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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Behörde/Institution

"Regierung will Informationsgesetz canceln: Kritiker laufen Sturm" — Koalitionsausschuss-Beschluss mit Zitat der Bundesdatenschutzbeauftragten

Laut Beschlüssen des Koalitionsausschusses soll der Kreis der Frageberechtigten künftig auf natürliche Personen mit "berechtigtem Interesse" fokussiert werden. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider warnte im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vor einer "Abschaffung der seit zwanzig Jahren bestehenden Informationsfreiheit" und vor Diskriminierung.

ZDF, mit Zitat der Bundesdatenschutzbeauftragten Louisa Specht-Riemenschneider

02.07.2026· in Kraft

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Wichtig für Blackstones Glaubwürdigkeit: Es ist nicht nur der CCC oder Aktivisten, die "Abschaffung" sagen — die Bundesdatenschutzbeauftragte selbst, eine offizielle Amtsträgerin, verwendet nahezu dasselbe Wort. Das bestätigt: Die CCC-Formulierung war keine Übertreibung, sondern deckt sich mit der Einschätzung einer neutralen Aufsichtsperson.

Behörde/Institution

Kritik-Zitat des DJV-Bundesvorsitzenden — Interessenkonflikt-Hinweis

DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster: Ohne das Informationsfreiheitsgesetz würden "viele Skandale nicht aufgedeckt". Zusätzlicher Hinweis im Artikel: Kritik am IFG von CDU-Politiker Philipp Amthor rühre möglicherweise daher, dass er "selber davon betroffen" sei (Bezug auf frühere Maskenaffäre-Berichterstattung).

ZDF, Zitat Mika Beuster (Bundesvorsitzender Deutscher Journalisten-Verband, DJV)

02.07.2026· in Kraft

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Interessanter, aber heikler Zusatzpunkt: Es wird ein möglicher persönlicher Interessenkonflikt eines beteiligten Politikers angedeutet. Für Blackstone wichtig: Diese Spekulation über Motive sollte, falls überhaupt verwendet, sehr vorsichtig und klar als Meinung/Vermutung gekennzeichnet werden, nicht als belegter Fakt — passt zum Grundsatz, keine unbelegten Motiv-Unterstellungen zu übernehmen.

Behörde/Institution

Iran: Digitale Überwachung im Dienst der Repression

Iran nutzt Gesichtserkennung, Drohnen, Kamerasysteme; Kooperation mit russischem NtechLab und chinesischen Firmen berichtet.

Iran Human Rights Monitor

02.07.2026

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Bericht selbst weist auf unabhängigen Bestätigungsbedarf einzelner Behauptungen hin.

Behörde/Institution

Studienreihe "Zahlungsverhalten in Deutschland 2025"

Erstmals werden über alle betrachteten Alltagszahlungen hinweg mehr Transaktionen bargeldlos als mit Bargeld abgewickelt; zugleich bleibt Bargeld produktbezogen das am häufigsten genutzte Zahlungsmittel an der Ladenkasse und spielt insbesondere bei Zahlungen zwischen Privatpersonen und bei Spenden eine zentrale Rolle.

Deutsche Bundesbank

Juli 2026· in Kraft

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Historischer Wendepunkt laut offizieller Bundesbank-Studie: 2025 wurde in Deutschland zum ersten Mal mehrheitlich bargeldlos bezahlt. Trotzdem bleibt Bargeld an der Ladenkasse selbst noch die Nummer eins — die Studie unterscheidet zwischen "alle Zahlungsarten zusammengezählt" und "Zahlungen im Geschäft".

Behörde/Institution

Bundesbank "Zahlungsverhalten in Deutschland 2025" — Krypto-Token-Besitz als Teil der offiziellen Zahlungsverhaltensstudie

Seit 2020 wird im Rahmen der Zahlungsverhaltensstudie nach dem Besitz von Krypto-Token gefragt. Der Anteil derjenigen, die Krypto-Token halten bzw. den Kauf geplant haben, ist gestiegen; die Verbreitung von Krypto nimmt weiterhin zu, bleibt jedoch auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zu klassischen Zahlungsmitteln.

Deutsche Bundesbank

Juli 2026· in Kraft

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Wichtiger methodischer Unterschied zur vorherigen Quelle: Die Bundesbank fragt nach Krypto-*Besitz als Zahlungsmittel*-Kontext (niedrigere, aber seit 2020 kontinuierlich erhobene Zeitreihe), die BearingPoint-Studie fragt nach Krypto als *Geldanlage*. Beide Blickwinkel sind für unterschiedliche Blackstone-Kapitel relevant — Zahlungsmittel-Perspektive für Kapitel 2, Anlage-Perspektive eher am Rande.

Behörde/Institution

Verfassungsschutzbericht 2025 — offizielle Pressemitteilung mit Forderung nach mehr Befugnissen

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 58.851 Straftaten mit extremistischem Hintergrund verzeichnet (2024: 57.701) — die Zahl der darin enthaltenen Gewalttaten stieg um rund 10% auf 3.294 (2024: 2.976). Innenminister Dobrindt: "Wir bekämpfen jede Form des Extremismus konsequent und statten unsere Sicherheitsbehörden mit weitergehenden Befugnissen für ein wirksames Vorgehen gegen Extremisten aus."

Bundesministerium des Innern (BMI), Zitat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt

30.06.2026· in Kraft

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Wichtiger direkter Zusammenhang zu Blackstones Überwachungs-Dossiers: Der jährliche Verfassungsschutzbericht wird explizit als Begründung für die Forderung nach erweiterten Überwachungsbefugnissen verwendet — ein Muster, das sich auch in B3 (Bundesrat will Verfassungsschutz-Zugriff auf Vorratsdaten) zeigt. Der Bericht selbst ist eine Primärquelle mit echten Zahlen, die Forderung nach mehr Befugnissen ist eine politische Schlussfolgerung daraus, die separat bewertet werden sollte.

Behörde/Institution

Verfassungsschutzbericht 2025 — Original-Langfassung (PDF)

Im Berichtsjahr 2025 waren 4.649 Bediensteten im BfV tätig. Innenminister Dobrindt: "Die viel beschworene Zeitenwende muss auch bei den Geheimdiensten vollzogen werden, denn Abschreckung funktioniert über Fähigkeiten. Deshalb setze ich mich dafür ein, den Verfassungsschutz personell und technisch noch besser aufzustellen und ihn mit zeitgemäßen Befugnissen operativ zu stärken."

Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) / Bundesministerium des Innern

30.06.2026· in Kraft

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Konkrete Personalzahl (4.649 Mitarbeitende) und eine explizite politische Ankündigung im Vorwort des offiziellen Berichts selbst: Der Verfassungsschutz soll "mit zeitgemäßen Befugnissen" gestärkt werden — eine direkte Bestätigung der in B3 dokumentierten Ausweitungspläne (Bundesrat-Forderung nach Verfassungsschutz-Zugriff auf Vorratsdaten) aus derselben politischen Linie.

Behörde/Institution

Vergleichszahl — Straftaten mit extremistischem Hintergrund im Zeitverlauf (2024 vs. 2025)

Dobrindt betonte, dass die linksextremistische Gewalt zunehme — ein "ernstes Warnsignal für unseren Rechtsstaat" — verwies dabei unter anderem auf Brandanschläge auf die Berliner Stromversorgung im Januar. Gleichzeitig hob er hervor, dass die größte Bedrohung für die Demokratie weiterhin von Rechtsextremisten ausgehe.

Bundesregierung

30.06.2026· in Kraft

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Wichtige Differenzierung für Blackstones Ausgewogenheit: Der Bericht selbst benennt beide Phänomenbereiche (rechts- und linksextremistische Gewalt) und ordnet sie unterschiedlich stark ein — keine einseitige Fokussierung auf nur eine politische Richtung. Nützlich, um Blackstone-Artikel nicht in den Verdacht einseitiger politischer Schlagseite zu bringen.

Behörde/Institution

"Einführung einer IP-Adressspeicherung beraten" — Bundestags-Erstlesung und Bundesrats-Stellungnahme

Der Bundestag befasste sich am 24. Juni 2026 mit der IP-Adressspeicherung (Drucksachen 21/6581, 21/7154); die Vorlage wurde an die Ausschüsse überwiesen, Federführung beim Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Der Bundesrat begrüßt den Entwurf als "wesentlichen Beitrag zur inneren Sicherheit" und plädiert zusätzlich dafür, den Datenzugriff auch für Landes-Gefahrenabwehrbehörden sowie die Verfassungsschutzbehörden der Länder zu öffnen.

Deutscher Bundestag

24.06.2026· im Verfahren

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Wichtige Verschärfung gegenüber dem ursprünglichen Entwurf: Der Bundesrat will den Kreis der zugriffsberechtigten Behörden noch erweitern — über Strafverfolgung hinaus auch auf Verfassungsschutz. Das ist ein sehr konkretes, aktuelles Beispiel für Function Creep bereits im laufenden Gesetzgebungsverfahren, nicht erst nach Verabschiedung.

Behörde/Institution

Discord-eigene FAQ zur Altersverifikation — Stellungnahme zum Datenleck-Zusammenhang

Discord erklärt offiziell: Die für die Altersverifikation eingesetzten spezialisierten Anbieter waren NICHT am Datenleck vom September 2025 beteiligt. Bei der Gesichtsschätzung wird das Video-Selfie direkt auf dem Gerät verarbeitet und nie gespeichert; Ausweisdokumente werden nur zur Altersermittlung verarbeitet und danach gelöscht — die Identität wird nie mit dem Discord-Konto verknüpft.

Discord Inc. (offizielle Support-Seite)

23.06.2026· in Kraft

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Wichtig für Fairness: Discord stellt offiziell klar, dass das *neue* Verifikationssystem NICHT derselbe Dienstleister ist, der beim Leck 2025 betroffen war — man hat also (zumindest laut eigener Aussage) reagiert und den Anbieter gewechselt bzw. das System überarbeitet. Diese Unternehmensposition sollte im Blackstone-Artikel neben der berechtigten Nutzer-Skepsis stehen, nicht unterschlagen werden — auch wenn "es war ein anderer Anbieter" das grundsätzliche Risiko (Drittanbieter-Abhängigkeit bei sensiblen Daten) nicht beseitigt.

Behörde/Institution

Bitcoin-Verteilung — Gini-Koeffizient und methodische Grenzen adressbasierter Analysen

Adressbasierte Analysen führen zu einer verzerrten Darstellung der Besitzverhältnisse, da eine Entität mehrere Adressen besitzen oder eine Adresse von mehreren Personen genutzt werden kann. Der Gini-Koeffizient für Bitcoin liegt je nach Studie zwischen 0,50 und 0,82 — vergleichbar mit Vermögensungleichheit in Industrienationen wie den USA, Deutschland und China.

Bitcoin-2Go (Fachportal)

22.06.2026· in Kraft

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Wichtiger Fakt für einen differenzierten Blackstone-Artikel: Bitcoin-Besitz ist keineswegs gleichmäßig verteilt, sondern ungefähr so ungleich wie klassische Vermögensverteilung in westlichen Industrieländern — das relativiert eine mögliche Erzählung von Bitcoin als "egalitäres Geld für alle" und sollte in einem ehrlichen Artikel erwähnt werden.

Behörde/Institution

Aktueller Verfahrensstand — Divergenzen zwischen Kommission und Rat

Zwischen der Kommissionsposition vom 19. November 2025 und dem noch unveröffentlichten Kompromissvorschlag des Rats vom 10. Juni 2026 bestehen erhebliche Divergenzen; Vermittlungsversuche der zypriotischen Ratspräsidentschaft konnten noch nicht zu entscheidenden Fortschritten führen. Bemerkenswert: Selbst die Kommission selbst befürchtet, ihre eigenen Vereinfachungsziele könnten durch die Änderungsvorschläge unterlaufen werden.

Noerr (internationale Wirtschaftskanzlei)

18.06.2026· im Verfahren

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Wichtiger aktueller Status: Das Verfahren steckt fest, sogar die Kommission ist inzwischen unzufrieden mit der Richtung, in die es sich entwickelt — ein ungewöhnlicher Befund, der zeigt, wie kontrovers dieses Vorhaben ist.

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