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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Wissen. Einordnen. Selbstbestimmt entscheiden.

Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

BGH beendet Postbank-Übernahmestreit, Urteil zugunsten von Aktionären wird rechtskräftig

Der BGH entschied am 13.12.2022 zugunsten klagender Postbank-Aktionäre, dass die Deutsche Bank ihnen möglicherweise mehr als die 2010 gezahlten 25 Euro je Aktie hätte bieten müssen, weil sie schon ab Herbst 2008 faktisch die Kontrolle über die Postbank gehabt haben könnte.

raue.com

13.12.2022

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Ein Grundsatzurteil zur Rechtsfrage, die konkrete Nachzahlungshöhe wurde in Folgeverfahren verhandelt.

Journalismus

Bundesinnenministerium hält an Client-Side-Scanning fest

Netzpolitik.org veröffentlichte am 13.12.2022 ein internes Positionspapier des Bundesinnenministeriums vom 22.11.2022 zur geplanten EU-Verordnung gegen Kindesmissbrauch im Netz. Das Papier hält am Client-Side-Scanning fest, bei dem Inhalte auf Endgeräten vor dem Versand durchsucht werden, während gleichzeitig durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gefordert wird, was IT-Sicherheitsexperten als technisch widersprüchlich bezeichnen.

netzpolitik.org

13.12.2022

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Es handelt sich um ein Positionspapier des BMI, keine eigene öffentlich dokumentierte Stellungnahme des BKA. Die technische Vereinbarkeit von Client-Side-Scanning mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gilt unter Kryptografieexperten als ungelöst.

Journalismus

Urteil C-460/20 – Google muss Links zu nachweislich falschen Informationen löschen

EuGH verpflichtet Google, Suchergebnisse zu offensichtlich falschen Inhalten zu löschen bei nachgewiesener Unrichtigkeit, keine aktive Wahrheitsprüfungspflicht.

EuGH

08.12.2022

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Löschpflicht greift nur bei nachgewiesener Unrichtigkeit.

Journalismus

Mongolei: Kohle-Korruptionsskandal loest Massenproteste in Ulaanbaatar aus

Im Dezember 2022 gingen in Ulaanbaatar Tausende Mongolen auf die Strasse, nachdem oeffentlich geworden war, dass Kohle im Wert von schaetzungsweise 12,7 Millionen Tonnen aus dem staatlichen Bergbauunternehmen Erdenes Tavan Tolgoi bei Exporten nach China verschwunden und in dubiose Netzwerke von Beamten und Geschaeftsleuten umgeleitet worden war.

Reuters

05.12.2022

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Die genaue Menge der veruntreuten Kohle sowie die vollstaendige Liste der beteiligten Akteure sind bis heute nicht abschliessend gerichtlich festgestellt.

Journalismus

Medibank-Datenleck: Ransomware-Angriff kompromittiert Daten von 9,7 Millionen Kunden

Ein Ransomware-Angriff kompromittierte im Oktober 2022 persönliche Daten von 9,7 Millionen Kunden des australischen Krankenversicherers Medibank. Bei fast 500.000 Kunden wurden zusätzlich sensible Gesundheitsdaten erbeutet. Die Angreifer forderten zunächst 10, später 9,7 Millionen US-Dollar Lösegeld, was Medibank nicht zahlte. Die australische Bundespolizei ordnete die Täter dem russischsprachigen REvil-Umfeld zu, Anfang Dezember 2022 veröffentlichten sie die letzten Daten im Darknet.

TechCrunch

01.12.2022

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Zum Zeitpunkt dieser Quelle nannten die Behörden keine konkreten Namen einzelner Täter. Ob Bank- oder Kreditkartendaten betroffen waren, blieb strittig zwischen Medibank und den Angreifern.

Journalismus

Phala-Phala-Skandal: Bargeldfund auf Ramaphosas Farm belastet suedafrikanischen Praesidenten

Ein parlamentarisches Sonderpanel kam im Dezember 2022 zu dem Schluss, dass Praesident Cyril Ramaphosa moeglicherweise gegen Antikorruptionsgesetze verstossen habe, nachdem 2020 auf seiner Wildfarm Phala Phala grosse Mengen Bargeld (Schaetzungen zwischen 580.000 und 4 Millionen US-Dollar) gestohlen worden waren.

Al Jazeera

01.12.2022

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Die genaue Herkunft und Hoehe des Bargelds bleibt umstritten; das Parlament lehnte eine Amtsenthebung ab, die Polizei stellte Ermittlungen mangels Beweisen ein.

Journalismus

Cyberangriff auf die Regierung von Vanuatu legt Behoerden-IT wochenlang lahm

Im November 2022 wurde die Regierung des Pazifikstaats Vanuatu Ziel eines schweren Cyberangriffs, der saemtliche staatlichen Server und E-Mail-Systeme lahmlegte. Behoerden mussten wochenlang auf Papier und persoenliche Gmail-Konten ausweichen, da Server neu aufgesetzt werden mussten; Regierungswebseiten und interne Netzwerke blieben ueber einen Monat gestoert.

ABC News (Australia) / Stephen Dziedzic

30.11.2022

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Die Herkunft des Angriffs wurde offiziell nicht eindeutig bestaetigt, Berichte deuteten auf ransomware-aehnliche Methoden hin. Details zu Angreifer-Identitaet und Motiv blieben unklar.

Journalismus

Entwurf des neuen chinesischen "Social Credit System Establishment Law" — aktueller Gesetzgebungsstand

Ein neues Gesetz soll die verschiedenen chinesischen Sozialpunkte-Systeme zusammenführen. Der Entwurf zeigt, dass Unternehmer künftig am stärksten vom geplanten Überwachungssystem betroffen sein werden. Bis das Gesetz final ist, dürfte laut Einschätzung noch viel Zeit vergehen — allerdings sind alle im Entwurf genannten Bereiche bereits durch bestehende rechtswirksame Vorschriften abgedeckt.

Table.Media

22.11.2022· im Verfahren

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Wichtige Nuance: Auch in China ist das "einheitliche" Sozialkreditsystem noch nicht final gesetzlich verankert — vieles läuft bereits über verstreute Einzelvorschriften, ein zusammenfassendes Gesetz ist erst in Vorbereitung. Für Blackstones Präzision wichtig: Das oft zitierte "chinesische Sozialkreditsystem" ist selbst noch im Aufbau, kein einheitliches, fertiges System.

Journalismus

Enttarnter russischer Spion an norwegischer Universität: Der Fall "José Assis Giammaria"

Im Oktober 2022 wurde in Tromsø, Norwegen, ein Mann verhaftet, der seit Jahren unter der falschen brasilianischen Identität "José Assis Giammaria" als Gastforscher an der Arktischen Universität Norwegens arbeitete. Der norwegische Inlandsgeheimdienst PST identifizierte ihn als mutmaßlichen "Illegalen" des russischen Militärgeheimdienstes GRU.

The Guardian / Reuters

03.11.2022

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Die genaue Auftragslage ist öffentlich nicht im Detail belegt, da Ermittlungsunterlagen der PST vertraulich bleiben.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf Rhein-Pfalz-Kreis: 600 Rechner lahmgelegt, 20.000 Dateien im Darknet veröffentlicht

In der Nacht vom 21. auf den 22.10.2022 verschafften sich Angreifer unbefugten Zugriff auf die IT-Systeme der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz. Alle rund 600 Computer der Verwaltung wurden lahmgelegt, Systeme und Daten verschlüsselt. Erste Ermittlungen deuteten auf die mutmaßlich aus Russland operierende Gruppe 'Vice Society' hin. Ab dem 11.11.2022 tauchten rund 20.000 Einzeldateien der Kreisverwaltung im Darknet auf. Bürger wurden aufgefordert, ihre Konten zu überprüfen, da die Verwaltung eine Veröffentlichung vertraulicher Daten von Bürgern und Beschäftigten nicht ausschließen konnte. Die Kommunikation mit der Verwaltung war zeitweise nur noch per Brief möglich, da Telefon- und E-Mail-Systeme ausfielen; rund 750 Laptops mussten neu aufgesetzt oder komplett neu beschafft werden.

heise online / Behörden Spiegel

21.10.2022

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Ob und in welchem Umfang tatsächlich Bürgerdaten unter den veröffentlichten Dateien waren, ist aus dieser Quelle nicht abschließend beziffert; die Verwaltung sprach von einer nicht auszuschließenden Möglichkeit.

Journalismus

Codelco: Ransomware-Angriff der Hive-Gruppe auf chilenischen Kupferkonzern

Im Oktober 2022 bestaetigte der staatliche chilenische Kupferkonzern Codelco (weltgroesster Kupferproduzent) einen Ransomware-Angriff der Gruppe Hive. Codelco erklaerte, dass keine operativen oder produktionskritischen Systeme betroffen gewesen seien, raeumte aber ein, dass Angreifer Zugriff auf interne administrative Dateien erlangt hatten.

BleepingComputer (Bill Toulas)

21.10.2022

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Nicht belegt ist der genaue Umfang der exfiltrierten Daten oder ob tatsaechlich vertrauliche Geschaeftsgeheimnisse betroffen waren; Codelco bestritt schwerwiegende Folgen, waehrend die Hive-Gruppe weitergehende Behauptungen aufstellte.

Journalismus

Texas verklagt Google wegen unrechtmäßiger Erfassung biometrischer Daten

Der texanische Attorney General Ken Paxton reichte am 20.10.2022 Klage gegen Google ein, gestützt auf den Texas Capture or Use of Biometric Identifier Act (CUBI) von 2009. Die Klage wirft Google vor, seit mindestens 2015 ohne ausreichende Einwilligung biometrische Identifikatoren wie Gesichtsgeometrie und Stimmabdrücke erfasst zu haben, unter anderem über Google Photos und Google Assistant. Am 09.05.2025 einigten sich Texas und Google auf eine Zahlung von 1,375 Milliarden Dollar, die auch parallele Klagen zu Standortverfolgung und Chrome-Inkognito-Daten abdeckte.

Office of the Attorney General of Texas (Ken Paxton)

20.10.2022

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Wie viele Texaner konkret betroffen waren, ist nicht beziffert. Welcher Anteil des Vergleichsbetrags auf die biometrischen Vorwürfe entfällt, wurde nicht veröffentlicht. Google erkannte kein Fehlverhalten an, eine gerichtliche Klärung in der Sache fand nicht statt.

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