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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Journalismus

The Snappening: Snapsaved.com räumt Hack mit Snapchat-Foto-Leak ein

Im Oktober 2014 wurde eine 13,6 GB große Datei mit rund 90.000 Fotos und 9.000 Videos aus Snapchat veröffentlicht. Verantwortlich war nicht Snapchat selbst, sondern der Drittanbieterdienst Snapsaved.com, der von Nutzern gesendete Snaps entgegennahm und speicherte, inklusive Nutzernamen. Snapsaved.com bestätigte den Vorfall. Snapchat erklärte, die eigenen Server seien nicht kompromittiert worden.

CSO Online

13.10.2014

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Nicht belegt ist die genaue Zahl betroffener Nutzer, Schätzungen schwankten zwischen 90.000 und bis zu 200.000 Bildern. Unklar bleibt, wie viele abgebildete Personen minderjährig waren. Die Identität der für den Datenabfluss verantwortlichen Person ist nicht bekannt.

Journalismus

JPMorgan-Chase-Hack 2014: 76 Millionen Haushalte betroffen

JPMorgan Chase, die größte Bank der USA, teilte am 02.10.2014 in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC mit, dass Angreifer persönliche Kontaktdaten von 76 Millionen Haushalten und 7 Millionen kleinen Unternehmen erbeutet hatten. Die Angreifer verschafften sich im Juni 2014 mithilfe gestohlener Zugangsdaten eines Mitarbeiters Zugang zu einem internen Server, der nicht durch Zwei-Faktor-Authentifizierung gesichert war, und drangen anschließend in mehr als 90 weitere Server des Konzerns ein. JPMorgan entdeckte den Einbruch Mitte August 2014 und beendete ihn kurz darauf. Erbeutet wurden Namen, Postadressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Nach Angaben der Bank fanden sich keine Hinweise auf den Diebstahl von Kontonummern, Passwörtern, Geburtsdaten oder Sozialversicherungsnummern. Im November 2015 klagte die US-Staatsanwaltschaft für den Südlichen Bezirk von New York die Israelis Gery Shalon und Ziv Orenstein sowie den US-Amerikaner Joshua Samuel Aaron im Rahmen eines größeren Betrugs- und Marktmanipulationsschemas an, das neben JPMorgan mindestens neun weitere Finanzunternehmen betraf. Shalon bekannte sich 2017 in allen 23 Anklagepunkten schuldig und musste Vermögenswerte von mehr als 400 Millionen US-Dollar abtreten. Der russische Mitangeklagte Andrei Tyurin wurde 2018 ausgeliefert und 2021 zu zwölf Jahren Haft verurteilt. JPMorgan verdoppelte in der Folge sein jährliches Cybersicherheitsbudget von rund 250 Millionen auf 500 Millionen US-Dollar.

Wikipedia

02.10.2014

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Ob wirklich keine Konto- oder Sozialversicherungsdaten abflossen, beruht allein auf der eigenen Einschätzung von JPMorgan und wurde nicht unabhängig verifiziert. Der genaue strafrechtliche Ausgang gegen den mutmaßlichen Mitorganisator Joshua Samuel Aaron ist mit dieser Quelle nicht abschließend belegt.

Journalismus

JPMorgan-Chase-Datenleck 2014: Kontaktdaten von 83 Millionen Haushalten und Kleinunternehmen kompromittiert

JPMorgan Chase teilte am 02.10.2014 der US-Börsenaufsicht SEC mit, dass ein im Sommer 2014 entdeckter Cyberangriff Kontaktdaten von rund 76 Millionen Haushalten und 7 Millionen kleinen Unternehmen kompromittiert hat, zusammen etwa 83 Millionen betroffene Kunden. Erbeutet wurden Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Nach Angaben von JPMorgan waren Kontonummern, Passwörter, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern nicht betroffen.

Forbes

02.10.2014

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Über welchen genauen technischen Weg die Angreifer erstmals in die internen Systeme eindrangen, ist in dieser Quelle offen. Wie viele der 83 Millionen Kontaktdatensätze tatsächlich für nachgelagerten Betrug missbraucht wurden, ist nicht abschließend geklärt.

Journalismus

Shellshock: Kritische Bash-Sicherheitslücke bedroht Server weltweit

Am 24.09.2014 wurde die von Stephane Chazelas entdeckte Sicherheitslücke Shellshock in der Unix-Shell Bash öffentlich bekannt und als CVE-2014-6271 registriert, vom NIST mit dem höchsten Schweregrad CVSS 10 von 10 eingestuft. Die Lücke betraf fast alle Linux-Distributionen und Mac OS und erlaubte durch fehlerhafte Verarbeitung von Funktionsdefinitionen in Umgebungsvariablen die Ausführung von Schadcode aus der Ferne, besonders gefährlich für Webserver mit CGI-Skripten und OpenSSH-Zugriffe. Ubuntu, Red Hat, Debian, Fedora und openSUSE veröffentlichten Patches, wobei der erste Patch weitere Schwachstellen wie CVE-2014-7169 offenließ.

heise online

24.09.2014

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Wie viele Systeme vor der öffentlichen Bekanntgabe bereits tatsächlich angegriffen wurden, ist nicht dokumentiert, da Ausnutzung über Umgebungsvariablen kaum eindeutige Spuren hinterlässt. Eine belastbare Gesamtzahl weltweit betroffener oder kompromittierter Server liegt ebenfalls nicht vor.

Journalismus

CHS-Datenleck: Chinesische APT18-Gruppe stiehlt Daten von 4,5 Millionen Patienten via Heartbleed

Der US-Krankenhausbetreiber Community Health Systems (CHS) aus Franklin, Tennessee, meldete am 18.08.2014 in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC einen Datendiebstahl bei 4,5 Millionen Patienten. Die unbefugten Zugriffe auf das Firmennetzwerk fanden nach Angaben von CHS im April und Juni 2014 statt und wurden im Juli 2014 entdeckt. Betroffen waren Namen, Adressen, Geburtsdaten, Telefonnummern und Sozialversicherungsnummern von Personen, die in den vorangegangenen fünf Jahren von CHS angegliederten Ärzten behandelt oder überwiesen worden waren, medizinische Behandlungsdaten und Kreditkartendaten wurden nicht entwendet. Als Einfallstor diente laut der Sicherheitsfirma TrustedSec und der forensischen Untersuchung durch Mandiant ein Juniper-Netzwerkgerät, das trotz verfügbarer Patches weiterhin für die im April 2014 bekannt gewordene Heartbleed-Sicherheitslücke CVE-2014-0160 anfällig war; die Angreifer stahlen darüber VPN-Zugangsdaten aus dem Arbeitsspeicher des Geräts. Der Fall gilt als einer der ersten öffentlich dokumentierten Angriffe, bei denen Heartbleed aktiv zum Eindringen in ein Unternehmensnetzwerk ausgenutzt wurde. Mandiant ordnete den Angriff der aus China operierenden Gruppe APT18 zu, der Verbindungen zur chinesischen Regierung nachgesagt werden. CHS betrieb zum Zeitpunkt des Vorfalls rund 206 Krankenhäuser in 29 US-Bundesstaaten. Am 08.10.2020 einigte sich CHS mit den Generalstaatsanwälten von 28 US-Bundesstaaten auf eine Zahlung von 5 Millionen US-Dollar zur Beilegung der Untersuchung, ohne ein Fehlverhalten einzuräumen; die Behörden bezifferten die Zahl der betroffenen Patienten zu diesem Zeitpunkt auf 6,1 Millionen.

Threatpost

18.08.2014

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Aus der herangezogenen Quelle nicht belegt sind der genaue Grund für die spätere Erhöhung der offiziell genannten Opferzahl von 4,5 auf 6,1 Millionen im Vergleich von 2020 sowie ein bestätigtes Motiv der Gruppe APT18 für den für sie untypischen Fokus auf Patienten-Identitätsdaten statt auf geistiges Eigentum.

Journalismus

eBay-Hack 2014: Gestohlene Mitarbeiter-Zugangsdaten legen 145 Millionen Nutzerkonten offen

Zwischen Ende Februar und Anfang März 2014 verschafften sich Angreifer mit gestohlenen Zugangsdaten mehrerer eBay-Mitarbeiter Zugriff auf das Firmennetzwerk und in der Folge auf die zentrale Kundendatenbank. eBay entdeckte den Einbruch erst rund zwei Wochen vor der öffentlichen Bekanntgabe am 21.05.2014. Betroffen waren die Datensätze von etwa 145 Millionen Nutzerkonten, praktisch die gesamte damalige Nutzerbasis des Unternehmens. Kopiert wurden Namen, Benutzernamen, E-Mail-Adressen, Postadressen, Telefonnummern, Geburtsdaten sowie gehashte und gesalzene Passwörter. Zahlungsdaten wie Kreditkarteninformationen lagen laut eBay in einer getrennten Datenbank und waren nicht betroffen. eBay forderte daraufhin alle Nutzer weltweit auf, ihr Passwort zu ändern, und zog die IT-Forensikfirma Mandiant sowie Strafverfolgungsbehörden zur Untersuchung hinzu. Im Juli 2014 reichte ein Nutzer in den USA eine Sammelklage wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen ein, die ein Bundesrichter später mangels Nachweis eines konkreten Schadens abwies. Eine Geldstrafe einer US-Aufsichtsbehörde wie der FTC im Zusammenhang mit dem Vorfall ist nicht bekannt.

heise online

21.05.2014

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Aus der Quelle nicht belegt sind die genaue Zahl der ursprünglich kompromittierten Mitarbeiterkonten sowie ob und in welcher Höhe Aufsichtsbehörden außerhalb der USA Bußgelder gegen eBay verhängt haben.

Journalismus

eBay-Datenleck 2014: Kompromittierte Mitarbeiter-Zugangsdaten führen zu Diebstahl von Nutzerdaten bei 145 Millionen Konten

Angreifer erlangten zwischen Ende Februar und Anfang März 2014 eine kleine Zahl von Mitarbeiter-Zugangsdaten und verschafften sich damit Zugriff auf eBays Firmennetzwerk und eine Kundendatenbank mit Namen, verschlüsselten Passwörtern, E-Mail-Adressen, Anschriften und Geburtsdaten. eBay informierte am 21.05.2014 öffentlich und forderte alle rund 145 Millionen aktiven Nutzerkonten zur Passwortänderung auf. Finanz- oder Kreditkartendaten waren laut Unternehmen nicht betroffen, da diese getrennt bei PayPal gespeichert waren.

Brian Krebs, Krebs on Security

21.05.2014

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Wie viele der 145 Millionen Nutzerkonten tatsächlich betroffen waren, bleibt offen, eBay nannte nur die Gesamtzahl aktiver Nutzer als Referenzgröße. Wie die Angreifer die anfänglichen Mitarbeiter-Zugangsdaten erbeuteten, ist ebenso unklar wie ihre Identität.

Journalismus

Michaels und Aaron Brothers: POS-Malware stiehlt rund 3 Millionen Kartendaten

Die US-Bastelmarktkette Michaels bestätigte am 17. April 2014 offiziell, dass Schadsoftware auf den Kassensystemen ihrer Filialen installiert war und dort zwischen dem 8. Mai 2013 und dem 27. Januar 2014 Zahlungskartendaten von rund 2,6 Millionen Karten abgriff. Bei der Tochterkette Aaron Brothers waren zusätzlich zwischen dem 26. Juni 2013 und dem 27. Februar 2014 rund 400.000 Karten betroffen, insgesamt also etwa 3 Millionen Kartendatensätze. Michaels erklärte, es seien nur Kartennummern und Ablaufdaten entwendet worden, nicht jedoch Namen, Adressen oder PINs.

Brian Krebs, Krebs on Security

17.04.2014

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Die genaue Identität der Angreifer und der exakte Infektionsweg der Malware in die Kassensysteme wurden in der Quelle nicht benannt. Offen blieb zudem, ob und in welchem Umfang die gestohlenen Kartendaten tatsächlich für Betrug genutzt wurden, auch wenn Michaels vereinzelte Betrugsmeldungen von Banken erwähnte.

Journalismus

Meldedaten: Wie der Staat mit uns Geld macht

28 deutsche Großstädte nahmen 2011 rund 12,1 Mio. Euro durch den Verkauf von über 4,5 Mio. Melderegisterauskünften an Werbetreibende ein.

Dr. Datenschutz (Intersoft Consulting)

06.03.2014

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Zitierte Zahlen stammen aus 2011, nur bedingt aktuell aussagekräftig.

Journalismus

Mt. Gox Bitcoin-Börsen-Zusammenbruch

Die damals größte Bitcoin-Börse Mt.Gox bestätigte Anfang März 2014 den Verlust von rund 850.000 Bitcoin im Gegenwert von damals 368,4 Millionen Euro. Davon stammten 750.000 Bitcoin von Kunden, 100.000 gehörten der Börse selbst. Mt.Gox meldete daraufhin beim Bezirksgericht Tokio Insolvenz an.

heise online

03.03.2014

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Zum Zeitpunkt der Meldung war ungeklärt, ob ein technischer Fehler im Bitcoin-Protokoll oder ein interner Diebstahl die Ursache war. Der Verbleib der verschwundenen Bitcoin war unbekannt.

Journalismus

Mt. Gox Zusammenbruch: Verlust von 850.000 Bitcoin und jahrelanges Entschädigungsverfahren

Die japanische Bitcoin-Börse Mt. Gox stoppte im Februar 2014 alle Kundenabhebungen und meldete am 28.02.2014 in Tokio Insolvenz an, nachdem 850.000 Bitcoin von Kunden aus ihren Wallets verschwunden waren, damals rund 473 Millionen US-Dollar wert. 2021 genehmigte das Bezirksgericht Tokio einen Plan zur zivilen Rehabilitation für rund 24.000 Gläubiger. Die tatsächlichen Auszahlungen begannen am 05.07.2024, wobei viele Gläubiger wegen des gestiegenen Bitcoin-Kurses in US-Dollar mehr erhielten als sie 2014 verloren hatten.

Decrypt

28.02.2014

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Nicht abschließend geklärt ist, wie genau die 850.000 Bitcoin verschwanden, es kursieren mehrere Erklärungen von Hackerangriff bis technischem Missmanagement. Von den ursprünglich verlorenen Coins wurden später etwa 200.000 wiedergefunden, der Verbleib des Rests bleibt ungeklärt. Der ursprünglich für Oktober 2024 angesetzte Abschluss der Rückzahlungen wurde mehrfach verschoben, zuletzt auf Oktober 2026.

Journalismus

GCHQ Optic Nerve: Massenhafte Erfassung von Yahoo-Webcam-Bildern

Der britische Geheimdienst GCHQ betrieb mit technischer Unterstützung der NSA das Programm Optic Nerve, das zwischen 2008 und mindestens 2012 automatisch alle fünf Minuten Standbilder aus Yahoo-Messenger-Webcam-Chats abgriff und in einer durchsuchbaren Datenbank speicherte. Allein in einem Sechsmonatszeitraum wurden Bilder von rund 1,8 Millionen Yahoo-Nutzerkonten weltweit erfasst, unabhängig davon, ob die Betroffenen Zielpersonen der Geheimdienste waren.

The Guardian, basierend auf Snowden-Dokumenten

27.02.2014

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Nicht öffentlich belegt ist, wie viele der gespeicherten Bilder tatsächlich für Gesichtserkennungsexperimente oder konkrete Ermittlungen genutzt wurden und was mit dem Datenbestand langfristig geschah. Offen bleibt zudem, in welchem Umfang die NSA selbst auf die gesammelten Bilder zugriff und ob das Programm nach 2012 fortgeführt wurde.

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