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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Neues Bundespolizeigesetz: automatisierte Überwachung eingeläutet

Bundestag beschloss Novelle: automatische Gesichtserkennung/Verhaltensbewertung an Bahnhöfen, Staatstrojaner, Drohnen, Stille SMS, IMSI-Catcher.

netzpolitik.org

10.07.2026

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Neue Überwachungsbefugnisse für Bundespolizei. Bundesrat muss noch zustimmen.

Journalismus

"Digitaler Euro: Parlament gibt Trilog frei — die offenen Fragen" (416:169-Abstimmung, offene Streitpunkte)

Mit 416 zu 169 Stimmen bei 22 Enthaltungen hat das EU-Parlament seine Verhandlungsposition zum digitalen Euro beschlossen. Die Eckpunkte: Der digitale Euro soll Bargeld ergänzen, nicht ersetzen, online wie offline funktionieren; die Grundfunktionen bleiben für Verbraucher kostenlos. Noch offen: Obergrenzen (Holding Limits) und Datenschutz-Ausgestaltung.

Alexander Baumgärtner, Fachjournalist

09.07.2026· in Kraft

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Klare Bestätigung der bisherigen Blackstone-Einordnung (Bargeldergänzung, nicht -abschaffung) — jetzt mit einer sehr konkreten, breiten Mehrheit im Parlament untermauert. Die eigentlich spannenden Detailfragen (wie viel Geld darf man im digitalen Euro halten, wie genau funktioniert der Datenschutz) sind aber weiterhin ungeklärt.

Journalismus

"Historisches Tief: Windows rutscht weltweit unter 60 Prozent — und die Deutschen lieben Platz 2 und 3" — Deutschland-Fokus

In Deutschland hält Windows nur noch rund 56% (Juni 2026), gegenüber rund 69% ein Jahr zuvor — ein sehr schneller Rückgang. macOS liegt bei rund 21%, Linux bei bemerkenswerten 6,24% — ein Wert, der laut Artikel zeigt, dass deutsche Nutzer zunehmend auf Open Source setzen. Der "unbekannt"-Anteil lag in Deutschland bei 13,05%, weltweit sogar bei 21,45%.

GameStar (Fachmedium)

09.07.2026· in Kraft

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Sehr starke Zahl speziell für Deutschland: Windows verlor dort innerhalb eines Jahres rund 13 Prozentpunkte — ein außergewöhnlich schneller Wandel. Linux liegt in Deutschland (6,24%) sogar höher als im weltweiten Durchschnitt (4,39%) — passt zur bereits in früheren Recherchen erkennbaren überdurchschnittlichen Technikaffinität und Open-Source-Offenheit hierzulande.

Journalismus

Chatkontrolle: EU-Parlament verfehlt absolute Mehrheit gegen Verlängerung, verabschiedet geänderte Position

Am 9.7.2026 stimmte das EU-Parlament über die Chatkontrolle ab: 314 von 276 Gegenstimmen erreichten nicht die nötige absolute Mehrheit; Parlament verabschiedete Position mit Ausnahme für E2E-Verschlüsselung.

ZDFheute

09.07.2026

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Chatkontrolle nicht gestoppt, sondern mit Ausnahme für verschlüsselte Chats weiterverhandelt. Belegt NICHT eine finale Verabschiedung.

Journalismus

Ausländerzentralregister wächst auf 35,3 Millionen Datensätze, neues Gesetz erlaubt automatische Datenübermittlung an Behörden

Das Ausländerzentralregister (AZR) ist mit 35,3 Millionen personenbezogenen Datensätzen (Stand 31.12.2025) eines der größten automatisierten Register der deutschen Verwaltung. Datenschutzbehörden kritisieren seit Jahren, dass sich das AZR von einem Register für rein ausländerrechtliche Zwecke zu einer umfassenden behördenübergreifenden Informationsinfrastruktur entwickelt hat; das zugrunde liegende Gesetz wurde seit Inkrafttreten 40-mal geändert, stets mit erweiterten Zugriffsrechten für Behörden, ohne dass Betroffene mehr Rechte erhielten. Am 09.07.2026 beschloss der Bundestag das Gesetz zur 'Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Migrationsverwaltung' (MDWG), der Bundesrat stimmte am Folgetag zu. Danach soll das Register bestimmte Daten künftig automatisiert unmittelbar nach der Speicherung an festgelegte Empfängerbehörden übermitteln. Bereits 2019 warnte die Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern, die dauerhaft vergebene AZR-Nummer könne sich zu einem bereichsübergreifenden Personenkennzeichen entwickeln, das Daten aus verschiedenen Lebensbereichen leichter verknüpfbar macht.

netzpolitik.org / Bundesamt für Verwaltung (BVA)

09.07.2026

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Die konkrete Liste der künftig automatisch empfangsberechtigten Behörden sowie eine erste Praxisauswertung nach Inkrafttreten des MDWG sind aus dieser Quelle nicht belegt, da das Gesetz zum Zeitpunkt der Quelle gerade erst beschlossen wurde.

Journalismus

ETIAS: After EES chaos, will Europe's new travel authorisation system be delayed?

ETIAS-Start Q4 2026 laut eu-LISA nicht mehr machbar, 2027 wahrscheinlichstes Szenario.

Euronews

08.07.2026

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EU-Reisegenehmigungspflicht verschiebt sich erneut.

Journalismus

"EU-Vermögensregister 2026: Was beschlossen ist — und was nicht"

Ein Gesetzgebungsvorschlag für ein allgemeines Vermögensregister liegt bis heute nicht vor. Aussagen wie "ab 2026 müssen alle Vermögenswerte über 200.000 € gemeldet werden" haben keine Rechtsgrundlage (Stand: Juli 2026).

Fachartikel (Finanzberatung), Stand Juli 2026

04.07.2026· in Kraft

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Ein aktueller Faktencheck (Stand Sommer 2026) widerlegt explizit die konkreten Falschbehauptungen, die online kursieren (bestimmte Eurobeträge, feste Jahreszahlen). Gut geeignet als direkter Gegen-Beleg, wenn Blackstone-Mitglieder solche Zahlen irgendwo aufschnappen.

Journalismus

"Three years after MiCA became law, Europe's crypto framework is undergoing a rethink"

Europas MiCA-Regime steht zur Überprüfung an, umgangssprachlich "MiCA 2.0" genannt, im Rahmen einer Konsultation, die etwa im September schließt. ESMA wird voraussichtlich zur zentralisierten Aufsichtsbehörde für den Kryptoregulierungsrahmen.

CoinDesk (Fachmedium für Kryptowährungen)

02.07.2026· im Verfahren

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Neue Entwicklung, die noch nicht im Dossier stand: MiCA wird schon nach drei Jahren grundlegend überarbeitet — vor allem wegen der schnellen Entwicklung bei Stablecoins. Für den Masterplan-Bezug (Kapitel Finanzen) relevant: Es könnte sich an den regulatorischen Rahmenbedingungen für Krypto in absehbarer Zeit wieder etwas ändern.

Journalismus

"Firefox Statistics 2026" — Google-Abhängigkeit als kritischer Faktor

Firefox verlor Marktanteil von 5,88% (Mai 2025) auf 3,79% (Mai 2026) auf dem Desktop. Mehr als 80% der Firefox-Nutzer verwenden Google als primäre Suchmaschine; die Suchvereinbarung mit Google trägt rund 86% zu Mozillas Jahresumsatz bei — laut aktuellen Finanzberichten rund 585 Millionen Dollar aus dieser einen Partnerschaft.

XtendedView (Fachportal)

02.07.2026· in Kraft

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Sehr wichtiger, oft übersehener Fakt für Blackstones Browser-Empfehlung: Der "unabhängige" Firefox-Browser finanziert sich zu 86% durch eine Vereinbarung mit Google — genau dem Konzern, vor dessen Datensammlung viele Firefox-Nutzer eigentlich flüchten wollen. Das ist keine Verschwörung, sondern offen bekannt, sollte aber im Masterplan transparent gemacht werden: Firefox ist zwar technisch unabhängig, wirtschaftlich aber stark von Google abhängig.

Journalismus

netzpolitik.org — Einordnung mit Hinweis auf früheres geleaktes Verhandlungspapier

Bereits in den Koalitionsverhandlungen 2025 hatten Union und SPD über eine Abschaffung des IFG diskutiert, wie ein geleaktes Arbeitsgruppen-Papier zu "Bürokratierückbau, Staatsmodernisierung, Moderne Justiz" im März 2025 zeigte — Verhandlungsführer war Philipp Amthor (CDU). Seit 2006 gilt das IFG auf Bundesebene; allein über die Plattform FragDenStaat wurden bereits über 130.000 Menschen in mehr als 250.000 Anfragen Informationen "befreit".

netzpolitik.org

02.07.2026· in Kraft

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Wichtiger historischer Kontext: Der aktuelle Vorstoß ist keine plötzliche Idee, sondern reicht laut dieser Quelle bis in die Koalitionsverhandlungen 2025 zurück — zeigt eine längerfristige politische Absicht, kein Kurzschluss-Beschluss. Zusätzlich eine konkrete Nutzungszahl (250.000+ Anfragen über eine einzige Plattform), die die praktische Relevanz des Gesetzes belegt, bevor über seine mögliche Einschränkung diskutiert wird.

Journalismus

Trilog-Sommerpause, nächster Termin 29. September 2026, deutsche Verhandlungsposition

Der nächste politische Trilog ist für den 29. September 2026 vorgesehen — der Vorsitz ist zwischenzeitlich von Zypern auf Irland übergegangen. Deutschlands Position: nicht grundsätzlich gegen verpflichtende Chatkontrolle, "solange sie eine ergänzende Maßnahme zu freiwilligen Durchsuchungen darstellt" — der Umfang der freiwilligen Chatkontrolle solle "nicht eingeschränkt werden".

netzpolitik.org

02.07.2026· im Verfahren

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Wichtiges konkretes Datum für die Redaktionsplanung: **29. September 2026** ist der nächste bekannte Verhandlungstermin — sollte in den Blackstone-Redaktionskalender als Beobachtungspunkt aufgenommen werden. Zusätzlich wichtig: Deutschlands offizielle Verhandlungsposition ist differenzierter als oft dargestellt — nicht kategorische Ablehnung von verpflichtenden Elementen, sondern eine "Ergänzung statt Ersatz"-Position.

Journalismus

"IP-Adressspeicherung und Sicherungsanordnung" — juristische Fachanalyse zum Ausschussverfahren

Der Entwurf wurde gegenüber früheren Vorhaben deutlich eingeschränkt, lässt aber weiterhin rechtliche und praktische Fragen offen; die Dauer der Speicherfrist bleibt wesentlicher Streitpunkt. Der Entwurf versucht eine "schmale" IP-Vorratsdatenspeicherung, verwendet aber Formulierungen, die in der Praxis deutlich weitergehende Datenspeicherungen erforderlich machen könnten.

Bird & Bird (internationale Wirtschaftskanzlei)

Juli 2026· in Kraft

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Wichtige juristische Einschätzung für Ausgewogenheit: Selbst Kritiker erkennen an, dass der aktuelle Entwurf enger gefasst ist als frühere Pläne — die Sorge liegt jetzt weniger im Prinzip als in der handwerklichen Präzision der Formulierungen, die in der Praxis mehr Daten erfassen könnten als offiziell beabsichtigt.

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