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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Organisation/NGO

Patrick Breyer — Chatkontrolle-Verhandlungsdokumentation (laufend, mit Ratsdokumenten-Verzeichnis)

Vollständige Dokumentenliste aller Trilog-Etappen 2025/2026 inkl. exakter Ratsdokumentnummern (z. B. "Outcome of the trilogue on 11 May 2026 and next steps", 13.05.2026, Dok. 9139/26).

Patrick Breyer, ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments (Piratenpartei), dokumentiert seit Jahren

13.05.2026· in Kraft

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Diese Seite ist die beste bekannte Fundgrube für exakte Ratsdokumentnummern zu diesem Verfahren — wichtig für Blackstones Zitationsstandard. WICHTIG zur Einordnung: Breyer war selbst Abgeordneter mit klarer Anti-Chatkontrolle-Position — die Dokumentenliste selbst ist trotzdem eine verlässliche Fundstelle, seine Einordnungen daneben sollten aber als Meinung, nicht als neutrale Quelle gekennzeichnet werden.

Organisation/NGO

Melderegisterauskunft – So kannst du sie sperren

HateAid erklärt, wie Online-Drohungen durch einfache Melderegisterauskunft (7-15 Euro) real werden können und wie Auskunftssperre beantragt wird.

HateAid gGmbH

13.05.2026

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Praxisorientierter NGO-Ratgeber ohne Statistiken.

Behörde/Institution

BKA Bundeslagebild Cybercrime 2025 — Aufklärungsquote Inland vs. Ausland

Die Zahl der Auslandstaten (207.888) übersteigt die Inlandstaten (126.034) inzwischen deutlich. Die Aufklärungsquote spiegelt dieses Ungleichgewicht: Inland 31,4%, Ausland nur 2,0%.

Bundeskriminalamt (BKA)

12.05.2026· in Kraft

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Das ist der wichtigste Einzelfund dieses Batches für Blackstones Argumentation: Zwei Drittel aller Cyberstraftaten gegen Deutschland kommen aus dem Ausland — dort liegt die Aufklärungsquote bei gerade einmal 2%. Das ist ein starkes Argument gegen die Wirksamkeit von Instrumenten wie Vorratsdatenspeicherung oder IP-Adressspeicherung (Dossier B3): Diese setzen an inländischen Anbietern an, während der Großteil der Bedrohung von dort ohnehin nicht erfasst werden kann.

Behörde/Institution

Original-BKA-Pressemitteilung zum Bundeslagebild Cybercrime 2025

2025 wurden rund 335.000 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne registriert, etwa zwei Drittel davon (207.888) aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro, rund 4,5% des Bruttoinlandsprodukts.

Bundeskriminalamt, Zitat BKA-Vizepräsidentin Martina Link

12.05.2026· in Kraft

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Offizielle BKA-Einschätzung zur Größenordnung — wichtig, um die Zahlen aus der vorherigen Quelle (Aufklärungsquoten) einzuordnen: Es geht hier um ein wirtschaftlich sehr bedeutendes Problem (4,5% des BIP), bei dem trotzdem der Großteil der Täter faktisch unerreichbar bleibt.

Primärquelle

Bundeswehr verzichtet auf Palantir

Bundeswehr lehnt Palantir für pCloudBw ab wegen US-Industriezugang zu nationalen Daten, testet Almato/Orcrist/ChapsVision als Alternativen.

Behörden Spiegel

12.05.2026

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Bundeswehr sagt vorerst Nein zu Palantir. Endgültigkeit der Entscheidung nicht belegt.

Behörde/Institution

EUDI-Wallet Gesamtstatus — 31 Durchführungsrechtsakte, Zeitplan Deutschland

Die Kommission hat inzwischen (Stand 8. Mai 2026) 31 Durchführungsrechtsakte erlassen, um die notwendigen Standards festzulegen. Der deutsche Starttermin ist der 2. Januar 2027, orientiert an der EU-weiten Verpflichtung zur Wallet-Bereitstellung ab spätestens 31. Dezember 2026.

Wikipedia (mit Quellenverweisen), Stand laut Artikel 08.05.2026

08.05.2026· in Kraft

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Nützlicher Überblick zum reinen Zeitplan — 31 einzelne Durchführungsrechtsakte zeigen, wie viele technische Detailentscheidungen in diesem Prozess stecken (von denen die Biometrie-Frage nur eine ist). Für ein vollständiges B1-Update wäre eine systematische Sichtung aller 31 Akte ein eigenes größeres Rechercheprojekt.

Behörde/Institution

Attorney General Bonta, Partners Secure $12.75 Million General Motors Privacy Settlement

Kalifornien erzielte einen Vergleich über 12,75 Millionen US-Dollar mit General Motors, weil GM zwischen 2020 und 2024 Geolokations- und Fahrverhaltensdaten hunderttausender Kalifornier ohne Wissen und Einwilligung an Verisk und LexisNexis verkaufte. Es ist die bislang höchste CCPA-Strafe.

California Department of Justice, Office of the Attorney General

08.05.2026

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Vergleich ohne Schuldanerkenntnis, die genaue Zahl Betroffener wird nicht beziffert.

Behörde/Institution

Legal Wiki — Grundlagenerklärung und rechtliche Anforderungen

Die Funkzellenabfrage ermöglicht es Strafverfolgungsbehörden, nachträglich von Mobilfunkanbietern zu erfahren, welche Geräte sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer abgegrenzten Funkzelle eingebucht hatten — erfasst werden ausschließlich Verbindungs- und Standortmetadaten, keine Gesprächsinhalte. Die Maßnahme wirkt "häufig streubreit", da zwangsläufig auch viele unbeteiligte Personen erfasst werden.

MTR Legal (Rechtsportal)

06.05.2026· in Kraft

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Grundlegende technische Erklärung: Die Maßnahme erfasst per Design nicht nur Verdächtige, sondern jeden, der zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort ein eingeschaltetes Handy dabei hatte — ein strukturell ähnliches "Generalverdacht"-Problem wie bei A1 (Chatkontrolle) oder D3 (Palantir), hier aber bereits seit Jahren etabliertes Ermittlungsinstrument statt neuem Gesetzesvorhaben.

Organisation/NGO

Apples Gegenposition — Interview mit Kyle Andeer (VP Regulierungsrecht) zu Sicherheitsrisiken der Interoperabilität

Apple nennt als konkretes Beispiel den Zugriff auf die WLAN-Historie: Wenn Drittanbieter wie Meta Zugriff auf bestimmte iOS-Daten erhielten, ließen sich daraus Profile ableiten, die deutlich mehr verraten als die Verbindungsdaten selbst. Apple habe diese Bedenken der Kommission mehrfach vorgelegt, sie seien aber ignoriert worden.

Macerkopf, Interview mit Apple-Vizepräsident Kyle Andeer

05.05.2026· in Kraft

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Wichtig für echte Ausgewogenheit im Dossier: Apples Kritik ist nicht nur "wir wollen unser Geschäftsmodell schützen", sondern enthält ein konkretes, technisch nachvollziehbares Datenschutz-Argument — mehr Interoperabilität kann in bestimmten Fällen auch neue Datenschutz-Risiken schaffen (hier: Standort-/Bewegungsprofile über WLAN-Zugangsdaten). Das ist ein echter Zielkonflikt zwischen Wettbewerbsrecht und Datenschutz, kein reines Lobbying-Argument.

Primärquelle

BVG-Datenschutzbeauftragte verwarnt Verkehrsbetriebe nach Cyberangriff auf Dienstleister

Ein von der BVG beauftragter Dienstleister wurde Opfer eines Cyberangriffs, bei dem Kundendaten von rund 180.000 BVG-Kunden offengelegt wurden, darunter Namen und Vertragsnummern, Bankdaten waren nicht betroffen. Der Dienstleister informierte die BVG am 17.04.2025, die Meldung an die Datenschutzbehörde erfolgte erst am 30.04.2025 nach der gesetzlichen 72-Stunden-Frist. Die Berliner Datenschutzbeauftragte erließ am 04.05.2026 eine Verwarnung wegen unzureichender Kontrolle der Datenlöschung beim Dienstleister.

Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

04.05.2026

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Nicht öffentlich dokumentiert ist, welcher Dienstleister betroffen war. Die Zahl von 180.000 Betroffenen stammt aus der Behördenmitteilung ohne unabhängige forensische Bestätigung. Eine separate Diskussion um ein Tracking-Ticketsystem der BVG ließ sich in verlässlichen Quellen nicht als eigenständiger Vorgang bestätigen.

Behörde/Institution

Deutsche Umsetzung (Durchführungsgesetz zum CRA) — Regierungsentwurf

Bei Verstößen gegen grundlegende Anforderungen oder Meldepflichten können Bußgelder bis zur Höhe von 2,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängt werden; als deutsche Umsetzung liegt seit dem 1. Mai 2026 ein Regierungsentwurf zum "Gesetz zur Durchführung der Verordnung (EU) 2024/2847" vor.

IHK Köln (Einordnung), mit Verweis auf Regierungsentwurf

01.05.2026· im Verfahren

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Auch wenn der CRA als EU-Verordnung direkt gilt, braucht es trotzdem noch ein deutsches Begleitgesetz (z. B. für Zuständigkeiten und Bußgeldhöhen) — das ist gerade erst im Entwurfsstadium.

Journalismus

Vergleichende Einordnung Kagi vs. Mojeek vs. Qwant — Grad der "Unabhängigkeit"

Kagi mischt laut Dokumentation und Community-Diskussionen einen eigenen Index mit externen APIs — "privat" sollte daher eher als Grad-Frage denn als absoluter Zustand verstanden werden. Mojeek ist die einzige der drei mit einem langjährigen, wirklich unabhängigen eigenen Crawl, hat aber Nachteile bei Abdeckung und Reife der Ergebnisse. Qwant nutzt für einen Großteil seines Index Bing oder Hybrid-Metasuche.

Factually (Fachportal)

01.05.2026· in Kraft

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Wichtige Nuance für Blackstones Ehrlichkeitsprinzip: Keine der gängigen "privaten" Suchmaschinen-Alternativen ist zu 100% unabhängig von den großen Anbietern — Kagi nutzt auch externe APIs, Qwant baut stark auf Bing auf. "Privat" ist eine Gradfrage, kein Alles-oder-Nichts-Zustand. Das sollte im Masterplan-Kapitel zu Browser/Suchmaschinen transparent gemacht werden, statt den Eindruck zu erwecken, diese Tools seien komplett unabhängig von Big Tech.

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