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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

John Hancock: Lebensversicherung mit Prämienrabatt gegen zweijährige Weitergabe von Fitness-Tracker-Daten

Der US-Lebensversicherer John Hancock entwickelte im April 2015 gemeinsam mit dem Anbieter Vitality ein Versicherungsprodukt, das Kunden bis zu 15 Prozent Prämienrabatt für das Tracking gesunder Gewohnheiten wie Sport bietet. Teilnehmer können eine Apple Watch für 25 US-Dollar erwerben und verpflichten sich im Gegenzug, die erfassten Fitnessdaten zwei Jahre lang an ihre Versicherung weiterzuleiten. Über 15.000 tägliche Schritte erhöhen das Punktekonto um 30 Punkte; wer weniger als 500 Vitality-Punkte im Monat sammelt, muss zusätzliche Gebühren für die Apple Watch zahlen, während gute Werte die Gesamtprämie senken. John Hancock erklärt, Versicherte könnten selbst entscheiden, welche Daten sie teilen, es bestehe kein Zwang zur Datenweitergabe.

netzpolitik.org / The Digital Insurer

01.04.2015

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Ob Kunden, die sich gegen die Datenweitergabe entscheiden, dieselben Versicherungskonditionen wie teilnehmende Kunden erhalten, ist aus dieser Quelle nicht belegt; ein faktischer Druck zur Teilnahme durch bessere Konditionen für Teilnehmer liegt nahe, wird aber nicht explizit bestätigt.

Journalismus

Premera-Blue-Cross-Hack: 11 Millionen Versicherte nach monatelang unentdeckter Spionage-Malware betroffen

Der US-Krankenversicherer Premera Blue Cross gab am 17.03.2015 ein Datenleck bekannt, bei dem Angreifer über Monate unentdeckt Zugriff auf die Unternehmensnetzwerke hatten. Der initiale Einbruch erfolgte laut den beauftragten Ermittlern Mandiant und dem FBI bereits am 05.05.2014, entdeckt wurde er von Premera erst am 29.01.2015. Betroffen waren rund 11 Millionen aktuelle und ehemalige Kunden von Premera Blue Cross, Premera Blue Cross Blue Shield of Alaska sowie der Marken Vivacity und Connexion Insurance Solutions. Die Angreifer erlangten möglicherweise Zugriff auf Namen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, Anschriften, Telefonnummern, Sozialversicherungsnummern, Mitgliedsnummern, Bankverbindungen sowie klinische Behandlungsdaten der Versicherten. Als Einfallstor diente vermutlich eine Phishing-Kampagne über die gefälschte Domain prennera.com, die der echten Domain premera.com mit doppeltem n ähnelte. Sicherheitsforscher brachten den Angriff mit chinesischen staatsnahen Hackergruppen in Verbindung, eine offizielle behördliche Zuordnung blieb jedoch aus. Premera bot den betroffenen Personen zwei Jahre kostenlose Kreditüberwachung durch Experian an. Am 25.09.2020 einigte sich Premera mit dem US-Gesundheitsministerium HHS auf eine Zahlung von 6,85 Millionen US-Dollar wegen Verstößen gegen die HIPAA-Datenschutzregeln, die zweithöchste derartige Strafe bis zu jenem Zeitpunkt. In einem separaten zivilrechtlichen Sammelklageverfahren zahlte Premera zusätzlich bis zu 74 Millionen US-Dollar an Betroffene.

Krebs on Security (Brian Krebs)

17.03.2015

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Unklar bleibt, ob die gestohlenen Daten tatsächlich abgeflossen oder für Identitätsdiebstahl missbraucht wurden. Premera erklärte, keine Beweise für eine tatsächliche Ausleitung oder missbräuchliche Nutzung der Daten gefunden zu haben, und die vermutete Urheberschaft chinesischer Staatshacker wurde nie offiziell bestätigt.

Journalismus

Hello Barbie: WLAN-Puppe zeichnet Kindergespräche auf und sendet sie an Cloud-Server

Mattel kündigte 2015 mit Hello Barbie eine internetfähige, sprachgesteuerte Puppe an, die per Mikrofon Kindergespräche aufzeichnet und über WLAN an Cloud-Server des Partners ToyTalk überträgt, wo sie ausgewertet werden. Die Organisation Campaign for a Commercial-Free Childhood kritisierte, sensible Daten über Kinder könnten für Marketingzwecke missbraucht werden. ToyTalk erklärte, gesammelte Daten würden nicht für Werbung genutzt.

heise online

17.03.2015

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Der Artikel dokumentiert nur die Ankündigung vor dem Marktstart im Herbst 2015. Spätere Sicherheitslücken und eine im Dezember 2015 eingereichte Sammelklage wegen COPPA-Verstößen sind nicht Gegenstand dieser Quelle.

Journalismus

Great SIM Heist: NSA und GCHQ stehlen laut Snowden-Leak SIM-Verschlüsselungsschlüssel von Gemalto

The Intercept veröffentlichte am 19.02.2015 auf Basis von Snowden-Dokumenten eine Recherche über den sogenannten Great SIM Heist. Ein 2010 gegründetes gemeinsames Team von NSA und GCHQ soll Systeme des niederländischen SIM-Kartenherstellers Gemalto gehackt haben, der jährlich rund zwei Milliarden SIM-Karten fertigt. Über das NSA-Suchsystem XKeyscore verschafften sich die Dienste Zugriff auf private E-Mail-Konten von Gemalto-Ingenieuren und erbeuteten darüber geheime SIM-Verschlüsselungsschlüssel, allein für Somalia wurden bis Juni 2010 rund 300.000 Schlüssel dokumentiert. Gemalto erklärte nach eigener Untersuchung, ein Angriff sei wahrscheinlich, ein massenhafter Diebstahl der Schlüssel selbst lasse sich jedoch nicht belegen.

The Intercept

19.02.2015

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Gemalto und The Intercept widersprechen sich bis heute im Kernpunkt, ob tatsächlich in großem Stil Schlüssel entwendet wurden. Die genaue Gesamtzahl der weltweit entwendeten SIM-Schlüssel sowie das Ausmaß ihrer Nutzung für konkrete Abhörmaßnahmen sind aus den Dokumenten nicht ersichtlich.

Journalismus

HSBC Swiss Leaks (Falciani-Leak)

Am 8. Februar 2015 veröffentlichte das ICIJ mit über 140 Journalisten aus mehr als 50 Medien die Swiss-Leaks-Recherche auf Basis von rund 60.000 Dateien, die der ehemalige HSBC-IT-Mitarbeiter Hervé Falciani entwendet hatte. Die Dokumente betrafen rund 100.000 Kunden mit etwa 100 Milliarden Dollar bei HSBC Private Bank (Suisse) in Genf und belegten, dass die Bank Kunden bei Steuerhinterziehung unterstützte. In der Folge zahlte HSBC 2017 eine Strafe von 352 Millionen Euro in Frankreich und 2019 192 Millionen Dollar in den USA.

International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ)

08.02.2015

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Falciani wurde 2015 von einem Schweizer Gericht in Abwesenheit wegen Wirtschaftsspionage zu fünf Jahren Haft verurteilt, vom Vorwurf des Geheimnisverrats aber freigesprochen; da Frankreich eigene Staatsangehörige nicht ausliefert, trat er die Strafe nie an. Offen bleibt, in wie vielen der rund 100.000 Einzelfälle tatsächlich Steuerhinterziehung nachgewiesen wurde, da nicht jedes Konto bei einer Schweizer Privatbank illegal ist.

Journalismus

LabourNet/netzpolitik.org — Saarland-Statistik: 7,5 Datensätze pro Bürger und Jahr

Im Saarland wurden binnen eines Jahres (September 2013 bis August 2014) in 175 Verfahren insgesamt 7.459.326 Datensätze erhoben — bei rund 991.000 Einwohnern ergibt das 7,5 Datensätze pro Einwohner und Jahr. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 34.342 Euro, eine einzelne Abfrage kostete im Schnitt knapp 200 Euro.

LabourNet, mit Bezug auf netzpolitik.org-Artikel von Andre Meister (09.01.2015), Datenbasis: Antwort der saarländischen Landesregierung an die Piratenfraktion

09.01.2015· in Kraft

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**Das ist eine der einprägsamsten und konkretesten Einzelstatistiken im gesamten Blackstone-Projekt:** Jeder Bürger im Saarland war statistisch gesehen im Schnitt 7,5 Mal pro Jahr Teil einer Funkzellenabfrage — unabhängig davon, ob er je mit einer Straftat zu tun hatte. Der günstige Preis pro Abfrage (im Schnitt 200 €) erklärt zusätzlich, warum das Instrument trotz seiner Streubreite so häufig genutzt wird — eine niedrige Kosten-Hürde begünstigt den routinemäßigen statt sparsamen Einsatz.

Journalismus

Krankenkassen-Zuschüsse für Fitness-Tracker: Gesundheitsminister warnt vor ungeschützten Gesundheitsdaten im Internet

Mehrere deutsche Krankenkassen bezuschussen den Kauf von Fitness-Trackern und Smartwatches im Rahmen ihrer Bonusprogramme, etwa die AOK Nordost 2015 mit 50 Euro und die Techniker Krankenkasse später mit bis zu 250 Euro. Der Chaos Computer Club Stuttgart kritisierte, Wearables seien vor allem Datensammler, auch wenn der Anreiz zu mehr Bewegung an sich begrüßenswert sei. Der damalige SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeichnete den Bonus als 'fragwürdig', da Kassen damit gezielt gut gebildete, junge und gesunde Mitglieder abwerben wollten. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mahnte, persönliche Gesundheitsdaten könnten über solche Apps ins Internet gelangen, ohne ausdrücklich geschützt zu sein; ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung warnte, Verbrauchern müsse bewusst sein, dass ihre Trackingdaten irgendwo gespeichert werden.

Computerwoche / Chaos Computer Club Stuttgart

01.01.2015

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Konkrete dokumentierte Fälle, in denen über Bonusprogramme erhobene Fitnessdaten tatsächlich unautorisiert weitergegeben wurden, sind aus dieser Quelle nicht belegt; die Kritik bezieht sich auf ein strukturelles Risiko.

Journalismus

Belgacom-Hack durch GCHQ mit Regin-Malware

Der britische Geheimdienst GCHQ drang laut Snowden-Dokumenten und übereinstimmender Recherche von The Intercept, Spiegel und heise online zwischen 2010 und 2011 in das Netz des belgischen Telekomanbieters Belgacom ein und installierte die hochentwickelte Spionagesoftware Regin. Die Angreifer kompromittierten gezielt Systemadministratoren über gefälschte LinkedIn-Seiten und blieben bis zur Entdeckung im Sommer 2012 rund zwei Jahre unbemerkt im Netz. Betroffen waren mindestens 120 Systeme sowie die Tochterfirma BICS, ein internationaler Mobilfunk-Roaming-Knoten.

heise online

13.12.2014

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Die britische Regierung und der GCHQ haben eine Beteiligung nie offiziell bestätigt oder dementiert. Die belgische Strafermittlung mit dem Codenamen Trinity wurde laut The Intercept 2018 ohne Anklage eingestellt. Der genaue Umfang der abgeflossenen Daten und ob die Systembereinigung bei Belgacom je vollständig gelang, bleiben offen.

Journalismus

Sony-Pictures-Hack 2014: FBI beschuldigt Nordkorea, geleakte E-Mails stürzen Studiochefin, Zweifel an Urheberschaft bleiben

Am 24.11.2014 wurde Sony Pictures gehackt, wobei tonnenweise vertrauliche Daten, Finanzzahlen, interne Kommunikation sowie hochauflösende Kopien kommender Sony-Filme öffentlich wurden. Eine Hackergruppe namens 'Guardians of Peace' bekannte sich zu dem Angriff und drohte mit Terroranschlägen auf Kinos, sollte der Nordkorea-Satirefilm 'The Interview' gezeigt werden. Das FBI beschuldigte am 19.12.2014 staatliche Stellen Nordkoreas als Urheber; mit zunehmendem zeitlichem Abstand verhärteten sich jedoch Zweifel an dieser damaligen Zuschreibung. Der Datenbruch offenbarte schwache Sicherheitspraktiken bei Sony, unter anderem waren einige Daten hinter dem Passwort 'sonypictures' hinterlegt. Durch die geleakten Informationen wurden massive Gagenunterschiede bei Sony-Produktionen bekannt, und Studiochefin Amy Pascal wurde durch unsensibel formulierte private E-Mails öffentlich bloßgestellt und musste das Studio in der Folge verlassen; der geplante breite Kinostart von 'The Interview' wurde abgesagt, was auch Kritik von US-Präsident Barack Obama einbrachte.

FBI / Kaspersky

24.11.2014

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Die Urheberschaft Nordkoreas wird von der offiziellen FBI-Zuschreibung behauptet, ist aber laut späteren Analysen keineswegs zweifelsfrei belegt; beide Lesarten kursieren bis heute.

Journalismus

Sony-Pictures-Hack 2014: Guardians of Peace leaken E-Mails, Filme, 47.000 SSNs

Am 24.11.2014 entdeckten Mitarbeiter von Sony Pictures Entertainment in Culver City, Kalifornien, dass ihre Computer von einer Gruppe namens Guardians of Peace (GOP) kompromittiert worden waren. Die Angreifer veröffentlichten in den folgenden Wochen interne E-Mails, Gehaltsdaten von Führungskräften, mehrere unveröffentlichte Spielfilme (darunter Annie, Fury und Still Alice) sowie nach Presseberichten vom 07.12.2014 rund 47.000 Sozialversicherungsnummern von Mitarbeitern und Prominenten. Die Angreifer selbst behaupteten, mehr als 100 Terabyte an Daten entwendet zu haben, diese Zahl wurde unabhängig nicht verifiziert. Die Guardians of Peace forderten die Absage des Kinostarts der Sony-Komödie The Interview, die eine fiktive Ermordung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un zeigt, und drohten mit Gewalt gegen Kinos. Sony sagte den geplanten Kinostart am 17.12.2014 ab, nachdem große Kettenbetreiber wie AMC, Regal, Cinemark und Carmike die Vorführungen zurückgezogen hatten; der Film erschien stattdessen ab dem 25.12.2014 online und in ausgewählten Kinos. Das FBI erklärte am 19.12.2014 offiziell, die nordkoreanische Regierung sei für den Angriff verantwortlich, gestützt unter anderem auf IP-Adressen und Schadsoftware-Überschneidungen mit früheren Nordkorea zugeschriebenen Angriffen. Die USA verhängten am 02.01.2015 zusätzliche Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Sony bezifferte die finanziellen Folgekosten auf rund 15 Millionen US-Dollar. Am 06.09.2018 klagte das US-Justizministerium den nordkoreanischen Staatsbürger Park Jin Hyok wegen Verschwörung zu Computerbetrug im Zusammenhang mit dem Sony-Hack sowie den Angriffen auf die Bangladesh Bank und WannaCry an.

Wikipedia (englischsprachig)

24.11.2014

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Die von den Angreifern behauptete Datenmenge von über 100 Terabyte ist unabhängig nicht verifiziert, ebenso bleibt offen, ob Nordkorea den Angriff direkt über eigene Mitarbeiter oder ausschließlich über die mit dem Militärgeheimdienst RGB verbundene Lazarus Group ausführte. Der 2018 angeklagte Park Jin Hyok wurde nie vor ein US-Gericht gestellt, da er sich mutmaßlich in Nordkorea befindet, weshalb kein rechtskräftiges Urteil vorliegt.

Journalismus

Uber Godview: Überwachung der BuzzFeed-Journalistin Johana Bhuiyan

Der New Yorker Uber-Manager Josh Mohrer nutzte im November 2014 das interne Tool God View, um den Standort der Journalistin Johana Bhuiyan ohne ihre Zustimmung zu verfolgen. Uber kündigte eine interne Untersuchung an und veröffentlichte danach erstmals eine offizielle Datenschutzrichtlinie. Im Januar 2016 einigte sich Uber mit der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft auf eine Zahlung von 20.000 US-Dollar wegen unzureichender Zugriffskontrollen und verspäteter Meldung eines Datenlecks von 2014.

BuzzFeed News

19.11.2014

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Nicht dokumentiert ist, wie viele Uber-Mitarbeiter God View für private Zwecke einsetzten. Ob Mohrer disziplinarisch belangt wurde, wurde nicht öffentlich mitgeteilt. Die Zahlung bezog sich formal auch auf ein separates Datenleck, die genaue Zuordnung zum God-View-Vorfall bleibt unklar.

Journalismus

LuxLeaks: Geheime Steuerabsprachen internationaler Konzerne mit Luxemburg aufgedeckt

Am 05.11.2014 veröffentlichte das ICIJ mit rund 80 Journalisten aus 26 Ländern die Recherche LuxLeaks. Grundlage waren vertrauliche Steuervorbescheide, die PricewaterhouseCoopers zwischen 2002 und 2010 für Konzernkunden bei der luxemburgischen Steuerverwaltung erwirkt hatte, mindestens 548 Absprachen für mehr als 340 Unternehmen. Quelle war der ehemalige PwC-Mitarbeiter Antoine Deltour.

International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ)

05.11.2014

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Der konkrete Steuerausfall einzelner EU-Staaten ist nicht abschließend geklärt. Die Steuervorbescheide waren nach luxemburgischem Recht zum Abschlusszeitpunkt grundsätzlich legal. Deltour wurde in Luxemburg zunächst verurteilt, in der Berufung von zentralen Vorwürfen freigesprochen.

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