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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

LockBit veröffentlicht 43 GB Boeing-Daten nach gescheiterter Erpressung

Die Ransomware-Gruppe LockBit listete den US-Flugzeughersteller Boeing am 27.10.2023 auf ihrer Darknet-Leak-Seite als Opfer und drohte mit der Veröffentlichung gestohlener Unternehmensdaten, falls Boeing nicht bis zum 02.11.2023 Kontakt aufnehme. Boeing bestätigte einen Cybervorfall, der nach eigenen Angaben Teile des Ersatzteil- und Distributionsgeschäfts betraf, jedoch keine Auswirkungen auf die Flugsicherheit gehabt habe. Nachdem Verhandlungen offenbar gescheitert waren, veröffentlichte LockBit die Daten bereits am 10.11.2023, früher als die zunächst angekündigte Frist vom 13.11.2023. Sicherheitsforscher bezifferten das veröffentlichte Datenpaket auf rund 40 bis 50 Gigabyte, es enthielt unter anderem Backup-Dateien, Konfigurationen von Software-Management-Systemen sowie Protokolle aus Citrix- und Telefonsystemen. Als möglicher Einfallsvektor wird die im Oktober 2023 bekannt gewordene Citrix-Bleed-Sicherheitslücke CVE-2023-4966 in Citrix-NetScaler-Systemen vermutet, eine offizielle Bestätigung durch Boeing dafür gibt es nicht. Boeing erklärte, Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden informiert zu haben und den Vorfall zu untersuchen. Im Mai 2024 wurde im Zuge einer Anklage des US-Justizministeriums gegen den mutmaßlichen LockBit-Administrator Dmitry Khoroshev bekannt, dass die Angreifer ursprünglich 200 Millionen US-Dollar Lösegeld gefordert hatten, was Boeing bestätigte. Boeing zahlte das geforderte Lösegeld nicht.

heise online

10.11.2023

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Die genaue Menge und der Inhalt der veröffentlichten Daten sind nicht abschließend geklärt, Quellen nennen unterschiedliche Größenangaben zwischen rund 40 und 50 Gigabyte. Der technische Einfallsvektor (vermutlich Citrix Bleed) sowie die Identität der konkret verantwortlichen LockBit-Mitglieder wurden von Boeing nie offiziell bestätigt.

Journalismus

ICBC-Ransomware-Angriff stört US-Staatsanleihenhandel

Am 08. und 09.11.2023 wurde ICBC Financial Services, US-Tochter der weltgrößten Bank ICBC, Opfer eines Ransomware-Angriffs, für den die Gruppe LockBit verantwortlich gemacht wurde. Der Angriff legte den US-Broker-Dealer-Arm lahm und verhinderte die Abwicklung von Trades im US-Staatsanleihenmarkt. ICBC musste Handelsdetails per USB-Stick durch einen Boten übermitteln. Die Rate gescheiterter Abwicklungen stieg am 09.11. auf rund 60 Milliarden US-Dollar.

CNBC

10.11.2023

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Die Zuordnung zu LockBit stützt sich auf Einschätzungen von Sicherheitsfirmen, keine offizielle behördliche Bestätigung in jeder Quelle. US-Finanzministerin Yellen erklärte später, der Hack habe keine materiellen Auswirkungen gehabt, im Spannungsverhältnis zu den anfänglichen Berichten. Ob ein Lösegeld gezahlt wurde, ist unbekannt.

Journalismus

In legal first, 2013 bank haircut victim awarded thousands

Ein zyprisches Gericht sprach 2023 erstmals einem Einleger Schadensersatz für Bail-in-Verluste von 2013 zu, rund 780.833 Euro.

Cyprus Mail

08.11.2023

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Belegt den ersten Präzedenzfall. Die Generalstaatsanwaltschaft legte sofort Berufung ein, das Urteil war zum Zeitpunkt der Meldung nicht rechtskräftig.

Journalismus

eIDAS Artikel 45: Streit um Browser-Pflichtzertifikate (QWAC)

Mehr als 300 Sicherheitsforscher sowie Organisationen wie Mozilla, die EFF, Cloudflare und die Linux Foundation warnten in offenen Briefen vor Artikel 45 der eIDAS-2.0-Verordnung. Die Vorschrift verpflichtet Webbrowser, von EU-Staaten benannte Zertifizierungsstellen für qualifizierte Website-Zertifikate (QWAC) anzuerkennen, ohne dass Browser diese bei Sicherheitsproblemen eigenständig entfernen können. Die Verordnung (EU) 2024/1183 trat am 20.05.2024 in Kraft, Artikel 45 blieb im finalen Text inhaltlich unverändert.

The Record (Recorded Future News)

02.11.2023

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Ob die Klarstellung in Erwägungsgrund 32 die von Forschern befürchteten Risiken wie erzwungene Man-in-the-Middle-Zertifikate durch Mitgliedstaaten tatsächlich verhindert, war zum Zeitpunkt der Quelle nicht abschließend geklärt. Ein dokumentierter Fall, in dem ein EU-Staat ein QWAC bereits missbraucht hat, liegt nicht vor.

Journalismus

LockBit-Ransomwareangriff und Datenleck bei Boeing

Die Ransomware-Gruppe LockBit behauptete im Oktober 2023, in Systeme von Boeing eingedrungen zu sein. Boeing bestätigte Anfang November 2023 einen Cybervorfall, die Flugsicherheit sei nicht betroffen. Ab dem 08.11.2023 veröffentlichte LockBit rund 43 Gigabyte Daten. Eine 2024 unversiegelte DOJ-Anklage bezifferte die ursprüngliche Lösegeldforderung auf 200 Millionen US-Dollar.

BleepingComputer

02.11.2023

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Der genaue Zeitpunkt des Ersteinbruchs und der vollständige Umfang der abgeflossenen Daten sind nicht öffentlich belegt. Die vermutete Ausnutzung der Citrix-Bleed-Schwachstelle wurde von Boeing nicht offiziell bestätigt.

Journalismus

Amazon One: Handvenen-Zahlung in Hunderten US-Supermärkten, Klage wegen fehlender Biometrie-Hinweise

Mit Amazon One können Kunden an der Kasse bezahlen, indem sie ihre Handfläche über einen Scanner halten, der die biometrischen Daten mit gespeicherten Handscans abgleicht und den Betrag vom verknüpften Amazon-Konto abbucht. Bis Ende 2023 plante Amazon, über 500 Whole-Foods-Filialen in den USA mit der Technik auszustatten, nachdem sie bereits in 200 Whole-Foods-Filialen und 200 weiteren Einzelhandelsstandorten im Einsatz war. Ein seit 2021 geltendes New Yorker Landesgesetz verpflichtet Unternehmen, mit gut sichtbaren Schildern auf die Erfassung biometrischer Daten hinzuweisen. Amazon sieht sich einer Sammelklage ausgesetzt, weil solche Hinweisschilder in den kassenlosen Amazon-Go-Filialen angeblich nicht ausreichend sichtbar angebracht waren.

t3n / Notebookcheck

01.11.2023

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Der Ausgang der Sammelklage ist aus dieser Quelle nicht belegt. Amazon selbst betont, dass nur Kunden erfasst werden, die sich aktiv für Amazon One registrieren.

Journalismus

NHS England vergibt 330-Millionen-Pfund-Vertrag zur Gesundheitsdatenverwaltung an Palantir, Proteste und Parlamentskritik

Der britische Gesundheitsdienst NHS England unterzeichnete 2023 einen zunächst siebenjährigen Vertrag über 330 Millionen Pfund, der die zentrale Datenverwaltungsplattform des gesamten Gesundheitssystems an das US-Unternehmen Palantir auslagert. Latifa Patel, Vorsitzende des Vertretungsgremiums der British Medical Association, nannte die Vergabe 'zutiefst besorgniserregend'; Amnesty International forderte von Palantir verbindliche Garantien, Patientendaten künftig nicht zu monetarisieren. 2023 blockierten rund 200 Menschen die NHS-Büros aus Protest gegen die Vertragsvergabe; Aktivisten der Koalition um 'Keep Our NHS Public' organisierten seither wiederholt Informationsstände, Flugblattaktionen und Unterschriftensammlungen. Ein parlamentarischer Ausschuss warnte, Palantirs Rolle stelle eine 'inakzeptable Schwachstelle' dar und verwies auf die Risiken einer Abhängigkeit von wenigen US-Technologieunternehmen.

Deutsches Ärzteblatt / London Review of Books

01.11.2023

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Ob Palantir die geforderten Garantien gegen eine Monetarisierung der Patientendaten tatsächlich abgegeben hat, ist aus dieser Quelle nicht belegt.

Studie

Sanktionsumgehung sudsudanesischer Geschaeftsleute im Umfeld von Praesident Kiir

Die NGO The Sentry dokumentiert, wie von den USA sanktionierte sudsudanesische Geschaeftsleute im inneren Zirkel von Praesident Salva Kiir ihre Sanktionen mutmasslich mittels neu gegruendeter, auf Verwandte registrierter Firmen umgehen. Diese Firmen erhielten nach der Sanktionsverhaengung Regierungsvertraege im Wert von Milliarden US-Dollar.

The Sentry

01.11.2023

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Die wirtschaftliche Eigentuemerschaft der genannten Firmen wird von The Sentry als "wahrscheinlich" dargestellt, nicht als gerichtsfest bewiesen; eine offizielle behoerdliche Bestaetigung liegt nicht vor.

Journalismus

US-Sanktionen und Anklagen gegen Waffenschmuggel-Netzwerk zur Finanzierung haitianischer Banden

Am 1. November 2023 erhob das US-Justizministerium Anklage gegen mehrere haitianische Bandenführer, darunter Jimmy "Barbecue" Cherizier, wegen Terrorismusfinanzierung und Waffenschmuggel aus den USA nach Haiti; parallel verhängte OFAC Sanktionen gegen Netzwerke wie die "G9 Family and Allies", die Handfeuerwaffen ueber Strohkäufer aus Florida bezogen.

US-Justizministerium / OFAC

01.11.2023

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Die Anklagen belegen einzelne Schmuggelfälle, nicht das Gesamtvolumen des Waffenflusses; die Verbindung einzelner Lieferungen zu konkreten Gewalttaten bleibt unspezifiziert.

Primärquelle

GoGuardian überwacht 27 Millionen US-Schüler, EFF deckt massenhaft Fehlalarme auf

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) veröffentlichte am 31.10.2023 den Bericht Red Flag Machine zur Schülerüberwachungssoftware GoGuardian. Die Software überwacht nach EFF-Angaben rund 27 Millionen Schüler in etwa 11.500 Schulen in den USA. GoGuardian analysiert automatisiert Suchanfragen, besuchte Webseiten und Bildschirminhalte auf Schulcomputern und meldet vermeintlich bedenkliche Inhalte an Schulpersonal. Laut den EFF-Autoren Jason Kelley und Kate Prince erzeugt das System deutlich mehr Fehlalarme als korrekt erkannte schädliche Inhalte. Zu den fälschlich als gefährlich eingestuften Inhalten zählen Bewerbungsseiten von Universitäten, Beratungs- und Therapieangebote, Informationen zu Drogenmissbrauch, LGBTQ-Themen und sexueller Gesundheit sowie Nachrichtenseiten und Bildungsmaterial. EFF-Ermittlungsdirektor Dave Maass nannte als Beispiel, dass Schüler wegen des Aufrufs des offiziellen Fitnessratgebers der US Marine Corps markiert wurden. Grundlage des Berichts waren zahlreiche Anfragen nach dem Freedom of Information Act sowie die Auswertung tausender tatsächlicher GoGuardian-Warnmeldungen. Manche großen Schulbezirke erzeugen nach GoGuardian eigenen Angaben bis zu 50.000 Alarme pro Tag.

Electronic Frontier Foundation (EFF)

31.10.2023

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Aus dieser Quelle nicht belegt sind eine offizielle Stellungnahme von GoGuardian zu den Vorwürfen, eine behördliche Sanktion oder Geldstrafe sowie eine exakte bundesweite Gesamtzahl aller erzeugten Fehlalarme.

Journalismus

ICMR-Datenleck: Aadhaar- und Passdaten von 815 Millionen Indern zum Verkauf

Am 09.10.2023 bot ein Akteur namens pwn0001 auf BreachForums 815 Millionen Datensätze mit Namen, Adressen und Aadhaar-Nummern indischer Bürger für 80.000 US-Dollar an. Die Daten stammten aus COVID-19-Testdatenbanken des Indian Council of Medical Research. Die Behörde CERT-In bestätigte die Authentizität, das ICMR erstattete Anzeige.

Medianama

31.10.2023

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Wie die Angreifer Zugang zu den ICMR-Systemen erlangten, ist nicht geklärt. Die Zahl von 815 Millionen wurde nur stichprobenartig, nicht vollständig verifiziert.

Journalismus

Die Telematik-Tarife der Kfz-Versicherer: Rabatt gegen Daten!

Kfz-Versicherer bieten bis zu 45% Rabatt für Telematik-Tarife mit Fahrverhaltenserfassung, über die Hälfte der Datenschutzerklärungen wies Mängel auf.

Dr. Datenschutz

30.10.2023

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Rabatt gegen Datenüberwachung beim Autofahren.

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