Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-J-FIN-2012-1376
Relevanz 3BANK
2012
nur Jahresangabe in der Quelle
2012
Zerschlagene Landesbank: Was aus den Resten der WestLB wird
WirtschaftsWoche
Recherche: DC
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Die WestLB wurde nach mehreren Rettungsversuchen zum 30.06.2012 endgültig zerschlagen, Nordrhein-Westfalen stellte allein für Personal- und Pensionskosten rund 1 Mrd. Euro zurück.

Belegt Zerschlagungsdatum und NRW-Rückstellung. Die Gesamtkosten aller Rettungsrunden seit 2008 sind hiermit nicht vollständig beziffert.

BSDC-B-FIN-2019-1377
Relevanz 3BANK
2019
nur Jahresangabe in der Quelle
2019
Söder: Vorzeitige Beendigung des EU-Beihilfeverfahrens zur BayernLB
Bayerisches Landesportal
Recherche: DC
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Bayern stützte die BayernLB 2008 mit 10 Mrd. Euro, im EU-Beihilfeverfahren musste die Bank davon rund 5,5 Mrd. Euro an den Freistaat zurückzahlen.

Primärquelle der bayerischen Staatsregierung. Bestätigt Rettungssumme 2008 und spätere Rückzahlung.

BSDC-O-FIN-2007-1378
Relevanz 3BANK
2007
nur Jahresangabe in der Quelle
2007
SachsenLB
Finanzwende
Recherche: DC
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Die SachsenLB wurde 2007 in einem Notverkauf an die LBBW abgegeben, der Freistaat Sachsen musste am Ende rund 1,73 Mrd. Euro an Garantien zahlen.

Belegt Notverkauf und tatsächlich gezahlte Garantiesumme, unterscheidet zwischen zugesagter und gezogener Garantie.

BSDC-J-FIN-2019-1379
Relevanz 3BANK
2019
nur Jahresangabe in der Quelle
2019
Rettungspaket: NordLB erhält lang ersehnte Kapitalspritze
Handelsblatt
Recherche: DC
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Nach faulen Schifffahrtskrediten einigten sich Land Niedersachsen, die Sparkassen-Finanzgruppe und Sachsen-Anhalt 2019 auf ein Rettungspaket von 3,63 Mrd. Euro für die NordLB.

Belegt die Zusammensetzung und Höhe des Rettungspakets 2019.

BSDC-O-FIN-2020-1380
Relevanz 3BANK
2020
nur Jahresangabe in der Quelle
2020
About the FinCEN Files investigation
ICIJ
Recherche: DC
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In den 2020 veröffentlichten FinCEN Files war die Deutsche Bank mit 982 gemeldeten Verdachtsfällen und rund 1,3 Billionen Dollar Transaktionsvolumen vertreten, 62 Prozent der gesamten im Datenleck erfassten Summe.

Verdachtsmeldungen sind kein Nachweis abgeschlossener Geldwäsche, sondern Meldungen von Banken selbst an US-Behörden.

BSDC-J-FIN-2021-1381
Relevanz 3BANK
21.10.2021
CumEx-Files 2.0, der skandalöse Steuerbetrug geht weiter
CORRECTIV
Recherche: DC
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Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte kosteten den deutschen Staat zwischen 2000 und 2020 nach Schätzungen rund 36 Mrd. Euro, europaweit bis zu 150 Mrd. Euro.

Rechercheergebnis eines Journalistennetzwerks, keine amtliche Feststellung. Die Größenordnung deckt sich mit weiteren offiziellen Schätzungen.

BSDC-J-FIN-2024-1382
Relevanz 3BANK
2024
nur Jahresangabe in der Quelle
2024
Cum-Ex/Cum-Cum-Skandal: Versagt der Staat beim Zurückholen der Milliarden?
ZDFheute
Recherche: DC
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Bis Ende 2023 hatte der deutsche Staat vom Cum-Ex/Cum-Cum-Schaden laut Bundesfinanzministerium erst rund 200 Mio. Euro zurückgeholt, keine 1 Prozent des Gesamtschadens.

Belegt den Rückholstand zum Stichtag 31.12.2023. Weitere Rückholungen nach diesem Datum sind hiermit nicht erfasst.

BSDC-P-FIN-2021-1383
Relevanz 3BANK
28.07.2021
Bundesgerichtshof bestätigt Verurteilung im ersten Cum-Ex-Strafverfahren
Bundesgerichtshof
Recherche: DC
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Der BGH stellte am 28.07.2021 im ersten bundesweiten Cum-Ex-Strafverfahren höchstrichterlich fest, dass die Geschäfte Steuerhinterziehung waren, und ordnete die Einziehung von rund 176 Mio. Euro bei der Bank M.M. Warburg an.

Primärquelle, die offizielle Pressemitteilung des BGH zum Grundsatzurteil.

BSDC-J-FIN-2024-1384
Relevanz 3BANK
2024
nur Jahresangabe in der Quelle
2024
Christian Olearius: Gericht weist Vorwürfe des Ex-Warburg-Chefs klar zurück
Handelsblatt
Recherche: DC
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Das Verfahren gegen den früheren Warburg-Mitinhaber Christian Olearius wegen mutmaßlich 14-facher schwerer Steuerhinterziehung wurde wegen dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit eingestellt.

Eine Verfahrenseinstellung wegen Verhandlungsunfähigkeit ist kein Freispruch und keine Verurteilung.

BSDC-J-FIN-2020-1385
Relevanz 3BANK
2020
nur Jahresangabe in der Quelle
2020
HVB akzeptiert Bußgeldbescheide wegen Steuerdelikten
DAS INVESTMENT
Recherche: DC
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Die HypoVereinsbank akzeptierte Bußgeldbescheide von 9,8 sowie weiteren 19,1 Mio. Euro, weil im Cum-Ex-Komplex mehrfach Kapitalertragsteuer auf dieselben Dividenden erstattet worden war.

Belegt beide Bußgeldbescheide gegen die HypoVereinsbank getrennt voneinander.

BSDC-O-FIN-2021-1386
Relevanz 3BANK
27.04.2021
Folgen des BGH-Urteils: Banken müssen Geld erstatten
vzbv
Recherche: DC
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Der BGH erklärte am 27.04.2021 (Az. XI ZR 26/20) die in Banken-AGB verbreitete Zustimmungsfiktion für unwirksam, Schweigen der Kunden durfte nicht länger als Zustimmung zu Gebührenerhöhungen gelten.

Betrifft alle Banken, die diese Klausel verwendeten, nicht nur die konkret beklagte Bank.

BSDC-J-FIN-2021-1387
Relevanz 3BANK
2021
nur Jahresangabe in der Quelle
2021
Kontogebühren zurückholen: Deutsche Bank plant 300 Millionen Euro ein
t-online
Recherche: DC
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Die Deutsche Bank plante nach dem BGH-Zustimmungsfiktion-Urteil mit rund 300 Mio. Euro Rückerstattungen an Kunden für unrechtmäßig erhöhte Kontogebühren.

Eine geplante Rückstellung ist keine Aussage darüber, wie viel tatsächlich an Kunden ausgezahlt wurde.

BSDC-J-FIN-2025-1388
Relevanz 3BANK
04.02.2025
BGH: Negativzinsen auf Spareinlagen und Tagesgeld unwirksam
ZDF
Recherche: DC
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Der BGH entschied am 04.02.2025 in vier Verfahren der Verbraucherzentralen, dass Verwahrentgelte auf Giro-, Tagesgeld- und Sparkonten unzulässig waren. Zum Höchststand im Mai 2022 hatten mindestens 455 deutsche Banken solche Negativzinsen verlangt.

Belegt Urteilsdatum und die Zahl betroffener Banken zum Höchststand 2022.

BSDC-J-FIN-2016-1389
Relevanz 3BANK
2016
nur Jahresangabe in der Quelle
2016
Teures Kirch-Interview: Rolf Breuer zahlt 3,2 Millionen bei Vergleich mit Deutscher Bank
juve.de
Recherche: DC
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Im Streit um die Kirch-Pleite zahlte die Deutsche Bank 2014 einen Vergleich von 775 Mio. Euro an die Kirch-Erben, insgesamt rund 928 Mio. Euro in der Sache. Ex-Bankchef Rolf Breuer zahlte 2016 zusätzlich 3,2 Mio. Euro aus eigener Tasche.

Belegt beide Vergleichszahlungen getrennt, die der Bank 2014 und die private von Breuer 2016.

BSDC-J-FIN-2006-1390
Relevanz 3BANK
2006
nur Jahresangabe in der Quelle
2006
Victory für Ackermann und Co: Mannesmann-Prozess endet mit Freisprüchen
heise online
Recherche: DC
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Im Mannesmann-Prozess um mutmaßlich untreue Millionen-Prämien wurde das Verfahren gegen den späteren Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann 2006 gegen eine Geldauflage von 3,2 Mio. Euro eingestellt.

Eine Einstellung gegen Geldauflage nach § 153a StPO ist kein Freispruch und kein Schuldeingeständnis.

BSDC-O-FIN-2017-1391
Relevanz 3BANK
2017
nur Jahresangabe in der Quelle
2017
Liste der höchsten Strafen gegen Banken
Wikipedia
Recherche: DC
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Die Deutsche Bank einigte sich 2017 mit dem US-Justizministerium auf 3,1 Mrd. Dollar Strafe plus 4,1 Mrd. Dollar Verbraucherhilfe wegen des Verkaufs fehlerhaft besicherter Hypothekenpapiere vor der Finanzkrise.

Übersichtsquelle, keine Primärquelle. Die Kernzahlen dieses Einzelfalls sind aber auch in Primärquellen des DOJ öffentlich dokumentiert.

BSDC-J-FIN-2022-1392
Relevanz 3BANK
13.12.2022
BGH beendet Postbank-Übernahmestreit, Urteil zugunsten von Aktionären wird rechtskräftig
raue.com
Recherche: DC
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Der BGH entschied am 13.12.2022 zugunsten klagender Postbank-Aktionäre, dass die Deutsche Bank ihnen möglicherweise mehr als die 2010 gezahlten 25 Euro je Aktie hätte bieten müssen, weil sie schon ab Herbst 2008 faktisch die Kontrolle über die Postbank gehabt haben könnte.

Ein Grundsatzurteil zur Rechtsfrage, die konkrete Nachzahlungshöhe wurde in Folgeverfahren verhandelt.

BSDC-O-FIN-1974-1393
Relevanz 3BANK
26.06.1974
Herstatt Bank
Wikipedia (Übersichtsartikel)
Recherche: DC
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Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen schloss die Kölner Herstatt Bank am 26.06.1974 wegen riskanter Devisenspekulationen, bei einem Eigenkapital von nur 44 Mio. D-Mark hatte sie Verluste von 470 Mio. D-Mark angehäuft.

Übersichtsquelle zu einem historischen, gut dokumentierten Fall. Der Begriff 'Herstatt-Risiko' und die Basel-Committee-Gründung als Folge sind in der Fachliteratur breit belegt.

BSDC-P-GER-2019-1394
Relevanz 3STAAT, UEBERWACHUNG
11.12.2019
VfGH-Erkenntnis: Bundestrojaner und Kfz-Kennzeichenerfassung verfassungswidrig
Verfassungsgerichtshof Österreich
Recherche: DC
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Der österreichische VfGH erklärte am 11.12.2019 (G 72-74/2019, G 181-182/2019) den geplanten Bundestrojaner zur verdeckten Überwachung verschlüsselter Kommunikation (WhatsApp, Skype) sowie die flächendeckende Kfz-Kennzeichenerfassung für verfassungswidrig. Begründung: verdeckte Computerüberwachung ist ein schwerer Eingriff in das durch Art. 8 EMRK geschützte Recht auf Achtung des Privatlebens und nur in sehr engen Grenzen zulässig.

Das Erkenntnis betrifft die geplante Gesetzesgrundlage von 2018, nicht einen bereits erfolgten Einsatz. Ob und in welcher Form ein Bundestrojaner in Österreich seither eingesetzt wird, ist aus dieser Quelle nicht belegt.

BSDC-J-FND-2023-1395
Relevanz 3STAAT, CYBERCRIME
14.06.2023
Xplain-Hack: Play-Ransomware-Gruppe veröffentlicht gestohlene Bundesdaten im Darknet
Bundesamt für Justiz (BJ) Schweiz
Recherche: DC
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Ende Mai 2023 wurde bekannt, dass der Schweizer Software-Dienstleister Xplain Opfer eines Ransomware-Angriffs der Gruppe Play wurde. Betroffen waren Betriebsdaten der Bundesverwaltung, darunter Armee, Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie Fedpol. Weil Xplain kein Lösegeld zahlte, veröffentlichten die Angreifer das gestohlene Datenpaket am 14.06.2023 im Darknet. Laut Medienberichten waren darunter vertrauliche Dokumente des Nachrichtendienstes, Adressen von Bundesratsmitgliedern sowie Sicherheitsinformationen zu ausländischen Diplomaten und Botschaften.

Die genaue Zahl der betroffenen Personendatensätze schwankt je nach Quelle (bis zu 1,3 Mio. Datensätze bzw. bis zu 425.000 Auslandschweizer laut swissinfo). Eine offizielle, abschließende Gesamtzahl der Bundesstelle liegt hier nicht vor.

BSDC-O-FIN-2019-1396
Relevanz 3CYBERCRIME, MEGA-BREACH
22.07.2019
Equifax zahlt bis zu 700 Mio. USD Vergleich für Datenleck von 147 Millionen Personen
Federal Trade Commission (FTC)
Recherche: DC
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Equifax gab im September 2017 ein Datenleck bekannt, das personenbezogene Daten von 147 Millionen Menschen offenlegte: mindestens 147 Mio. Namen und Geburtsdaten, 145,5 Mio. Sozialversicherungsnummern sowie 209.000 Zahlungskartennummern samt Ablaufdatum. Die FTC stellte fest, dass Equifax grundlegende Sicherheitsmaßnahmen versäumt hatte, u. a. das Patchen bekannter Schwachstellen, die Netzwerksegmentierung und funktionierende Angriffserkennung auf Altsystemen. Im Vergleich mit FTC, CFPB und 50 US-Bundesstaaten/Territorien zahlte Equifax mindestens 575 Mio. USD, potenziell bis zu 700 Mio. USD, davon bis zu 425 Mio. USD als Entschädigung für Betroffene.

Der Vergleich betrifft US-Recht und US-Betroffene; Aussagen zu europäischen Equifax-Kunden oder einer DSGVO-Sanktion sind aus dieser Quelle nicht belegt.

BSDC-J-FND-2023-1397
Relevanz 3CYBERCRIME, MEGA-BREACH
26.10.2023
MOVEit/Cl0p-Massenhack: über 2.500 Organisationen und 66 Millionen Betroffene
Emsisoft / Wikipedia (2023 MOVEit data breach)
Recherche: DC
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Die Ransomware-Gruppe Cl0p nutzte ab dem 27.05.2023 eine Zero-Day-Schwachstelle in der Dateiübertragungssoftware MOVEit Transfer aus, um bei zahlreichen Organisationen weltweit Daten abzuziehen. Stand 24.08.2023 waren laut Emsisoft 988 Opfer bekannt; bis zum 26.10.2023 waren 2.559 Organisationen mit insgesamt 66.369.148 betroffenen Personen bestätigt. Damit gilt der Angriff als einer der größten Massen-Datendiebstähle über eine einzelne Software-Schwachstelle.

Die Opferzahlen sind kumulative Zwischenstände aus laufender Berichterstattung, keine amtlich abschließend festgestellte Endsumme; sie können je nach Quelle und Erhebungsdatum leicht abweichen.

BSDC-J-FND-2024-1398
Relevanz 3CYBERCRIME, MEGA-BREACH, FIN
12.07.2024
Snowflake-Datenleck-Welle: Ticketmaster, Santander und AT&T über kompromittierte Cloud-Konten betroffen
CNBC / Cloud Security Alliance
Recherche: DC
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Zwischen April und Juni 2024 griff die Gruppe UNC5537 gezielt Kundenkonten des Cloud-Datenanbieters Snowflake an, bei rund 165 betroffenen Organisationen, darunter Ticketmaster/Live Nation, Santander Bank, AT&T, Advance Auto Parts und Neiman Marcus. Ursache war laut Untersuchungsbericht das Fehlen einer verpflichtenden Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Kundenkonten, kombiniert mit über die Schadsoftware Lumma Stealer entwendeten Zugangsdaten. Ticketmaster allein meldete den Verlust von Daten von 500 Millionen Nutzern. Im Oktober/November 2024 wurde ein Verdächtiger festgenommen und Anklage gegen zwei Personen erhoben.

Die Zahl von 500 Millionen betroffenen Ticketmaster-Nutzern stammt aus Unternehmensangaben in Medienberichten, nicht aus einer unabhängigen forensischen Bestätigung dieser exakten Größenordnung.

BSDC-J-FND-2024-1399
Relevanz 3CYBERCRIME, MEGA-BREACH, OSINT
09.10.2024
Data Broker National Public Data meldet nach 2,9-Milliarden-Datensätze-Leck Insolvenz an
The Record (Recorded Future News) / Cybernews
Recherche: DC
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Am 07.04.2024 bot ein Hacker unter dem Namen USDoD auf dem Kriminalmarktplatz Breached eine Datenbank mit angeblich 2,9 Milliarden Datensätzen zu US-Bürgern an (277,1 GB), darunter vollständige Namen, aktuelle und frühere Adressen, Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten und Telefonnummern. Der Datendiebstahl beim Data Broker National Public Data begann im Dezember 2023, der eigentliche Abfluss ab April 2024. Am 02.10.2024 meldete das Unternehmen Insolvenz an, mit geschätztem Vermögen von nur 25.000 bis 75.000 USD. Generalstaatsanwälte aus über 20 US-Bundesstaaten fordern Bußgelder, rund 20 Sammelklagen sowie FTC-Ermittlungen laufen parallel.

Die Zahl von 2,9 Milliarden Datensätzen stammt aus der Eigenangabe des Angreifers beim Verkaufsangebot, nicht aus einer unabhängigen forensischen Verifikation der exakten Datensatzmenge.

BSDC-J-IDN-2021-1400
Relevanz 3IDENTITAET, DACH
07.03.2021
Schweiz lehnt private E-ID 2021 klar ab, Staat übernimmt bei zweitem Anlauf 2025
SRF / Bundesamt für Justiz
Recherche: DC
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Am 07.03.2021 lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung mit knapp zwei Dritteln Nein-Stimmen ein E-ID-Gesetz ab, das eine private Firma mit der Ausgabe der elektronischen Identität beauftragt hätte. Das Parlament verabschiedete am 20.12.2024 ein neues E-ID-Gesetz, bei dem der Staat die technische Infrastruktur betreibt und auf Open-Source-Komponenten setzt. Über diese zweite Vorlage stimmte die Schweiz am 28.09.2025 erneut ab, nachdem ein Referendum mit 55.344 gültigen Unterschriften zustande gekommen war.

Das Ergebnis der Abstimmung vom 28.09.2025 selbst ist aus den vorliegenden Quellen nicht mit belastbarer Zahl belegt und wird hier bewusst nicht behauptet.