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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

"Bundesregierung will KI-Einsatz der Polizei – kommt jetzt Palantir?" — Bundesländer-Überblick mit Nutzungszahlen

Drei Bundesländer nutzen aktuell die Palantir-Software Gotham: Hessen, Bayern und NRW. Baden-Württemberg hat mit dem im November 2025 beschlossenen Polizeigesetz die Grundlage für einen Einsatz geschaffen. Recherchen zeigten: Das bayerische System VeRa wurde zwischen September 2024 und Mai 2025 fast hundertmal eingesetzt, mehr als zwanzigmal für alltägliche Delikte wie Fahrraddiebstahl. Rund 39 Millionen Personendatensätze wurden dafür durchkämmt. In Hessen wird die Software bis zu 15.000 mal im Jahr genutzt.

Digitalrechte.de, mit Bezug auf Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung

28.04.2026· in Kraft

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Sehr konkrete Zahlen, die zeigen: Der Einsatz geht weit über schwere Kriminalität hinaus (auch Fahrraddiebstahl) und betrifft eine gewaltige Datenmenge (39 Millionen Personendatensätze allein in Bayern). Hessens 15.000 Einsätze pro Jahr zeigen, dass es sich um ein Alltagswerkzeug handelt, nicht um eine seltene Ausnahmemaßnahme.

Journalismus

Kriminalstatistik 2025: Kartenbetrug wächst weiter

2025 in Deutschland 96.383 Fälle von Betrug mit unbaren Zahlungsmitteln (+4,8%), Aufklärungsquote sank auf 21,1%.

IT Finanzmagazin / BKA

27.04.2026

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Fasst offizielle BKA-Statistik zusammen, keine Primärquelle.

Journalismus

DSA-Verfahrensübersicht November 2025–Februar 2026 (eucrim-Chronik)

Am 17. Februar 2026 eröffnete die Kommission ein förmliches Verfahren gegen Shein unter dem DSA. Zudem wird im Rahmen des Aktionsplans gegen Cybermobbing angekündigt, dass die Kommission die DSA-Leitlinien zum Schutz Minderjähriger überarbeiten und neue Leitlinien zu Trusted Flaggern erlassen wird.

eucrim (Fachpublikation für EU-Strafrecht)

24.04.2026· in Kraft

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Wichtige Verbindung zu Dossier A3 und B2: Der Aktionsplan gegen Cybermobbing (siehe unten) bringt gleich mehrere Dossiers zusammen — DSA-Durchsetzung, Trusted-Flagger-Ausweitung und Jugendschutz sind nicht getrennte Baustellen, sondern werden politisch zusammen vorangetrieben.

Journalismus

"Gesichtserkennung im Frankfurter Rotlichtviertel: Polizei scannt jeden Passanten" — Praxiszahlen und zweites System

Rund 50 Kameras werten seit 2025 im Bahnhofsviertel Bilder aus; aktiv zur Fahndung wurde die Software bislang nur in rund einem Dutzend Fällen eingesetzt, mit lediglich einem bestätigten Treffer (Identifizierung einer vermissten Jugendlichen). Zusätzlich nutzt die Polizei seit Ende 2025 eine mobile App, die Fotos direkt mit einer Datenbank von mehr als 5,3 Millionen gespeicherten Gesichtern abgleicht.

Tarnkappe.info

23.04.2026· in Kraft

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**Sehr wichtiger Fund für Blackstones Wirksamkeits-Argumentation (Verweis F4):** Bei nur rund einem Dutzend tatsächlicher Fahndungs-Einsätze gab es genau EINEN bestätigten Erfolg — bei gleichzeitig permanenter Erfassung aller Passanten durch 50 Kameras. Das ist ein sehr konkretes Zahlenverhältnis (Aufwand vs. Nutzen), das dem Muster aus F4 (MPI-Studie, BKA-Positionspapier) entspricht: massive Datenerfassung bei geringem, aber punktuell echtem Nutzen (die vermisste Jugendliche wurde tatsächlich gefunden — das sollte nicht kleingeredet werden).

Journalismus

"'Ramblings of a supervillain': Palantir 'manifesto' claims AI weapons and cultural inferiority" — faktische Einordnung des Manifest-Inhalts

Palantir veröffentlichte am 18. April 2026 über den eigenen X-Account ein "22-Punkte-Manifest" als Zusammenfassung des Buches "The Technological Republic" von CEO Alex Karp. Das Unternehmen selbst bezeichnet den Post als "Kurzfassung" des Buches. Inhaltlich werden u.a. eine nationale Dienstpflicht gefordert, eine "moralische Pflicht" von Tech-Unternehmen zur Verteidigungsarbeit postuliert, und es wird angedeutet, manche Kulturen seien anderen unterlegen.

Euronews

22.04.2026· in Kraft

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Wichtig für die Faktenbasis: Das Manifest ist ein reales, öffentlich einsehbares Dokument (Palantirs eigener X-Post vom 18. April 2026), keine Erfindung der Kritiker. Der Inhalt (Forderung nach nationaler Dienstpflicht, "moralische Pflicht" zu Verteidigungsarbeit, Andeutungen kultureller Überlegenheit) ist damit direkt überprüfbar, nicht nur eine Interpretation Dritter.

Journalismus

"Rotlichtviertel Frankfurt: Hier analysiert die Polizei jedes Gesicht" — Ausweitungspläne mehrerer Politiker

Zahlreiche Bundesländer haben bereits Interesse an der Technologie angemeldet. Hessens Innenminister Poseck kündigte an, die Technik hessenweit an Kriminalitätsschwerpunkten einzuführen wollen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt möchte deutsche Bahnhöfe flächendeckend mit dieser Technologie und zusätzlich Verhaltensscannern ausrüsten. Ab Juli 2026 sollte eigentlich eine Evaluationsphase folgen — es zeichnet sich aber bereits ab, dass das System auf jeden Fall dauerhaft fortgeführt werden soll.

netzpolitik.org

22.04.2026· in Kraft

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**Wichtiger, sehr konkreter Function-Creep-Beleg:** Noch bevor die eigentlich vorgesehene Evaluationsphase überhaupt richtig begonnen hat, wird bereits eine bundesweite Ausweitung angekündigt — sowohl auf Landes- als auch Bundesebene. Das Muster "erst testen, dann sofort ausweiten, bevor die Testergebnisse überhaupt vorliegen" taucht damit in einem weiteren Blackstone-Dossier auf (ähnlich wie bei A1, B3, D3).

Journalismus

"Automatisierte Datenanalyse in NRW: Palantir-Gesetz nicht verfassungskonform" — Befugnisausweitung statt Einschränkung

Die polizeilichen Befugnisse bei der Datenanalyse in NRW wurden nach dem Palantir-Urteil des Bundesverfassungsgerichts NICHT beschnitten, sondern beträchtlich ausgebaut — sie erlauben nun beispielsweise auch "KI"-Training und den Einsatz "selbstständig arbeitender oder selbstlernender Systeme". Die NRW-Landesdatenschutzbeauftragte kritisiert einen generellen Trend zu "ungezügelter Datennutzung" und dass Gesetze "teils im Eilverfahren verabschiedet" würden, sodass der Grundrechtsschutz "nicht mit der notwendigen Sorgfalt berücksichtigt" werde.

netzpolitik.org, mit Bezug auf Tätigkeitsbericht der NRW-Landesdatenschutzbeauftragten

20.04.2026· in Kraft

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**Das ist der wichtigste Einzelfund dieses Batches — ein Lehrbuchbeispiel für Function Creep in Reinform:** Statt nach dem verfassungsgerichtlichen Rüffel die Befugnisse einzuschränken, hat NRW sie sogar noch ausgeweitet — inklusive KI-Training, was 2023 noch gar nicht Gegenstand des Urteils war. Diese Kritik kommt nicht von einer Aktivisten-Organisation, sondern von der offiziellen Landesdatenschutzbeauftragten selbst — ein amtliches, sehr gewichtiges Zeugnis für genau das Muster, das Blackstone in vielen anderen Dossiers (A1, B3) bereits dokumentiert hat.

Journalismus

Europe's defence cloud reliance risks US 'kill switch,' think tank warns

16 europäische Länder als 'hohes Risiko' bei US-Verteidigungs-Cloud-Abhängigkeit eingestuft, Österreich einziges Land mit Open-Source-Unabhängigkeit.

Euronews / Future of Technology Institute

17.04.2026

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Kein realer Kill-Switch-Fall im Verteidigungsbereich belegt, nur strukturelles Risiko.

Journalismus

Schutz vor digitaler Gewalt: Justizministerium veröffentlicht Gesetzentwurf

Gesetzentwurf zu straf-/zivilrechtlichem Schutz vor digitaler Gewalt, Verbändeanhörung bis 22.05.2026.

Frauenhauskoordinierung e.V. / BMJ

17.04.2026

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Genauer Gesetzestext/Inkrafttreten noch offen.

Journalismus

Sicherheitsanalyse der EU-Altersverifikations-App durch Paul Moore (Original-Funde, per X/Twitter und Presseberichterstattung dokumentiert)

Moore fand, dass aus NFC-fähigen Ausweisdokumenten extrahierte Gesichtsbilder als unverschlüsselte PNG-Dateien auf das Gerät geschrieben werden und nur bei erfolgreicher Verifikation gelöscht werden; bei fehlgeschlagenem oder unterbrochenem Prozess können die Bilder auf dem Gerät verbleiben. Zusätzlich werden Selfie-Bilder auf externen Speicher geschrieben und nie gelöscht. Der französische Hacker Baptiste Robert bestätigte Moores Befunde unabhängig; auch PIN-Code oder Touch-ID ließen sich einfach umgehen.

Paul Moore (unabhängiger Sicherheitsberater), dokumentiert von CyberInsider

16.04.2026· in Kraft

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Das ist der Original-Beleg für den "2-Minuten-Umgehung"-Vorfall aus Davids ursprünglichen Notizen — jetzt korrekt zugeordnet: Sicherheitsberater Paul Moore, mehrfach unabhängig von anderen Experten bestätigt. Die App speicherte Gesichtsbilder unverschlüsselt, obwohl die Kommission behauptete, keine persönlichen Daten zu speichern.

Journalismus

Windows »Privatsphäre-Albtraum«: TotalRecall Reloaded

Sicherheitsforscher veröffentlichte Tool, das per DLL-Injection entschlüsselte Recall-Screenshots ohne Admin-Rechte ausliest.

GameStar

16.04.2026

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Einzelfallbericht über Proof-of-Concept-Tool.

Journalismus

190-Millionen-Dollar-Vergleich im Cambridge-Analytica-Aktionärsprozess gegen Zuckerberg besiegelt

Das Delaware Chancery Court genehmigte am 07.04.2026 einen Vergleich über 190 Millionen US-Dollar zur Beilegung einer Aktionärsklage gegen Mark Zuckerberg, Sheryl Sandberg und weitere Meta-Direktoren. Eine Gruppe von Pensionsfonds hatte vorgeworfen, Facebook habe im Umgang mit den Daten im Cambridge-Analytica-Skandal gegen eine FTC-Unterlassungsverfügung von 2012 verstoßen. Der Prozess begann am 16.07.2025, die Kläger hatten ursprünglich 8 Milliarden US-Dollar gefordert. Die Zahlung erfolgt laut Berichten aus der D&O-Haftpflichtversicherung.

Bloomberg Law

08.04.2026

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Nicht öffentlich dokumentiert ist die genaue Aufteilung der 190 Millionen Dollar zwischen den Versicherungspolicen. Ob Zuckerberg oder andere Beklagte persönlich finanziell hafteten, ist nicht abschließend belegt.

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