Quellen-Tabelle

Alle erfassten Quellen mit Kernaussage und Klartext im Volltext.

BSDC-IDDatumTitel & QuelleKernaussageKlartext
BSDC-J-FIN-2026-156
in KraftRelevanz 3C1
14.07.2026
"Digital euro raises concerns over control and financial privacy" — Kritische Stimmen und Stablecoin-Vergleichszahlen
CryptoBriefing
Recherche: DC
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Der European Data Protection Board wies bereits 2021 auf das Risiko hin und empfahl, dass jedes digitale-Euro-System anonyme oder pseudonyme Transaktionsoptionen enthalten sollte. Euro-denominierte Stablecoins erreichten im Januar 2026 eine Marktkapitalisierung von rund 450 Millionen Euro, gegenüber rund 50 Millionen Euro nur zwei Jahre zuvor — eine Verneunfachung ganz ohne staatliches Mandat oder Zentralbank-Rückendeckung.

Zwei wichtige Punkte: Erstens zeigt sich, dass der Datenschutz-Einwand nicht neu ist, sondern seit 2021 von der offiziellen EU-Datenschutzaufsicht selbst kommt. Zweitens ein interessanter Kontrastfakt: Private, unregulierte Euro-Stablecoins wachsen schon jetzt rasant — ein Hinweis darauf, dass der Markt eine digitale Euro-Alternative schon selbst entwickelt, unabhängig vom offiziellen Digitalen Euro.

BSDC-J-FIN-2026-157
in KraftRelevanz 2C1
Juli 2026
Juli 2026
"EU Digital Euro: New Regulations Explained" — finaler Regulierungsrahmen vom 11.07.2026
Fachportal
Recherche: DC
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Die 200-seitige Dokumentation soll Innovation mit Datenschutz, Finanzstabilität und monetärer Souveränität in Einklang bringen; als Holding Limit werden 3.000 Euro genannt, mit Offline-Zahlungsfunktion und einem Rollout-Ziel für 2028.

Vorsicht bei dieser Quelle: Sie behauptet einen bereits finalisierten Rahmen zum 11.07.2026 — das steht im Widerspruch zu den offiziellen EZB/Parlaments-Quellen, die erst von einer am 13.07.2026 beginnenden Trilog-Verhandlung sprechen. Vermutlich eine ungenaue oder verfrühte Darstellung. Nicht als Beleg für "Gesetz ist fertig" verwenden, bevor der Widerspruch geklärt ist.

BSDC-B-FND-2026-158
in KraftRelevanz 3F8
12.02.2026
BSI Technische Richtlinie TR-02102 — Ablaufdatum für klassische Verschlüsselung
it-daily.net, mit Bezug auf BSI-Richtlinie und Zitat von BSI-Präsidentin Claudia Plattner
Recherche: DC
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Ab Ende 2031 sollen klassische Verfahren wie RSA oder ECC nur noch in Kombination mit Post-Quanten-Kryptografie eingesetzt werden. Für besonders kritische Anwendungen gilt die Frist bereits ab Ende 2030, digitale Signaturen bekommen bis Ende 2035 Zeit. Das BSI setzt auf einen hybriden Ansatz: Bewährte Verfahren werden nicht verboten, sondern mit quantensicheren Algorithmen kombiniert.

Konkrete, von der deutschen IT-Sicherheitsbehörde selbst gesetzte Fristen: Ab 2030/2031 muss zusätzlich zur normalen Verschlüsselung eine quantencomputer-sichere Methode verwendet werden. Wichtig für den Masterplan-Bereich Technik-Grundlagen: zeigt, dass "sichere Verschlüsselung" kein statischer Zustand ist, sondern sich technisch weiterentwickeln muss.

BSDC-B-FND-2024-159
in KraftRelevanz 3F8, A5
November 2024
November 2024, seither weitere Unterzeichner
Gemeinsame Erklärung von 17+ europäischen Staaten zu Post-Quanten-Kryptografie
BSI und Partnerbehörden aus mittlerweile 20 europäischen Staaten
Recherche: DC
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Das BSI hat zusammen mit Partnern aus 17 europäischen Staaten im November 2024 eine gemeinsame Erklärung zum Thema Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht, die von Wirtschaft, Betreibern kritischer Infrastruktur sowie öffentlicher Verwaltung den Übergang fordert; inzwischen haben Partner aus drei weiteren europäischen Staaten unterzeichnet.

Europaweite Koordination bei der Verschlüsselungs-*Stärkung* — zeigt den Umfang der Kooperation zwischen europäischen Sicherheitsbehörden bei diesem Thema, als Kontrast zur "Going Dark"-Verschlüsselungs-Schwächung im selben Politikfeld (siehe A5).

BSDC-J-FND-2026-160
in KraftRelevanz 2F8, F10
20.02.2026
"Post-Quanten-Kryptografie: Handlungsbedarf für Unternehmen" — Q-Day-Einschätzung und Praxisbeispiel
Computer Weekly (Fachmedium)
Recherche: DC
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In einem gemeinsamen Statement mit Partnern aus 21 europäischen Staaten fordern Sicherheitsexperten Unternehmen und Behörden auf, PQC bis spätestens 2030 zu etablieren. Als Vergleichsbeispiel für heutige Quantencomputer-Leistung: Googles Quantenchip Willow führt laut Google-Angaben eine Benchmark-Berechnung in unter fünf Minuten durch, für die ein klassischer Supercomputer rund 10 Septillionen Jahre benötigen würde.

Der Willow-Vergleich ist ein einprägsamer, wenn auch auf eine sehr spezifische Benchmark-Aufgabe bezogener Fakt (nicht 1:1 auf "Verschlüsselung knacken" übertragbar, aber illustriert die Dimension des technologischen Sprungs) — gut geeignet für Community-Content, sollte aber mit der Einschränkung verwendet werden, dass diese Beschleunigung nicht automatisch bedeutet, dass Verschlüsselung schon heute gefährdet ist.

BSDC-B-FND-2026-161
in KraftRelevanz 3F8
23.01.2026
Bundesquantenallianz — Q-Day-Zeitschätzung, aktualisiert
Bundesquantenallianz, mit direktem BSI-Bezug
Recherche: DC
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Aktuelle Schätzung für den "Q-Day" (Zeitpunkt, ab dem Quantencomputer kryptografisch relevant werden): 10–15 Jahre — nach unten korrigiert von zuvor 20 Jahren, aufgrund wichtiger technologischer Durchbrüche. Die BSI-Empfehlungen geben klare Fristen für die PQC-Migration: 2032 allgemein, 2030 für kritische Infrastruktur.

Wichtige Einordnung: Die Einschätzung, wann Quantencomputer eine echte Bedrohung für heutige Verschlüsselung werden, wurde selbst schon einmal nach vorne korrigiert (von 20 auf 10-15 Jahre) — das zeigt, wie dynamisch sich diese Einschätzung entwickelt und warum die BSI-Fristen eher vorsichtig-frühzeitig als übertrieben wirken.

BSDC-B-FND-2026-162
in KraftRelevanz 3F4
20.04.2026
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 — Gesamtaufklärungsquote
Bundeskriminalamt (BKA)
Recherche: DC
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Die registrierten Straftaten sind 2025 um 5,6% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, auch unter Berücksichtigung der Cannabis-Teillegalisierung bleibt ein Rückgang von 4,7%. Die Aufklärungsquote bleibt mit 57,9% stabil auf dem Niveau der Vorjahre (2024: 58,0%).

Wichtige Basiszahl: Die allgemeine Kriminalität in Deutschland sinkt, die Aufklärungsquote bleibt seit Jahren stabil bei knapp 58% — unabhängig von den zwischenzeitlich diskutierten neuen Überwachungsinstrumenten. Guter Beleg für die Frage, ob mehr Überwachung überhaupt nötig wäre, um das aktuelle Sicherheitsniveau zu halten.

BSDC-B-FND-2026-163
in KraftRelevanz 3F4, B3
12.05.2026
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
BKA Bundeslagebild Cybercrime 2025 — Aufklärungsquote Inland vs. Ausland
Bundeskriminalamt (BKA)
Recherche: DC
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Die Zahl der Auslandstaten (207.888) übersteigt die Inlandstaten (126.034) inzwischen deutlich. Die Aufklärungsquote spiegelt dieses Ungleichgewicht: Inland 31,4%, Ausland nur 2,0%.

Das ist der wichtigste Einzelfund dieses Batches für Blackstones Argumentation: Zwei Drittel aller Cyberstraftaten gegen Deutschland kommen aus dem Ausland — dort liegt die Aufklärungsquote bei gerade einmal 2%. Das ist ein starkes Argument gegen die Wirksamkeit von Instrumenten wie Vorratsdatenspeicherung oder IP-Adressspeicherung (Dossier B3): Diese setzen an inländischen Anbietern an, während der Großteil der Bedrohung von dort ohnehin nicht erfasst werden kann.

BSDC-B-FND-2026-164
in KraftRelevanz 3F4
12.05.2026
Original-BKA-Pressemitteilung zum Bundeslagebild Cybercrime 2025
Bundeskriminalamt, Zitat BKA-Vizepräsidentin Martina Link
Recherche: DC
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2025 wurden rund 335.000 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne registriert, etwa zwei Drittel davon (207.888) aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro, rund 4,5% des Bruttoinlandsprodukts.

Offizielle BKA-Einschätzung zur Größenordnung — wichtig, um die Zahlen aus der vorherigen Quelle (Aufklärungsquoten) einzuordnen: Es geht hier um ein wirtschaftlich sehr bedeutendes Problem (4,5% des BIP), bei dem trotzdem der Großteil der Täter faktisch unerreichbar bleibt.

BSDC-J-FND-2026-165
in KraftRelevanz 2F4, F3
26.05.2026
"BKA Bundeslagebild Cybercrime 2025: Was die Zahlen für Ihr Unternehmen bedeuten" — Einordnung inkl. KI-Bedrohungen und Dunkelfeld
DigiFors (IT-Forensik-Fachportal)
Recherche: DC
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Die durchschnittliche Ransomware-Lösegeldzahlung stieg auf rund 456.300 US-Dollar (Vorjahr: 276.615 US-Dollar) — gleichzeitig sank der Anteil der Unternehmen, die tatsächlich zahlen. Viele Vorfälle werden gar nicht erst angezeigt, aus Angst vor Reputationsschäden oder weil Unternehmen einen Angriff erst nach Wochen entdecken.

Wichtige Doppelbotschaft: Einerseits zahlen immer weniger Unternehmen (Zeichen wachsender Widerstandsfähigkeit), andererseits steigt die Lösegeldsumme bei denen, die doch zahlen, deutlich. Und: Die offizielle Statistik erfasst nur einen Teil der Realität, da viele Vorfälle aus Scham oder mangelnder Entdeckung gar nicht gemeldet werden — passt zum Dunkelfeld-Thema aus F3.

BSDC-B-FND-2025-166
in KraftRelevanz 3F1, Masterplan
November 2025
Schätzung veröffentlicht ca. November 2025
GrapheneOS-eigene Nutzerzahlen-Schätzung (offizielle Angabe des Projekts)
GrapheneOS-Projekt selbst (offizieller Social-Media-Account), zitiert via Lemmy.World-Diskussion
Recherche: DC
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Laut einer vom GrapheneOS-Projekt selbst veröffentlichten Schätzung nähert sich die Zahl der GrapheneOS-Geräte 400.000 — basierend auf der Zahl der Geräte, die kürzliche GrapheneOS-Updates heruntergeladen haben. Manche Nutzer könnten mehrere Geräte betreiben, manche laden Updates extern herunter, aber es ist die beste verfügbare Schätzung.

Wichtige Wissenslücke aus dem ursprünglichen Arbeitsplan geschlossen: Es gibt doch eine Zahl, wenn auch nur eine Selbstschätzung des Projekts, keine unabhängig verifizierte Angabe. Rund 400.000 aktive Geräte — deutlich mehr als eine reine Nischen-Community, aber weit von Millionen entfernt. Für Blackstone-Artikel wichtig, die Herkunft der Zahl (Eigenschätzung) transparent zu machen.

BSDC-J-FND-2026-167
in KraftRelevanz 2F1, F10
2026
nur Jahresangabe in der Quelle
2026 (wenige Tage vor Erfassung laut Metadaten)
"GrapheneOS: What It Is, What It Does and How to Install It" — Snowden-Empfehlung und Einordnung
Fachportal, umfassender Guide
Recherche: DC
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Edward Snowden nannte GrapheneOS im September 2019 seine eigene Wahl für Smartphone-Sicherheit. Die Nutzerzahl liegt Stand April 2026 bei rund 400.000 — eine kleine Zahl in absoluten Werten, die aber die Natur des Projekts gut beschreibt: eine gehärtete Neufassung des Android Open Source Project, gepflegt von einer kanadischen Non-Profit-Stiftung, an der sich kommerzielle forensische Werkzeuge die Zähne ausbeißen.

Die Snowden-Verbindung ist ein einprägsamer Fakt für Community-Content (bekannter Name, der das Projekt schon vor Jahren empfahl) — gleichzeitig bestätigt diese unabhängige Quelle dieselbe ~400.000-Zahl, was die GrapheneOS-Eigenschätzung zusätzlich stützt.

BSDC-B-FND-2026-168
in KraftRelevanz 2F1
17.03.2023
GrapheneOS Wikipedia-Eintrag — technische Eckdaten und Projektstruktur
Wikipedia, mit Quellenverweisen
Recherche: DC
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GrapheneOS wurde ursprünglich im März 2016 veröffentlicht (als Nachfolger von CopperheadOS), wird als gemeinnützige Organisation seit dem 17. März 2023 offiziell geführt und ist vollständig Open Source unter MIT- und Apache-Lizenzen.

Nützliche Fakten zur Projektgeschichte und Rechtsform — wichtig für Vertrauenswürdigkeits-Argumentation im Masterplan: gemeinnützig organisiert, quelloffen, keine kommerziellen Gewinninteressen im Hintergrund.

BSDC-B-FND-2026-169
in KraftRelevanz 3F1, C4
04.08.2026
"Jeder achte Erwachsene in Deutschland hält Kryptowährungen" — aktuelle YouGov/BearingPoint-Umfrage
YouGov, im Auftrag von BearingPoint (Management- und Technologieberatung)
Recherche: DC
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Knapp neun Millionen Menschen in Deutschland ab 18 Jahren besitzen derzeit Kryptowährungen — 12,8% der volljährigen Bevölkerung. Weitere 4,9% haben früher besessen, sind aber ausgestiegen; 11,4% (rund 7,9 Millionen) können sich einen künftigen Kauf vorstellen. Unter aktiven Anlegern bleibt Bitcoin klarer Marktführer: 74,6% halten Bitcoin im Depot.

Sehr aktuelle, konkrete Zahl (Anfang August 2026): Etwa jeder achte erwachsene Deutsche besitzt Kryptowährungen — eine deutlich höhere Zahl als ältere Statistiken (die teils nur 4% Nutzung zeigten). Wichtig für den Masterplan-Bezug: Zeigt, dass Kryptowährungen längst kein Nischenphänomen mehr sind, sondern eine relevante Anlageklasse mit zweistelliger Beteiligungsquote — relevant für die MiCA-Regulierung (Dossier C4) und Blackstones Finanz-Kapitel.

BSDC-B-FND-2026-170
in KraftRelevanz 3F1, F2
Juli 2026
Feld enthält mehrere Jahresangaben, Originaltext prüfen
Erhebung 2025, veröffentlicht Juli 2026
Bundesbank "Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" — Krypto-Token-Besitz als Teil der offiziellen Zahlungsverhaltensstudie
Deutsche Bundesbank
Recherche: DC
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Seit 2020 wird im Rahmen der Zahlungsverhaltensstudie nach dem Besitz von Krypto-Token gefragt. Der Anteil derjenigen, die Krypto-Token halten bzw. den Kauf geplant haben, ist gestiegen; die Verbreitung von Krypto nimmt weiterhin zu, bleibt jedoch auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zu klassischen Zahlungsmitteln.

Wichtiger methodischer Unterschied zur vorherigen Quelle: Die Bundesbank fragt nach Krypto-*Besitz als Zahlungsmittel*-Kontext (niedrigere, aber seit 2020 kontinuierlich erhobene Zeitreihe), die BearingPoint-Studie fragt nach Krypto als *Geldanlage*. Beide Blickwinkel sind für unterschiedliche Blackstone-Kapitel relevant — Zahlungsmittel-Perspektive für Kapitel 2, Anlage-Perspektive eher am Rande.

BSDC-J-FND-2026-171
in KraftRelevanz 2F1, F10
05.08.2026
"Krypto-Trends 2026: Besitz, Risikobewusstsein und steuerliche Änderungen" — Geschlechter- und Alterslücke
Investieren24 (Fachportal)
Recherche: DC
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Fast 20% der Männer halten digitale Coins, während nur 7,2% der Frauen in Kryptowährungen investiert sind — ein besonders ausgeprägter Geschlechterunterschied im Vergleich zu anderen Finanzmärkten.

Interessanter Zusatzfakt für Community-Content: Die Kluft zwischen Männern und Frauen ist bei Krypto-Investments größer als bei klassischeren Geldanlagen — nicht direkt Blackstone-Kernthema, aber ein Aspekt, der in einem breiteren Artikel zum Thema "wer nutzt eigentlich Krypto" erwähnenswert wäre.

BSDC-B-FND-2025-172
in KraftRelevanz 3F8
01.12.2025
"IT-Sicherheit auf dem digitalen Verbrauchermarkt: Fokus Passwortmanager" — BSI-eigene Vergleichsstudie
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Recherche: DC
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Zentrale Prüffeststellung zu KeePassXC: Die Entwickler betreiben keine eigene Cloud, das Programm nutzt das offene KeePass-2-(kdbx)-Format. Bei mindestens einem anderen getesteten Passwortmanager fanden sich dagegen wesentliche Abweichungen von gängigen Empfehlungen — es würden technische Informationen an den Hersteller gesendet, die diesem Zugriff auf Passwortmanager-Inhalte erlauben könnten.

Das ist eine besonders wertvolle Quelle: eine eigene, vergleichende Testreihe der deutschen IT-Sicherheitsbehörde zu mehreren Passwortmanagern (mindestens KeePassXC, Firefox-Passwortmanager, mSecure, PassSecurium, SecureSafe u.a. laut Inhaltsverzeichnis). Nicht nur eine Einzelprüfung, sondern ein direkter, behördlich durchgeführter Vergleich — die bislang stärkste Einzelquelle für Blackstones Passwortmanager-Empfehlungen im Masterplan (Kapitel 6, Identität).

BSDC-B-FND-2026-173
in KraftRelevanz 3F8
ohne Datum
laufend aktualisiert
Bitwarden — Übersicht aller durchgeführten Audits (offizielle Compliance-Seite)
Bitwarden Inc.
Recherche: DC
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Bitwarden hat wiederholt Netzwerksicherheitsbewertungen und Penetrationstests durch Cure53 sowie separate Prüfungen durch Insight Risk Consulting durchlaufen lassen — darunter dedizierte Audits der Browser-Erweiterung, der Desktop-Anwendung, der mobilen Apps, des Web-Vaults und sogar der eigenen RustCrypto-Bibliothek. Zusätzlich wurde die Kernkryptografie von der Applied Cryptography Group der ETH Zürich unter der Annahme eines vollständig bösartigen Servers geprüft.

Bitwarden hat nicht nur einmal, sondern wiederholt und für praktisch jede einzelne Komponente (nicht nur "die App" pauschal) geprüft werden lassen — inklusive einer akademischen Kryptografie-Prüfung durch eine renommierte Universität unter einem besonders strengen Angriffsmodell. Das ist ein sehr hohes Transparenz-Niveau.

BSDC-J-FND-2026-174
in KraftRelevanz 3F8
30.04.2026
"How to Read a Password Manager Security Audit" — vergleichende Einordnung mehrerer Anbieter
Subger (Fachportal)
Recherche: DC
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Bitwarden: jährliche Audits durch mehrere Firmen. 1Password: SOC 2 Type II plus Penetrationstests. Proton Pass: vollständiger Cure53-Audit beim Launch 2023 (keine kritischen Funde, moderate Funde vor Launch behoben). NordPass: zwei Cure53-Audits plus SOC 2 Type 2 und ISO-27001-Zertifizierung. KeePassXC: community-geprüfte Open-Source-Software — kein beauftragter Third-Party-Audit, aber öffentlich einsehbarer Quellcode.

Sehr nützliche Vergleichsübersicht für den Masterplan: Zeigt auf einen Blick, welches Prüfniveau die im Masterplan genannten Passwortmanager (Bitwarden, Proton Pass, KeePassXC) jeweils haben. Wichtige Nuance: KeePassXC hat KEINEN beauftragten Audit — Sicherheit stützt sich dort auf öffentliche Code-Einsehbarkeit und Community-Prüfung, nicht auf einen bezahlten externen Bericht. Das ist ein relevanter Unterschied, den Blackstone transparent machen sollte.

BSDC-B-FND-2020-175
in KraftRelevanz 2F8
2020
nur Jahresangabe in der Quelle
2020 (frühester dokumentierter Bitwarden-Audit)
Original Cure53-Pentest-Report zu Bitwarden (Volltext-PDF)
Cure53
Recherche: DC
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Direkt zugänglicher Original-Prüfbericht — als Beleg dafür, dass Bitwarden von Anfang an (2020) mit vollständig öffentlichem Quellcode und unabhängigen Prüfberichten gearbeitet hat, nicht erst nachträglich als Reaktion auf Kritik.

Für Zitierfähigkeit wichtig: der Original-Bericht selbst, nicht nur Zusammenfassungen darüber.

BSDC-B-FND-2021-176
in KraftRelevanz 2F1
31.05.2021
Threema-CEO Martin Blatter im Interview — Nutzerzahlen nähern sich 10 Millionen
Watson (Schweizer Newsportal), Interview mit Threema-CEO Martin Blatter
Recherche: DC
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Threema für Private und die Business-Lösung Threema Work waren Mitte 2021 im Begriff, die Marke von zehn Millionen Nutzern zu knacken. Die kostenpflichtige App gewann in den ersten acht Jahren (bis Ende 2020) acht Millionen Nutzer, allein 2021 kamen bis dahin fast zwei Millionen hinzu. Das Gros der neuen Nutzer stammte aus Deutschland, rund ein Fünftel aus der Schweiz.

Das ist die letzte direkte Unternehmensangabe, die bei dieser Recherche gefunden wurde — von 2021. Seither keine neuere, ähnlich verlässliche direkte Aussage des Unternehmens gefunden. Für einen aktuellen Blackstone-Artikel unzureichend allein — als Ausgangspunkt/untere Grenze verwendbar ("mindestens 10 Millionen, Stand 2021"), mit klarer Datierung.

BSDC-B-FND-2020-177
in KraftRelevanz 3F8, F1
04.02.2020
Kuketz-Blog-Analyse zu Threema — inkl. Cure53-Audit-Hinweis
Kuketz IT-Security Blog (renommierter deutscher Datenschutz-Blog)
Recherche: DC
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Alle Server von Threema befinden sich in der Schweiz. Clientseitig ist Threema quelloffen, wodurch eine unabhängige Überprüfung der Sicherheit möglich ist. Der letzte dokumentierte Sicherheitsaudit wurde im November 2020 von Cure53 durchgeführt, bei dem einige wenige unkritische Schwachstellen gefunden wurden. Der Autor warnt ausdrücklich: Der Blog werde oft mit der Aussage "Threema sei der sicherste Messenger" verlinkt — das sei ein verzerrtes Bild, das im Beitrag so nicht dargestellt werde.

Wichtiger Hinweis für Blackstones Ehrlichkeitsprinzip: Der Autor selbst warnt davor, seine eigene positive Einordnung zu einer Übertreibung ("der sicherste Messenger") zu verzerren. Genau die Art Selbstkorrektur, die Blackstone auch bei den eigenen Inhalten anstreben sollte — nicht "sicherster", sondern "gut geprüft, quelloffen, Schweizer Serverstandort".

BSDC-B-FND-2025-178
in KraftRelevanz 2F1
Juli 2025
Datenstand Juli 2025 laut Seite (genaue Zahl hinter Bezahlschranke)
Statista-Zeitreihe zu Threema-Nutzerzahlen (Methodik-Hinweis)
Statista
Recherche: DC
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Bestätigt methodisch den Wachstumsverlauf (400.000 Nutzer Anfang 2014 auf mehrere Millionen während der WhatsApp-Facebook-Übernahme), aktuellste Zahl (Juli 2025) liegt hinter einer Bezahlschranke und konnte hier nicht extrahiert werden.

Es gibt eine aktuellere Zahl (Stand Juli 2025), die aber kostenpflichtig ist — für ein künftiges Batch mit Statista-Zugang oder über eine frei zugängliche Zweitquelle nachrecherchieren.

BSDC-B-FND-2025-179
in KraftRelevanz 3F1
April 2025
April 2025
Signal-Präsidentin Meredith Whittaker im NZZ-Interview — offizielle Nutzerzahlen-Angabe
Meredith Whittaker (Präsidentin Signal Foundation), im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)
Recherche: DC
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Signal erreichte laut Foundation-Präsidentin Meredith Whittaker im April 2025 zwischen 70 und 100 Millionen monatlich aktive Nutzer. Kumulierte Downloads überschritten seit dem App-Debüt 2014 die Marke von 218 Millionen. Die Organisation hat seither kein aktuelleres Update zu den monatlich aktiven Nutzern veröffentlicht.

Deutlich verlässlicher als die Threema-Zahlen aus dem vorherigen Batch: eine direkte, aktuelle (2025) Aussage der Organisationsspitze selbst, nicht nur eine Schätzung Dritter. Wichtig: Die Bandbreite (70-100 Mio.) zeigt, dass selbst Signal selbst keine exakte Zahl nennt — auch bei einer seriösen Quelle bleibt eine gewisse Unschärfe normal.

BSDC-B-FND-2025-180
in KraftRelevanz 3F1, F8
19.09.2025
Signal Technology Foundation — Finanzzahlen aus IRS Form 990
Signal Technology Foundation, offizielle US-Steuererklärung (Form 990), eingereicht September 2025
Recherche: DC
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Die Signal Technology Foundation ist eine steuerbefreite gemeinnützige Organisation (501(c)(3), Status seit Februar 2019), mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, meldete 2024 Einnahmen von 29.413.537 US-Dollar (davon 21.843.492 Dollar aus Spenden) — ein Rückgang gegenüber 35.750.994 Dollar im Jahr 2023. Signal arbeitet ohne Werbetreibende und ohne externe Investoren.

Wichtiger Fakt für die Vertrauenswürdigkeits-Argumentation im Masterplan: Signals Finanzen sind über öffentliche US-Steuerunterlagen nachprüfbar — kein Geheimnis, sondern Behördendokument. Kein Werbegeschäft, keine Investoren, die Kontrolle über das Unternehmen beanspruchen könnten.