Quellen-Tabelle
Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.
| BSDC-ID | Datum | Titel & Quelle | Kernaussage | Klartext |
|---|---|---|---|---|
| BSDC-B-KOM-2025-129 ✅ in KraftRelevanz 3A2 | 27.01.2026 | "2026 als Wendepunkt für digitale Regulierung" — Übersicht der DSA-Durchsetzungsverfahren SBS Legal (Wirtschaftskanzlei) Recherche: DC Quelle öffnen → | Das erste formelle DSA-Verfahren wurde im Dezember 2023 gegen X eröffnet; im Dezember 2025 folgte eine Geldbuße in Höhe von 120 Millionen Euro wegen Transparenzpflicht-Verstößen. Für Meta wurden im April 2024 formelle Verfahren zu Facebook und Instagram eingeleitet; bei Shein und Temu setzte die Kommission zunächst auf formelle Auskunftsverlangen. | Der DSA ist nicht mehr nur Theorie: Die erste konkrete Millionenstrafe (120 Mio. €) ist bereits verhängt. Für Blackstone wichtig, weil das zeigt, dass die im Dossier beschriebenen Overblocking-Anreize jetzt mit echtem finanziellem Druck unterlegt sind — Plattformen haben ein reales Bußgeldrisiko vor Augen, nicht nur ein theoretisches. |
| BSDC-B-KOM-2026-131 ✅ in KraftRelevanz 3A3 | 29.05.2026 | "Commission seeks feedback on draft trusted flaggers guidelines" — EU-weite Liste und Leitlinienentwurf Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Über 70 Trusted Flagger mit unterschiedlicher Fachexpertise wurden bereits EU-weit benannt, darunter die Bank of Ireland (spezialisiert auf Finanzbetrug), Someturva (Online-Belästigung, u. a. nicht-einvernehmliche Verbreitung intimer Inhalte) und Child Focus (Kindesmissbrauchsmaterial). Der Leitlinienentwurf präzisiert die Kriterien und das Verfahren, nach dem Digital Services Coordinators diesen Status verleihen. | Wichtige Größenordnung, die vorher fehlte: Es sind nicht nur die vier deutschen Organisationen, sondern über 70 EU-weit — mit sehr unterschiedlichen, teils spezialisierten Themenfeldern. Das zeigt: Das System ist inzwischen deutlich ausgebaut, nicht mehr im Anfangsstadium. |
| BSDC-B-KOM-2026-132 🔶 im VerfahrenRelevanz 3A3 | 10.07.2026 | Zeitplan der finalen Trusted-Flagger-Leitlinien Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Nach Sammlung des Feedbacks plant die Kommission, die Leitlinien in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu verabschieden. | Konkretes Datum für die Blackstone-Redaktion: Die finalen Trusted-Flagger-Leitlinien kommen voraussichtlich noch dieses Jahr — ein guter Anlass für einen Update-Artikel, sobald sie veröffentlicht sind. |
| BSDC-B-KOM-2025-134 🔶 im VerfahrenRelevanz 2A4 | Juli 2025 Stand Juli 2025, weiterhin gültig | EMFA vor dem EuGH — Nichtigkeitsklage Ungarns CBH Rechtsanwälte Recherche: DC Quelle öffnen → | Einige Mitgliedstaaten haben während des Gesetzgebungsverfahrens die Kompetenz der EU für Teile des EMFA angezweifelt; Ungarn hat sogar eine Nichtigkeitsklage beim EuGH erhoben (Rs. C-486/24). Allgemein wird aufgrund der weiten Kompetenzauslegung des EuGH aber nicht erwartet, dass der EMFA für nichtig erklärt wird. | Bisher nicht in der Datenbank: Es gibt einen offenen Gerichtsstreit um das gesamte EMFA-Gesetz, angestoßen von Ungarn. Wahrscheinlich wird das Gesetz bestehen bleiben, aber das Verfahren ist noch nicht entschieden — relevant für die Statuskennzeichnung. |
| BSDC-B-FND-2025-135 ✅ in KraftRelevanz 2A5 | 23.06.2025 | EU-Roadmap zu Post-Quanten-Kryptografie (verwandtes, aber separates Vorhaben) Industrial Cyber, mit Bezug auf NIS-Kooperationsgruppe/Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Mitgliedstaaten sollen bis Ende 2026 mit dem Übergang zu quantenresistenter Kryptografie beginnen, kritische Infrastruktur muss die Umstellung spätestens bis 2030 abschließen. | Wichtig zur Abgrenzung: Das ist NICHT dasselbe wie die "Going Dark"-Verschlüsselungsschwächung — im Gegenteil, hier geht es darum, Verschlüsselung sogar noch widerstandsfähiger gegen künftige Quantencomputer zu machen. Zeigt die Doppelrolle der EU: gleichzeitig Verschlüsselung stärken (hier) und den Zugriff darauf erleichtern wollen (Encryption Roadmap) — ein innerer Widerspruch, der im Dossier erwähnenswert ist. |
| BSDC-B-FIN-2026-137 ✅ in KraftRelevanz 2C4 | 29.07.2026 | ESMA MiCA-Register — aktuelle Marktgröße Cryptonomist, mit ESMA-Datenbezug Recherche: DC Quelle öffnen → | Über 270 Krypto-Dienstleister sind Stand 29. Juli 2026 unter MiCA in der EU registriert. | Konkrete Zahl zur Marktgröße unter dem neuen Regelwerk — nützlich, um zu zeigen, dass MiCA praktisch angewendet wird und nicht nur Theorie ist. |
| BSDC-B-GER-2026-139 ✅ in KraftRelevanz 3D1 | 21.05.2026 | Zweijahresbericht der Kommission zur DMA-Anwendung — COM(2026) 247 final Europäische Kommission Recherche: DC Quelle öffnen → | Eine Gruppe technischer Sachverständiger führte im Rahmen der DMA-Evaluierung eine gründliche technische Analyse der Interoperabilität durch — sowohl horizontal (Verbindung zwischen Nutzern verschiedener sozialer Netzwerke) als auch vertikal (Drittanbieter-Zusatzdienste). Die Kommission zieht insgesamt eine positive Bilanz und sieht mehr Auswahl für europäische Verbraucher. | Das ist der offizielle Zwischenbericht der Kommission nach zwei Jahren DMA — Primärquelle für die Selbsteinschätzung der Behörde. Wichtig: horizontale Interoperabilität zwischen verschiedenen sozialen Netzwerken wird technisch sogar als grundsätzlich möglich eingeschätzt — das wäre ein großer Schritt (z. B. Nachrichten zwischen verschiedenen Messenger-Apps austauschen können). |
| BSDC-B-FND-2026-144 ✅ in KraftRelevanz 3D2 | 25.03.2026 | Stand notifizierter Konformitätsbewertungsstellen für CRA BOS (Fachportal für Industrieunternehmen) Recherche: DC Quelle öffnen → | Stand März 2026 ist keine einzige CRA-spezifische benannte Stelle (notified body) notifiziert; nur rund 32% der deutschen Industrieunternehmen sind mit den CRA-Anforderungen vertraut, fast 40% haben bislang keine Vorbereitungen getroffen. | Strukturelles Problem, nicht nur mangelndes Unternehmensbewusstsein: Selbst die Behördeninfrastruktur (Prüfstellen, die Konformität offiziell bestätigen können) war zum Erfassungszeitpunkt noch gar nicht vollständig aufgebaut. Das zeigt, dass die Lücke nicht nur bei den Unternehmen liegt. |
| BSDC-B-KOM-2023-146 ✅ in KraftRelevanz 3A1 | 01.03.2023 | Bundestags-Anhörung zur Chatkontrolle, 01.03.2023 — Stellungnahme Kinderschutzbund (differenzierte Position) Deutscher Bundestag, Digitalausschuss — Zitat Joachim Türk, Kinderschutzbund Bundesverband Recherche: DC Quelle öffnen → | Joachim Türk vom Kinderschutzbund betonte 2023, die Verordnung habe bei aller Kritik auch gute Seiten — er unterstütze etwa die Einrichtung einer europäischen Behörde. Fatal wäre es, wenn das Dunkelfeld sexualisierter Gewalt gegen Kinder mangels Scans nicht weiter bearbeitet würde. Gleichzeitig betonte er: Auch Kinder hätten ein Recht auf vertrauliche Kommunikation — "Diese Überzeugung macht es uns unmöglich, die anlasslose Chatkontrolle als Option zu akzeptieren." | Das ist die differenzierteste, fairste Stimme im ganzen Dossier: Eine Kinderschutzorganisation, die das Grundanliegen ernst nimmt (Dunkelfeld bekämpfen, neue EU-Behörde begrüßen) und TROTZDEM die anlasslose Variante ablehnt — weil auch Kinder ein Recht auf Privatsphäre haben. Zeigt: Es ist keine einfache Zwei-Lager-Debatte "Kinderschutz vs. Privatsphäre", sondern Kinderschutz-Experten selbst sehen beide Werte als vereinbar mit Kritik an der konkreten Umsetzung. |
| BSDC-B-KOM-2022-148 ✅ in KraftRelevanz 3A1 | ohne Datum laufend aktualisiert, ursprünglich 2022 | BfDI-Fachseite zur Chatkontrolle — Position der deutschen Bundesdatenschutzbeauftragten Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Recherche: DC Quelle öffnen → | Das Ziel, die Online-Verbreitung des sexuellen Kindesmissbrauchs zu stoppen, ist überaus wichtig und grundsätzlich zu unterstützen — jedoch schießt der EU-Gesetzgeber mit seinem Vorschlag deutlich über das verfolgte Ziel hinaus, da die Chatkontrolle kaum Schutz für Kinder biete, aber Europas Einstieg in eine anlasslose und flächendeckende Überwachung der privaten Kommunikation wäre. | Die deutsche Datenschutzbehörde selbst formuliert hier das Grundmuster der differenzierten Kritik: Ziel richtig, Mittel unverhältnismäßig. Wichtig als Formulierungsvorlage für Blackstones eigene Position — nicht "Kinderschutz ist vorgeschoben", sondern "das Ziel ist legitim, das Werkzeug ist trotzdem falsch". |
| BSDC-B-IDN-2025-152 ✅ in KraftRelevanz 2B1 | 29.10.2024 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen | vzbv-Umfrage — Verbrauchervertrauen in digitale Brieftaschen vzbv, Umfrage durchgeführt von eye square Recherche: DC Quelle öffnen → | Internet-repräsentative Onlinebefragung unter 1.000 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des vzbv, statistische Fehlertoleranz max. ±3 Prozentpunkte. (Für exakte Vertrauens-Prozentzahlen: Volltext des Positionspapiers bei nächster Gelegenheit auswerten — hier nur Methodik erfasst.) | Es gibt eine repräsentative Umfrage dazu, wie sehr die deutsche Bevölkerung der geplanten Wallet vertraut — für einen Blackstone-Artikel zum Meinungsbild relevant, aber die konkreten Prozentzahlen müssen noch aus dem verlinkten Positionspapier extrahiert werden. |
| BSDC-B-FIN-2025-154 ✅ in KraftRelevanz 3C1 | Oktober 2025 30.10.2025 | "Progress on the preparation phase of a digital euro" — EZB-Abschlussbericht der Vorbereitungsphase Europäische Zentralbank Recherche: DC Quelle öffnen → | Die EZB peilt eine mögliche Erstausgabe des digitalen Euro im Jahr 2029 an, unter der Annahme, dass die europäischen Gesetzgeber die Verordnung im Laufe von 2026 verabschieden. Eine Pilotphase mit ersten Transaktionen könnte bereits ab Mitte 2027 beginnen. Die Auswahl der Anbieter für die Service-Plattform (DESP) wurde als wichtiger Meilenstein erreicht. | Offizielle Selbstauskunft der Zentralbank zum aktuellsten Fahrplan-Stand — die Vorbereitungsphase (November 2023 bis Oktober 2025) ist formal abgeschlossen, jetzt beginnt die konkrete technische Umsetzung parallel zum politischen Prozess. |
| BSDC-B-FIN-2025-155 ✅ in KraftRelevanz 3C1 | 31.10.2025 | EZB-Analyse zu Holding-Limit-Szenarien (500€ bis 3.000€) Digital Euro Association, mit direktem Bezug auf EZB-Analyse vom 30.10.2025 Recherche: DC Quelle öffnen → | Auf Anfrage der Mitgesetzgeber analysierte die EZB die finanzstabilitätsbezogenen Effekte hypothetischer Haltegrenzen zwischen 500€ und 3.000€ pro Person, sowohl im Normalbetrieb als auch in extremen Flucht-in-Sicherheit-Szenarien. Die EZB betont, dies sei eine technische Antwort, nicht die eigene Positionierung zu einer angemessenen Höhe. Banken im Euroraum müssten laut EZB-Schätzung 4,0 bis 5,8 Milliarden Euro über vier Jahre investieren, um Systeme anzubinden. | Konkrete Zahlen für die "wie viel Geld darf ich im digitalen Euro halten"-Frage, die in Dossier C1 bisher nur als "offener Punkt" stand: Die Bandbreite liegt zwischen 500 und 3.000 Euro pro Person — und selbst die Umstellung für Banken kostet mehrere Milliarden. Wichtig: Die EZB positioniert sich bewusst nicht selbst zur genauen Zahl, das ist Sache der Gesetzgeber. |
| BSDC-B-FND-2026-158 ✅ in KraftRelevanz 3F8 | 12.02.2026 | BSI Technische Richtlinie TR-02102 — Ablaufdatum für klassische Verschlüsselung it-daily.net, mit Bezug auf BSI-Richtlinie und Zitat von BSI-Präsidentin Claudia Plattner Recherche: DC Quelle öffnen → | Ab Ende 2031 sollen klassische Verfahren wie RSA oder ECC nur noch in Kombination mit Post-Quanten-Kryptografie eingesetzt werden. Für besonders kritische Anwendungen gilt die Frist bereits ab Ende 2030, digitale Signaturen bekommen bis Ende 2035 Zeit. Das BSI setzt auf einen hybriden Ansatz: Bewährte Verfahren werden nicht verboten, sondern mit quantensicheren Algorithmen kombiniert. | Konkrete, von der deutschen IT-Sicherheitsbehörde selbst gesetzte Fristen: Ab 2030/2031 muss zusätzlich zur normalen Verschlüsselung eine quantencomputer-sichere Methode verwendet werden. Wichtig für den Masterplan-Bereich Technik-Grundlagen: zeigt, dass "sichere Verschlüsselung" kein statischer Zustand ist, sondern sich technisch weiterentwickeln muss. |
| BSDC-B-FND-2024-159 ✅ in KraftRelevanz 3F8, A5 | November 2024 November 2024, seither weitere Unterzeichner | Gemeinsame Erklärung von 17+ europäischen Staaten zu Post-Quanten-Kryptografie BSI und Partnerbehörden aus mittlerweile 20 europäischen Staaten Recherche: DC Quelle öffnen → | Das BSI hat zusammen mit Partnern aus 17 europäischen Staaten im November 2024 eine gemeinsame Erklärung zum Thema Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht, die von Wirtschaft, Betreibern kritischer Infrastruktur sowie öffentlicher Verwaltung den Übergang fordert; inzwischen haben Partner aus drei weiteren europäischen Staaten unterzeichnet. | Europaweite Koordination bei der Verschlüsselungs-*Stärkung* — zeigt den Umfang der Kooperation zwischen europäischen Sicherheitsbehörden bei diesem Thema, als Kontrast zur "Going Dark"-Verschlüsselungs-Schwächung im selben Politikfeld (siehe A5). |
| BSDC-B-FND-2026-161 ✅ in KraftRelevanz 3F8 | 23.01.2026 | Bundesquantenallianz — Q-Day-Zeitschätzung, aktualisiert Bundesquantenallianz, mit direktem BSI-Bezug Recherche: DC Quelle öffnen → | Aktuelle Schätzung für den "Q-Day" (Zeitpunkt, ab dem Quantencomputer kryptografisch relevant werden): 10–15 Jahre — nach unten korrigiert von zuvor 20 Jahren, aufgrund wichtiger technologischer Durchbrüche. Die BSI-Empfehlungen geben klare Fristen für die PQC-Migration: 2032 allgemein, 2030 für kritische Infrastruktur. | Wichtige Einordnung: Die Einschätzung, wann Quantencomputer eine echte Bedrohung für heutige Verschlüsselung werden, wurde selbst schon einmal nach vorne korrigiert (von 20 auf 10-15 Jahre) — das zeigt, wie dynamisch sich diese Einschätzung entwickelt und warum die BSI-Fristen eher vorsichtig-frühzeitig als übertrieben wirken. |
| BSDC-B-FND-2026-162 ✅ in KraftRelevanz 3F4 | 20.04.2026 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen | Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 — Gesamtaufklärungsquote Bundeskriminalamt (BKA) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die registrierten Straftaten sind 2025 um 5,6% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, auch unter Berücksichtigung der Cannabis-Teillegalisierung bleibt ein Rückgang von 4,7%. Die Aufklärungsquote bleibt mit 57,9% stabil auf dem Niveau der Vorjahre (2024: 58,0%). | Wichtige Basiszahl: Die allgemeine Kriminalität in Deutschland sinkt, die Aufklärungsquote bleibt seit Jahren stabil bei knapp 58% — unabhängig von den zwischenzeitlich diskutierten neuen Überwachungsinstrumenten. Guter Beleg für die Frage, ob mehr Überwachung überhaupt nötig wäre, um das aktuelle Sicherheitsniveau zu halten. |
| BSDC-B-FND-2026-163 ✅ in KraftRelevanz 3F4, B3 | 12.05.2026 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen | BKA Bundeslagebild Cybercrime 2025 — Aufklärungsquote Inland vs. Ausland Bundeskriminalamt (BKA) Recherche: DC Quelle öffnen → | Die Zahl der Auslandstaten (207.888) übersteigt die Inlandstaten (126.034) inzwischen deutlich. Die Aufklärungsquote spiegelt dieses Ungleichgewicht: Inland 31,4%, Ausland nur 2,0%. | Das ist der wichtigste Einzelfund dieses Batches für Blackstones Argumentation: Zwei Drittel aller Cyberstraftaten gegen Deutschland kommen aus dem Ausland — dort liegt die Aufklärungsquote bei gerade einmal 2%. Das ist ein starkes Argument gegen die Wirksamkeit von Instrumenten wie Vorratsdatenspeicherung oder IP-Adressspeicherung (Dossier B3): Diese setzen an inländischen Anbietern an, während der Großteil der Bedrohung von dort ohnehin nicht erfasst werden kann. |
| BSDC-B-FND-2026-164 ✅ in KraftRelevanz 3F4 | 12.05.2026 | Original-BKA-Pressemitteilung zum Bundeslagebild Cybercrime 2025 Bundeskriminalamt, Zitat BKA-Vizepräsidentin Martina Link Recherche: DC Quelle öffnen → | 2025 wurden rund 335.000 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne registriert, etwa zwei Drittel davon (207.888) aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro, rund 4,5% des Bruttoinlandsprodukts. | Offizielle BKA-Einschätzung zur Größenordnung — wichtig, um die Zahlen aus der vorherigen Quelle (Aufklärungsquoten) einzuordnen: Es geht hier um ein wirtschaftlich sehr bedeutendes Problem (4,5% des BIP), bei dem trotzdem der Großteil der Täter faktisch unerreichbar bleibt. |
| BSDC-B-FND-2025-166 ✅ in KraftRelevanz 3F1, Masterplan | November 2025 Schätzung veröffentlicht ca. November 2025 | GrapheneOS-eigene Nutzerzahlen-Schätzung (offizielle Angabe des Projekts) GrapheneOS-Projekt selbst (offizieller Social-Media-Account), zitiert via Lemmy.World-Diskussion Recherche: DC Quelle öffnen → | Laut einer vom GrapheneOS-Projekt selbst veröffentlichten Schätzung nähert sich die Zahl der GrapheneOS-Geräte 400.000 — basierend auf der Zahl der Geräte, die kürzliche GrapheneOS-Updates heruntergeladen haben. Manche Nutzer könnten mehrere Geräte betreiben, manche laden Updates extern herunter, aber es ist die beste verfügbare Schätzung. | Wichtige Wissenslücke aus dem ursprünglichen Arbeitsplan geschlossen: Es gibt doch eine Zahl, wenn auch nur eine Selbstschätzung des Projekts, keine unabhängig verifizierte Angabe. Rund 400.000 aktive Geräte — deutlich mehr als eine reine Nischen-Community, aber weit von Millionen entfernt. Für Blackstone-Artikel wichtig, die Herkunft der Zahl (Eigenschätzung) transparent zu machen. |
| BSDC-B-FND-2026-168 ✅ in KraftRelevanz 2F1 | 17.03.2023 | GrapheneOS Wikipedia-Eintrag — technische Eckdaten und Projektstruktur Wikipedia, mit Quellenverweisen Recherche: DC Quelle öffnen → | GrapheneOS wurde ursprünglich im März 2016 veröffentlicht (als Nachfolger von CopperheadOS), wird als gemeinnützige Organisation seit dem 17. März 2023 offiziell geführt und ist vollständig Open Source unter MIT- und Apache-Lizenzen. | Nützliche Fakten zur Projektgeschichte und Rechtsform — wichtig für Vertrauenswürdigkeits-Argumentation im Masterplan: gemeinnützig organisiert, quelloffen, keine kommerziellen Gewinninteressen im Hintergrund. |
| BSDC-B-FND-2026-169 ✅ in KraftRelevanz 3F1, C4 | 04.08.2026 | "Jeder achte Erwachsene in Deutschland hält Kryptowährungen" — aktuelle YouGov/BearingPoint-Umfrage YouGov, im Auftrag von BearingPoint (Management- und Technologieberatung) Recherche: DC Quelle öffnen → | Knapp neun Millionen Menschen in Deutschland ab 18 Jahren besitzen derzeit Kryptowährungen — 12,8% der volljährigen Bevölkerung. Weitere 4,9% haben früher besessen, sind aber ausgestiegen; 11,4% (rund 7,9 Millionen) können sich einen künftigen Kauf vorstellen. Unter aktiven Anlegern bleibt Bitcoin klarer Marktführer: 74,6% halten Bitcoin im Depot. | Sehr aktuelle, konkrete Zahl (Anfang August 2026): Etwa jeder achte erwachsene Deutsche besitzt Kryptowährungen — eine deutlich höhere Zahl als ältere Statistiken (die teils nur 4% Nutzung zeigten). Wichtig für den Masterplan-Bezug: Zeigt, dass Kryptowährungen längst kein Nischenphänomen mehr sind, sondern eine relevante Anlageklasse mit zweistelliger Beteiligungsquote — relevant für die MiCA-Regulierung (Dossier C4) und Blackstones Finanz-Kapitel. |
| BSDC-B-FND-2026-170 ✅ in KraftRelevanz 3F1, F2 | Juli 2026 ⚠ Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen Erhebung 2025, veröffentlicht Juli 2026 | Bundesbank "Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" — Krypto-Token-Besitz als Teil der offiziellen Zahlungsverhaltensstudie Deutsche Bundesbank Recherche: DC Quelle öffnen → | Seit 2020 wird im Rahmen der Zahlungsverhaltensstudie nach dem Besitz von Krypto-Token gefragt. Der Anteil derjenigen, die Krypto-Token halten bzw. den Kauf geplant haben, ist gestiegen; die Verbreitung von Krypto nimmt weiterhin zu, bleibt jedoch auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zu klassischen Zahlungsmitteln. | Wichtiger methodischer Unterschied zur vorherigen Quelle: Die Bundesbank fragt nach Krypto-*Besitz als Zahlungsmittel*-Kontext (niedrigere, aber seit 2020 kontinuierlich erhobene Zeitreihe), die BearingPoint-Studie fragt nach Krypto als *Geldanlage*. Beide Blickwinkel sind für unterschiedliche Blackstone-Kapitel relevant — Zahlungsmittel-Perspektive für Kapitel 2, Anlage-Perspektive eher am Rande. |
| BSDC-B-FND-2025-172 ✅ in KraftRelevanz 3F8 | 01.12.2025 | "IT-Sicherheit auf dem digitalen Verbrauchermarkt: Fokus Passwortmanager" — BSI-eigene Vergleichsstudie Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Recherche: DC Quelle öffnen → | Zentrale Prüffeststellung zu KeePassXC: Die Entwickler betreiben keine eigene Cloud, das Programm nutzt das offene KeePass-2-(kdbx)-Format. Bei mindestens einem anderen getesteten Passwortmanager fanden sich dagegen wesentliche Abweichungen von gängigen Empfehlungen — es würden technische Informationen an den Hersteller gesendet, die diesem Zugriff auf Passwortmanager-Inhalte erlauben könnten. | Das ist eine besonders wertvolle Quelle: eine eigene, vergleichende Testreihe der deutschen IT-Sicherheitsbehörde zu mehreren Passwortmanagern (mindestens KeePassXC, Firefox-Passwortmanager, mSecure, PassSecurium, SecureSafe u.a. laut Inhaltsverzeichnis). Nicht nur eine Einzelprüfung, sondern ein direkter, behördlich durchgeführter Vergleich — die bislang stärkste Einzelquelle für Blackstones Passwortmanager-Empfehlungen im Masterplan (Kapitel 6, Identität). |
| BSDC-B-FND-2026-173 ✅ in KraftRelevanz 3F8 | ohne Datum laufend aktualisiert | Bitwarden — Übersicht aller durchgeführten Audits (offizielle Compliance-Seite) Bitwarden Inc. Recherche: DC Quelle öffnen → | Bitwarden hat wiederholt Netzwerksicherheitsbewertungen und Penetrationstests durch Cure53 sowie separate Prüfungen durch Insight Risk Consulting durchlaufen lassen — darunter dedizierte Audits der Browser-Erweiterung, der Desktop-Anwendung, der mobilen Apps, des Web-Vaults und sogar der eigenen RustCrypto-Bibliothek. Zusätzlich wurde die Kernkryptografie von der Applied Cryptography Group der ETH Zürich unter der Annahme eines vollständig bösartigen Servers geprüft. | Bitwarden hat nicht nur einmal, sondern wiederholt und für praktisch jede einzelne Komponente (nicht nur "die App" pauschal) geprüft werden lassen — inklusive einer akademischen Kryptografie-Prüfung durch eine renommierte Universität unter einem besonders strengen Angriffsmodell. Das ist ein sehr hohes Transparenz-Niveau. |