Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-B-GER-2021-1126
Relevanz 4F9
22.01.2021
Bundeskabinett treibt die automatisierte Kfz-Kennzeichenerfassung voran
Dr. Datenschutz (Intersoft Consulting)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Gesetzentwurf zur automatisierten Kennzeichenlesung (§ 163g StPO) erfasst trotz Löschauflagen bei Nichttreffern viele unbeteiligte Fahrzeughalter.

Kanzlei-Fachanalyse zu einem damaligen Gesetzentwurf, keine amtliche Quelle.

BSDC-O-GER-2025-1127
Relevanz 5A9
14.01.2025
Ohne Transparenz kein Vertrauen in elektronische Patientenakte
Chaos Computer Club mit 27 weiteren Organisationen
Recherche: DC
Quelle öffnen →

CCC und 27 weitere Organisationen fordern die Behebung gravierender ePA-Sicherheitslücken, die theoretisch Vollzugriff auf Patientenakten aller 70 Mio. gesetzlich Versicherten ermöglicht hätten.

Offener Brief einer Interessengruppe, keine unabhängige technische Prüfung durch Dritte.

BSDC-O-GER-2025-1128
Relevanz 4A9
30.04.2025
ePA-Sicherheitslücke geschlossen
Bundesministerium für Gesundheit
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das BMG bestätigt, dass eine von Sicherheitsforschern gemeldete ePA-Sicherheitslücke nach Einführung zusätzlicher Kartenmerkmale geschlossen wurde.

Offizielle Regierungsmitteilung, stellt den Vorfall aus behördlicher Sicht als gelöst dar.

BSDC-O-GER-2025-1129
Relevanz 4A9
30.09.2025
Verpflichtende Einführung ab 1. Oktober 2025: Kritik an der ePA reißt nicht ab
datensicherheit.de
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Nur 8% der Versicherten nutzen die ePA aktiv, 11% haben widersprochen; die Opt-out-Lösung wird als faktische Aushöhlung der ärztlichen Schweigepflicht kritisiert.

Gibt Position eines Kritiker-Bündnisses wieder, keine neutrale amtliche Statistik-Prüfung.

BSDC-O-GER-2025-1130
Relevanz 4A9
2025
nur Jahresangabe in der Quelle
2025
Widerspruch gegen die elektronische Patientenakte (ePA) – Informationen und Widerspruchs-Generator
Patientenrechte und Datenschutz e.V.
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Dokumentiert ePA-Sicherheitslücken, kritisiert die Umstellung von Opt-in auf Opt-out; nur 2,6% der 74,4 Mio. Versicherten hatten die ePA freiwillig aktiv genutzt.

Interessenvertretung mit klar ablehnender Position, keine neutrale Quelle.

BSDC-O-IDN-2023-1131
Relevanz 5IDN
29.09.2023
€ 5,8 million fine for Grindr confirmed
noyb – European Center for Digital Rights
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das norwegische Datenschutz-Berufungsgremium bestätigte eine Geldbuße von 5,8 Mio. Euro gegen Grindr, weil die App sensible Nutzerdaten ohne gültige Rechtsgrundlage an Werbepartner weitergab.

Zusammenfassung stammt von der Organisation, die die Beschwerde selbst eingereicht hat.

BSDC-O-IDN-2020-1132
Relevanz 4IDN
17.11.2020
Sicherheitslücken: Fotos und Aufenthaltsorte von Millionen Bumble-Nutzerinnen gefährdet
netzpolitik.org
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Eine monatelang ungepatchte Bumble-Schwachstelle machte Namen, Standorte, Fotos und sexuelle Präferenzen von rund 100 Mio. Nutzern per unlimitierten API-Abfragen zugänglich.

Basiert im Wesentlichen auf Angaben der meldenden Forscherin.

BSDC-S-FND-2024-1133
Relevanz 4IDN
04.04.2024
The Illusion of Privacy: Geolocation Risks in Modern Dating Apps
Check Point Research
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Per Trilaterationstechnik lassen sich trotz deaktivierter Distanzanzeige (App Hornet) exakte Nutzerstandorte ermitteln, ein Sicherheitsrisiko für LGBTQ+-Nutzer in Ländern mit Verfolgung.

Untersuchung konzentriert sich auf eine einzelne App, Übertragbarkeit nur angedeutet.

BSDC-S-FND-2024-1134
Relevanz 4IDN
24.09.2024
Unveiling privacy risks in location-based dating apps
KU Leuven (COSIC)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Studie von 15 standortbasierten Dating-Apps: sechs geben per Trilateration nahezu exakte Standorte preis, mehrere legen sensible Daten wie Geburtsdatum oder Gesundheitsdaten unnötig offen.

Kanzlei-Zusammenfassung der akademischen Studie, keine Primärpublikation.

BSDC-O-IDN-2020-1135
Relevanz 5IDN
14.01.2020
Out of Control: How consumers are exploited by the online advertising industry
Forbrukerrådet
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Dating-Apps wie Grindr, Tinder und OkCupid gaben GPS-Standorte, Alter, Geschlecht an mindestens 135 Drittfirmen zur Werbeprofilierung weiter, wodurch implizit die sexuelle Orientierung offengelegt wurde.

Sekundäre Zusammenfassung der Originalstudie, nicht der vollständige Originalbericht.

BSDC-O-FND-2025-1136
Relevanz 5C4
2025
nur Jahresangabe in der Quelle
2025
Cloud: Risiken und Sicherheitstipps
BSI
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das BSI empfiehlt, Cloud-Daten clientseitig selbst zu verschlüsseln und den Schlüssel selbst zu verwahren; zusätzlich Transportverschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Offizielle Verbraucherempfehlung ohne Anbieter-Einzelbewertung.

BSDC-O-FND-2025-1137
Relevanz 5C4
2025
nur Jahresangabe in der Quelle
2025
iCloud data security overview (inkl. Advanced Data Protection)
Apple Inc.
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Bei aktivierter Advanced Data Protection verbleiben Verschlüsselungsschlüssel ausschließlich auf vertrauenswürdigen Geräten des Nutzers, echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ohne Apple-Zugriff.

Herstellerdarstellung ohne unabhängige technische Prüfung.

BSDC-O-FND-2025-1138
Relevanz 4C4
2025
nur Jahresangabe in der Quelle
2025
Cloud Storage Security – Zero-Knowledge- und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Tresorit
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Zero-Knowledge-Sicherheitsmodell: Dateien und Metadaten werden clientseitig mit individuellen Schlüsseln verschlüsselt, Passwörter verlassen nie das Gerät.

Werbliche Herstellerdarstellung eines E2E-Anbieters, kein unabhängiger Sicherheitsaudit.

BSDC-J-FND-2025-1139
Relevanz 3C4
07.05.2025
Sind Cloud-Speicher sicher? Das sagt das BSI zu den beliebten Online-Diensten
Netzwelt
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Fasst BSI-Empfehlungen zu Cloud-Speicher-Diensten zusammen: Zwei-Faktor-Authentifizierung, zeitlich begrenzte Freigabelinks, Vorabverschlüsselung sensibler Dateien.

Journalistische Zusammenfassung, keine direkte BSI-Primärquelle.

BSDC-J-GER-2017-1140
Relevanz 5D9
27.07.2017
BAG-Urteil: Keine heimliche Überwachung per Keylogger (Az. 2 AZR 681/16)
Dr. Datenschutz (Intersoft Consulting)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das BAG entschied, dass eine anlasslose Dauerüberwachung von Arbeitnehmern per Keylogger unzulässig ist, da kein konkreter Verdacht vorlag; Beweisverwertungsverbot.

Sekundärquelle, keine Volltext-Urteilswiedergabe.

BSDC-O-GER-2017-1141
Relevanz 4D9
27.07.2017
BAG bestätigt Verwertungsverbot bei Mitarbeiterüberwachung mittels Keylogger
GvW Graf von Westphalen
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der Arbeitgeber hatte Keylogger-Software ohne konkreten Verdacht installiert, weshalb die Erkenntnisse eine Kündigung nicht rechtfertigen konnten.

Anwaltliche Einordnung mit Praxisempfehlung, keine offizielle Gerichtsquelle.

BSDC-O-GER-2017-1142
Relevanz 4D9
01.12.2017
Überwachen mit Spähsoftware ist verboten
IG Metall
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Anlasslose Keylogger-Überwachung ist laut BAG unzulässig, Einführung technischer Überwachungseinrichtungen ist gemäß § 87 Abs. 1 BetrVG mitbestimmungspflichtig.

Gewerkschaftlicher Ratgeber mit interessengeleiteter Perspektive.

BSDC-P-GER-2025-1143
Relevanz 3D9
14.09.2025
Arbeitszeitbetrug im Homeoffice: Wie Mouse Jiggler den Kampf gegen Bossware führen
t3n
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Beschreibt das Wettrüsten zwischen Arbeitgebern, die per Bossware Bildschirmaktivität überwachen, und Mitarbeitern, die mit Mouse-Jigglern Aktivität vortäuschen.

Fokus auf US-Fälle, begrenzte Übertragbarkeit auf deutsches Recht.

BSDC-O-IDN-2026-1144
Relevanz 4C4
27.02.2026
SIM-Swapping: Neue Angriffswelle bedroht Smartphone-Sicherheit
BornCity
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Kriminelle Netzwerke kombinieren Social-Engineering mit Leak-Daten, um sich bei Mobilfunkanbietern als Kunden auszugeben und SIM-Karten zu kapern; SMS-2FA gilt als schwächstes Glied.

Newsblog-Beitrag ohne eigene Primärstatistik.

BSDC-O-IDN-2025-1145
Relevanz 3C4
06.11.2025
SIM-Swap-Betrug: Kriminelle kapern Handynummern und räumen Konten leer
ad-hoc-news.de
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Erklärt den Ablauf von SIM-Swap-Betrug per Social Engineering, warnt vor SMS-TAN als Schwachpunkt.

Ratgeberartikel ohne konkrete Fallzahlen für Deutschland.

BSDC-O-IDN-2025-1146
Relevanz 3C4
08.01.2025
SIM-Swapping: Identitätsdiebstahl durch Übernahme von Mobilfunknummern
Security-Insider.de
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Beschreibt SIM-Swapping als Identitätsdiebstahl, der Kontoübernahmen und Kryptowallet-Diebstahl ermöglicht, empfiehlt PIN-Schutz beim Anbieter statt SMS-2FA.

Fachmedien-Ratgeberartikel ohne empirische Fallzahlen.

BSDC-O-IDN-2021-1147
Relevanz 3C4
27.08.2021
Magenta startet Zwei-Faktor-Authentifizierung für SIM-Kartentausch und eSIM-Profile
Magenta Telekom (Österreich)
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Der Anbieter führt Zwei-Faktor-Authentifizierung für SIM-Kartentausch und eSIM-Profilaktivierung ein, um SIM-Swapping-Betrug vorzubeugen.

Pressemitteilung eines österreichischen Anbieters, zeigt aber branchentypisches Modell.

BSDC-O-IDN-2026-1148
Relevanz 4C4
2026
nur Jahresangabe in der Quelle
2026
BSI: Beim SIM-Swapping übernehmen Cyberkriminelle die Kontrolle über Mobilfunknummern
BSI
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Das BSI warnt vor SIM-Swapping als Methode, mit der Cyberkriminelle die Kontrolle über die Mobilfunknummer eines Opfers übernehmen.

Kurzer Social-Media-Warnhinweis der Behörde ohne ausführliche Fallzahlen.

BSDC-O-FIN-2025-1149
Relevanz 5F6
12.12.2025
Auf den Punkt: PayPal nutzt deine Finanztransaktionsdaten für personalisierte Werbung
netzpolitik.org
Recherche: DC
Quelle öffnen →

Ein Rechtsgutachten des Netzwerks Datenschutzexpertise kommt zu dem Ergebnis, dass PayPal Transaktionsdaten seiner Nutzer rechtswidrig für personalisierte Werbung auswertet und an Werbetreibende weitergibt.

Kurzmeldung ohne vollständige Wiedergabe des zugrunde liegenden Gutachtens.

BSDC-O-FIN-2025-1150
Relevanz 5F6
12.12.2025
FinTech und Datenschutz: PayPal sammelt die sexuellen Vorlieben von Kunden
netzpolitik.org
Recherche: DC
Quelle öffnen →

PayPal erfasst über Zahlungsdaten hinaus Warenkorb-, Geräte- und Verhaltensdaten und leitet daraus sensible Kategorien wie sexuelle Orientierung ab, die über Offsite Ads an Dritte weitergegeben werden.

Stützt sich auf ein einzelnes Rechtsgutachten, keine unabhängige Zweitquelle geprüft.