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Studienlage & Gesetzesgrundlagen

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Ausgewählte Studien, Behördenpapiere, Gesetze und Berichte zu digitaler Freiheit, Überwachung und finanzieller Selbstbestimmung – sorgfältig recherchiert, mit Quelle belegt und neutral aufbereitet.

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Primärquelle

Eurodac-Reform: EU speichert künftig auch Gesichtsbilder von Asylsuchenden, nicht nur Fingerabdrücke

Mit der Verordnung (EU) 2024/1358 wurde die EU-Datenbank Eurodac von einem reinen Fingerabdruck-Abgleichsystem zu einem vollständigen Asyl- und Migrationsmanagementsystem ausgebaut. Zu den Erweiterungen zählen die zusätzliche Speicherung von Gesichtsbildern neben Fingerabdrücken, eine Ausweitung der erfassten Personenkategorien sowie verstärkte Vorkehrungen zur Datenspeicherung. Die modernisierte Datenbank soll ab Mitte 2026 in Betrieb gehen.

EUR-Lex / Rat der Europäischen Union

14.05.2024

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Der genaue Umfang der neu erfassten Personenkategorien und die tatsächliche Nutzung der Gesichtsbilddaten durch nationale Behörden nach Inbetriebnahme sind aus dieser Rechtsakt-Zusammenfassung nicht im Detail belegt.

Journalismus

Santander-Datenleck 2024 (Snowflake-Angriffswelle)

Santander bestätigte am 14. Mai 2024 offiziell den unbefugten Zugriff auf eine bei einem Drittanbieter gehostete Datenbank, die Teil der breiteren Snowflake-Angriffswelle war. Betroffen waren Kundendaten aus Spanien, Chile und Uruguay sowie Daten aller aktuellen und einiger ehemaliger Mitarbeiter der Gruppe weltweit. Laut Santander enthielt die Datenbank keine Transaktionsdaten und keine Zugangsdaten wie Online-Banking-Passwörter.

SecurityWeek

14.05.2024

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Die genaue Zahl der betroffenen Kunden und Mitarbeiter sowie der vollständige Umfang der gestohlenen Datenfelder wurden von Santander nicht abschließend beziffert, Medienschätzungen reichten bis zu rund 30 Millionen Kundendatensätzen. Offen blieb zudem, ob und in welcher Höhe Regulierungsbehörden Bußgelder verhängten.

Primärquelle

Cyberangriff auf die Helsinkier Bildungsverwaltung

Die Stadt Helsinki entdeckte am 30.04.2024 einen Datenschutzvorfall bei der Bildungsverwaltung. Angreifer nutzten eine ungepatchte Schwachstelle in einem Fernzugriffsserver aus. Betroffen sind potenziell mehr als 80.000 Schüler und Erziehungsberechtigte sowie sämtliche Stadtmitarbeiter. Erbeutet wurden Personenkennzeichen, Adressen, Angaben zur Schülerförderung und ärztliche Bescheinigungen. Die finnische Polizei ermittelt wegen schweren Computereinbruchs.

City of Helsinki

13.05.2024

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Warum das verfügbare Sicherheitsupdate nicht installiert wurde, ist nicht geklärt. Die genaue Zahl der betroffenen Personen bleibt vorläufig, ebenso wer hinter dem Angriff steckt.

Journalismus

BKA testete Gesichtserkennungssoftware mit Millionen Fahndungsfotos

Das Bundeskriminalamt stellte im Projekt EGES (Ertüchtigung des Gesichtserkennungssystems im BKA) bis 2019 rund 5 Millionen Fotos von etwa 3 Millionen Personen aus der zentralen INPOL-Datenbank bereit, um damit kommerzielle Gesichtserkennungssoftware zu testen. Die Tests führte das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung durch, ergänzt um Bilder von 147 freiwilligen Testpersonen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz bewertete die vom BKA angeführte Rechtsgrundlage als unzureichend und die Berufung auf den Forschungsparagrafen des BKA-Gesetzes als problematisch.

netzpolitik.org (Anna Biselli)

10.05.2024

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Ob die getesteten Softwareprodukte oder Hersteller anschließend tatsächlich beschafft und im Wirkbetrieb eingesetzt wurden, ist aus dieser Quelle nicht belegt. Trotz monatelanger Verhandlungen kam laut Bericht keine Einigung zwischen BKA und Datenschutzbeauftragtem über die Rechtmäßigkeit zustande, das Verfahren blieb offen.

Journalismus

Gescheiterter Deepfake-Betrugsversuch gegen WPP-Chef Mark Read

Im Mai 2024 versuchten Betrüger, eine Führungskraft der Werbeholding WPP mithilfe von Deepfake-Technologie zu täuschen. Sie legten ein WhatsApp-Konto mit einem öffentlichen Foto von WPP-CEO Mark Read an und luden eine leitende Mitarbeiterin zu einem Microsoft-Teams-Meeting ein, in dem eine KI-Stimmklon-Version sowie YouTube-Aufnahmen von Read eingesetzt wurden. Ziel war die Herausgabe von Geld und persönlichen Daten für die angebliche Gründung einer neuen Firma, der Versuch scheiterte laut WPP an der Wachsamkeit der beteiligten Person.

Marketing-Interactive

10.05.2024

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Welche konkrete Software für die Stimmklonierung eingesetzt wurde und wer hinter dem Angriff steckt, ist nicht öffentlich bekannt. Die genaue angestrebte Schadenssumme wurde nicht beziffert, da kein Geld floss.

Journalismus

Ransomware-Angriff auf die Banco de Venezuela durch LockBit

Die staatliche Banco de Venezuela wurde im April 2024 Ziel eines Angriffs mit der Ransomware LockBit 3.0. Die Angreifer veröffentlichten die Erpressung am 19.04.2024 auf der LockBit-Leak-Seite mit Zahlungsfrist bis zum 10.05.2024. Die Bank erklärte, ihre elektronischen Kundendienste funktionierten weiterhin normal, interne Mitarbeitersysteme waren jedoch verschlüsselt.

Efecto Cocuyo

10.05.2024

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Welche und wie viele Datensätze exfiltriert wurden, ist nicht belegt, LockBits eigene Behauptungen wurden nicht unabhängig bestätigt. Ob die Lösegeldforderung bezahlt wurde, bleibt unklar.

Behörde/Institution

Enttarnung und Sanktionierung des LockBit-Anführers Dmitry Khoroshev

Am 07.05.2024 identifizierten NCA, FBI, US-Justizministerium sowie Partnerbehörden aus USA, Großbritannien und Australien den Russen Dmitry Khoroshev als Entwickler und Administrator der Ransomware-Gruppe LockBit, bekannt unter dem Pseudonym LockBitSupp. US-, britische und australische Sanktionsbehörden verhängten Vermögenssperren und Einreiseverbote gegen ihn. Eine Grand Jury in New Jersey erhob Anklage in 26 Punkten, Höchststrafe 185 Jahre Haft. Das US-Außenministerium setzte eine Belohnung von bis zu 10 Millionen Dollar aus. LockBit soll zwischen 2019 und 2024 mehr als 2.500 Opfer in mindestens 120 Ländern angegriffen haben.

National Crime Agency (NCA), in Zusammenarbeit mit US-Justizministerium, FBI und US-Finanzministerium (OFAC)

07.05.2024

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Khoroshev wurde nach der Anklage nicht festgenommen und hält sich vermutlich in Russland auf, das keine Auslieferungsabkommen mit den USA hat. Ein Gerichtsurteil steht aus, es gilt die Unschuldsvermutung. Angaben zur Gesamtschadenssumme schwanken zwischen über 500 Millionen und über 1 Milliarde Dollar.

Studie

Georgien: Gewaltsame Polizeirepression gegen Proteste gegen das "Agenten-Gesetz"

Im April/Mai 2024 kam es in Tiflis zu wochenlangen Massenprotesten gegen das georgische "Agenten-Gesetz". Human Rights Watch dokumentierte, dass die Bereitschaftspolizei Traenengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen ueberwiegend friedliche Demonstrierende einsetzte, zudem Schlaege gegen Protestierende und Journalisten sowie mehr als hundert Festnahmen.

Human Rights Watch

07.05.2024

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Der Bericht stuetzt sich primaer auf Zeugenaussagen und Videomaterial, keine unabhaengige gerichtliche Feststellung; die Urheberschaft nächtlicher Ueberfaelle auf Aktivisten wurde nicht der Regierung direkt zugeordnet.

Organisation/NGO

Orientierungshilfe der DSK zu Künstlicher Intelligenz und Datenschutz

DSK veröffentlichte Checkliste mit Datenschutzkriterien für KI-Anwendungen wie ChatGPT-basierte Chatbots.

Datenschutzkonferenz

06.05.2024

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Rechtlich unverbindlich.

Organisation/NGO

APT28 verantwortlich für großangelegte Cyberkampagne

Verfassungsschutz ordnet seit 2022 laufende Cyberkampagne gegen SPD und Rüstungs-/Energieunternehmen offiziell der russischen GRU-Gruppe APT28 zu.

Bundesamt für Verfassungsschutz

03.05.2024

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Offizielle Attribution ohne technische Detailanalysen.

Organisation/NGO

Addressing Sybil Activity (LayerZero)

LayerZero identifizierte über 803.000 Adressen als koordinierte Farming-Cluster mittels Wallet-Graph- und Funding-Analyse vor Airdrop.

LayerZero Labs

03.05.2024

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Beschreibt primär den Prozess, nicht die Algorithmen.

Journalismus

APT28-Cyberangriff auf SPD-Parteizentrale und Rüstungsunternehmen

Die Bundesregierung machte am 03.05.2024 die russische Hackergruppe APT28, die dem Militärgeheimdienst GRU zugeordnet wird, für einen Cyberangriff auf die IT-Systeme der SPD-Bundesgeschäftsstelle im Jahr 2023 verantwortlich. Zusätzlich betroffen waren Unternehmen der Logistik-, Rüstungs- und Luft- und Raumfahrtbranche. Das Auswärtige Amt bestellte den russischen Botschafter ein, die EU verurteilte den Angriff gemeinsam mit mehreren Partnerstaaten.

Bundesregierung / Auswärtiges Amt

03.05.2024

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Nicht öffentlich beziffert wurde der konkrete Umfang der abgeflossenen Daten bei der SPD oder den betroffenen Unternehmen. Die genaue Zahl und Namen aller betroffenen Rüstungsunternehmen wurden aus Sicherheitsgründen nicht vollständig veröffentlicht.

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