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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

Pandora Papers: ICIJ-Enthüllung zu Offshore-Vermögen weltweit

Die Pandora Papers wurden ab dem 03.10.2021 vom ICIJ veröffentlicht, basierend auf rund 11,9 Millionen Dokumenten aus 14 Offshore-Dienstleistern. Mehr als 600 Journalisten aus 117 Ländern werteten die Daten aus. Die Recherche deckte geheime Offshore-Vermögen von über 330 Politikern und Amtsträgern in mehr als 90 Ländern auf, darunter 35 Staats- und Regierungschefs, sowie Vermögenswerte von mehr als 130 Milliardären aus 45 Ländern einschließlich 46 russischer Oligarchen.

International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ)

03.10.2021

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Ob die aufgedeckten Offshore-Strukturen im Einzelfall illegal waren, ist nicht dokumentiert, der Besitz von Offshore-Firmen ist für sich genommen in vielen Rechtsordnungen legal. Die vollständige Liste aller betroffenen Personen wurde nicht in Gänze veröffentlicht.

Journalismus

BlackMatter-Ransomware-Angriff auf Agrargenossenschaft New Cooperative

Am 20.09.2021 legte die vermutlich russischsprachige Ransomware-Gruppe BlackMatter, laut CISA ein möglicher Nachfolger von DarkSide, Teile der IT-Systeme der Agrargenossenschaft New Cooperative aus Iowa lahm, die Getreide-, Dünger- und Futterlogistik für einen großen Teil des mittleren Westens der USA verwaltet. Die Angreifer forderten 5,9 Millionen US-Dollar Lösegeld. New Cooperative nahm betroffene Systeme vorsorglich offline und zahlte nach eigenen Angaben kein Lösegeld. Am 18.10.2021 veröffentlichten CISA, FBI und NSA eine gemeinsame Sicherheitswarnung zu BlackMatter.

Cybersecurity Dive

21.09.2021

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Die Angaben von BlackMatter selbst zur erbeuteten Datenmenge sind nicht unabhängig verifiziert. Die vielzitierte Aussage, 40 Prozent der US-Getreideproduktion liefen über Software des Unternehmens, stammt von New Cooperative selbst und wurde von Sicherheitsforschern angezweifelt. Der genaue technische Einstiegsvektor der Angreifer ist nicht ersichtlich.

Journalismus

Facebook-Studien: Instagram verschlimmert Körperbild bei jedem dritten Teenager-Mädchen

Am 13. und 14. September 2021 veröffentlichte das Wall Street Journal die Artikelserie The Facebook Files auf Basis interner Firmendokumente, die ihm die ehemalige Facebook-Produktmanagerin Frances Haugen zugespielt hatte. Haugen arbeitete von Juni 2019 bis Mai 2021 im Civic-Integrity-Team von Facebook und kopierte beim Ausscheiden Zehntausende interne Unterlagen. Eine Präsentationsfolie aus internen Studien von 2019 hielt fest, dass Facebook bei einem von drei Teenager-Mädchen Körperbildprobleme durch Instagram verschlimmert. Laut einer internen Erhebung vom März 2020 gaben 32 Prozent der befragten Teenager-Mädchen an, dass Instagram negative Gefühle zum eigenen Körper noch verstärkte. Unter Jugendlichen mit Suizidgedanken führten 13 Prozent der britischen und 6 Prozent der amerikanischen befragten Nutzer diese Gedanken auf Instagram zurück. Am 3. Oktober 2021 gab sich Haugen in einem Interview der CBS-Sendung 60 Minutes öffentlich als Whistleblowerin zu erkennen. Am 5. Oktober 2021 sagte sie vor dem Handelsausschuss des US-Senats aus. Am 22. Oktober 2021 veröffentlichte ein Konsortium von 17 US-Nachrichtenredaktionen weitere interne Dokumente unter dem Namen Facebook Papers. Facebook stellte daraufhin die Entwicklung einer eigenen Instagram-Version für Kinder unter 13 Jahren ein und benannte den Mutterkonzern am 28. Oktober 2021 in Meta um.

Wikipedia (Zusammenfassung der Wall-Street-Journal-Recherche The Facebook Files)

14.09.2021

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Die genaue Gesamtzahl der von Haugen kopierten Dokumente wird nur mit Zehntausenden beziffert, eine exakte Seiten- oder Dokumentenzahl ist aus dieser Quelle nicht belegt. Ob die SEC-Beschwerden zu einem förmlichen Verfahren oder zu Sanktionen gegen Meta geführt haben, geht aus dieser Quelle nicht hervor.

Journalismus

Facebook Files: Interne Dokumente belegen Instagram-Schaden für Körperbild und Psyche von Teenager-Mädchen

Am 14.09.2021 veröffentlichte das Wall Street Journal interne Facebook-Dokumente als Auftakt der Serie The Facebook Files. Eine interne Präsentation hielt fest, dass Instagram bei einem von drei Teenager-Mädchen bestehende Körperbildprobleme verschlimmert, laut einer internen Erhebung von März 2020 gaben 32 Prozent der befragten Mädchen an, Instagram verstärke negative Gefühle zum eigenen Körper. Quelle der Dokumente war die ehemalige Facebook-Produktmanagerin Frances Haugen, die sich zwei Wochen später als Whistleblowerin zu erkennen gab.

The Wall Street Journal

14.09.2021

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Der Artikel nannte Haugen als Quelle noch nicht namentlich, ihre Identität wurde erst am 03.10.2021 öffentlich bekannt. Ob die Ergebnisse einen ursächlichen oder nur korrelativen Zusammenhang belegen, bleibt offen.

Journalismus

Internetstoerungen in Guinea waehrend des Militaerputsches 2021

Am 5. September 2021 dokumentierte NetBlocks eine signifikante Verschlechterung der Internetkonnektivitaet in Guinea, zeitgleich mit einem Militaerputsch, bei dem Praesident Alpha Conde von Spezialeinheiten unter Oberst Mamadi Doumbouya gestuerzt wurde. Die Stoerungen erschwerten die unabhaengige Berichterstattung waehrend der ersten Tage des Putsches.

NetBlocks

05.09.2021

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NetBlocks kann nicht zweifelsfrei belegen, ob die Stoerungen absichtlich durch staatliche Akteure herbeigefuehrt wurden oder Folge allgemeiner Infrastrukturausfaelle waren.

Journalismus

Laos uebertraegt Kontrolle ueber nationales Stromnetz an chinesisches Staatsunternehmen wegen Schuldenlast

Im September 2021 gab die laotische Regierung die Mehrheitskontrolle ueber den staatlichen Stromnetzbetreiber Electricite du Laos an die chinesische China Southern Power Grid Co. ab, um einen drohenden Staatsbankrott abzuwenden. Laos hatte Auslandsschulden von rund 14,5 Milliarden US-Dollar, ein Grossteil davon gegenueber chinesischen Gläubigern, was etwa 88 Prozent des laotischen BIP entsprach.

Nikkei Asia

03.09.2021

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Die genauen Vertragsbedingungen der Konzession wurden von der laotischen Regierung nie vollstaendig veroeffentlicht; ob dies ein gezielter Debt-Trap-Mechanismus Chinas war, ist unter Wissenschaftlern umstritten.

Journalismus

EuGH zu Zero-Rating-Tarifen: StreamOn und Vodafone Pass waren europarechtswidrig

EuGH entschied in drei Vorabentscheidungen, dass StreamOn und Vodafone Pass wegen Drosselung gegen EU-Netzneutralitätsverordnung verstoßen.

Legal Tribune Online

02.09.2021

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Journalistische Zusammenfassung, kein Urteilsvolltext.

Journalismus

Taliban nutzen zurückgelassene US-Biometriegeräte zur Verfolgung ehemaliger Verbündeter

Beim Sturz der afghanischen Regierung im August 2021 fielen US-Militärgeräte zur biometrischen Erfassung (HIIDE-Geräte) in die Hände der Taliban. Diese Geräte enthielten Fingerabdrücke, Iris-Scans, Fotos und biografische Daten von Millionen Afghanen, darunter Ortskräfte und Dolmetscher, die mit US- und NATO-Truppen zusammengearbeitet hatten.

MIT Technology Review (Eileen Guo, Hikmat Noori)

30.08.2021

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Der Artikel belegt keinen systematischen, flächendeckenden Einsatz der Datenbanken durch die Taliban mit offiziellen Zahlen; das tatsächliche Ausmaß der Nutzung nach 2021 bleibt größtenteils unklar und schwer verifizierbar.

Journalismus

Internetsperre in Sambia am Wahltag 2021

Am Wahltag der sambischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 12. August 2021 wurde landesweit der Zugang zu Social-Media-Plattformen blockiert. Die Regierung unter Praesident Edgar Lungu rechtfertigte den Schritt mit der angeblichen Nutzung eines nicht autorisierten VPN-Zugangs; Beobachter werteten die Sperre als Versuch, unabhaengige Wahlbeobachtung waehrend der Auszaehlung zu behindern.

NetBlocks

12.08.2021

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Nicht direkt nachweisbar ist eine gezielte Absicht zur Wahlmanipulation im Sinne von Stimmenfaelschung; die Kausalkette zwischen Sperre und Wahlausgang bleibt Gegenstand politischer Interpretation.

Journalismus

Poly-Network-Hack

Am 10. August 2021 erbeutete ein Angreifer durch Ausnutzung einer Schwachstelle in den Smart Contracts des Cross-Chain-Protokolls Poly Network Kryptowerte im Wert von rund 600 Millionen Dollar auf den Blockchains Ethereum, Binance Smart Chain und Polygon. Bereits einen Tag später begann der Angreifer, den Großteil der Gelder zurückzuüberweisen, nachdem Poly Network öffentlich dazu aufgerufen hatte. Tether fror rund 33 Millionen Dollar der gestohlenen USDT-Bestände ein.

Handelsblatt

11.08.2021

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Die Identität des Angreifers wurde nie zweifelsfrei geklärt, seine angebliche Begründung, die Tat sei zum Spaß und zum Aufzeigen der Sicherheitslücke erfolgt, ist unbelegt. Nicht abschließend dokumentiert ist auch, ob der Angreifer allein handelte oder ob es Mittäter gab.

Journalismus

BlackMatter: Mutmaßliches Comeback der DarkSide-Ransomware-Gruppe

Ende Juli 2021, rund zwei Monate nach der Einstellung von DarkSide im Zuge des Colonial-Pipeline-Angriffs, tauchte die neue Ransomware-Gruppe BlackMatter auf. Ein Sicherheitsforscher stellte fest, dass die Verschlüsselungsroutinen des BlackMatter-Entschlüsselers eine zuvor nur bei DarkSide bekannte benutzerdefinierte Matrix enthielten. Sicherheitsfirmen wie Recorded Future stuften BlackMatter als direkten Nachfolger von DarkSide ein, ein BlackMatter-Vertreter bestritt, dieselbe Gruppe zu sein, räumte aber eine frühere Zusammenarbeit mit DarkSide-Leuten ein.

BleepingComputer

31.07.2021

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Ob BlackMatter tatsächlich von denselben Kernpersonen wie DarkSide betrieben wurde, ist nicht abschließend bewiesen und wird von Sicherheitsfirmen unterschiedlich bewertet. Die genauen Gründe für das plötzliche Verschwinden von DarkSide im Mai 2021 sind unklar.

Journalismus

Entlassung des Anti-Korruptions-Staatsanwalts Juan Francisco Sandoval als Nachwirkung des CICIG-Endes in Guatemala

Am 23. Juli 2021 entließ Guatemalas Generalstaatsanwältin Consuelo Porras den Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft gegen Straflosigkeit (FECI), Juan Francisco Sandoval, der zuvor gegen Präsident Alejandro Giammattei sowie Wirtschafts- und Politikeliten wegen Korruption ermittelt hatte. Sandoval floh noch am selben Tag ins Exil, gut zwei Jahre nach dem erzwungenen Abzug der UN-Anti-Korruptions-Kommission CICIG.

Reuters

24.07.2021

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Der Bericht dokumentiert Entlassung und Flucht Sandovals, belegt aber keine strafrechtliche Verurteilung von Porras oder Giammattei; die Einordnung als CICIG-Nachwirkung ist eine von Beobachtern hergestellte Kausalverbindung, kein juristisch festgestellter Zusammenhang.

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