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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

Ransomware-Angriff auf Bank Syariah Indonesia (BSI) durch LockBit

Anfang Mai 2023 legte ein Ransomware-Angriff die Systeme der Bank Syariah Indonesia (BSI), der groessten islamischen Bank Indonesiens, ueber mehrere Tage lahm. Die Ransomware-Gruppe LockBit reklamierte den Angriff fuer sich und veroeffentlichte rund 1,5 Terabyte an angeblich gestohlenen Daten von rund 15 Millionen Kunden und Mitarbeitern.

Reuters

15.05.2023

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Der genaue Umfang der tatsaechlich kompromittierten und missbrauchten Daten sowie die exakte technische Angriffsmethode wurden von BSI nie vollstaendig oeffentlich bestaetigt oder unabhaengig verifiziert.

Journalismus

Toyota-Cloud-Fehlkonfiguration legt Standortdaten von 2,15 Millionen Kunden zehn Jahre offen

Toyota Motor Corporation gab am 12.05.2023 bekannt, dass Fahrzeugdaten von rund 2,15 Millionen Kunden in Japan über einen Zeitraum von fast zehn Jahren öffentlich im Internet zugänglich waren. Betroffen waren Nutzer der Telematikdienste T-Connect, G-Link, G-Link Lite und G-BOOK, die sich zwischen dem 02.01.2012 und dem 17.04.2023 für diese Dienste angemeldet hatten. Ursache war eine Fehlkonfiguration einer Cloud-Datenbank bei der Toyota-Tochtergesellschaft Toyota Connected Corporation, die statt auf privaten Zugriff versehentlich auf öffentlichen Zugriff gestellt war und ohne Passwort einsehbar blieb. Die Datenbank war vom 06.11.2013 bis zum 17.04.2023 von außen erreichbar. Offengelegt wurden unter anderem Fahrgestellnummern, Geräte-IDs der Navigationssysteme sowie Standortdaten der Fahrzeuge samt Zeitstempeln. Zusätzlich waren vom 14.11.2016 bis zum 04.04.2023 auch Videoaufnahmen externer Kameras von Firmenkunden über ein separates System zugänglich. Toyota erklärte, den Zugriff nach Entdeckung des Fehlers umgehend gesperrt und keine Hinweise auf einen Missbrauch der Daten gefunden zu haben. Am 12.07.2023 erteilte die japanische Datenschutzbehörde Personal Information Protection Commission Toyota eine behördliche Anweisung, da unter anderem Schulungsmängel und ein fehlendes Bewusstsein für den Personenbezug der Daten festgestellt wurden. Es handelte sich um den zweiten bekannt gewordenen Datenvorfall bei T-Connect innerhalb weniger Monate, nachdem im Oktober 2022 bereits Daten von rund 296.000 Kunden über einen offengelegten GitHub-Zugriffsschlüssel abgeflossen waren.

BleepingComputer

12.05.2023

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Unklar bleibt, ob und in welchem Umfang die offengelegten Standort- und Videodaten tatsächlich von Dritten heruntergeladen oder missbraucht wurden, da Toyota lediglich von einer bestehenden Zugriffsmöglichkeit ohne bestätigten Missbrauchsfall spricht. Die genaue Gesamtzahl aller Betroffenen schwankt je nach Quelle und Zeitpunkt zwischen 2,15 und rund 2,3 Millionen.

Journalismus

United States v. Smith: Federal Judge Makes History in Holding That Border Searches of Cell Phones Require a Warrant

Bundesrichter entschied erstmals, dass Mobiltelefon-Durchsuchung an US-Grenze grundsätzlich richterlichen Durchsuchungsbefehl erfordert.

EFF / US District Court S.D.N.Y.

11.05.2023

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Einzelentscheidung ohne bundesweite Bindungswirkung.

Journalismus

Geodaten und Personalisierung: Datenschutzrisiko Deutschlandticket

Bei jeder Kontrolle des personalisierten Deutschlandtickets werden Uhrzeit und Haltestelle zentral gespeichert, De-Anonymisierung möglich.

netzpolitik.org

11.05.2023

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Journalistischer Meinungsartikel mit Kritikhaltung.

Journalismus

Western Digital My Cloud Hack: Angreifer erbeuten Kundendaten und drohen mit Veröffentlichung

Western Digital identifizierte am 26.03.2023 einen Sicherheitsvorfall mit Zugriff auf mehrere Unternehmenssysteme, darunter My Cloud. Am 08.05.2023 bestätigte das Unternehmen den Diebstahl von Kundendaten, darunter Namen, Adressen und teilweise Kreditkartennummern. Die Angreifergruppe drohte am 28.04.2023 mit wöchentlichen Datenveröffentlichungen und forderte laut Medienberichten ein Lösegeld im achtstelligen Bereich, mit Drohung der Veröffentlichung auf der Leak-Seite der Ransomware-Gruppe Alphv.

TechCrunch

08.05.2023

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Die Angreifer behaupteten, rund 10 Terabyte erbeutet zu haben, unabhängig nicht bestätigt. Western Digital nannte keine genaue Zahl betroffener Kunden. Ob ein Lösegeld gezahlt wurde, ist nicht bestätigt.

Journalismus

VRR-App überträgt Nutzerdaten an Google und Adjust ohne Einwilligung

Der Kuketz-Blog analysierte die Android-App des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr mit über 500.000 Installationen. Bereits vor jeder Einwilligung wurden Gerätedaten an Google Firebase Crashlytics und den Tracking-Dienstleister Adjust übertragen. Der Consent-Banner erschien laut Analyse erst nach den Datenübertragungen, ein Verstoß gegen Paragraf 25 Absatz 1 TTDSG und Artikel 6 Absatz 1a DSGVO.

Kuketz IT Security Blog

08.05.2023

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Die Analyse untersuchte nur ein Testgerät, keine flächendeckende Messung. Eine offizielle Stellungnahme des VRR oder ein förmliches Aufsichtsverfahren ist nicht dokumentiert.

Journalismus

NotPetya-Versicherungsstreit: Merck gewinnt Berufung gegen Kriegsausschlussklausel

Das Berufungsgericht von New Jersey bestätigte am 1. Mai 2023, dass die Kriegsausschlussklausel in Mercks Sachversicherungspolicen den NotPetya-Cyberangriff von 2017 nicht abdeckt. Die Richter urteilten, dass eine feindselige oder kriegerische Handlung eine militärische Komponente voraussetzt und die Zurechnung zu russischen staatlichen Akteuren allein dafür nicht genügt. Merck konnte damit rund 700 Millionen US-Dollar von den verbliebenen acht Versicherern einfordern, als Teil eines Gesamtschadens von 1,4 Milliarden US-Dollar aus dem NotPetya-Angriff.

Insurance Journal

02.05.2023

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Wie viel Merck am Ende tatsächlich ausgezahlt wurde, blieb offen, da sich beide Seiten im Januar 2024 auf einen vertraulichen Vergleich einigten. Ob künftige, präziser formulierte Kriegsausschlussklauseln vor Gericht Bestand hätten, ist durch dieses Urteil nicht geklärt. Eine strafrechtliche Verantwortlichkeit einzelner russischer Akteure für NotPetya war nicht Gegenstand dieses zivilrechtlichen Versicherungsstreits.

Journalismus

Samsung-ChatGPT-Leak

Samsung Electronics verbot im Mai 2023 firmenweit die Nutzung von ChatGPT, Google Bard und ähnlichen KI-Chatbots auf Firmengeräten und im internen Netzwerk. Auslöser waren mindestens drei Vorfälle in der Halbleitersparte binnen rund drei Wochen, bei denen Mitarbeiter fehlerhaften Fertigungs-Quellcode, Testcode zur Chip-Fehleranalyse und ein internes Meeting-Protokoll in ChatGPT eingaben. Samsung drohte bei Verstößen disziplinarische Maßnahmen bis zur Kündigung an.

CNBC

02.05.2023

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Nicht öffentlich bekannt sind die Namen der beteiligten Mitarbeiter und der genaue Umfang des tatsächlich abgeflossenen Codes. Unklar bleibt auch, ob die eingegebenen Daten in spätere ChatGPT-Antworten an andere Nutzer einflossen oder von OpenAI zum Modelltraining verwendet wurden.

Journalismus

GoAnywhere-MFT-Zero-Day: Cl0p-Massenausnutzung bei Fortra

Die Ransomware-Gruppe Cl0p nutzte ab dem 18.01.2023 eine Zero-Day-Schwachstelle (CVE-2023-0669) in der Managed-File-Transfer-Software GoAnywhere MFT des Herstellers Fortra aus. Fortra entdeckte die Aktivität am 30.01.2023 und veröffentlichte am 07.02.2023 ein Update. Cl0p beanspruchte am 10.02.2023 die Verantwortung und gab an, Daten von rund 130 Organisationen erbeutet zu haben, darunter Hitachi Energy und Crown Resorts.

BleepingComputer

19.04.2023

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Die genaue Gesamtzahl der tatsächlich betroffenen Organisationen ist nicht unabhängig verifiziert. Dieser Fall betrifft die GoAnywhere-MFT-Software und ist von der separaten MOVEit-Transfer-Kampagne derselben Cl0p-Gruppe ab Mai 2023 zu unterscheiden.

Journalismus

netzpolitik.org — Fall Ibiza-Anwalt: Funkzellenabfrage betraf auch Anwaltskanzlei

Bei Ermittlungen gegen Julian Hessenthaler (bekannt durch die "Ibiza-Videos", die eine österreichische Regierungskrise auslösten) wurde laut einer CORRECTIV-Recherche offenbar auch die Kanzlei seines Berliner Anwalts Johannes Eisenberg durch eine Funkzellenabfrage miterfasst.

netzpolitik.org, mit Bezug auf CORRECTIV-Recherche

18.04.2023· in Kraft

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**Sehr konkretes, politisch bedeutsames Einzelbeispiel:** Wenn bei Ermittlungen gegen eine Person auch die Anwaltskanzlei erfasst wird, tangiert das den besonders geschützten Anwalts-Mandanten-Verkehr — ein Grundrechtsproblem, das über die reine "unbeteiligte Passanten"-Kritik hinausgeht und die Verteidigungsrechte einer politisch prominenten Figur berührt. Guter, einprägsamer Einzelfall für einen Blackstone-Artikel.

Journalismus

Chatkontrolle: Studie zerlegt Pläne der EU-Kommission

Studie: Chatkontrolle-Vorschlag verletzt Grundrechte, ist technisch unzuverlässig, kollidiert mit bestehender Rechtsprechung.

netzpolitik.org / Wissenschaftlicher Dienst des EU-Parlaments

13.04.2023

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Journalistische Zusammenfassung, nicht die Originalquelle.

Journalismus

Oldsmar-Wasserwerk-'Hack' 2021: Offizielle sehen im Nachhinein Bedienfehler statt Cyberangriff

Am 05.02.2021 wurde gemeldet, ein Hacker habe sich per Fernzugriff in die Steuerung des Wasserwerks von Oldsmar, Florida, eingeklinkt und den Natriumhydroxid-Wert kurzzeitig von 100 auf 11.100 ppm erhöht, ein Vorfall, der weltweit als Beweis für die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur galt. Das FBI konnte in seiner Untersuchung jedoch keinen gezielten externen Cyberangriff bestätigen. Der damalige City Manager von Oldsmar erklärte später, es habe sich um ein 'Nichtereignis' gehandelt: Ein Mitarbeiter habe versehentlich die falschen Schaltflächen angeklickt und danach selbst seine Vorgesetzten informiert.

Tampa Bay Times

11.04.2023

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Der Fall zeigt, wie schnell ein Bedienfehler medial und politisch als Hackerangriff auf kritische Infrastruktur eingeordnet wird; eine abschließende behördliche Feststellung, was tatsächlich geschah, liegt aus dieser Quelle nicht vor.

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