JournalismusCum-Ex-Razzia bei Deutscher Bank: 114 Ermittler sichern E-Mail-Beweise
Am 18.10.2022 durchsuchten Staatsanwaltschaft, Polizei und Steuerfahnder die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften und verwandten Steuerhinterziehungsmodellen. Die federführende Staatsanwaltschaft Köln vollstreckte Durchsuchungsbeschlüsse gegen das Bankinstitut, weitere Konzerngesellschaften sowie eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Zusätzlich wurden die Privatwohnungen von zehn Beschuldigten durchsucht. An dem Einsatz waren insgesamt 114 Ermittler beteiligt, darunter mehrere Polizeidienststellen aus Nordrhein-Westfalen, Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern, das Bundeszentralamt für Steuern sowie EDV-Sachverständige. Ziel der Maßnahme war insbesondere das Auffinden relevanter interner Kommunikation in Form von E-Mails und sonstiger schriftlicher Korrespondenz der Deutschen Bank. Die Ermittlungen gegen die Deutsche Bank wegen Cum-Ex-Geschäften laufen bereits seit dem Jahr 2017.
LTO (Legal Tribune Online)
18.10.2022
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Aus dieser Quelle ist nicht belegt, welcher konkrete Steuerschaden der Deutschen Bank in diesem Verfahren vorgeworfen wird, welche Ergebnisse die Auswertung der beschlagnahmten E-Mails erbrachte und wie das seit 2017 laufende Verfahren strafrechtlich ausgegangen ist; auch die Identität der zehn Beschuldigten bleibt offen.
