Am 17.03.2011 informierte die IT-Sicherheitsfirma RSA, eine Sparte des Speicherkonzerns EMC, ihre Kunden über einen als Advanced Persistent Threat eingestuften Cyberangriff auf ihre Systeme. Der Angriff begann bereits am 03.03.2011, als die Angreifer an eine kleine Gruppe von RSA-Mitarbeitern eine Phishing-E-Mail mit dem Betreff 2011 Recruitment Plan und einem präparierten Excel-Anhang verschickten. Die Datei nutzte eine Zero-Day-Schwachstelle in Adobe Flash (CVE-2011-0609), um die Backdoor-Software Poison Ivy im Netzwerk von RSA zu installieren. Über diesen Zugang entwendeten die Angreifer Daten aus der Datenbank der Zwei-Faktor-Authentifizierungstechnologie SecurID, darunter nach Einschätzung von RSA vermutlich die geheimen Seed-Schlüssel und Seriennummern der Hardware-Token. Am 21.05.2011 entdeckte der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin einen Einbruchsversuch in sein Netzwerk über den VPN-Zugang, der auf SecurID-Token basiert. RSA bestätigte am 02.06.2011 offiziell, dass die im März gestohlenen Informationen bei diesem Angriff eingesetzt wurden. RSA bot daraufhin praktisch allen der rund 30.000 SecurID-Kunden weltweit den kostenlosen Austausch ihrer Hardware-Token an. Der Mutterkonzern EMC bezifferte die Kosten für Untersuchung, Systemhärtung und Kundenbetreuung auf 66,3 Millionen US-Dollar.
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Eine offizielle, amtlich bestätigte Zuschreibung der Angreifer liegt bis heute nicht vor, sie stützt sich nur auf spätere Medienrecherchen und Einschätzungen von Sicherheitsforschern. Unklar bleibt zudem, bei wie vielen der über 30.000 SecurID-Kunden gestohlene Daten tatsächlich für erfolgreiche Folgeangriffe genutzt wurden, außer im bestätigten Fall Lockheed Martin.