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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

Der Fall Groenewald: Nashorn-Wilderei als organisiertes Finanzverbrechen in Suedafrika

Der suedafrikanische Wildzuechter Dawie Groenewald und seine Familie wurden 2010 verhaftet und mit ueber 1.800 Anklagepunkten konfrontiert, darunter Racketeering, Betrug, Steuerhinterziehung und illegaler Handel mit Nashornhoernern. Ueber Pseudo-Jagden wurden legale Jagdlizenzen genutzt, um Nashornhorn im Wert mehrerer Millionen Rand zu waschen und international zu vermarkten.

Oxpeckers Investigative Environmental Journalism

01.09.2019

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Der Fall ist bis heute nicht rechtskraeftig abgeschlossen; Verurteilungen in zentralen Anklagepunkten blieben lange aus, und die genaue Hoehe der gewaschenen Gelder ist nicht abschliessend beziffert.

Journalismus

EU-finanzierte libysche Küstenwache: Kommandeur wegen Menschenschmuggels sanktioniert

Die Associated Press deckte auf, dass Abd al-Rahman al-Milad ("Bija"), ein Kommandeur der von der EU trainierten und finanzierten libyschen Küstenwache, gleichzeitig ein Anführer eines Menschenschmugglernetzwerks war. Ein UN-Sicherheitsrats-Sanktionsbericht von 2017 belegte, dass seine Miliz Boote mit Migranten versenkte und Schutzgelder erpresste, während die EU-Mission Sophia seine Einheit unterstützte.

Associated Press

28.08.2019

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Die genaue Höhe der an al-Milads Einheit geflossenen EU-Gelder lässt sich aus öffentlichen Quellen nicht exakt beziffern, da Zahlungen über mehrere Programme liefen.

Journalismus

Sakawa: Ghanas Cyber-Betrugsszene und die Romance-Scam-Industrie

Die BBC-Recherche dokumentiert die als "Sakawa" bekannte ghanaische Cyberbetrugsszene, in der junge Männer über gefälschte Online-Dating-Profile monate- bis jahrelange Beziehungen zu ausländischen Opfern aufbauen, um sie zu Geldüberweisungen zu bewegen. Der Bericht schildert konkrete Fälle mit fünf- bis sechsstelligen Dollarverlusten sowie die Verknüpfung mit spirituellen Ritualen ("Juju").

BBC News (Thomas Naadi)

22.08.2019

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Belastbare Gesamtstatistiken zu Opferzahlen oder Schadenssumme in Ghana insgesamt liefert der Artikel nicht; eine juristische Aufarbeitung wird nicht genannt.

Journalismus

Nigerianischer Oelschmuggel: Wie gestohlenes Rohoel im Niger-Delta zu Geld gemacht wird

Eine Reuters-Recherche dokumentiert, wie im Niger-Delta jaehrlich geschaetzt Hunderttausende Fass Rohoel taeglich aus Pipelines der NNPC und internationaler Konzerne illegal angezapft werden. Das gestohlene Oel wird in illegalen Buschraffinerien verarbeitet oder auf Tankern umgeladen und international verkauft.

Reuters

22.08.2019

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Die Recherche stuetzt sich auf Behoerdenschaetzungen und Satellitendaten, liefert aber keine geschlossene, gerichtsfeste Dokumentation einzelner Geldwaeschewege.

Journalismus

Huawei-Techniker halfen Sambias Regierung beim Ausspähen oppositioneller Blogger

Laut einer WSJ-Recherche halfen Huawei-Techniker den sambischen Behörden dabei, Telefone und Facebook-Konten oppositioneller Blogger des Portals Zambian Watchdog zu überwachen und deren Verschlüsselung zu umgehen, was 2017 zur Festnahme zweier Blogger führte. Die Techniker arbeiteten direkt mit Regierungsbeamten der Cyber-Kriminalitätseinheit zusammen.

Wall Street Journal (Joe Parkinson, Nicholas Bariyo, Josh Chin)

15.08.2019

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Die Recherche stützt sich auf anonyme Aussagen von Insidern; Huawei bestritt öffentlich jede Beteiligung. Der genaue Umfang der Beteiligung einzelner Huawei-Mitarbeiter bleibt unklar.

Journalismus

Suprema BioStar 2: 27,8 Mio. biometrische Datensätze ungeschützt im Netz

Die israelische Plattform vpnMentor entdeckte am 05.08.2019 durch die Forscher Noam Rotem und Ran Locar eine ungeschützte Elasticsearch-Datenbank des südkoreanischen Unternehmens Suprema. Die Datenbank gehörte zum biometrischen Zugangskontrollsystem BioStar 2 und enthielt 27,8 Millionen Datensätze mit einem Volumen von 23 Gigabyte. Betroffen waren die Fingerabdrücke von mehr als einer Million Nutzern, Gesichtserkennungsdaten, Klarnamen, unverschlüsselt gespeicherte Passwörter, Zutrittsprotokolle sowie persönliche Mitarbeiterdaten. BioStar 2 wurde laut Suprema von rund 5.700 Organisationen in 83 Ländern eingesetzt, darunter die britische Metropolitan Police sowie Banken und Behörden. Die Forscher informierten Suprema am 07.08.2019, die Sicherheitslücke wurde erst am 13.08.2019 geschlossen. Nach Bekanntwerden erklärte die britische Datenschutzbehörde ICO, sie sei sich der Medienberichte bewusst und werde Ermittlungen aufnehmen. Die US-Kanzlei Finkelstein, Blankinship, Frei Pearson and Garber kündigte im August 2019 an, eine mögliche Sammelklage wegen des Vorfalls zu prüfen. Suprema erklärte öffentlich, das tatsächliche Ausmaß sei geringer als berichtet, und verwies auf eine begrenzte Zahl betroffener Cloud-API-Nutzer.

heise online

14.08.2019

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Aus den ausgewerteten Quellen geht nicht hervor, ob die britische ICO tatsächlich ein Bußgeld gegen Suprema verhängt hat oder ob die geprüfte US-Sammelklage je formell eingereicht und entschieden wurde; der rechtliche Ausgang des Falls ist öffentlich nicht dokumentiert.

Journalismus

Cyprus' Laiki Bank depositors get back only 6 pct of lost deposits

Einleger der abgewickelten Laiki Bank verloren fast 90 Prozent ihrer ungesicherten Einlagen (rund 4 Mrd. Euro), bis 2019 waren erst rund 6 Prozent davon zurückgeholt.

Xinhua

13.08.2019

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Belegt den Rückholstand 2019. Nicht 'vollständig ausgelöscht', sondern fast 90 Prozent Verlust laut Sonderverwalter.

Journalismus

Amazon Alexa: Mitarbeiter hörten im Home-Office Sprachaufnahmen

Amazon ließ Zeitarbeiter in Polen Alexa-Sprachaufnahmen von zuhause aus abhören und transkribieren, auch Familienangehörige hatten Zugang zu sensiblen Nutzerdaten.

ComputerBase

05.08.2019

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Basiert auf einem einzelnen Medienbericht mit anonymen Zeitarbeiter-Aussagen.

Journalismus

Alexas Aufzeichnungen per Sprachbefehl löschen – oder auch nicht

Prüft Amazons Löschoptionen für Alexa-Sprachaufzeichnungen, stellt fest, dass die Löschung im Test unzuverlässig funktionierte.

DSN GROUP

05.08.2019

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Fachblog mit eigenem Praxistest, keine wissenschaftliche Prüfung.

Journalismus

Capital-One-Datenleck: Ex-AWS-Mitarbeiterin erbeutet Daten von 106 Millionen Kunden

Im Juli 2019 wurde bekannt, dass die ehemalige AWS-Mitarbeiterin Paige Thompson durch Ausnutzung einer Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle in einer fehlkonfigurierten Firewall in die Cloud-Infrastruktur von Capital One eindrang. Betroffen waren Daten von mehr als 100 Millionen Kunden, darunter mehr als 100.000 Sozialversicherungsnummern. Thompson wurde am 20.06.2022 wegen Drahtbetrugs und fünffacher unbefugter Zugriffe schuldig gesprochen, aber von Identitätsdiebstahl freigesprochen. Capital One musste 80 Millionen US-Dollar Bußgeld sowie 190 Millionen US-Dollar für Vergleiche zahlen.

TechTarget (SearchSecurity)

30.07.2019

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Nicht abschließend geklärt ist, ob tatsächlich alle 106 Millionen betroffenen Datensätze für kriminellen Missbrauch verwendet wurden. Die Entdeckung erfolgte nicht durch interne Sicherheitsmaßnahmen, sondern durch eine anonyme Mitteilung, was Fragen zur Wirksamkeit der eigenen Überwachungssysteme aufwirft.

Journalismus

We Tested Europe's New Lie Detector for Travelers

iBorderCtrl-Test stufte wahrheitsgemäß antwortende Journalistin fälschlich als high risk ein, Experte hält Methodik für wissenschaftlich nicht haltbar.

The Intercept

26.07.2019

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Einzelfalltest, keine systematische Fehlerquotenstudie.

Journalismus

Siri recordings 'regularly' sent to Apple contractors for analysis, claims whistleblower

Ein Whistleblower berichtete 2019, Apple-Vertragspartner würden regelmäßig Siri-Aufnahmen mit vertraulichen medizinischen Gesprächen, Geschäftsgesprächen und intimen Momenten abhören. Apple bestätigte, unter 1 Prozent der täglichen Anfragen menschlich auszuwerten.

TechCrunch

26.07.2019

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Belegt Whistleblower-Bericht und Apples eigene Bestätigung der Prüfquote. Apple setzte das Programm im August 2019 nach der Berichterstattung vorübergehend aus.

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