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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

ParkMobile-Datenleck: Drittanbieter-Sicherheitslücke betrifft 21 Millionen Nutzer

Im März 2021 wurde bei der Parkraum-App ParkMobile ein Datenleck bekannt, das persönliche Daten von rund 21 Millionen Nutzern betraf. Ursache war laut ParkMobile eine Sicherheitslücke in Software eines Drittanbieters. Betroffen waren E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Kennzeichennummern, Geburtsdaten und mit bcrypt gehashte Passwörter, Zahlungsdaten waren verschlüsselt und nicht betroffen.

Brian Krebs / KrebsOnSecurity

12.04.2021

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Welche konkrete Drittanbieter-Software und Schwachstelle die Angreifer ausnutzten, blieb offen. ParkMobile informierte betroffene Nutzer nicht aktiv, viele erfuhren erst durch Medienberichte davon.

Journalismus

Clubhouse-Datenleck: 1,3 Millionen Nutzerdatensätze im Hackerforum veröffentlicht

Am 10.04.2021 berichtete das IT-Sicherheitsportal Cybernews, dass eine SQL-Datenbank mit rund 1,3 Millionen Nutzerdatensätzen der Audio-App Clubhouse kostenlos in einem bekannten Hackerforum veröffentlicht wurde. Die Datensätze enthielten unter anderem Nutzer-ID, Namen, Profilbild-URL, Nutzername, verknüpfte Twitter- und Instagram-Handles, Anzahl der Follower und Abonnements, das Erstellungsdatum des Kontos sowie den Namen der Person, die den jeweiligen Nutzer eingeladen hatte. Clubhouse dementierte am 11.04.2021 über CEO Paul Davison bei einem unternehmensinternen Townhall-Treffen, Ziel eines Hacks geworden zu sein, und bezeichnete die Berichterstattung als irreführend. Nach Darstellung des Unternehmens handelte es sich ausschließlich um öffentlich zugängliche Profildaten, die jeder Nutzer über die App oder die API von Clubhouse einsehen konnte. Die App-Analystin Jane Manchun Wong erklärte, die Daten seien mutmaßlich über eine einfache Schleifenfunktion abgegriffen worden, da Clubhouse Nutzer-IDs fortlaufend nummerierte. Kreditkartendaten, Telefonnummern oder andere sensible Identifikationsmerkmale waren nach übereinstimmenden Berichten nicht Teil der veröffentlichten Datensätze. Clubhouse befand sich zu diesem Zeitpunkt, wenige Monate nach dem pandemiebedingten Nutzerboom Anfang 2021, noch in einer geschlossenen Betaphase mit Einladungssystem.

Cybernews

10.04.2021

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Nicht belegt ist, ob Clubhouse wegen des Vorfalls behördlich belangt oder finanziell sanktioniert wurde, da öffentlich keine Bußgelder oder Aufsichtsverfahren bekannt wurden. Ebenfalls ungeklärt bleibt die genaue technische Vorgehensweise des Scrapings, da Clubhouse selbst keine forensische Analyse veröffentlichte.

Journalismus

BND-Gesetz-Novelle 2021: Neue Überwachungsbefugnisse nach BVerfG-Urteil

Der Bundestag verabschiedete am 25.03.2021 die Novelle des BND-Gesetzes als gesetzliche Reaktion auf das BVerfG-Urteil vom 19.05.2020, das die bisherige Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung des BND für verfassungswidrig erklärt hatte. Das neue Gesetz erlaubt dem BND laut netzpolitik.org das Abhören großer Teile der weltweiten Telekommunikationsnetze sowie das Eindringen in IT-Systeme von Kommunikationsanbietern, zugleich wurde ein unabhängiger Kontrollrat als Aufsichtsbehörde eingeführt. Bundespräsident Steinmeier unterzeichnete das Gesetz am 19.04.2021.

netzpolitik.org

26.03.2021

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In welchem tatsächlichen Umfang der BND die 2021 neu geschaffenen Befugnisse seither nutzt, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor. Ob der neue Kontrollrat die vom Bundesverfassungsgericht geforderte wirksame Kontrolle in der Praxis sicherstellt, ist nicht belegt.

Journalismus

CNA Financial zahlt Rekord-Lösegeld von 40 Millionen Dollar nach Ransomware-Angriff

Der US-Versicherungskonzern CNA Financial Corp. mit Sitz in Chicago wurde im März 2021 Opfer eines Ransomware-Angriffs. Ein Mitarbeiter lud am 05.03.2021 nach dem Besuch einer legitimen Website ein gefälschtes Browser-Update herunter, wodurch sich die Angreifer Zugang zum Firmennetzwerk verschafften. Zwischen dem 05.03.2021 und dem 21.03.2021 bewegten sich die Täter unentdeckt im Netzwerk und kopierten Daten, bevor sie am 21.03.2021 die Ransomware Phoenix CryptoLocker auslösten und mehr als 15.000 Geräte verschlüsselten. Die Täter, eine Gruppe namens Phoenix mit mutmaßlichen Verbindungen zur Cybercrime-Organisation Evil Corp, forderten zunächst ein Lösegeld von 999 Bitcoin, umgerechnet rund 55 bis 60 Millionen US-Dollar. Nach Verhandlungen zahlte CNA Financial Ende März 2021 rund 40 Millionen US-Dollar in Bitcoin, um wieder Zugriff auf ihre Systeme zu erhalten. Laut einem am 20.05.2021 veröffentlichten Bloomberg-Bericht war dies zu diesem Zeitpunkt die höchste öffentlich bekannt gewordene Ransomware-Zahlung eines Unternehmens. Bei dem Angriff wurden zudem persönliche Daten von 75.349 Personen entwendet, überwiegend aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, Vertragsarbeiter und deren Angehörige. CNA bot den Betroffenen 24 Monate kostenlose Kreditüberwachung durch Experian an.

Bloomberg

21.03.2021

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Die genaue Zahlungshöhe von 40 Millionen US-Dollar sowie Details der Lösegeldverhandlung stammen aus anonymen, mit dem Vorgang vertrauten Quellen und wurden von CNA Financial nie offiziell in dieser Form bestätigt; auch das exakte Zahlungsdatum sowie eine gerichtsfeste Attribution der Tätergruppe Phoenix zu Evil Corp gelten als nicht abschließend belegt.

Journalismus

Schweiz lehnt private E-ID 2021 klar ab, Staat übernimmt bei zweitem Anlauf 2025

Am 07.03.2021 lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung mit knapp zwei Dritteln Nein-Stimmen ein E-ID-Gesetz ab, das eine private Firma mit der Ausgabe der elektronischen Identität beauftragt hätte. Das Parlament verabschiedete am 20.12.2024 ein neues E-ID-Gesetz, bei dem der Staat die technische Infrastruktur betreibt und auf Open-Source-Komponenten setzt. Über diese zweite Vorlage stimmte die Schweiz am 28.09.2025 erneut ab, nachdem ein Referendum mit 55.344 gültigen Unterschriften zustande gekommen war.

SRF / Bundesamt für Justiz

07.03.2021

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Das Ergebnis der Abstimmung vom 28.09.2025 selbst ist aus den vorliegenden Quellen nicht mit belastbarer Zahl belegt und wird hier bewusst nicht behauptet.

Journalismus

SITA-Datenleck: Angriff auf Passagierdatensystem trifft Fluggesellschaften weltweit

Der Luftfahrt-IT-Dienstleister SITA, dessen Passenger Service System rund 90 Prozent der Fluggesellschaften weltweit nutzen, bestätigte am 24. Februar 2021 einen Cyberangriff auf seine Systeme. Der Einbruch fand laut einem Lufthansa-Sprecher zwischen dem 21. Januar und 11. Februar 2021 statt und betraf unter anderem Malaysia Airlines, Finnair, Singapore Airlines, Cathay Pacific, Air New Zealand, Lufthansa, SAS, American Airlines und United. Kompromittiert wurden vor allem Vielfliegerdaten wie Mitgliedsnummern und Statuslevel.

TechCrunch / BleepingComputer

04.03.2021

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Eine weltweite Gesamtzahl betroffener Passagiere veröffentlichte SITA nicht, einzelne Airlines nannten nur Teilzahlen wie rund 500.000 bei Singapore Airlines oder etwa 1,35 Millionen Miles-and-More-Teilnehmer bei Lufthansa. Die genaue Angriffsmethode und die Identität der Angreifer wurden von SITA öffentlich nicht bestätigt.

Journalismus

BaFin erstattet Strafanzeige gegen Greensill Bank

Die BaFin stoppte am 03.03.2021 den Kundenverkehr der Bremer Greensill Bank und erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation.

Der Neue Kämmerer

03.03.2021

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Belegt Moratorium und Strafanzeige. Ein Ermittlungsergebnis der Staatsanwaltschaft Bremen ist hiermit nicht mitbelegt.

Journalismus

Luca-App: Polizei nutzt Corona-Kontaktdaten für Ermittlungen entgegen ausdrücklichem gesetzlichem Verbot

Die von einem Berliner Start-up entwickelte Luca-App sollte Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung während der Corona-Pandemie erleichtern, geriet aber 2021 stark in die Kritik. Die Polizei Mainz griff im Rahmen von Ermittlungen zu einem Todesfall auf Besucherdaten eines Restaurants zu, die über Luca erfasst worden waren, obwohl das Infektionsschutzgesetz die Nutzung von Kontaktnachverfolgungsdaten für polizeiliche Zwecke ausdrücklich untersagt. Der baden-württembergische Datenschutzbeauftragte Stefan Brink bezeichnete dies als klaren Gesetzesverstoß. Kritiker verwiesen zudem darauf, dass Luca die Daten zentral speichert, im Gegensatz zur dezentral und transparent konzipierten, staatlichen Corona-Warn-App. Berlin kündigte an, die Nutzung von Luca ab Januar 2022 zu beenden.

Handelsblatt / taz

01.03.2021

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Ob der beschriebene Polizeizugriff in Mainz strafrechtliche oder dienstrechtliche Konsequenzen für die beteiligten Beamten hatte, ist aus dieser Quelle nicht belegt.

Journalismus

BKA-Bundestrojaner RCIS trotz 5,77 Millionen Euro Kosten bis 2020 nie erfolgreich eingesetzt

Am 24. August 2017 trat in Deutschland das Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens in Kraft, das mit den Paragrafen 100a und 100b der Strafprozessordnung erstmals eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage für den Einsatz von Staatstrojanern schuf. Das Bundeskriminalamt entwickelte parallel eine eigene Überwachungssoftware namens RCIS, deren Entwicklung laut Bundesregierung bis 2020 rund 5,77 Millionen Euro kostete. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bundestagsabgeordneten der Grünen, ausgewertet von heise online am 22. Februar 2021, wurde dieser Bundestrojaner zwischen 2017 und 2020 in keinem einzigen abgeschlossenen Ermittlungs- oder Gefahrenabwehrverfahren des BKA erfolgreich eingesetzt. Auch die kommerzielle Software FinSpy kam beim BKA nach diesen Angaben bislang nicht zum Einsatz. Für das Jahr 2019 wiesen offizielle Zahlen bundesweit lediglich 15 tatsächlich durchgeführte Staatstrojaner-Einsätze aus. Die Zahl der tatsächlich durchgeführten Maßnahmen stieg in den Folgejahren, etwa auf 22 im Jahr 2020 und 32 im Jahr 2021, überwiegend im Bereich der Drogenkriminalität.

heise online

22.02.2021

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Aus der Quelle nicht abschließend belegt ist, in welchem Umfang spätere Einsätze auf die BKA-Eigenentwicklung RCIS statt auf andere, teils von Landesbehörden genutzte Trojaner-Software entfielen.

Journalismus

LAPD forderte Ring-Kamera-Aufnahmen von Black-Lives-Matter-Protesten an

Durch eine Anfrage nach dem Public-Records-Recht deckte die EFF E-Mails auf, in denen die Polizei von Los Angeles (LAPD) im Sommer 2020 gezielt Ring-Nutzer um Videoaufnahmen von Black-Lives-Matter-Protesten bat. Eine Anfrage der eigens gebildeten Task Force Safe L.A. vom 1. Juni 2020 brachte innerhalb von zwei Stunden Filmmaterial. Die Anfragen liefen über das Polizei-Portal von Rings Neighbors-App, ohne dass ein richterlicher Beschluss vorlag.

Electronic Frontier Foundation (EFF)

16.02.2021

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Wegen umfangreicher Schwärzungen von Daten, Uhrzeiten und Tatvorwürfen in den herausgegebenen Dokumenten konnte die EFF nicht abschließend feststellen, wie viele Anfragen tatsächlich gezielt Proteste betrafen und wie viel Videomaterial die LAPD insgesamt erhielt. Auch die genaue rechtliche Begründung der Polizei für einzelne Anfragen bleibt offen.

Journalismus

Betrug mit mobilem Geld: SIM-Swapping und M-Pesa-Cyberkriminalität in Kenia

Kenianische Ermittler und Reuters berichteten Anfang 2021 über organisierte Betrugsnetzwerke, die per SIM-Swapping und Social Engineering Zugriff auf M-Pesa-Mobile-Money-Konten von Safaricom-Kunden erlangten. Täter beantragten mit gefälschten Ausweisdokumenten Ersatz-SIM-Karten der Opfer und setzten anschließend M-Pesa-PINs zurück.

Reuters

05.02.2021

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Eine bundesweite Gesamtschadenssumme oder eine offizielle Fallzahl für ganz Kenia ist nicht belastbar zu beziffern; die genaue technische Vorgehensweise variiert von Fall zu Fall.

Journalismus

Elektronische Aufenthaltsüberwachung mit dem Grundgesetz vereinbar

BVerfG erklärt GPS-Fußfessel nach § 68b StGB für verfassungsgemäß, aber tiefgreifenden Grundrechtseingriff.

Bundesverfassungsgericht

04.02.2021

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Bewertet nur konkrete deutsche Ausgestaltung bei Gewalt-/Sexualstraftätern.

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