U Entry

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

Filter zurücksetzen

1086 Treffer · Seite 38 von 91

Journalismus

Johnson-Controls-Ransomware-Angriff durch Dark Angels

Am Wochenende des 23. September 2023 legte die Gruppe Dark Angels mit Ransomware Teile der IT-Infrastruktur des Gebäudetechnik-Konzerns Johnson Controls lahm und verschlüsselte unter anderem VMware-ESXi-Server. Die Gruppe forderte 51 Millionen Dollar Lösegeld und behauptete, über 27 Terabyte an Daten entwendet zu haben. Johnson Controls bestätigte den Vorfall in einer SEC-8-K-Meldung und bezifferte die finanziellen Folgen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2024 auf rund 27 Millionen Dollar.

BleepingComputer

27.09.2023

Klartext anzeigen

Nicht offiziell bestätigt ist, ob und in welcher Höhe ein Lösegeld tatsächlich gezahlt wurde. Unklar bleibt auch der genaue Umfang und Inhalt der gestohlenen Daten. Berichte über eine mögliche Betroffenheit sensibler Daten des US-Heimatschutzministeriums stützen sich auf Spekulationen und wurden nicht amtlich bestätigt.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf PhilHealth: Medusa-Gruppe erbeutet Millionen Datensätze auf den Philippinen

Am 22.09.2023 wurde die staatliche philippinische Krankenversicherung PhilHealth Ziel eines Ransomware-Angriffs durch die Gruppe Medusa. Die Angreifer forderten rund 300.000 US-Dollar Lösegeld. PhilHealth bestätigte den Vorfall und schaltete Teile seiner IT-Systeme ab. Millionen Mitgliederdaten konnten betroffen sein.

Reuters

26.09.2023

Klartext anzeigen

Die genaue Zahl kompromittierter Datensätze ist unklar, Schätzungen reichen bis 13,4 Millionen Mitglieder ohne offizielle Bestätigung. Ob Lösegeld gezahlt wurde, wurde dementiert.

Journalismus

Wells Fargo's Tolstedt sentenced to probation in phony accounts scandal

Die frühere Wells-Fargo-Managerin Carrie Tolstedt wurde 2023 als einzige Führungskraft im Fake-Konten-Skandal strafrechtlich zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt und zahlte über 21 Mio. Dollar Zivilstrafen.

American Banker

15.09.2023

Klartext anzeigen

Belegt Urteil und Gesamtsumme (OCC + SEC). Sie ist bislang die einzige strafrechtlich verurteilte Führungskraft in diesem Fall.

Journalismus

Football Leaks: Gericht verurteilt Whistleblower Rui Pinto zu Bewährungsstrafe

Ein Lissabonner Gericht verurteilte den Hacker und Whistleblower Rui Pinto am 11.09.2023 zu vier Jahren Haft auf Bewährung wegen unbefugten Zugriffs auf IT-Systeme und Verletzung des Briefgeheimnisses. Pinto wurde 2019 in Ungarn festgenommen und nach Portugal ausgeliefert. Die ab Ende 2016 veröffentlichten Football-Leaks-Dokumente deckten mutmaßliche Steuervermeidung, unter anderem im Umfeld von Cristiano Ronaldo, sowie möglichen Betrug bei der UEFA auf und lösten Ermittlungen in mehreren Ländern aus.

France 24

12.09.2023

Klartext anzeigen

Nicht abschließend geklärt ist, in welchem Umfang die dargestellten Steuerkonstruktionen tatsächlich illegal waren gegenüber legaler, aggressiver Steuervermeidung. Der genaue Gesamtumfang der geleakten Dokumente ist nicht unabhängig verifiziert. Der wirtschaftliche Gesamtschaden ist nicht belastbar beziffert.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf die Lanka Government Cloud

Die sri-lankische Information and Communication Technology Agency (ICTA) bestaetigte am 11. September 2023 einen Ransomware-Angriff auf die staatliche Cloud-Infrastruktur "Lanka Government Cloud" (LGC). Betroffen waren rund 5.000 E-Mail-Konten der gov.lk-Domain; da seit dem 17. Mai 2023 keine Backups mehr existierten, gingen alle Daten aus dem Zeitraum 17. Mai bis 26. August 2023 unwiederbringlich verloren. Ursache war eine veraltete, seit 2014 nicht mehr aktualisierte Microsoft-Exchange-2013-Installation.

The Record (Recorded Future News), Autor: Jonathan Greig

12.09.2023

Klartext anzeigen

Weder die genaue Ransomware-Gruppe noch die Hoehe einer eventuellen Loesegeldforderung sind ersichtlich; unklar bleibt, wie die Angreifer initial Zugriff erlangten.

Journalismus

Scattered Spider legt MGM Resorts lahm: 100 Millionen Dollar Schaden

Am 11. September 2023 bestätigte die Casino- und Hotelkette MGM Resorts International einen Cyberangriff auf ihre US-Systeme, nachdem die Hackergruppe Scattered Spider bereits am 10. September 2023 Zugriff auf interne Systeme erlangt hatte. Die Angreifer nutzten Social Engineering: Sie identifizierten einen MGM-Mitarbeiter über LinkedIn, gaben sich in einem rund zehnminütigen Anruf beim IT-Helpdesk als diese Person aus und erhielten so administrative Zugriffsrechte auf die Okta- und Azure-Umgebung von MGM. Die mit ALPHV/BlackCat verbundenen Angreifer legten daraufhin für etwa zehn Tage den Betrieb an mehr als 30 MGM-Standorten lahm, betroffen waren Online-Reservierungen, digitale Zimmerschlüssel, Geldautomaten und Spielautomaten. MGM Resorts bezifferte den finanziellen Schaden für das dritte Quartal 2023 auf mehr als 100 Millionen US-Dollar. MGM zahlte kein Lösegeld, während Caesars Entertainment im selben Zeitraum Berichten zufolge rund 15 Millionen US-Dollar zahlte. Die Täter erbeuteten zudem persönliche Daten von Kunden, die vor März 2019 mit MGM Geschäfte gemacht hatten.

The Record (Recorded Future News)

11.09.2023

Klartext anzeigen

Aus dieser Quelle nicht abschließend belegt sind die genaue Gesamtzahl der vom Datendiebstahl betroffenen Kundendatensätze sowie eine strafrechtliche Verantwortlichkeit konkreter, namentlich benannter Scattered-Spider-Mitglieder.

Journalismus

Vertrauensschutz und Staatswohl? Grenzen der juristischen Aufarbeitung im NSU-Komplex

Quellenschutz für V-Leute behindert strukturell juristische Aufarbeitung des NSU-Komplexes.

APuZ/bpb.de

08.09.2023

Klartext anzeigen

Meinungsstarker Fachbeitrag eines Juristen.

Journalismus

Polnischer Senatsausschuss erklärt Pegasus-Einsatz gegen Opposition für rechtswidrig

Der polnische Senatsausschuss erklärte am 07.09.2023 den 2017 erfolgten Kauf der NSO-Spyware Pegasus durch die polnische Regierung für rechtswidrig, finanziert aus einem Justizfonds für Kriminalitätsopfer. Der Ausschuss stellte fest, dass Pegasus gegen mindestens zwölf Personen eingesetzt wurde, darunter die Oppositionspolitiker Krzysztof Brejza, Roman Giertych und Michał Kołodziejczak. Brejza, 2019 Leiter der Wahlkampagne der oppositionellen Bürgerkoalition, wurde laut Ausschuss mindestens 33 Mal gehackt. Der Ausschuss leitete Strafanzeigen gegen mehrere damalige Amtsträger ein.

The Record (Recorded Future News)

07.09.2023

Klartext anzeigen

Der Senatsausschuss besitzt keine gerichtliche Entscheidungsgewalt, seine Feststellungen sind eine politische Bewertung ohne Rechtskraft. Die damalige PiS-Regierung bestritt den gezielten Einsatz. Ob die angekündigten Strafanzeigen zu Anklagen führten, ist aus dieser Quelle nicht ersichtlich.

Journalismus

Moderne Autos sind ein Privatsphäre-Alptraum

Mozilla-Untersuchung von 25 Autoherstellern: alle fallen beim Datenschutz durch, 84% geben persönliche Daten weiter, über 75% verkaufen sie.

netzpolitik.org / Mozilla Foundation

06.09.2023

Klartext anzeigen

Bezieht sich primär auf US-Datenschutzbedingungen.

Journalismus

DDoS-Angriff auf die Webseite der Finanzaufsicht BaFin

Ab dem 1. September 2023 war die öffentliche Webseite der deutschen Finanzaufsicht BaFin durch einen DDoS-Angriff nur eingeschränkt erreichbar. BaFin bestätigte den Angriff offiziell und erklärte, sofort Sicherheits- und Abwehrmaßnahmen eingeleitet zu haben, während alle anderen internen Systeme uneingeschränkt funktionierten. Der Vorfall reiht sich in eine Welle von DDoS-Angriffen pro-russischer Hacktivisten auf europäische Banken und Finanzaufsichtsbehörden im Jahr 2023 ein.

Der Tagesspiegel

05.09.2023

Klartext anzeigen

Wer genau hinter dem Angriff steckt, blieb ungeklärt. Laut Recorded Future News reklamierte keine der bekannten pro-russischen Gruppen wie NoName057(16), die zu dieser Zeit Banken in Polen, Tschechien und Litauen angriffen, die Tat für sich. Ein Datenabfluss oder Einbruch in interne BaFin-Systeme wurde nicht festgestellt.

Journalismus

Deutsche Bahn und Bundespolizei planen biometrische Gesichtserkennung an Bahnhöfen ohne geklärte Rechtsgrundlage

Politik und Deutsche Bahn verständigten sich auf ein Maßnahmenpaket, das intelligente Videoüberwachung und biometrische Gesichtserkennung an Bahnhöfen als Unterstützungsinstrument insbesondere für die Bundespolizei vorsieht. In einer ersten Testphase wurde Gesichtserkennungssoftware erprobt, in einer zweiten Phase sollen verschiedene Gefahrensituationen automatisch erkannt und angezeigt werden. Bei Vorstellung des Plans war laut Expertenkritik völlig offen, auf welcher Rechtsgrundlage der Einsatz erfolgen soll: Nach DSGVO ist die Erhebung biometrischer Daten zur Identifizierung von Personen grundsätzlich verboten. Bis 2023 standen bei der Bundespolizei bereits über 70 Millionen Euro für den Ausbau der Videoüberwachung bereit, aus dem Bundeshaushalt sollten zusätzlich 50 Millionen Euro hinzukommen.

heise online / ZDF

01.09.2023

Klartext anzeigen

Ob und auf welcher konkreten Rechtsgrundlage die Gesichtserkennung inzwischen tatsächlich im Regelbetrieb läuft, ist aus dieser Quelle nicht abschließend belegt; zum Berichtszeitpunkt war dies laut Quelle noch ungeklärt.

Journalismus

Digitale Kfz-Zulassung i-Kfz: KBA sperrt zwei Drittel der Zulassungsstellen wegen Sicherheitsmängeln nach Betrugsmasche

Bei der am 01.09.2023 gestarteten vereinfachten digitalen Kfz-Zulassung (i-Kfz) reichten Betrüger Zulassungsanträge per E-Mail unter falscher Identität ein, mit gefälschten Kopien von Ausweisdokumenten, deren Unterschriften auf Anträgen und Vollmachten scheinbar mit den Dokumentkopien übereinstimmten. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sperrte daraufhin rund zwei Drittel der deutschen Zulassungsstellen für die Bearbeitung von Fahrzeugzulassungen über i-Kfz, da die Computersysteme vieler Zulassungsstellen die Sicherheits-Mindeststandards nicht erfüllten. Als Reaktion wurde das Zulassungsverfahren verschärft: Zulassungsdienste und Autohäuser müssen seither bestätigen, dass ihnen das Originaldokument bei Antragstellung vorlag. Zum Schutz der Verbraucher müssen Kunden künftig zweimal persönlich bei der Zulassungsstelle erscheinen, einmal zur Antragstellung und einmal zur Abholung von Fahrzeugpapieren und Kennzeichen, was die zuvor mögliche rein digitale Einreichung der Antragsunterlagen einschränkt.

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) / heise online

01.09.2023

Klartext anzeigen

Die genaue Zahl der durch die Betrugsmasche tatsächlich erfolgreich zugelassenen Fahrzeuge unter falscher Identität ist aus dieser Quelle nicht beziffert.

← ZurückSeite 38 von 91Weiter →

Transparenz & Qualität

Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert, mit Quellen belegt und werden regelmäßig überprüft.

Mehr über unsere Standards

Dein Wissen. Deine Freiheit.

Nutze verlässliche Informationen, um deine eigenen Entscheidungen zu treffen – für ein selbstbestimmtes Leben.

Zur Lernakademie

Wichtiger Hinweis

Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Weiterbildung. Sie stellen keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar.

Mitglied werdenAnmelden