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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

LinkedIn-Scraping 2021: Daten von 700 Millionen Profilen im Darknet zum Verkauf angeboten

Im Juni 2021 bot ein Nutzer unter dem Pseudonym TomLiner in einem Darknet-Forum Daten zu rund 700 Millionen LinkedIn-Profilen für 5.000 US-Dollar an, etwa 92 Prozent aller LinkedIn-Nutzer. Der Datensatz enthielt Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geolokationsdaten und abgeleitete Gehaltsschätzungen. LinkedIn erklärte, die Daten seien nicht durch einen Einbruch in interne Systeme erlangt worden, sondern durch automatisiertes Scraping der API und aus weiteren öffentlich zugänglichen Quellen. Passwörter waren nicht Teil des Datensatzes.

CPO Magazine

02.07.2021

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Nicht belegt ist, ob der gesamte angebotene Datensatz tatsächlich authentisch war. LinkedIn stufte den Vorgang als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen ein, nicht als Hack. Es ist offen, wie viele der Datensätze bereits aus früheren Datenlecks stammten. Die Identität hinter dem Pseudonym TomLiner wurde nicht geklärt.

Journalismus

Kaseya-VSA-Lieferkettenangriff durch REvil

Am 02.07.2021 nutzte die Ransomware-Gruppe REvil eine Zero-Day-Schwachstelle in der Software Kaseya VSA aus, die von Managed Service Providern zur Fernwartung genutzt wird. Über rund 60 direkt betroffene Kaseya-Kunden wurden schätzungsweise 800 bis 1.500 nachgelagerte Unternehmen weltweit infiziert. REvil forderte zunächst 70 Millionen US-Dollar in Bitcoin, senkte die Forderung später auf 50 Millionen. Am 23.07.2021 gab Kaseya bekannt, von einem nicht näher benannten Dritten einen Generalschlüssel erhalten zu haben, ohne Lösegeld gezahlt zu haben.

CSO Online

02.07.2021

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Nicht offiziell bestätigt ist die genaue Zahl der betroffenen Endkunden, Schätzungen schwanken zwischen 800 und über 2.000 Organisationen. Unklar bleibt, wer der von Kaseya genannte Dritte war, der den Generalschlüssel lieferte. Berichte über eine mögliche FBI-Zahlung wurden nie offiziell bestätigt.

Journalismus

LinkedIn-Scraping 2021: 700 Millionen Nutzerdaten im Darknet angeboten

Ende Juni 2021 bot ein Nutzer mit dem Pseudonym TomLiner in einem Darknet-Forum einen Datensatz mit persönlichen Daten von rund 700 Millionen LinkedIn-Accounts zum Kauf an, was mehr als 90 Prozent aller LinkedIn-Nutzer entspricht. Ein von heise Security geprüftes Sample enthielt vollständige Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Wohnadressen, Standortdaten sowie LinkedIn-Profilinformationen. LinkedIn bestätigte, dass keine Passwörter betroffen waren, und erklärte, es handle sich um durch Scraping öffentlich einsehbarer Profildaten kombiniert mit Daten aus anderen Quellen, nicht um einen internen Einbruch in seine Systeme.

heise online

29.06.2021

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Nicht belegt ist, wie der Verkäufer eigentlich nicht öffentliche Daten wie Telefonnummern und private E-Mail-Adressen erlangte, wenn LinkedIn zugleich behauptet, es handle sich nur um öffentlich einsehbare Informationen. Offen bleibt auch, ob tatsächlich alle 700 Millionen Datensätze echt sind, da nur eine Stichprobe von rund einer Million Einträgen verifiziert wurde. Die wahre Identität von TomLiner ist bis heute nicht bekannt.

Journalismus

US-Sanktionen gegen das Balkan-Kartell um Edin Gacanin

Im Juni 2021 verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den bosnisch-österreichischen Drogenboss Edin Gacanin und sein Netzwerk, das als eines der einflussreichsten Balkan-Kartelle fuer Kokainschmuggel aus Suedamerika nach Europa gilt. Das Netzwerk soll ueber Haefen wie Antwerpen und Rotterdam mehrere Tonnen Kokain geschleust und die Gewinne ueber Immobilien und Scheinfirmen gewaschen haben.

US-Finanzministerium (OFAC) / OCCRP

14.06.2021

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Die genaue Menge des geschmuggelten Kokains und der Gesamtumfang der Geldwaesche sind nicht abschliessend beziffert; die OFAC-Angaben stuetzen sich auf Ermittlungsergebnisse, nicht auf ein rechtskraeftiges Urteil.

Journalismus

JBS-Ransomware-Angriff und Lösegeldzahlung 2021

Der weltgrößte Fleischverarbeiter JBS wurde am 30./31. Mai 2021 Opfer eines Ransomware-Angriffs, der die Produktion an Standorten in den USA, Kanada und Australien für mehrere Tage lahmlegte. JBS USA bestätigte am 9. Juni 2021, den Angreifern rund 11 Millionen US-Dollar gezahlt zu haben, um mögliche Risiken für Kunden und einen Datenabfluss zu vermeiden. Das FBI attribuierte den Angriff der russischsprachigen Gruppe REvil (Sodinokibi).

Al Jazeera (unter Berufung auf JBS USA und FBI)

10.06.2021

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Nicht abschließend belegt ist, in welcher Zahlungsform das Lösegeld genau übermittelt wurde und ob tatsächlich Daten exfiltriert wurden. Offen bleibt zudem der genaue technische Einstiegsvektor der Angreifer sowie ob und in welchem Umfang Mitglieder der REvil-Gruppe strafrechtlich belangt wurden.

Journalismus

NHS-GPDPR-Programm: Regierung verschiebt zentrale Hausarztdaten-Sammlung nach Protesten

NHS Digital wollte im Rahmen des Programms General Practice Data for Planning and Research (GPDPR) ab dem 1. Juli 2021 identifizierbare Gesundheitsdaten aus allen Hausarztpraxen in England zentral für Planungs- und Forschungszwecke sammeln. Nach Widerstand der Ärzteverbände BMA und Royal College of GPs, einer angekündigten Klage der Organisation Foxglove und politischem Druck der Labour-Partei verschob die britische Regierung den Starttermin am 8. Juni 2021 um zwei Monate auf den 1. September 2021.

The Register

08.06.2021

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Aus dieser Quelle nicht beziffert ist die genaue Zahl der bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Patienten-Opt-outs. Offen bleibt aus diesem Artikel auch der weitere Verlauf nach der zweimonatigen Verschiebung, da das Programm späteren Berichten zufolge am 19. Juli 2021 auf unbestimmte Zeit zusätzlich pausiert wurde.

Journalismus

Klarna-Datenpanne: Softwarefehler zeigt 9.500 Nutzern fremde Bestell- und Kontodaten

Am 27. Mai 2021 kam es beim schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna zu einer Datenschutzpanne, bei der Nutzer der Klarna-App für kurze Zeit Konto- und Bestelldaten fremder Kunden einsehen konnten. Ursache war nach Angaben von Klarna ein menschlicher Bedienungsfehler bei einem Softwareupdate, das versehentlich in das Live-System eingespielt wurde. Der fehlerhafte Zustand bestand nach Unternehmensangaben etwa eine halbe Stunde. Sichtbar waren unter anderem Namen, Adressen, Telefonnummern, verifizierte E-Mail-Adressen, Bestellfotos sowie teilweise maskierte Karten- und Kontonummern. Vollständige Bank- oder Kartendaten sowie Steuernummern waren laut Klarna nicht einsehbar. Medien berichteten zunächst von rund 90.000 Betroffenen, Klarna korrigierte die Zahl später auf etwa 9.500 Nutzer von damals rund 90 Millionen aktiven Kunden weltweit. Klarna nahm die App unmittelbar vom Netz. Das Unternehmen erklärte, es habe sich nicht um einen externen Angriff gehandelt, informierte die zuständigen Behörden und kündigte eine Überprüfung interner Prozesse an. Der Vorfall betraf auch deutsche Nutzer.

heise online

27.05.2021

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Unklar bleibt, ob dieser konkrete Vorfall zu einem eigenen DSGVO-Bußgeld führte; die 2022 von der schwedischen Datenschutzbehörde IMY verhängte Strafe gegen Klarna betraf unzureichende Datenschutzerklärungen und nicht diese Datenpanne.

Journalismus

DarkSide-Ransomware-Gruppe stellt Betrieb ein: Server und Bitcoin-Gelder nach Colonial-Pipeline-Hack beschlagnahmt

Am 07.05.2021 griff die Ransomware-as-a-Service-Gruppe DarkSide die IT-Systeme des US-Pipelinebetreibers Colonial Pipeline an, woraufhin das Unternehmen aus Vorsicht den Betrieb der wichtigsten Treibstoffpipeline der US-Ostküste einstellte. Colonial Pipeline zahlte am 08.05.2021 rund 75 Bitcoin, umgerechnet etwa 4,4 Millionen US-Dollar, Lösegeld. Am 13./14.05.2021 teilte DarkSide seinen Partnern mit, dass die Gruppe den Zugriff auf einen öffentlichen Teil ihrer Infrastruktur verloren habe, darunter Blog, Zahlungsserver und Content-Delivery-Server. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Intel 471 wurden zudem Gelder von einem Zahlungsserver der Gruppe auf ein unbekanntes Konto abgezogen. DarkSide begründete die Einstellung ihres Affiliate-Programms mit Druck aus den USA und kündigte an, Opfern ohne erfolgte Zahlung kostenlose Entschlüsselungs-Tools bereitzustellen. Wer die Server beschlagnahmte, teilte die Gruppe nicht mit. Sicherheitsforscher gingen davon aus, dass sich Mitglieder der Gruppe unter neuem Namen reorganisieren würden.

Krebs on Security (Brian Krebs)

14.05.2021

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Wer genau die DarkSide-Server beschlagnahmte und die Kryptowährungs-Gelder abzog, ist aus dieser Quelle nicht belegt und wurde von keiner Behörde offiziell bestätigt. Ebenso bleibt offen, ob es sich um eine tatsächliche Strafverfolgungsmaßnahme oder um einen Exit-Scam der Gruppenbetreiber handelte.

Journalismus

279 Millionen BPJS-Datensätze 2021 auf Hackerforum RaidForums zum Verkauf angeboten

Am 12.05.2021 bot ein Nutzer mit dem Pseudonym Kotz im Hackerforum RaidForums persönliche Daten von angeblich 279 Millionen lebenden und verstorbenen Personen aus Indonesien zum Verkauf an. Die Daten sollen aus dem System der staatlichen Gesundheits- und Sozialversicherungsanstalt BPJS Kesehatan stammen und Namen, nationale Identitätsnummern, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Geburtsorte sowie Gehaltsangaben enthalten. Kotz verlangte für den vollständigen Datensatz 2 Bitcoin, umgerechnet rund 74.906 US-Dollar, und veröffentlichte zunächst etwa 1 bis 2 Millionen Datensätze kostenlos als Probe. Das indonesische Kommunikations- und Informatikministerium Kominfo bestätigte am 23.05.2021 durch Sprecher Dedy Permadi, dass die veröffentlichten Proben mit den Daten von BPJS Kesehatan übereinstimmten, stufte jedoch nur rund 100.000 der 1 Million geprüften Einträge als gültig ein. Das Ministerium sperrte daraufhin die Download-Links sowie den Zugang zu raidforums.com. BPJS Kesehatan, das zu diesem Zeitpunkt rund 224 Millionen aktive Versicherte betreute, erklärte, den Ursprung der Daten zu prüfen, und erstattete bei der indonesischen Polizeibehörde Bareskrim Anzeige wegen des mutmaßlichen Datenverkaufs durch den Account Kotz. Die tatsächliche Identität hinter dem Pseudonym Kotz wurde öffentlich nicht bekanntgegeben.

The Jakarta Post

12.05.2021

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Zeitgenössische Quellen von 2021 nennen als Anbieter der Daten den Forumsaccount Kotz, nicht den erst ab September 2022 öffentlich bekannten Hacker Bjorka; eine bestätigte Verbindung zwischen Kotz und Bjorka existiert nicht. Die genaue Angriffsmethode, die reale Identität hinter dem Pseudonym Kotz und der Ausgang der polizeilichen Ermittlungen sind nicht dokumentiert.

Journalismus

Colonial-Pipeline-Ransomware: 4,4 Mio. Dollar Lösegeld an DarkSide gezahlt

Am 07.05.2021 legte die Ransomware-Gruppe DarkSide die IT-Systeme von Colonial Pipeline lahm, dem Betreiber der größten Treibstoffpipeline der USA, die täglich rund 2,5 Millionen Barrel Benzin, Diesel und Kerosin von Texas an die US-Ostküste liefert. Die Angreifer verschafften sich Zugang über ein kompromittiertes Passwort eines inaktiven VPN-Kontos ohne Mehr-Faktor-Authentifizierung und erbeuteten fast 100 Gigabyte an Daten. Colonial Pipeline stellte den Betrieb vorsorglich ein, was zu Panikkäufen, Kraftstoffknappheit an bis zu rund 10.600 Tankstellen und einem von Präsident Joe Biden am 09.05.2021 verhängten Notstand führte. CEO Joseph Blount ließ innerhalb weniger Stunden 75 Bitcoin im Wert von etwa 4,4 Millionen US-Dollar an DarkSide zahlen. Der Pipelinebetrieb wurde am 12.05.2021 wieder aufgenommen. Am 07.06.2021 gab das US-Justizministerium bekannt, dass FBI-Ermittler 63,7 der gezahlten Bitcoin im damaligen Wert von rund 2,3 Millionen US-Dollar sicherstellen konnten. Präsident Biden unterzeichnete am 12.05.2021 die Executive Order 14028 zur Stärkung der nationalen Cybersicherheit.

Wikipedia (mit Verweis auf FBI/US-Justizministerium)

07.05.2021

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Aus dieser Quelle nicht abschließend belegt sind die genaue Identität der individuellen Angreifer hinter dem DarkSide-Konto sowie eine strafrechtliche Verurteilung konkreter Täter.

Journalismus

Danske Bank: Ermittlungen gegen Führungskräfte nach Estland-Skandal eingestellt

Die dänische Wirtschaftskriminalpolizei SØIK erhob 2019 vorläufige Anklagen gegen neun ehemalige Führungskräfte der Danske Bank, darunter den früheren Vorstandsvorsitzenden Thomas Borgen, wegen möglicher Verstöße gegen das Geldwäschegesetz im Zusammenhang mit der estnischen Filiale. Am 29.04.2021 stellte SØIK alle Verfahren ein, zuletzt gegen Borgen. Als Begründung nannte die Behörde, es habe sich keine so grobe Fahrlässigkeit einzelner Personen nachweisen lassen. Im November 2022 scheiterte zudem eine Zivilklage von 155 institutionellen Investoren über 2,4 Milliarden dänische Kronen gegen Borgen.

ERR News (Estnischer Rundfunk)

29.04.2021

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Eine persönliche strafrechtliche oder zivilrechtliche Verantwortung einzelner Führungskräfte ist nicht belegt. Unklar bleibt, warum bei einem Verdachtsvolumen von rund 200 Milliarden Euro keine individuelle grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden konnte. Die estnische Staatsanwaltschaft erhob 2023 separat Anklage gegen sechs frühere operative Mitarbeiter der Tallinner Filiale, ein Urteil lag zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht vor.

Journalismus

Apples App Tracking Transparency startet und eskaliert den Konflikt mit Facebook

Apple führte am 26.04.2021 mit iOS 14.5 die Funktion App Tracking Transparency ein, die vor dem Zugriff auf die Werbekennung IDFA eine ausdrückliche Nutzererlaubnis verlangt. Facebook kritisierte die Maßnahme scharf und schaltete ganzseitige Zeitungsanzeigen gegen Apple. Nach einer frühen Erhebung von AppsFlyer stimmten zum Start nur rund 39 Prozent der Nutzer dem Tracking zu.

TechCrunch

26.04.2021

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Unabhängig geprüfte Zahlen zu den tatsächlichen finanziellen Einbußen von Meta durch ATT liefert der Artikel nicht, er stützt sich auf frühe Schätzungen einzelner Analysefirmen. Wie sich die Opt-in-Rate im weiteren Verlauf 2021 entwickelte, ist nicht dokumentiert.

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