Am 12.05.2017 legte die Ransomware WannaCry den britischen Gesundheitsdienst NHS für mehrere Tage lahm und betraf Krankenhäuser und Arztpraxen in ganz England und Schottland, wodurch tausende Termine und Operationen abgesagt werden mussten; über 80 Krankenhäuser waren direkt betroffen. Weltweit infizierte WannaCry an einem einzigen Tag rund 230.000 Computer, insgesamt über 200.000 Systeme in 150 Ländern, mit geschätzten Gesamtschäden von rund 4 Milliarden US-Dollar. WannaCry zielte nicht gezielt auf den NHS, doch veraltete Sicherheitsmaßnahmen begünstigten die Ausbreitung: Viele Computer britischer Krankenhäuser liefen auf ungepatchten Windows-7-Versionen. Die Schadsoftware nutzte die SMBv1-Sicherheitslücke in Windows aus, um Dateien zu verschlüsseln und Bitcoin-Lösegeld zu fordern. NHS England und die National Crime Agency bestätigten, dass keine NHS-Organisation Lösegeld zahlte; der Sicherheitsforscher Marcus Hutchins entdeckte rund sieben Stunden nach Beginn des Angriffs einen im Code eingebauten Kill-Switch und registrierte die zugehörige Domain, wodurch die weitere Ausbreitung gestoppt wurde.
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Der Kill-Switch stoppte die weitere Ausbreitung, konnte aber bereits verschlüsselte Systeme nicht wiederherstellen; wie viele der betroffenen NHS-Systeme letztlich ohne Lösegeldzahlung wiederhergestellt wurden, ist aus dieser Quelle nicht beziffert.