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Gesetzesgrundlagen

Gesetzesgrundlagen

Recht. Einfach. Verständlich.

Gesetzestexte, Verordnungen und Urteile im Original – mit Kernaussage, Status (in Kraft, im Verfahren, Diskussion) und einem Klartext, was sie wirklich bedeuten.

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Primärquelle

Kaiser-Permanente-Datenleck durch Tracking-Pixel

Kaiser Permanente meldete am 12.04.2024 einen Datenschutzvorfall, der rund 13,4 Millionen aktuelle und ehemalige Mitglieder betraf. Ursache waren seit dem 25.10.2023 bekannte Tracking-Pixel und Cookies auf eigenen Websites, die personenbezogene Daten an Google, Microsoft Bing und X übermittelten, darunter Namen, IP-Adressen und Suchbegriffe zu Symptomen und Medikamenten im Gesundheitslexikon. Sozialversicherungs- und Finanzdaten waren laut Kaiser nicht betroffen. Der Vorfall gilt als größte 2024 gemeldete Datenpanne im US-Gesundheitssektor.

Kaiser Permanente

12.04.2024

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Wie viele Betroffene tatsächlich sensible Suchbegriffe eingegeben hatten, ist nicht offengelegt. Ob die Empfängerkonzerne die Daten tatsächlich nutzten, ist nicht dokumentiert. Kaiser einigte sich 2024/2025 auf eine Vergleichszahlung von bis zu 47,5 Millionen Dollar, ohne Fehlverhalten einzuräumen.

Primärquelle

Verordnung (EU) 2024/1083 zur Schaffung eines gemeinsamen Rahmens für Mediendienste (European Media Freedom Act, EMFA)

Kern des EMFA ist die Garantie redaktioneller Unabhängigkeit der Medien und der Schutz journalistischer Arbeit vor staatlicher Einflussnahme; das Gesetz enthält verbindliche Regeln für Medienunternehmen, Online-Plattformen und Behörden.

Europäisches Parlament und Rat

11.04.2024· in Kraft

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Das ist NICHT das Gesetz, das öffentlich-rechtliche Sender bevorzugt zeigen lässt — es ist in erster Linie ein Schutzgesetz gegen politische Einmischung in Medien (Stichwort Ungarn, Polen). Die "Priorisierung"-Frage aus den ursprünglichen Notizen steckt in einem einzelnen Artikel (Art. 18), nicht im ganzen Gesetz — siehe nächste Quelle.

Primärquelle

EU-Verordnung 2024/1183: Rechtsrahmen für die Europäische Digitale Identität (eIDAS 2.0)

Die Verordnung (EU) 2024/1183 vom 11.04.2024 ändert die bisherige eIDAS-Verordnung und schafft den Rechtsrahmen für die European Digital Identity Wallet. Sie trat am 20.05.2024 in Kraft und verpflichtet alle EU-Mitgliedstaaten, bis Ende 2026 mindestens eine EUDI-Wallet bereitzustellen. Ab 2027 müssen öffentliche Stellen und bestimmte private Unternehmen die Wallet zur Identifizierung akzeptieren.

Europäisches Parlament und Rat der EU

11.04.2024

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Viele Detailregelungen werden erst durch spätere Durchführungsrechtsakte festgelegt. Der umstrittene Artikel 45 zur Web-Browser-Vertrauensliste ist gesondert dokumentiert und nicht Gegenstand dieser Quelle.

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AT&T-Datenleck 2024: Dark-Web-Datensatz betrifft 73 Millionen Kunden

Am 30.03.2024 bestätigte AT&T, dass ein Darknet-Datensatz mit rund 73 Millionen Datensätzen echte Kundendaten enthielt, betroffen waren rund 7,6 Millionen aktuelle und 65,4 Millionen ehemalige Kundenkonten aus dem Jahr 2019 oder früher. Erbeutet wurden Namen, Adressen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern sowie verschlüsselte vierstellige Konto-Passcodes. Nach einem Hinweis von TechCrunch, dass die Passcodes leicht entschlüsselbar waren, setzte AT&T diese für alle aktiven Kunden zurück.

TechCrunch

10.04.2024

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Woher der Datensatz stammt, ob aus direktem Einbruch oder von einem Drittanbieter, war bis mindestens April 2024 ungeklärt. Ein separates, im Juli 2024 bekanntes Datenleck über den Cloud-Dienst Snowflake ist davon zu unterscheiden. Ein 2025 vorläufig genehmigter Sammelklagevergleich über 177 Millionen Dollar soll beide Vorfälle abdecken.

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CSRB-Bericht: Gestohlener Microsoft-Signaturschlüssel ermöglicht Storm-0558-Spionage bei US-Behörden

Am 02.04.2024 veröffentlichte das US-Heimatschutzministerium den Bericht des Cyber Safety Review Board zur Exchange-Online-Cyberspionage im Sommer 2023. Die mit China verbundene Gruppe Storm-0558 griff ab dem 15.05.2023 mit gefälschten Authentifizierungs-Tokens auf E-Mail-Postfächer von rund 25 Organisationen zu, darunter das US-Außenministerium. Die Angreifer nutzten einen gestohlenen Microsoft-Signaturschlüssel aus dem Jahr 2016. Der CSRB bewertete den Einbruch als vermeidbar.

Cyber Safety Review Board (US-Heimatschutzministerium)

02.04.2024

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Wie genau der Signaturschlüssel bei Microsoft entwendet wurde, blieb laut CSRB-Bericht ungeklärt. Microsofts eigene Erklärung, der Schlüssel sei über einen Absturzbericht abgeflossen, fand der CSRB durch keine Logs oder Beweise belegt.

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Zigarettenschmuggel-Netzwerk "Pascal" in Bulgarien aufgedeckt

Der bulgarische Zigarettenschmuggler Nikola Nikolov ("Pascal") gestand fünf Fälle von Zigarettenschmuggel mit einem Gesamtwert von rund 9,5 Mio. Lewa. Das Netzwerk umfasste unter anderem die ehemalige Zollchefin Petya Bankova und den ehemaligen Generalsekretär des Innenministeriums Zhivko Kotsev; in einem Lager wurden 750.500 Zigarettenpackungen ohne Steuermarken sichergestellt.

Novinite.com

01.04.2024

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Details zur Rolle einzelner Mitangeklagter und der Ausgang der Verfahren gegen Bankova und Kotsev bleiben unklar.

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FTX-Zusammenbruch: Bankman-Fried zu 25 Jahren Haft verurteilt

Das US-Justizministerium teilte mit, dass FTX-Gründer Samuel Bankman-Fried am 28. März 2024 zu 25 Jahren Haft und drei Jahren Bewährungsaufsicht verurteilt wurde. Er wurde für schuldig befunden, Kundengelder der im November 2022 kollabierten Kryptobörse FTX in Milliardenhöhe veruntreut, FTX-Investoren um mehr als 1,7 Milliarden Dollar und Alameda-Kreditgeber um mehr als 1,3 Milliarden Dollar betrogen zu haben. Das Gericht ordnete zudem eine Vermögenseinziehung von rund 11 Milliarden Dollar an.

U.S. Department of Justice

28.03.2024

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Offen blieb laut Presseberichten, in welchem Umfang die angeordnete Einziehungssumme tatsächlich von Bankman-Fried eingetrieben werden kann, da er nach Richterangaben nicht über entsprechende Vermögenswerte verfügt. Bankman-Fried kündigte Berufung gegen das Urteil an, deren Ausgang zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht feststand.

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FTX-Gründer Sam Bankman-Fried zu 25 Jahren Haft verurteilt

Sam Bankman-Fried, Gründer der Kryptobörse FTX und der Handelsfirma Alameda Research, wurde am 28.03.2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er hatte Kundengelder von FTX in Milliardenhöhe veruntreut, Investoren um mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar betrogen und Kreditgeber von Alameda um mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar geschädigt. Eine Jury befand ihn im November 2023 in allen sieben Anklagepunkten für schuldig. FTX war im November 2022 zusammengebrochen. Das Gericht ordnete eine Vermögenseinziehung von rund 11 Milliarden US-Dollar an.

U.S. Attorney's Office, Southern District of New York (Department of Justice)

28.03.2024

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Nicht abschließend geklärt ist die genaue Höhe des tatsächlichen Kundenschadens, da die Insolvenzverwaltung nach dem Zusammenbruch einen erheblichen Teil der Vermögenswerte durch Verkäufe wiederbeschaffte. Umstritten bleibt, welchen Anteil am Zusammenbruch strukturelle Schwächen der Kryptobranche insgesamt hatten gegenüber individuellem kriminellem Handeln.

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Urteil im Strafprozess gegen Sam Bankman-Fried wegen FTX-Betrugs

Sam Bankman-Fried, Gründer der Kryptobörse FTX, wurde am 28.03.2024 zu 25 Jahren Haft verurteilt, nachdem eine Jury ihn am 02.11.2023 in allen sieben Anklagepunkten für schuldig befunden hatte. Durch den Zusammenbruch von FTX im November 2022 entstand ein Schaden von mehr als acht Milliarden US-Dollar an Kundengeldern. Richter Lewis Kaplan ordnete eine Einziehung von rund elf Milliarden US-Dollar an.

US-Justizministerium, U.S. Attorney SDNY

28.03.2024

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Die tatsächliche Höhe des Endschadens ist nicht abschließend geklärt, da die Konkursverwaltung später Vermögenswerte zurückerlangte. Bankman-Fried bestritt vorsätzlichen Betrug und legte Rechtsmittel ein.

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EU-Gesetz zum Verbot anonymer Kryptozahlungen kommt

AMLR verbietet anonyme Kryptotransaktionen zu hosted wallets; selbstverwaltete Wallets zueinander ausgenommen.

Blocktrainer

22.03.2024

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Kein generelles Verbot privater Wallets.

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Vorsicht vor Online-Gentests!

Mehrere Online-Gentest-Anbieter verstoßen laut GeN gegen DSGVO/Gendiagnostikgesetz, Kundendaten teils an Pharmafirmen weiterverkauft.

Gen-ethisches Netzwerk / Netzwerk Datenschutzexpertise

19.03.2024

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Warnung vor kommerziellen DNA-Tests ohne ärztliche Beratung.

Primärquelle

Evergrande-Bilanzbetrug: Chinas Wertpapieraufsicht verhängt Rekordstrafe

Die China Securities Regulatory Commission verhängte im März 2024 eine Rekordstrafe von rund 577 Millionen US-Dollar gegen die Kernfirma des Immobilienkonzerns Evergrande wegen Bilanzfälschung. Evergrande hatte die Umsatzerlöse 2019 und 2020 um insgesamt rund 78 Mrd. USD künstlich aufgebläht.

Reuters

19.03.2024

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Unklar bleibt, wie viel der verhängten Geldstrafe tatsächlich eingetrieben werden konnte, da Evergrande bereits in Liquidation war.

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