstimmig (8 von 8 Richtern): "Um die Meinungsfreiheit vorsorglich einzuschränken, muss ein klarer Effekt für das Gemeinwohl vorliegen. Nach Einführung des Systems ging die Menge illegaler Postings nicht signifikant zurück — stattdessen wichen Nutzer auf ausländische Websites aus, was zu einer Umkehr-Diskriminierung zwischen inländischen und ausländischen Diensteanbietern führte." | Das ist die exakte Original-Urteilsbegründung, verifiziert an der Primärquelle: Das höchste südkoreanische Gericht stellte fest, dass die Klarnamenpflicht ihr erklärtes Ziel (weniger illegale/schädliche Postings) NICHT nachweisbar erreichte — stattdessen wichen Nutzer einfach auf ausländische Plattformen aus, was einheimische Anbieter gegenüber ausländischen benachteiligte. Das ist strukturell identisch mit dem bereits in F4 dokumentierten Muster (MPI-Studie, BKA-Positionspapier): Eine einschneidende Überwachungsmaßnahme ohne nachweisbare Wirksamkeit wurde gerichtlich gekippt. |
| BSDC-P-GER-2022-367 ✅ in KraftRelevanz 3A10 | 27.01.2022 | BGH-Entscheidung 2022 — Facebook-Pseudonymverbot für Alt-Nutzer rechtswidrig Wikipedia, mit Bezug auf Bundesgerichtshof-Pressemitteilung Recherche: DC Quelle öffnen → | Deutschlands § 13 VI Telemediengesetz von 1997 (heute § 19 II TTDSG) erlaubt es nicht, Menschen zu einem Klarnamen zu zwingen, wenn dieser für den jeweiligen Internetdienst nicht notwendig ist. Am 27. Januar 2022 entschied der Bundesgerichtshof — Deutschlands höchstes Zivilgericht — dass Facebooks Pseudonymverbot für Nutzer, die sich vor Inkrafttreten der DSGVO (Mai 2018) registriert hatten, rechtswidrig ist. | Wichtige Ergänzung zum bereits dokumentierten OVG-Hamburg-Fall (Batch 85): Es gibt nicht nur ein, sondern zwei unabhängige deutsche Gerichtsentscheidungen (OVG Hamburg 2018, BGH 2022) gegen Klarnamenpflichten von Facebook — und eine seit 1997 bestehende gesetzliche Grundlage (heute TTDSG), die Anonymität explizit schützt. Deutschland hat damit eine besonders lange und gefestigte Rechtstradition zugunsten von Online-Anonymität, die eine heutige Klarnamenpflicht-Forderung vor eine hohe rechtliche Hürde stellen würde. |
| BSDC-P-KOM-2013-375 ✅ in KraftRelevanz 3B5 | 27.05.2020 | BVerfG-Urteil zur Bestandsdatenauskunft — Ursprungsentscheidung, verlangt klarere Regelung netzpolitik.org, Zusammenfassung der BVerfG-Rechtsprechung (Urteil erging nach jahrelanger Wartezeit seit 2013) Recherche: DC Quelle öffnen → | Seit 2013 hatten Bürgerrechtler auf das Urteil gewartet: Das Bundesverfassungsgericht entschied, der Gesetzgeber müsse klarer definieren, welche Behörde bei welchen Anlässen welche Daten abfragen dürfe und wie diese genutzt werden dürften. Die Kläger werteten das Urteil als Teilerfolg, hätten sich aber mehr gewünscht. | Wichtige Ergänzung zur bereits in F5/B3 dokumentierten BVerfG-Rechtsprechungslinie zu Überwachungsmaßnahmen: Auch bei der Bestandsdatenauskunft gab es bereits eine verfassungsgerichtliche Klarstellung — mit dem für Blackstones Muster charakteristischen Ergebnis "Teilerfolg, aber nicht das, was sich Kläger erhofft hatten". Trotz dieser Klarstellung zeigt die aktuelle 35-Millionen-Zahl (siehe oben), dass das grundlegende Nutzungsvolumen davon unberührt weiter gewachsen ist. |
| BSDC-P-GER-2026-387 ✅ in KraftRelevanz 3D4 | 08.07.2026 | netzpolitik.org — Bundespolizei-Echtzeit-Videoanalyse per Änderungsantrag, Gesetzesbeschluss diese Woche netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | Per Änderungsantrag erweitert die schwarz-rote Koalition die geplante automatisierte Überwachung nochmals massiv: Die Bundespolizei soll künftig auch Videobilder in Echtzeit analysieren können, nicht nur nachträglich auswerten. Das Gesetz sollte bereits am folgenden Freitag im Bundestag beschlossen werden — ein sehr kurzfristiges Verfahren. | Sehr wichtige, aktuelle Verschärfung des bereits in D4 dokumentierten Bundespolizeigesetzes: Die Änderung von "nachträglicher Auswertung" zu "Echtzeit-Analyse" ist ein qualitativer Sprung — Echtzeit-Erkennung ermöglicht sofortige Reaktion (z. B. Festnahme direkt am Ort), während nachträgliche Auswertung nur der Aufklärung bereits geschehener Taten dient. Der kurzfristige Zeitplan (Änderungsantrag kurz vor der Abstimmung) passt zum bereits in anderen Dossiers (A1) dokumentierten Muster beschleunigter Verfahren mit wenig Beratungszeit. |
| BSDC-P-FIN-2023-391 ✅ in KraftRelevanz 3C6 | 07.12.2023 | EuGH-Urteil C-634/21 — Schufa-Scoring als Profiling im Sinne der DSGVO Gerichtshof der Europäischen Union (offizielle Pressemitteilung) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die DSGVO widerspricht zwei Datenverarbeitungspraktiken von Kreditauskunfteien: "Scoring" sei nur unter bestimmten Bedingungen zulässig, und die verlängerte Aufbewahrung von Informationen über eine erteilte Restschuldbefreiung verstoße gegen die DSGVO. Die automatisierte Erstellung eines Wahrscheinlichkeitswerts über die Fähigkeit einer Person, einen Kredit zu bedienen, stellt Profiling im Sinne der DSGVO dar. | Zentrale rechtliche Grundlage für C6: Der EuGH hat unmissverständlich klargestellt, dass die Schufa-Bonitätsbewertung als "Profiling" gilt — mit allen daraus folgenden strengeren DSGVO-Anforderungen. Das ist der rechtliche Auslöser für die gesamte nachfolgende Transparenz-Reform der Schufa (siehe unten). Wichtig: Es ging in dem Verfahren ursprünglich um eine Klage GEGEN die zuständige hessische Datenschutzbehörde, die zunächst nicht gegen die Schufa vorgehen wollte — ein Muster amtlicher Zurückhaltung, das der Datenbank bereits aus D5 (PimEyes/Hamburg) bekannt ist. |
| BSDC-P-KOM-2024-405 Relevanz 4A5 | 30.04.2024 | Urteil in der Rechtssache C-470/21 (Vorratsdatenspeicherung von IP-Adressen) Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) Recherche: DC Quelle öffnen → | Der EuGH erlaubt Mitgliedstaaten, Internetanbietern eine allgemeine und unterschiedslose Speicherpflicht für IP-Adressen zur Bekämpfung von Straftaten aller Art aufzuerlegen, sofern eine strikte Trennung von IP-Adressen und sonstigen personenbezogenen Daten gewährleistet ist. | Der EuGH hat seine bisherige strengere Linie gelockert: IP-Adressen dürfen künftig auch bei kleineren Straftaten pauschal gespeichert werden. Belegt NICHT, dass Deutschland eine solche Speicherpflicht bereits gesetzlich umgesetzt hat. |
| BSDC-P-KOM-2023-408 Relevanz 4A5 | 19.09.2023 | Quantum Resistance and the Signal Protocol (PQXDH) Signal Foundation Recherche: DC Quelle öffnen → | Signal führt mit PQXDH ein Upgrade ein, das klassischen Diffie-Hellman-Austausch mit Post-Quanten-Verfahren CRYSTALS-Kyber kombiniert, schützt gegen 'Harvest now, decrypt later'. | Signal war erster großer Messenger mit Post-Quanten-Schutz. Herstellereigene Ankündigung, keine unabhängige Prüfung. |
| BSDC-P-KOM-2025-409 Relevanz 3A5 | 19.11.2025 | Ratsdokument ST-15585-2025-INIT zur Chatkontrolle-Verordnung Rat der Europäischen Union Recherche: DC Quelle öffnen → | Offizielles Ratsdokument im Gesetzgebungsverfahren zur Chatkontrolle-Verordnung, Teil laufender Trilog-Verhandlungen. | Technisches Verhandlungsdokument, dient als Beleg für Verfahrensstand, nicht für inhaltliche Details. |
| BSDC-P-FIN-2025-411 Relevanz 5C1 | 18.12.2025 | BGH-Urteil I ZR 97/25: Speicherung von Zahlungsstörungsdaten bei Wirtschaftsauskunfteien Bundesgerichtshof Recherche: DC Quelle öffnen → | Der BGH entschied, dass gemeldete Zahlungsstörungsdaten nicht sofort nach Forderungsausgleich gelöscht werden müssen; Auskunfteien dürfen bis zu drei Jahre speichern. | Schufa & Co. dürfen Zahlungsausfälle länger speichern. Verlangt weiterhin Einzelfall-Interessenabwägung. |
| BSDC-P-GER-2026-418 Relevanz 5A8 | 22.04.2026 | Dritter Versuch: Bundesregierung beschließt anlasslose Vorratsdatenspeicherung (IP-Adressen) netzpolitik.org Recherche: DC Quelle öffnen → | Kabinett beschloss Gesetzentwurf: ca. 700 Internetzugangsanbieter müssen IP-Adressen/Portnummern 3 Monate anlasslos speichern. | Dritter Anlauf zur Vorratsdatenspeicherung nach zwei gerichtlich gekippten Vorgängern. Beschreibt nur Kabinettsbeschluss, nicht finale Verabschiedung. |
| BSDC-P-GER-2026-421 Relevanz 4B4 | 13.01.2026 | VG Neustadt: Netzsperren gegen Pornografie-Plattformen rechtswidrig Verwaltungsgericht Neustadt Recherche: DC Quelle öffnen → | DNS-Sperren gegen Pornhub/Aylo rechtswidrig, da DSA Herkunftslandprinzip vorschreibt; Berufung zugelassen. | Gericht kippt Netzsperre wegen EU-Recht. Ausgang der Berufung offen. |
| BSDC-P-FND-2023-425 Relevanz 4C5 | 12.09.2025 | Verordnung (EU) 2023/2854 - Data Act Europäisches Parlament und Rat Recherche: DC Quelle öffnen → | EU Data Act seit 12.09.2025 anwendbar, verpflichtet Cloud-Anbieter, unrechtmäßige Drittstaat-Zugriffe abzuwehren, erleichtert Anbieterwechsel. | EU-Gesetz zum Schutz vor fremdstaatlichem Zugriff. Belegt NICHT Wirksamkeit gegen US CLOUD Act. |
| BSDC-P-FND-2025-436 Relevanz 4F1 | 14.05.2025 | Belgian Market Court upholds €250,000 fine against IAB Europe for GDPR violations Cour des marchés Brüssel Recherche: DC Quelle öffnen → | Gericht bestätigt Bußgeld gegen IAB Europe: TC-String (TCF-Einwilligungscode) gilt als personenbezogenes Datum. | Werbe-Einwilligungscode zählt rechtlich als persönliche Daten. Bezieht sich auf ältere TCF-Version 2.0. |
| BSDC-P-GER-2020-442 Relevanz 3D8, D9 | 04.06.2020 | Zeiterfassung per Fingerabdruck? (Urteil 10 Sa 2130/19) Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg Recherche: DC Quelle öffnen → | Fingerabdruck-Zeiterfassung (auch nur Minutien) verarbeitet biometrische Daten und ist ohne Einwilligung unzulässig. | Betrifft nur Zeiterfassung im Arbeitsverhältnis, nicht Zugangskontrollen zu Hochsicherheitsbereichen. |
| BSDC-P-FIN-2023-448 Relevanz 3C4 | 09.06.2023 | Verordnung (EU) 2023/1113 - Travel Rule für Kryptowerte Europäisches Parlament und Rat Recherche: DC Quelle öffnen → | Krypto-Dienstleister müssen bei jedem Transfer Absender-/Empfängerdaten erheben und übermitteln, EU-weit voll anwendbar seit 30.12.2024. | Anonyme Transfers zwischen Plattformen sind rechtlich eingeschränkt. |
| BSDC-P-FND-2025-452 Relevanz 3F6 | 16.08.2024 | 2024 National Public Data breach - Sammelklagen 2025/2026 Wikipedia / Gerichtsakten Recherche: DC Quelle öffnen → | Datenhändler-Leck mit ca. 2,9 Mrd. Datensätzen (Namen, Adressen, SSN); Firma meldete Insolvenz Okt. 2024. | Riesiges Datenhändler-Leck, Sammelklage-Vergleich Anfang 2026 noch offen. |
| BSDC-P-FND-2025-454 Relevanz 3F6 | 12.06.2025 | Aflac-Cyberangriff 2025: Millionen Kunden betroffen Aflac Inc. / HHS OCR Recherche: DC Quelle öffnen → | Cyberangriff auf US-Versicherer Aflac: ca. 13,9 Mio. Personen mit SSN/Gesundheits-/Versicherungsdaten offengelegt. | Großes Gesundheitsdaten-Leck. Täter nicht offiziell bestätigt. |
| BSDC-P-KOM-2025-456 Relevanz 3F9 | 31.03.2025 | Guideline zur Weiterentwicklung des Sozialkreditsystems (23 Maßnahmen) Parteizentrale/Staatsrat China Recherche: DC Quelle öffnen → | China erließ Richtlinie mit 23 Maßnahmen zur Ausweitung des Sozialkreditsystems auf Kommunen, Unternehmen, Individuen. | Ausweitung Sozialkreditsystem. Konkrete Auswirkungen auf Bürger nicht belegt. |
| BSDC-P-GER-2025-458 Relevanz 3F9 | 18.08.2025 | UK-Regierung startet Prototyp für Predictive Policing UK DSIT / UKRI Recherche: DC Quelle öffnen → | UK investiert 4 Mio. Pfund in Predictive-Policing-Prototyp ab April 2026, landesweiter Rollout bis 2030 geplant. | UK testet Straftaten-Vorhersagesystem. Diskriminierungsschutz nicht belegt. |
| BSDC-P-FND-2026-461 Relevanz 3F2 | 30.06.2026 | EU-AI-Act: Neue Fristen bis Dezember 2027 für Hochrisiko-KI Borncity Recherche: DC Quelle öffnen → | EU-Parlament verschiebt Hochrisiko-KI-Pflichten (Strafverfolgung, Grenzkontrolle, Justiz) auf 02.12.2027. | KI-Regeln für Polizei/Justiz um über ein Jahr verschoben. |