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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Journalismus

Quora-Hack 2018: Daten von rund 100 Millionen Nutzerkonten gestohlen

Der Betreiber der Frage-Antwort-Plattform Quora informierte am 4. Dezember 2018 rund 100 Millionen Nutzer per E-Mail über einen Hackerangriff auf seine Systeme. Quora hatte den unautorisierten Zugriff eines Dritten bereits am Freitag, dem 30. November 2018, entdeckt und daraufhin Sicherheitsexperten sowie Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Die Angreifer konnten Namen, E-Mail-Adressen, mit Bcrypt und Salt verschlüsselte Passwörter sowie aus verknüpften Netzwerken importierte Daten kopieren. Zusätzlich waren öffentliche und nicht öffentliche Inhalte betroffen, darunter Fragen, Antworten, Kommentare, Upvotes, Downvotes und private Direktnachrichten. Anonym verfasste Fragen und Antworten blieben unberührt, ebenso waren keine Kreditkartendaten oder Sozialversicherungsnummern betroffen, da Quora solche Daten grundsätzlich nicht erhebt. Als Sofortmaßnahme setzte Quora die Passwörter aller betroffenen Konten zurück und meldete die Nutzer automatisch ab, sodass beim nächsten Login ein neues Passwort vergeben werden musste. Ein Quora-Sprecher bestätigte am 12. Dezember 2018, dass die Passwörter mit dem Verfahren Bcrypt plus Salt gesichert waren, was nach damaligem Stand als sicher galt.

heise online

03.12.2018

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Aus dem Bericht geht nicht hervor, auf welchem technischen Weg die Angreifer konkret Zugriff auf die Quora-Systeme erlangten, da die Untersuchung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht abgeschlossen war. Auch Identität der Angreifer sowie mögliche behördliche Sanktionen gegen Quora sind aus der Quelle nicht ersichtlich.

Journalismus

Quora-Datenleck 2018: Kontodaten von rund 100 Millionen Nutzern kompromittiert

Quora teilte am 03.12.2018 mit, dass ein unbefugter Dritter Zugriff auf interne Systeme erlangt und Daten von bis zu 100 Millionen Nutzerkonten kopiert hatte. Betroffen waren Namen, E-Mail-Adressen, verschlüsselte Passwörter sowie öffentliche und nicht öffentliche Aktivitäten wie Fragen, Antworten und private Nachrichten. Quora meldete alle betroffenen Nutzer automatisch ab und setzte ihre Passwörter zurück.

TechCrunch

03.12.2018

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Wer die Angreifer waren und auf welchem technischen Weg sie Zugang erlangten, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor. Spätere behördliche Bußgelder infolge des Vorfalls sind nicht dokumentiert.

Journalismus

Marriott-Starwood-Datenleck: 339 Millionen Gäste, vier Jahre unentdeckt

Am 30.11.2018 gab die Hotelkette Marriott International bekannt, dass Unbekannte bereits seit Juli 2014 unbefugten Zugriff auf die Reservierungsdatenbank der 2016 von Marriott übernommenen Tochter Starwood hatten. Der Zugriff blieb bis zur Entdeckung am 08.09.2018 vier Jahre lang unbemerkt. Betroffen waren rund 339 Millionen Gästedatensätze weltweit, davon etwa 30 Millionen aus der EU und 7 Millionen aus Großbritannien. Kompromittiert wurden Namen, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht, Reservierungsdaten sowie bei rund 5,25 Millionen Personen unverschlüsselte Passnummern; teilweise waren auch Kreditkartendaten betroffen. Die britische Datenschutzbehörde ICO kündigte am 09.07.2019 wegen Verstoßes gegen Artikel 5(1)(f) und Artikel 32 der DSGVO ein Bußgeld von 99,2 Millionen Pfund (rund 110 Millionen Euro) an, das damals als eines der höchsten DSGVO-Bußgelder überhaupt galt. Am 30.10.2020 reduzierte die ICO die Strafe unter Verweis auf Marriotts Verbesserungsmaßnahmen und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auf 18,4 Millionen Pfund. Marriott hatte gegen die ursprüngliche Bußgeldandrohung Widerspruch angekündigt.

heise online

30.11.2018

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Die genaue technische Ursache des Erstzugriffs 2014 (Einfallstor, Angreifergruppe) ist aus dieser Quelle nicht im Detail belegt, ebenso wenig die endgültige Zahl der tatsächlich betroffenen Einzelpersonen nach Bereinigung von Duplikaten.

Journalismus

Personalausweis – Sicherheitsforscher knacken die Online-Ausweisfunktion

Sicherheitsforscher fanden Schwachstelle im Governikus-Autent-SDK, mit der Angreifer sich online als beliebige Personen ausgeben konnten.

t3n

23.11.2018

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Betraf Server-Software, nicht direkt den RFID-Chip selbst.

Journalismus

ZTE-Ueberwachungsprojekt "Kandado Cubano" in Venezuela

Eine Reuters-Recherche deckte auf, dass der chinesische Telekomkonzern ZTE im Auftrag der venezolanischen Regierung ein "Fatherland Card" genanntes System entwickelte, das persoenliche Daten von Millionen Buergern (medizinische Historie, Sozialleistungen, Parteizugehoerigkeit, Wahlverhalten) in einer zentralen Datenbank buendelte. ZTE-Mitarbeiter arbeiteten direkt mit venezolanischen Geheimdienstmitarbeitern zusammen.

Armando.info & Reuters (Angus Berwick)

14.11.2018

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Die Recherche stuetzt sich massgeblich auf anonyme Insider-Aussagen sowie interne Dokumente, die Reuters nicht vollstaendig oeffentlich verifizieren konnte; ZTE bestritt jede Beteiligung an Ueberwachungsfunktionen der Karte.

Journalismus

Bundespolizei zieht unkritisches Fazit

Die Bundespolizei zieht trotz methodischer Schwächen und ungeklärter Rechtsgrundlage ein überwiegend positives Fazit zum künftigen Einsatz automatisierter Gesichtserkennung.

CILIP – Bürgerrechte & Polizei

10.11.2018

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Bürgerrechtsnahe Fachpublikation mit kritischer Grundhaltung.

Journalismus

China Telecom und das systematische BGP-Hijacking des Internetverkehrs

Die Forscher Chris Demchak und Yuval Shavit veröffentlichten Ende Oktober 2018 eine Studie über systematische BGP-Routing-Manipulationen durch den chinesischen Staatskonzern China Telecom. Dokumentiert wurde unter anderem eine rund zweieinhalbjährige Fehlleitung von Verizon-APAC-Routen über China Telecom zwischen Ende 2015 und Mitte 2018. Doug Madory von Oracle Internet Intelligence bestätigte die Befunde anhand eigener Messdaten.

The Register

06.11.2018

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Nicht bewiesen ist eine gezielte staatliche Anordnung zum Abhören von Verkehr im Einzelfall. China Telecom wies die Vorwürfe als technische Fehlkonfigurationen zurück. Das Ausmaß eines möglichen Datenzugriffs während der Umleitungen bleibt unklar.

Journalismus

ICO-Bußgeld gegen Facebook: Höchststrafe in Großbritannien wegen Cambridge-Analytica-Datenschutzverstoß

Am 25.10.2018 verhängte die britische Datenschutzbehörde ICO gegen Facebook eine Geldbuße von 500.000 Pfund, die nach dem damals geltenden Data Protection Act 1998 höchstmögliche Strafe. Die ICO stellte fest, dass Facebook zwischen 2007 und 2014 App-Entwicklern ohne ausreichende Rechtsgrundlage Zugriff auf Nutzerdaten gewährte, wovon auch Facebook-Freunde von App-Nutzern betroffen waren. Betroffen waren schätzungsweise 87 Millionen Facebook-Nutzer weltweit, deren Daten über die App This Is Your Digital Life an Cambridge Analytica gelangten.

heise online

25.10.2018

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Aus den Quellen geht die genaue rechtliche Detailbegründung der ICO nicht vollständig hervor, ebenso bleibt offen, warum die parallele Prüfung der Hamburger Datenschutzaufsicht ohne eigene Sanktion eingestellt wurde. Ob die 500.000-Pfund-Strafe angesichts von 87 Millionen Betroffenen abschreckend wirkte, ist umstritten, da unter der seit 25.05.2018 geltenden DSGVO deutlich höhere Bußgelder möglich gewesen wären, die Tat aber davor lag.

Journalismus

Cathay Pacific: 9,4 Millionen Passagierdaten geleakt, Rekordbußgeld von 500.000 Pfund

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific mit Sitz in Hongkong gab am 24.10.2018 bekannt, dass unbefugte Dritte zwischen dem 14.10.2014 und Mai 2018 Zugriff auf ihre IT-Systeme hatten. Betroffen waren die persönlichen Daten von rund 9,4 Millionen Passagieren weltweit, darunter 111.578 Personen aus Großbritannien. Offengelegt wurden Namen, Nationalitäten, Geburtsdaten, Telefonnummern, E-Mail- und Postadressen, etwa 860.000 Passnummern, rund 245.000 Nummern von Hongkonger Personalausweisen sowie Vielfliegernummern und Reisehistorien. Die Angreifer drangen über einen mit dem Internet verbundenen Server ein und installierten Schadsoftware zum Abgreifen der Daten. Die britische Datenschutzbehörde ICO stellte in ihrer Untersuchung mehrere grundlegende Sicherheitsmängel fest, darunter ungeschützte Backup-Dateien, ungepatchte Server, veraltete Betriebssysteme und unzureichenden Virenschutz. Am 04.03.2020 verhängte das ICO gegen Cathay Pacific eine Geldbuße von 500.000 britischen Pfund, den zu diesem Zeitpunkt gesetzlichen Höchstbetrag nach dem alten Data Protection Act 1998. Diese Regelung galt, weil die Sicherheitslücke bereits im Mai 2018 und damit kurz vor Inkrafttreten der DSGVO am 25.05.2018 geschlossen wurde. Unter der DSGVO hätte eine Strafe von bis zu 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes gedroht, was Berichten zufolge rund 470 Millionen Pfund entsprochen hätte.

TechCrunch

24.10.2018

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Aus der Quelle geht nicht hervor, wer genau die Angreifer waren oder ob die entwendeten Daten tatsächlich für Identitätsbetrug oder finanziellen Schaden bei den Betroffenen genutzt wurden; die exakte Aufschlüsselung, wie viele der 9,4 Millionen Datensätze welche Datenkategorien enthielten, bleibt unklar.

Journalismus

Pegasus-Überwachung im Umfeld von Jamal Khashoggi vor seiner Ermordung

Citizen Lab wies im Oktober 2018 nach, dass das Smartphone des saudischen Dissidenten Omar Abdulaziz mit der Pegasus-Spyware der NSO Group infiziert war. Abdulaziz, ein enger Vertrauter des Journalisten Jamal Khashoggi, tauschte mit diesem WhatsApp-Nachrichten über gemeinsame Aktivismus-Pläne aus. Die Infektion wurde Monate vor Khashoggis Ermordung am 02.10.2018 im saudischen Konsulat in Istanbul festgestellt. Spätere forensische Analysen ergaben zudem Hinweise auf eine Kompromittierung des Telefons von Khashoggis Verlobter Hatice Cengiz.

Citizen Lab (University of Toronto)

24.10.2018

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Nicht abschließend dokumentiert ist, ob die abgefangenen Nachrichten tatsächlich direkt zur Planung der Ermordung durch saudische Agenten beitrugen, dieser Zusammenhang wird als plausibel dargestellt, aber nicht mit Beweisdokumenten der saudischen Seite belegt. NSO Group bestreitet eine direkte Verantwortung für den Missbrauch durch Kunden wie Saudi-Arabien.

Journalismus

GreyEnergy-Cyberangriff auf nordmazedonischen Stromnetzbetreiber MEPSO

Die von ESET analysierte Hackergruppe GreyEnergy, die als Nachfolger der fuer den ukrainischen Stromausfall 2015/2016 verantwortlichen Gruppe BlackEnergy gilt, griff neben ukrainischen Energieversorgern auch ein Unternehmen im Energiesektor Nordmazedoniens an. ESET dokumentierte den Einsatz modularer Malware zur Spionage und Sabotage kritischer Infrastruktur, konnte aber keinen erfolgreichen Stromausfall wie 2016 in der Ukraine nachweisen.

ESET (Sicherheitsforschung) / Berichterstattung u.a. ZDNet

17.10.2018

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ESET nennt das betroffene nordmazedonische Unternehmen aus Vorsicht nicht namentlich und bestaetigt keinen konkreten Sabotage-Erfolg dort; die Zuordnung zu einem staatlichen Akteur (vermutet Russland) bleibt eine Einschaetzung von Sicherheitsforschern, kein gerichtsfester Beweis.

Journalismus

Überwachungstest am Südkreuz: Geschönte Ergebnisse und vage Zukunftspläne

Der Abschlussbericht zum Gesichtserkennungstest am Südkreuz wird als unwissenschaftlich kritisiert, die beworbene Trefferquote kam nur durch Kombination aller drei Systeme zustande.

netzpolitik.org

16.10.2018

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Gibt vorwiegend die Einschätzung von netzpolitik.org und zitierten Kritikern wieder.

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