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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Pegasus-Untersuchungskomitee des Obersten Gerichtshofs Indiens

Der Oberste Gerichtshof Indiens setzte am 27. Oktober 2021 im Verfahren Manohar Lal Sharma gegen Union of India ein unabhängiges technisches Komitee ein, das den Einsatz der Pegasus-Spyware gegen Journalisten, Oppositionspolitiker, Aktivisten und Richter untersuchen sollte. Das Komitee prüfte 29 vorgelegte Mobiltelefone und legte Ende Juli 2022 seinen Bericht vor. Auf fünf Geräten wurde Malware gefunden, ein eindeutiger Nachweis von Pegasus gelang jedoch nicht.

Supreme Court Observer

27.10.2021

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Offen blieb, ob und von wem Pegasus tatsächlich gegen die betroffenen Personen eingesetzt wurde, da die Zentralregierung die Kooperation verweigerte. Der vollständige Abschlussbericht wurde nie öffentlich gemacht. Der Oberste Gerichtshof bestätigte 2025 erneut, dass Teile mit Bezug zur nationalen Sicherheit nicht offengelegt würden.

Journalismus

CumEx-Files 2.0, der skandalöse Steuerbetrug geht weiter

Cum-Ex- und Cum-Cum-Geschäfte kosteten den deutschen Staat zwischen 2000 und 2020 nach Schätzungen rund 36 Mrd. Euro, europaweit bis zu 150 Mrd. Euro.

CORRECTIV

21.10.2021

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Rechercheergebnis eines Journalistennetzwerks, keine amtliche Feststellung. Die Größenordnung deckt sich mit weiteren offiziellen Schätzungen.

Journalismus

Cyberangriff auf Stadtverwaltung Witten legt IT-Systeme monatelang lahm

In der Nacht auf den 16.10.2021 wurde die Stadtverwaltung Witten Opfer eines Cyberangriffs, der rund 1.000 Computerarbeitsplätze sowie E-Mail und Telefon lahmlegte. Betroffen waren Bürgerberatung, Standesamt und Volkshochschule, während Notruf und Feuerwehr weiterliefen. Die Stadt zog zur Schadensbegrenzung die Netzstecker und schaltete Polizei und LKA ein. Die vollständige Wiederherstellung zog sich bis ins Frühjahr 2022 hin.

heise online

19.10.2021

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Nicht bestätigt wurde, ob es sich um einen klassischen Ransomware-Angriff mit Erpressung handelte. Die genaue Dauer der Wiederherstellung wird unterschiedlich angegeben, ein offizieller Abschlussbericht mit exaktem Enddatum liegt nicht vor.

Journalismus

Mauritius-Abhoerskandal: Geleakte Telefonmitschnitte erschuettern Regierung

Ab 2021 wurden auf Facebook und anderen Plattformen ueber Monate hinweg hunderte heimlich aufgezeichnete private Telefongespraeche mauritischer Politiker, Beamter und Journalisten veroeffentlicht. Premierminister Jugnauth bezeichnete die Leaks als Bedrohung der nationalen Sicherheit, der Verdacht fiel auf eine illegale staatliche Ueberwachung.

Reuters

19.10.2021

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Oeffentlich nicht abschliessend geklaert ist, wer konkret die Abhoermassnahmen technisch durchfuehrte; offizielle Ermittlungsergebnisse mit namentlicher Verantwortungszuweisung wurden nicht in vollem Umfang veroeffentlicht.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf Kommunalservice Mecklenburg legt Schwerin und Ludwigslust-Parchim lahm

In der Nacht zum 15.10.2021 verschlüsselte die Ransomware DeepBlueMagic Server des kommunalen IT-Dienstleisters Kommunalservice Mecklenburg. Betroffen waren die Verwaltungen der Landeshauptstadt Schwerin und des Landkreises Ludwigslust-Parchim, deren gesamte IT-Infrastruktur heruntergefahren wurde. Bürgerbüros und Kfz-Zulassungsstellen blieben tagelang geschlossen. Die vollständige Wiederherstellung zog sich bis mindestens Januar 2022 hin.

heise online

15.10.2021

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Ob vor der Verschlüsselung Daten abgeflossen sind, ist nicht abschließend geklärt. Die Täterzuordnung bleibt unsicher, Sicherheitsforscher vermuteten eine Herkunft aus China, ohne dass eine Gruppe rechtskräftig identifiziert wurde.

Journalismus

Bugs in our Pockets: The Risks of Client-Side Scanning

14 Kryptografieforscher zeigen: Client-Side-Scanning verhindert Straftaten nicht effektiv und schafft neue schwerwiegende Sicherheits-/Missbrauchsrisiken.

Abelson, Anderson, Bellovin, Diffie, Rivest, Schneier u.a.

14.10.2021

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Bezieht sich primär auf US-/globale Debatten.

Journalismus

RENAPER-Datenleck: Fotos und Ausweisdaten von Millionen Argentiniern im Umlauf

Im Oktober 2021 bot ein Angreifer Ausweisfotos und persoenliche Daten von 44 Fussballspielern (darunter Lionel Messi) aus der argentinischen Regierungsdatenbank RENAPER zum Verkauf an, als Beweis fuer einen umfassenderen Zugriff auf die Datenbank mit den Identitaetsdaten praktisch aller rund 45 Millionen Einwohner Argentiniens.

Rest of World / Zack Whittaker (TechCrunch)

14.10.2021

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Dieser Fall stammt aus 2021, nicht aus dem angefragten Zeitraum 2023-2025; ein vergleichbar dokumentierter argentinischer Regierungs-Cybervorfall speziell aus 2023-2025 liess sich nicht mit belastbaren Quellen verifizieren.

Journalismus

"'Wake up call': Trinity College study shows true extent of data sharing on Android phones" — Folgestudie mit /e/OS-Ausnahme

Selbst ein untätiges Mobiltelefon mit minimaler Nutzereingabe übertrug erhebliche Datenmengen an den OS-Entwickler und an Drittanbieter wie Google, Microsoft, LinkedIn und Facebook, deren System-Apps auf den meisten Geräten vorinstalliert sind. Eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Prozess war das Betriebssystem /e/OS.

Irish Examiner, mit Zitaten von Prof. Doug Leith

11.10.2021· in Kraft

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Wichtiger Anschluss an den Masterplan: Genau das im Masterplan (Kapitel 3) empfohlene /e/OS wurde in dieser unabhängigen Studie als einzige nennenswerte Ausnahme von der massiven Telemetrie-Sammlung identifiziert — das ist ein starker, wissenschaftlich belegter Grund für die Empfehlung, nicht nur eine Ideologie-Entscheidung.

Journalismus

Twitch-Leak 2021: 135 GB Quellcode und Auszahlungsdaten tausender Streamer veröffentlicht

Am 06.10.2021 veröffentlichte eine anonyme Gruppe über die Plattform 4chan ein Torrent-Archiv mit rund 135 Gigabyte interner Daten der Streaming-Plattform Twitch. Enthalten waren fast 6000 interne Git-Repositories mit dem Quellcode der Mobil-, Desktop- und Konsolen-Apps von Twitch sowie interne Sicherheitswerkzeuge und Unterlagen zu einem unveröffentlichten Spieleprojekt mit dem Codenamen Vapour. Zusätzlich wurden Auszahlungsdaten an Streamer veröffentlicht, die bis August 2019 zurückreichten und in einem rund 5 Gigabyte großen Ordner namens twitch_payouts lagen. Aus diesen Daten ging beispielsweise hervor, dass der Streamer MontanaBlack88 zwischen August 2019 und Oktober 2021 etwa 2,3 Millionen US-Dollar von Twitch erhielt. Die unbekannten Urheber begründeten die Veröffentlichung mit Kritik an der Twitch-Community. Twitch bestätigte den Vorfall am selben Tag über Twitter. Als wahrscheinliche Ursache identifizierte Twitch in den Folgetagen eine fehlerhafte Serverkonfiguration im internen Netzwerk. Twitch empfahl betroffenen Nutzern, vorsorglich ihre Passwörter zu ändern.

heise online

06.10.2021

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Aus der Quelle nicht abschließend belegt sind die genaue Identität und Motivation der Angreifer sowie der Umfang, in dem Zuschauer Passwörter oder Zahlungsdaten tatsächlich kompromittiert wurden, da sich der Leak primär auf Quellcode und Streamer-Auszahlungen bezog.

Journalismus

Twitch-Datenleck 2021: Quellcode und Auszahlungsdaten von Streamern veröffentlicht

Am 06.10.2021 veröffentlichte ein anonymer Angreifer einen 125 Gigabyte großen Torrent mit internen Twitch-Daten auf 4chan. Enthalten waren der komplette Quellcode der Plattform, Code aus fast 6.000 internen GitHub-Repositories und Auszahlungsberichte von 2019 für knapp 2,4 Millionen Streamer. Zusätzlich wurden Client-Software und ein unveröffentlichter Steam-Konkurrent von Amazon Game Studios geleakt. Twitch bestätigte den Vorfall am selben Tag, Ursache war eine Fehlkonfiguration eines Servers. Der Angreifer kündigte an, die Veröffentlichung sei nur Teil eins.

TechCrunch

06.10.2021

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Nicht dokumentiert ist, ob Nutzerpasswörter, Adressen oder Bankdaten im Leak enthalten waren. Die Identität des Angreifers wurde nie offiziell bestätigt. Ob der angekündigte zweite Teil des Datensatzes jemals veröffentlicht wurde, ist nicht abschließend geklärt. Die genaue Dauer des unbefugten Zugriffs wurde von Twitch nicht im Detail offengelegt.

Journalismus

Marriott-Aktionärsklage wegen verzögerter Meldung des 383-Millionen-Datenlecks abgewiesen

Marriott International entdeckte am 8. September 2018 eine Datenschutzverletzung im Reservierungssystem der 2016 übernommenen Kette Starwood, verursacht durch eine seit 2014 unentdeckte Schadsoftware. Das Unternehmen informierte die Öffentlichkeit erst am 30. November 2018, zunächst mit der Angabe von bis zu 500 Millionen betroffenen Gästen, die im Januar 2019 auf rund 383 Millionen eindeutige Datensätze korrigiert wurde. Ein Aktionär, das Firemen's Retirement System of St. Louis, reichte daraufhin vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärsklage gegen Vorstand und führende Manager von Marriott ein. Die Klage warf dem Board vor, vor der Starwood-Übernahme 2016 keine ausreichende Sorgfaltsprüfung der IT-Sicherheit durchgeführt und den Datenverstoß verzögert offengelegt zu haben. Vice Chancellor Lori W. Will wies die Klage am 5. Oktober 2021 vollständig ab. Als Begründung nannte das Gericht die Verjährung der Ansprüche zur Sorgfaltsprüfung vor der Akquisition sowie das Fehlen einer Aufsichtspflichtverletzung nach dem Caremark-Maßstab, da der Vorstand jährliche Berichte zu Cyberrisiken erhalten hatte. Eine gesonderte Sammelklage von Anlegern wurde ebenfalls abgewiesen, was der Fourth Circuit 2022 bestätigte.

Goodwin Law

05.10.2021

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Aus den ausgewerteten Quellen nicht abschließend belegt ist, ob einzelne Vorstandsmitglieder in Nebenverfahren dennoch finanziell in Anspruch genommen wurden, da die Aktionärsklage vollständig ohne Vergleich oder Schadensersatzzahlung abgewiesen wurde.

Journalismus

Pandora Papers: 11,9 Mio. Dokumente enthüllen Vermögen von 35 Staatschefs

Am 03.10.2021 veröffentlichte das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) gemeinsam mit über 600 Journalisten aus 150 Medienorganisationen in 117 Ländern die Pandora Papers, eine Sammlung von 11,9 Millionen vertraulichen Dokumenten mit einem Datenvolumen von 2,94 Terabyte. Die Unterlagen stammen aus internen Datenbanken von 14 Offshore-Dienstleistern und umfassen Verträge, E-Mails, Tabellenkalkulationen, Bilder und Präsentationen aus dem Zeitraum 1996 bis 2021. Die Auswertung deckte verdeckte Vermögen, Immobilien und Firmenbeteiligungen von 35 amtierenden oder ehemaligen Staats- und Regierungschefs sowie mehr als 330 weiteren Politikern und hohen Amtsträgern in 91 Ländern auf. Zu den genannten Personen zählten unter anderem Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew, Jordaniens König Abdullah II. und der tschechische Premierminister Andrej Babiš. Zudem waren mehr als 130 Milliardäre aus der Forbes-Liste sowie Prominente und Sportfunktionäre in den Daten verzeichnet. Als Folge der Veröffentlichung kündigten mehrere Staaten steuerliche und strafrechtliche Ermittlungen an, in Frankreich wurde unter anderem gegen den libanesischen Zentralbankchef Riad Salameh wegen Geldwäsche ermittelt. Im Juni 2023 erwarb das Bundesland Hessen die Pandora-Papers-Daten zur Verfolgung von Steuerstraftaten in Deutschland. Die Recherche baute auf früheren ICIJ-Enthüllungen wie den Panama Papers von 2016 und den Paradise Papers von 2017 auf.

ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists)

03.10.2021

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Aus der Quelle nicht abschließend belegt sind der strafrechtliche Ausgang der meisten angestoßenen Ermittlungen sowie eine vollständige, unabhängig verifizierte Liste aller in den Datensätzen genannten Personen, da die Rohdokumente nicht öffentlich einsehbar sind.

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