Datenleck brasilianisches Gesundheitsministerium: 243 Millionen Patientendaten offen
Aus den Berichten geht nicht hervor, ob und in welchem Umfang Dritte die offenliegenden Zugangsdaten tatsächlich zum Abruf der Datenbank genutzt haben. Auch bleibt unklar, ob eine Behörde ein Bußgeld verhängte oder wer konkret für die fehlerhafte Programmierung verantwortlich gemacht wurde.
Quelle öffnen →Security Boulevard, unter Berufung auf EstadãoRecherche: DC
Ticketmaster-UK-Datenleck durch Magecart-Angriff auf Chatbot
Offen bzw. strittig blieb, wer die Verantwortung für die Sicherheitslücke im Chatbot-Code trug. Ticketmaster machte den Drittanbieter Inbenta verantwortlich, während Inbenta erklärte, Ticketmaster habe den Code entgegen den Vorgaben eingesetzt. Die genaue technische Angriffskette der Magecart-Täter sowie deren Identität wurden nicht öffentlich im Detail rekonstruiert.
Quelle öffnen →Information Commissioner's Office (ICO), UKRecherche: DC
BVerfG erklärt erweiterte Datennutzung der Antiterrordatei teilweise für verfassungswidrig
Wie oft die erweiterte Datennutzung seit 2015 tatsächlich angewendet wurde, ist nicht dokumentiert. Anders als beim Urteil von 2013 mit Übergangsfrist erklärte das Gericht die Vorschrift 2020 sofort für nichtig.
FTC-Vergleich mit Zoom wegen irreführender Verschlüsselungsversprechen
Die FTC verhängte in diesem Fall kein Bußgeld, sondern Verhaltensauflagen und ein zwanzigjähriges Audit-Programm. Wie viele Nutzer konkret durch die falschen Verschlüsselungsangaben einen Schaden erlitten, ist nicht dokumentiert.
Internetabschaltung in Tigray waehrend des bewaffneten Konflikts in Aethiopien
Die genaue technische Umsetzung der Abschaltung ist aus offenen Quellen nur teilweise rekonstruierbar; das Ausmass einer gezielten Kommunikationsueberwachung neben der reinen Abschaltung laesst sich nicht belegen.
ICO-Bußgeld gegen Marriott wegen Starwood-Datenpanne
Ob Marriott gegen den Bußgeldbescheid Rechtsmittel eingelegt hat, geht aus der Quelle nicht hervor. Die separate Geldbuße der US-Behörde FTC gegen Marriott aus dem Jahr 2024 ist ein eigenständiges, späteres Verfahren und nicht Gegenstand dieser Quelle.
Quelle öffnen →Information Commissioner's Office (Vereinigtes Königreich)Recherche: DC
ICO reduziert Marriott-Bußgeld wegen Corona-Pandemie von 99 auf 18,4 Millionen Pfund
Aus dieser Quelle nicht belegt ist, ob Marriott gegen den Bußgeldbescheid Rechtsmittel eingelegt hat und wie sich die Kosten des Unternehmens durch den Vorfall insgesamt bezifferten.
Enel-Group-Doppelangriff 2020: Snake/EKANS und Netwalker treffen italienischen Energiekonzern zweimal
Ob Enel tatsächlich Lösegeld gezahlt hat, ist nicht öffentlich belegt. Die Angabe von 5 Terabyte gestohlener Daten stammt allein von der Erpressergruppe selbst und wurde von Enel weder bestätigt noch widerlegt.
1MDB-Skandal: Goldman Sachs zahlt 2,9 Milliarden Dollar wegen Bestechung in Malaysia
Die genaue Gesamthöhe der aus 1MDB veruntreuten Gelder ist nicht abschließend geklärt, Schätzungen liegen bei rund 4,5 Milliarden Dollar. Der Verbleib erheblicher Teile der Gelder ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Die zentrale Figur Jho Low gilt als international per Haftbefehl gesucht.
1MDB-Korruptionsskandal: Goldman-Sachs-Vergleich mit US-Justiz
Der mutmaßliche Drahtzieher Jho Low blieb zum Zeitpunkt der Mitteilung flüchtig und wurde nie persönlich strafrechtlich verurteilt. Wie viel der veruntreuten Gelder tatsächlich zurückgeholt werden kann, war zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht abschließend geklärt. Weitere Gerichtsverfahren gegen beteiligte Personen liefen zu diesem Zeitpunkt noch parallel weiter.
Purdue Pharma bekennt sich in Opioid-Krise schuldig, 8,3-Milliarden-Dollar-Einigung mit DOJ
Weder Sackler-Familienmitglieder noch Purdue-Manager wurden im Rahmen dieser Einigung strafrechtlich angeklagt. Der Betrag der Familie wurde später im Insolvenzverfahren auf rund 6 Milliarden Dollar erhöht und war Gegenstand weiterer Verfahren bis zum US Supreme Court.
Vastaamo-Hack: Erpressung von rund 30.000 Psychotherapie-Patienten mit Therapienotizen
Die genaue Zahl der individuell erpressten Patienten schwankt je nach Quelle zwischen rund 22.000 und 30.000. Der Ausgang eines späteren Berufungsverfahrens sowie tatsächlich geleistete Entschädigungen an die Betroffenen sind in dieser Quelle nicht dokumentiert.
British Airways: ICO-Bußgeld von 183 auf 20 Millionen Pfund reduziert
Die genaue Berechnungsformel für die Reduzierung veröffentlichte die ICO nicht. Ob BA das Bußgeld vollständig gezahlt hat, ist nicht abschließend ersichtlich. Eine separate zivilrechtliche Sammelklage Betroffener ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens.
Quelle öffnen →Information Commissioner's Office (ICO)Recherche: DC
Offen bleibt in der öffentlichen ICO-Dokumentation, welche einzelnen technischen Schwachstellen die Angreifer konkret ausnutzten und wer die Täter waren. Ebenso nicht abschließend belegt ist, in welchem Umfang Kunden durch die Datenweitergabe tatsächlich finanziellen Schaden erlitten, etwa durch Kreditkartenmissbrauch.
Quelle öffnen →Information Commissioner's Office (ICO)Recherche: DC
Bundesrechnungshof kritisiert mangelhaften Datenaustausch zwischen Zoll und Rentenversicherung bei Schwarzarbeitsbekämpfung
Nicht dokumentiert ist ein Einzelfall von rechtswidrigem Datenabgleich. Der Bericht kritisiert primär organisatorische Ineffizienz, nicht einen Datenschutzskandal im engeren Sinne. Offen bleibt, ob die geforderte gemeinsame Datenbank seither umgesetzt wurde.
Microsoft erwirkt Gerichtsbeschluss gegen Trickbot-Botnetz vor US-Wahlen
Nicht belegt ist, wie viele Rechner weltweit tatsächlich infiziert waren. Microsoft und US Cyber Command bezeichneten ihre Aktionen als Störung, nicht als vollständige Zerschlagung. Bereits wenige Wochen später gab es Berichte über teilweise Wiederherstellung der Infrastruktur.
Über welchen technischen Einstiegsvektor die Angreifer eindrangen, wurde nicht öffentlich genannt. Die exakte Zahl der von den veröffentlichten Daten betroffenen Personen wurde nicht offiziell beziffert.
Razzia bei Staatstrojaner-Firma FinFisher wegen illegalem Software-Export in die Türkei
Nicht belegt ist, ob es tatsächlich zu einer rechtswidrigen Ausfuhr kam und wer konkret verantwortlich war. Der Ausgang des Ermittlungsverfahrens war zum Berichtszeitpunkt offen, es liegt kein rechtskräftiges Urteil vor. Unklar bleibt der genaue Lieferweg der Software in die Türkei.
EuGH-Urteil La Quadrature du Net: Grenzen der Vorratsdatenspeicherung
Nicht Gegenstand dieser Pressemitteilung sind die konkrete Umsetzung durch Frankreich und Belgien in der Folgezeit sowie technische Detailfragen der Speicherfristen. Offen blieb zudem, wie einzelne Mitgliedstaaten wie Deutschland ihre eigene Vorratsdatenspeicherungsregelung anpassen mussten; dies wurde erst in Folgeurteilen wie SpaceNet und Telekom Deutschland vom 20.09.2022 konkretisiert.
Quelle öffnen →Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH)Recherche: DC
✅ in KraftPrimärquelle · FundamentBSDC-P-FND-2020-071
EuGH-Urteil La Quadrature du Net — bereits als BSDC-P-IDN-2020-023 erfasst (Querverweis)
Diese Quelle steht schon in der Datenbank (unter B3) — hier nur als Hinweis, dass sie auch als grundlegendes Rechtsprinzip zählt.
Gerichtshof der Europäischen UnionRecherche: DC
✅ in KraftPrimärquelle · Identität & ZugangBSDC-P-IDN-2020-023
EuGH-Urteil La Quadrature du Net u.a. — C-511/18, C-512/18, C-520/18
Das Gericht bestätigt zum dritten Mal: Anonyme Kommunikation ist der Normalfall, den der Staat respektieren muss — Überwachung ist die begründungspflichtige Ausnahme, nicht umgekehrt.
Quelle öffnen →Gerichtshof der Europäischen UnionRecherche: DC
Journalismus · Geld & VermögenBSDC-J-FIN-2020-668
Chainalysis and Integra Win $1.25 Million IRS Contract to Break Monero
H&M: 35,3 Millionen Euro DSGVO-Bußgeld für heimliche Mitarbeiterüberwachung in Nürnberg
Die genaue Zahl der betroffenen Beschäftigten wird in der Pressemitteilung nur als mehrere hundert angegeben, nicht exakt beziffert. Ob H&M gegen den Bußgeldbescheid rechtlich vorging oder dieser rechtskräftig wurde, geht aus der Quelle nicht hervor.
Quelle öffnen →Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI)Recherche: DC
Journalismus · FundamentBSDC-J-FND-2020-1541
Keyword Warrants: US-Polizei lässt sich von Google Listen aller Nutzer geben, die nach bestimmten Begriffen suchten
Wie oft Keyword Warrants tatsächlich zur Verurteilung unbeteiligter Personen führten, ist aus dieser Quelle nicht mit Fallzahlen belegt; die Kritik bezieht sich auf das strukturelle Risiko der Methode.
Fallbeschreibung eines Fachblogs, inhaltlich mit Behörden-Pressemitteilung deckungsgleich.
Quelle öffnen →Dr. Datenschutz (Intersoft Consulting)Recherche: DC
✅ in KraftBehörde/Institution · FundamentBSDC-B-FND-2020-323
BfDI betreibt eigene Mastodon-Instanz seit 2020 — deutsche Behörden-Nutzung
Sehr nützlicher Fakt für Blackstones Glaubwürdigkeit: Die deutsche Datenschutzbehörde selbst nutzt und betreibt eine Mastodon-Instanz als offizielle Alternative — das ist keine Nischen-Empfehlung von Aktivisten, sondern bereits gelebte Praxis einer Bundesbehörde. Guter Beleg für den Masterplan-Abschnitt zu dezentralen Alternativen.
✅ in KraftBehörde/Institution · FundamentBSDC-B-FND-2026-287
Cure53-Gesamtübersicht — Bestätigung des 2020er Threema-Audits im Kontext anderer Privacy-Tools
Bestätigt die Threema-Audit-Historie über die Primärquelle (Cure53 selbst) statt nur über Threemas eigene Darstellung — wichtig für Zitierfähigkeit, auch wenn der Auditzeitpunkt (2020) inzwischen einige Jahre zurückliegt.
Howard Wilkinsons Whistleblower-Bericht an Danske Bank über die Estland-Filiale
Nicht dokumentiert ist, wie genau die Geschäftsleitung intern auf die Berichte reagierte, interne Sitzungsprotokolle liegen nicht öffentlich vor. Die Bank reagierte öffentlich nicht, bis Wilkinsons Name 2018 durchsickerte.
Quelle öffnen →International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ)Recherche: DC
Litauens Zentralbank kooperiert bei Danske-Bank-Geldwäscheermittlungen
Nicht dokumentiert ist eine eigenständige formelle Untersuchung der Danske-Bank-Litauen-Filiale durch die litauische Zentralbank 2019. Der Hauptskandal betraf primär die estnische Filiale, die litauische Zentralbank äußerte sich nur allgemein zur Kooperation, ohne eigene Ermittlungsergebnisse oder Fallzahlen für Litauen zu nennen.
Quelle öffnen →LRT (Lithuanian National Radio and Television)Recherche: DC
FinCEN Files: Geleakte US-Verdachtsmeldungen enthüllen Billionen-Dollar-Geldwäscheverdacht bei Großbanken
Dass die in den SARs genannten Kunden und Firmen tatsächlich Geldwäsche begangen haben, ist durch die Verdachtsmeldungen allein nicht bewiesen. Eine SAR ist eine bankinterne Meldepflicht an FinCEN ohne Anklage oder Gerichtsurteil gegen die genannten Personen. Ob und wie FinCEN auf einzelne Meldungen konkret reagierte, geht aus den geleakten Dokumenten nicht hervor. Die genannten Summen wie die 1,3 Billionen US-Dollar bei der Deutschen Bank beziffern das Volumen der als verdächtig gemeldeten Transaktionen über 18 Jahre, nicht nachgewiesene Straftaten.
Quelle öffnen →ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists) / BuzzFeed NewsRecherche: DC
FinCEN Files: Leak zu Verdachtsmeldungen internationaler Banken
Eine Suspicious Activity Report ist eine interne Verdachtsmeldung und kein Beweis für tatsächliches Fehlverhalten. Welche aufsichtsrechtlichen Maßnahmen sich direkt auf die FinCEN Files zurückführen lassen, ist unklar, da spätere Bußgelder oft auf eigenständigen Ermittlungen beruhen.
FinCEN Files 2020: Leak enthüllt über 2 Billionen Dollar verdächtige Banktransaktionen
Die Quelle trifft keine abschließende juristische Bewertung, ob die gemeldeten Transaktionen tatsächlich Geldwäsche darstellten, und außer der Verurteilung der Whistleblowerin sind keine strafrechtlichen Konsequenzen gegen die genannten Banken oder deren verantwortliche Mitarbeiter belegt.
Quelle öffnen →ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists) / BuzzFeed NewsRecherche: DC
Ransomware am Uniklinikum Düsseldorf: Patientin stirbt nach Umleitung, Staatsanwaltschaft sieht keinen ursächlichen Zusammenhang
Der Fall wird oft als 'erster tödlicher Hackerangriff' zitiert; die Staatsanwaltschaft stellte jedoch gerade keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Angriff und Tod fest. Beide Lesarten kursieren in der Berichterstattung, hier wird bewusst die Ermittlungsfeststellung wiedergegeben.
Quelle öffnen →Staatsanwaltschaft Köln / Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)Recherche: DC
Zhenhua-Datenleck: Chinesische Firma profiliert 2,4 Millionen Menschen weltweit
Ob und in welchem Umfang die chinesische Regierung oder Geheimdienste die Profile tatsächlich für konkrete nachrichtendienstliche Operationen genutzt haben, ist durch diese Quelle nicht belegt. Auch eine offizielle Stellungnahme oder Bestreitung durch Zhenhua Data beziehungsweise die chinesische Regierung sowie rechtliche oder finanzielle Konsequenzen für das Unternehmen werden im Artikel nicht dokumentiert.
Uniklinik Düsseldorf: Ransomware verschlüsselt 30 Server, Patientin stirbt nach Umleitung
Aus dieser Quelle nicht belegt ist die genaue Identität der Angreifer sowie ob ihr tatsächlicher Standort in Russland zweifelsfrei feststeht. Offen bleibt zudem, ob weitere Patienten durch die tagelange Einschränkung der Notaufnahme gesundheitliche Nachteile erlitten.