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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Behörde/Institution

Sanctions and corrective measures: CNIL's actions in 2025

83 Sanktionen 2025, ca. 486,8 Mio. Euro Gesamtsumme, 21 Einheiten wegen Cookie/Tracker-Verstößen sanktioniert.

CNIL

2025

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Französische Datenschutzbehörde ging 2025 hart gegen Cookie-Verstöße vor.

Behörde/Institution

API-Testphase 2025: 26,7 Mio. Advance-Passenger-Information-Datensätze bei deutschen Behörden

26,7 Mio. API-Datensätze verarbeitet, 20.161 Personen-/5.561 Sachfahndungstreffer, ~90% aller Passagiere erfasst.

netzpolitik.org

2025

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Endgültige bundesweite Trefferquote nicht belegt.

Behörde/Institution

Deutsche Bahn/BMI — 11.000 Kameras an Bahnhöfen, Wirksamkeits-Behauptung "3x mehr Aufklärung"

Faeser: "Die moderne Videotechnik ist jetzt an allen großen Bahnhöfen in Deutschland im Einsatz. Die Bundespolizei kann heute drei Mal mehr Straftaten mit Videotechnik aufklären als noch 2019." Insgesamt sind rund 11.000 Kameras an Bahnhöfen im Einsatz.

LOK Report, mit Zitat der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser

29.12.2024· in Kraft

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**Wichtig für Blackstones Wirksamkeits-Prüfung (F4):** Diese "3x mehr Aufklärung"-Behauptung stammt direkt von der zuständigen Ministerin — anders als bei vielen anderen Blackstone-Dossiers (Chatkontrolle, Vorratsdatenspeicherung) gibt es hier eine konkrete, öffentlich kommunizierte Erfolgszahl. Für ein vollständiges D7-Dossier sollte diese Zahl in einem künftigen Batch unabhängig verifiziert werden (z. B. über die zugrundeliegende Bundespolizei-Kriminalstatistik) — sie könnte tatsächlich eines der stärksten PRO-Argumente in der gesamten Blackstone-Datenbank sein, wenn sie sich bestätigt, oder ein Beispiel für unbelegte Erfolgsbehauptungen, falls nicht.

Behörde/Institution

BfDI Ulrich Kelber — offizielles Zitat zur "herabgestuften Sicherheit"

Der damalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber äußerte sich zu den herabgestuften Sicherheitsstandards beim Zugriff auf die "ePA für alle": "Das wird sich noch als Fehler in der Vertrauensbildung herausstellen."

netzpolitik.org, Zitat Ulrich Kelber (damaliger Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit)

27.12.2024· in Kraft

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**Sehr wichtiger Fund:** Nicht nur der CCC, sondern die damals amtierende deutsche Bundesdatenschutzbehörde selbst kritisierte offiziell, dass die Sicherheitsstandards beim ePA-Zugriff abgesenkt wurden — eine Warnung, die sich im April 2025 laut späteren Quellen (Batch 83, 39C3-Bericht) teilweise bewahrheitete. Das ist ein Muster, das der Datenbank bereits mehrfach begegnet ist (vgl. NRW-Landesdatenschutzbeauftragte bei D3, BKA-Präsident bei A1): Amtliche Vorwarnungen, die sich später als berechtigt erweisen.

Behörde/Institution

Digitales Gefängnis: Cellebrite-Entsperrsoftware gegen Zivilgesellschaft in Serbien

Amnesty International dokumentierte im Dezember 2024, dass serbische Polizei und der Sicherheitsdienst BIA das Cellebrite-Tool UFED nutzten, um Handys von Journalisten und Aktivisten zu entsperren, und anschließend die Spyware NoviSpy installierten. Die Cellebrite-Geräte stammten aus einer 2019 über UNOPS abgewickelten norwegischen Entwicklungshilfe. Nach dem Bericht stellte Cellebrite im Februar 2025 die Nutzung durch die betroffenen serbischen Kunden ein.

Amnesty International (Security Lab)

16.12.2024

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Wie viele weitere Personen in Serbien überwacht wurden, ist offen. Ob Cellebrite von der konkreten Verwendung zur Spyware-Installation wusste, ist nicht belegt, das Unternehmen lieferte die Entsperrtechnik, nicht NoviSpy.

Behörde/Institution

Wikipedia — Johanssons Amtszeit-Ende, Nachfolge durch Magnus Brunner

Ylva Johansson war vom 1. Dezember 2019 bis 30. November 2024 EU-Kommissarin für Inneres, ihr folgte Magnus Brunner nach.

Wikipedia

30.11.2024· in Kraft

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Wichtiger Personalwechsel-Fakt für die zeitliche Einordnung: Die zitierten Johansson-Aussagen (75%-Quote) stammen aus ihrer Amtszeit bis Ende 2024 — seit Dezember 2024 ist mit Magnus Brunner (bereits in Batch 27 als aktuell zuständig erwähnt) eine neue Person für das Dossier verantwortlich. Für Blackstone-Artikel wichtig, bei Zitaten das jeweilige Amtsdatum korrekt zuzuordnen, um keine veraltete Personalzuordnung zu verwenden.

Behörde/Institution

Bundestag-Gutachten zu vertrauenswürdigen Hinweisgebern (WD 7 - 074/24) — Beleihungsproblematik

Trusted Flagger werden von privaten oder juristischen Personen des Privatrechts wahrgenommen; durch die sogenannte Beleihung würden sie eigentlich zu Amtsträgern — allerdings ordnet das Gutachten die Übertragung an Trusted Flagger explizit NICHT als hoheitliche oder schlicht-hoheitliche Aufgabe ein, weshalb sie rechtlich keine "Beliehenen" sind.

Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages

08.11.2024· in Kraft

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Wichtige juristische Feinheit: Private Organisationen bekommen hier eine Sonderrolle vom Staat übertragen — das Gutachten des Bundestags selbst sagt aber: Rechtlich sind sie trotzdem keine Behörden-Vertreter. Wer "der Staat lässt private Zensoren agieren" sagt, verkürzt eine differenziertere Rechtslage.

Behörde/Institution

eIDAS 2.0 Artikel 45: Mozilla warnt vor Zertifikats-Interception durch QWAC-Pflicht

Mozilla veröffentlichte am 07.11.2024 einen Bericht über Artikel 45 der eIDAS-2.0-Verordnung, der Browser verpflichtet, staatlich benannte Qualified Website Authentication Certificates anzuerkennen. Mozilla und die EFF warnten in einem offenen Brief, staatlich kontrollierte kryptografische Schlüssel könnten zur Interception verschlüsselten Webverkehrs genutzt werden. Mehr als 500 IT-Sicherheitsexperten unterzeichneten einen Protestbrief.

Mozilla (Open Policy & Advocacy Blog)

07.11.2024

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Nicht belegt ist, dass es bis Ende 2024 zu einem dokumentierten Fall staatlicher Zertifikats-Interception unter eIDAS 2.0 kam. Die Kritik bezieht sich auf ein befürchtetes Risiko, nicht auf einen nachgewiesenen Missbrauchsfall. Wie wirksam vom EU-Parlament eingeführte Schutzmaßnahmen sind, war noch nicht abschließend geklärt.

Behörde/Institution

Standard-Eurobarometer 102 (Herbst 2024) — Grundvertrauen in EU-Institutionen (Kontextquelle)

51% der Europäer:innen vertrauen der EU — der höchste Wert seit 2007; bei jungen Menschen (15–24 Jahre) liegt das Vertrauen bei 59%.

Europäische Kommission

05.11.2024· in Kraft

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Wichtiger Kontext-Fakt, der Nuancen in die Debatte bringt: Während bei Digitalthemen (Chatkontrolle, Vorratsdaten) berechtigte Kritik an der EU besteht, ist das allgemeine Grundvertrauen in die EU-Institutionen aktuell so hoch wie seit fast 20 Jahren nicht. Für Blackstones Glaubwürdigkeit wichtig: nicht "die EU" pauschal als misstrauisch darstellen, sondern konkrete Politikfelder benennen.

Behörde/Institution

Gemeinsame Erklärung von 17+ europäischen Staaten zu Post-Quanten-Kryptografie

Das BSI hat zusammen mit Partnern aus 17 europäischen Staaten im November 2024 eine gemeinsame Erklärung zum Thema Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht, die von Wirtschaft, Betreibern kritischer Infrastruktur sowie öffentlicher Verwaltung den Übergang fordert; inzwischen haben Partner aus drei weiteren europäischen Staaten unterzeichnet.

BSI und Partnerbehörden aus mittlerweile 20 europäischen Staaten

November 2024· in Kraft

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Europaweite Koordination bei der Verschlüsselungs-*Stärkung* — zeigt den Umfang der Kooperation zwischen europäischen Sicherheitsbehörden bei diesem Thema, als Kontrast zur "Going Dark"-Verschlüsselungs-Schwächung im selben Politikfeld (siehe A5).

Behörde/Institution

vzbv-Umfrage — Verbrauchervertrauen in digitale Brieftaschen

Internet-repräsentative Onlinebefragung unter 1.000 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des vzbv, statistische Fehlertoleranz max. ±3 Prozentpunkte. (Für exakte Vertrauens-Prozentzahlen: Volltext des Positionspapiers bei nächster Gelegenheit auswerten — hier nur Methodik erfasst.)

vzbv, Umfrage durchgeführt von eye square

29.10.2024· in Kraft

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Es gibt eine repräsentative Umfrage dazu, wie sehr die deutsche Bevölkerung der geplanten Wallet vertraut — für einen Blackstone-Artikel zum Meinungsbild relevant, aber die konkreten Prozentzahlen müssen noch aus dem verlinkten Positionspapier extrahiert werden.

Behörde/Institution

Stellungnahme der USK zum Leitlinien-Entwurf nach Art. 28 Abs. 4 DSA

Die USK plädiert für das Verhältnismäßigkeitsprinzip als maßgeblichen Ansatz — differenzierte, von der Schädlichkeit der Inhalte abhängige Maßnahmen wie Elternbegleittools statt reiner Konzentration auf Altersverifikationssysteme — und fordert eine klare EU-weite Definition von Altersverifikation.

Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) — deutsche Games-Branchen-Selbstkontrolle

17.10.2024· nur Diskussion

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Selbst eine offizielle deutsche Prüfstelle für Jugendschutz sagt: Nicht bei jedem Inhalt braucht es harte Alters-Ausweiskontrolle, oft reichen mildere Mittel. Zeigt: Kritik an zu scharfer Altersverifikation kommt nicht nur von Privacy-Aktivisten, sondern auch aus dem Jugendschutz-Establishment selbst.

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